Beiträge von trommla

    Bronze-Spannreifen

    Geschmäcker sind verschieden, aber an dieser feinen Trommel wär noch mehr Bronze nicht nur unnötig teuer, sondern wohl auch unnötig hässlich. Gerade die Schlichtheit der Böckchen und Rims aus Edelstahl kontrastiert doch vortrefflich den Bronzekessel. Aber mich geht das ja glücklicherweise nix an 😉

    Grundsätzlich sollte man die Finger von No-Name - Sticks lassen, da die viel schneller brechen, manchmal krumm und nicht richtig ausbalanciert sind.

    Definiere No Name. Millenium-Sticks stehen nicht im Verdacht, Markensticks zu sein, jedoch spiele ich schon seit Jahren für Jazz ein bestimmtes Modell ohne Beanstandungen, und zwar bezüglich aller von dir genannten Aspekte.

    Vic Firth 5B aus Hickory, da ich damals als arme Schülerin zu pleite für Maple Sticks war.

    Wann waren denn bitte jemals Hickory-Sticks die Arme-Leute-Version von Maple-Sticks????


    Seit ich mich mit Schlagzeug beschäftige (immerhin bald 45 Jahre), kann ich mich nur dran erinnern, dass die Preise gleichauf lagen, egal ob VF, Promark, Regal Tip oder sonstwas. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass typische No Names eher auf Maple als auf Hickory setzten.


    Ich glaub, dass du da grad echt was falsch abgespeichert hast :/

    Übrigens, entgegen des heute gerne (fälschlicherweise) genutzten Artikels "die" heißt es ursprünglich "das" Tom. Nur um auch mal wieder klugscheißen zu dürfen 😉

    Und als ich kürzlich bei nem Dienstset so eine Beobachtung hatte, gingen meine Stimmversuche ins Leere, weil das Böckchen ausgerissen war. Auch das kommt vor.


    Der Tausch des Böckchen war mir ein willkommener Anlass, mal neue Felle zu montieren und das Set durchzustimmen. Jetzt macht das wieder Spaß.

    Kannte Angel Drums nicht, aber für mich hört sich das an wie eine dieser "Hauptsache anders" - Konstruktionen ohne Not, halt irgendwie auffallen um jeden Preis. Erinnert mich dran, dass ich ganz froh bin, Kaufentscheidungen in der Regel sehr rational anzugehen.


    Würde mich für dich freuen, wenn du eine gute, bezahlbare Reparaturlösung fändest, denn das sind ja wirkliche Schönheiten.

    Wow, gerade die Tage noch ne Bestellung von St-Drums erhalten, war immer meine erste Adresse für Parts aller Art. Persönlich kennen lernen durfte ich Gerd nie, aber hier ist eine Trommelbaulegende des deutschsprachigen Raums von Bord gegangen. R.I.P.

    hattest du bis vor kurzem ein Dixon Artisan und hast dir gerade erst ein SQ1 gekauft

    Dann erübrigt sich eigentlich jeder Rat. Wer auf nem Dixon Artisan nicht gut klingt, dem hilft weder ein SQ1 noch ein Tama Star. Dann geht's bestenfalls einfach um "Bock auf Neues", was völlig legitim ist, sich aber eh jeder Vernunft entzieht. Oder man sucht immer noch nach dem Traumset, was einem diese lästige Überei abnimmt. Viel Erfolg bei der Suche 😉

    Wenn ich mich richtig erinnere, gibt/gab es mit den Sonor-Freischwingern auch konstruktive Probleme, ohne sie näher benennen zu können. Mal googeln...


    Ich wär auch ohne zu überlegen beim Tama, wenn es nur diese zwei Optionen gibt. Bin zwar gar kein Tama-Fanboy, aber Sonor - bis auf die Vintage-Serie - finde ich noch viel schlimmer.

    Na im Ernst, was wäre denn ein Kontra für den Matched Grip?

    Na beispielsweise, wenn man vom Marching her kommt und deshalb diese schräge Snareposition gewöhnt ist. Dürfte zumindest historisch ein Thema gewesen sein. :P

    Aber ansonsten fällt mir da tatsächlich wenig Objektivierbares ein. Allerdings kann ich subjektiv swingige Nummern wesentlich feinfühliger begleiten, solange ich Traditional spiele. Klar, ist alles eine Sache der Übung, und ich könnte mich da auch auf Matched umtrainieren. Aber weshalb zum Teufel sollte ich das tun? Also mein klares Kontra: ICH kann nicht so gut Jazzen im Matched Grip. Und das reicht mir als Begründung.


    Als Lehrer würde ich meinen Schülern freistellen, zu welcher Haltung/Technik sie tendieren. Wer Matched spielen will, soll das tun, wer Traditional bevorzugt, go for it, und wer als eingefleischter Simon Phillips-Fan mit Open Handed loslegen will, hat meinen Segen sicher ebenso. Ich würde aber keinem Schüler gegen seinen Willen eine Haltung aufzwingen. Auch wenn ich erklären kann, weshalb für meinen Spielstil beispielsweise OH die schlechteste Variante darstellt, müssen das andere ja nicht genauso sehen.


    Leider scheint man heutzutage keine Entscheidung mehr eigenständig treffen zu können, und sei sie noch so klein, ohne sich vorher seitenweise in Foren über die vermeintlich besten Lösungen ausgelassen zu haben. Immer dieser sch+++ (Selbst)optimierungszwang. ;)

    Was spricht dagegen, mal einfach gar nicht über Vor- vs. Nachteile zu sinnieren? Wenn es sich für den Anwender gut anfühlt, Traditional Grip zu spielen, sollte der Spielspaß als Argument doch völlig ausreichen.

    Alle Techniken (Matched, Trad., OH) haben ihe Fans, und bei allen gibt es tolle Vertreter ihrer Zunft, man kann also wohl auf alle 3 Weisen gut spielen lernen. Man muss halt üben 😉


    Für und Wider gibt es für alle 3, und man kann sich frei entscheiden. Ist doch prima.

    Ich habe gerade ein Proberaumset (Pearl Export od. Vision) mit frischen Encore Pinstripes bestückt. Wenn ich ehrlich bin, hat mich das Ergebnis positiv überrascht. Die Toms waren leicht zu stimmen, und das Ergebnis geht auch absolut in Ordnung. Insgesamt erscheint mir der Sound etwas "dirty", mir fehlt aber in Sachen Pinstripe etwas die Vergleichsmöglichkeit, was an mehreren Faktoren liegen mag. Zum einen habe ich seit Äonen keine frischen Pinstripes mehr aufgezogen, kenne daher auch die Pinstripe USA nur von eher eingespielten Pellen. Zum anderen sind als Resos immer noch die unversehrten, aber vermutlich ziemlich ausgeleierten Werksresos drauf, die zum Gesamteindruck definitiv mit beitragen.


    Auch wenn ich auf meinen eigenen Sets weiterhin die teuren Originale vorziehe, bekommt man für deutlich weniger Geld mit diesem Felltyp einen Sound, mit dem man sich ohne Scham auch öffentlich zeigen darf. Ich hatte schon genügend Sets unter den Sticks, die trotz USA-Befellung und nur "ok" gestimmt schlechter klangen, im Bandkontext und über PA trotzdem fett kamen. Gut gestimmte Encores werden da keine Ausnahme sein. Gerade noch nicht so erfahrene Drummer mit knappem Budget sollten hier definitiv mal schauen (und hören!), aber auch für's Dritt- oder Viertset von "Profis" sind diese Felle durchaus nicht verkehrt.

    Ist doch super, wenn man sich letztendlich mit beidem wohlfühlt. Ich kann mich bis heute nicht entscheiden. Es gibt Dinge, die fühlen sich Trad, einfach besser an, wie z.B. alles "Swingige". Shuffle läuft in beiden Versionen, alles was rockt muss bei mir Matched. Wohl auch deshalb verwende ich immer den gleichen Snareaufbau, mit dem ich beides spielen kann. Mein "Problem" waren schon immer eher die Toms, die ich im Traditional Grip nie optimal spielbar finde. Allerdings könnte das auch an einem Übe-Defizit liegen, andere schaffen es ja auch, virtuos über die Toms zu wirbeln ;)

    Einen gravierenden Nachteil hat das Saturn leider: Schlechter Wiederverkaufspreis.

    Also nur kaufen wenn du sicher bist dass du es lange behalten möchtest.

    Hast du dabei auch die 600 Euro Preisvorteil beim Saturn berücksichtigt? Muss man halt durchrechnen, ob das den Mehrpreis rechtfertigt. Wer wie ich von einer möglichst langen Nutzungsdauer ausgeht (also bei Drums nahezu ewig ;) ), braucht sich über den Wiederverkauf eigentlich keine Gedanken machen, denn ein Saturn macht sicher auch in 15 oder 20 Jahren noch Spaß und reicht für alle erdenklichen Anwendungen.

    Bei Tama habe ich deutlich bessere Erfahrungen mit Support und Ersatzteilversorgung gemacht als bei Mapex.

    Ein starkes Argument. Wenn ich allerdings überlege, wie oft ich davon in den letzten 40 Jahren Gebrauch machen musste, vielleicht gar nicht so stark. Ich hab bei keinem Hersteller bislang erlebt, dass ich überhaupt, außer vielleicht kurz nach dem Neukauf, ein Ersatzteil gebraucht hätte, und das konnte ich dann über den Händler stressfrei abwickeln. Eher mal bei Hardwarekomponenten, aber das fällt beim Shellset ja definitionsgemäß weg.

    Ich habe ein Saturn und ein neues SC Performer. Sound ist bei beiden super und auch sehr ähnlich.

    Geh nach dem Finish das dir besser gefällt.

    Word!

    Ich hab nur ein einziges Mal im Geschäft ein Saturn angespielt und mir die Details näher besehen. Da gab es wirklich nichts, was gegen einen Kauf sprechen würde, außer ein leeres Bankkonto. Der Sound war mit am besten von allen dort ausgestellten Sets, und wer nicht wie aus optischen Gründen eher einen Bogen um Mapex macht, bekommt ein tolles Set für alle Lebenslagen. Beim SC Performer machst du ebenso nichts falsch, und das trifft auch auf so ziemlich alle Hersteller und Modelle in dieser Preislage zu.


    Für mich gibt's da nur eine Herangehensweise, nämlich völlig intuitiv das Set zu nehmen, das mich emotional am meisten anspricht. Den Sound mach ich mir schon so, dass er mir gefällt. 😉


    Nichts, was ich rational erklären könnte

    Doch, schon. Das Tama hat Die Cast Hoops, das Saturn dicke Triple Flanged Hoops. Mir wäre das keine 600 Euro Wert, aber auf dem Markt hat sich nun mal das Bild durchgesetzt, dass Die Cast schöner, besser und somit teurer seien.


    Allerdings wird dieses Feature wahrscheinlich zu hörbaren Soundunterschieden führen, du solltest vor dem Kauf herausfinden, was dir besser liegt.