Na im Ernst, was wäre denn ein Kontra für den Matched Grip?
Na beispielsweise, wenn man vom Marching her kommt und deshalb diese schräge Snareposition gewöhnt ist. Dürfte zumindest historisch ein Thema gewesen sein. 
Aber ansonsten fällt mir da tatsächlich wenig Objektivierbares ein. Allerdings kann ich subjektiv swingige Nummern wesentlich feinfühliger begleiten, solange ich Traditional spiele. Klar, ist alles eine Sache der Übung, und ich könnte mich da auch auf Matched umtrainieren. Aber weshalb zum Teufel sollte ich das tun? Also mein klares Kontra: ICH kann nicht so gut Jazzen im Matched Grip. Und das reicht mir als Begründung.
Als Lehrer würde ich meinen Schülern freistellen, zu welcher Haltung/Technik sie tendieren. Wer Matched spielen will, soll das tun, wer Traditional bevorzugt, go for it, und wer als eingefleischter Simon Phillips-Fan mit Open Handed loslegen will, hat meinen Segen sicher ebenso. Ich würde aber keinem Schüler gegen seinen Willen eine Haltung aufzwingen. Auch wenn ich erklären kann, weshalb für meinen Spielstil beispielsweise OH die schlechteste Variante darstellt, müssen das andere ja nicht genauso sehen.
Leider scheint man heutzutage keine Entscheidung mehr eigenständig treffen zu können, und sei sie noch so klein, ohne sich vorher seitenweise in Foren über die vermeintlich besten Lösungen ausgelassen zu haben. Immer dieser sch+++ (Selbst)optimierungszwang. 