Beiträge von trommla

    Theoretisch braucht man erst ein neues T-Shirt wenn das alte durch ist.

    Na ich hoffe doch, dass du das alte zwischenrein mal wäschst :D Mindestausstattung wären also schon mal zwei.

    Na dann hör mal Gary Husband zu

    Wo sind da Alphas? Er spielt nen bunten Paiste-Mix, und ich schrub ja auch "gefällt mir nicht", was ich für die Rude-Hihat nochmal bestärke. Klingt für meinen Geschmack nicht schön, auch wenn er durch sein Spiel das Beste draus macht. Die Sigs und 602 sind ne andere Hausnummer, die würde ich auch spielen. Aber ich hab ja, was ich brauche ;)

    Hab mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken über "meinen" Sound gemacht. Meine Trommeln stimme ich so, dass es mir gefällt, egal welche Trommeln das nun sind. Und die Becken, die ich habe, gefallen mir eh, also brauch ich nix anderes. Was neues könnte fällig werden, falls mal irgendwas mit Vorhandenem nicht funktionieren sollte. Konkret steht immer noch ein China/Swish auf der Wunschliste, aber ich hab keinen Geldscheißer, und beim letzten gebrauchten Modell, was mir echt gefallen hätte, hab ich zu lange gezögert. Mit meinem Krempel kann ich seit Jahren so ziemlich alles abdecken, was mir vor die Flinte kommt. Und da das musikalisch trotz Schwerpunkt auf Jazz einigermaßen abwechslungsreich ist, klingt auch mein Equipment nicht immer gleich, weil ich es anders bediene. Was ist also mein Sound? Im Grunde muss der Sound nicht "meiner" sein, sondern zur Musik passen, und die Sounds dürfen mich dabei nur nicht behindern. Jazz mit Paiste Alphas, das wird eher nix, und auch 2002er gefallen mir dafür nicht. Also passt das Zeug nicht in mein Beuteschema, finden es andere auch noch so gut. Da weiß ich zumindest dann, dass es nicht mein Sound ist, und das hilft ja schon mal ein wenig.

    Aber einen Signature Sound wie Steve Gadd? Wer bin ich, dass ich mich mit so einem Jahrhundertdrummer auf eine Stufe stellen will? Ist doch Blödsinn...

    Was man dann braucht und nicht braucht ist weniger Philosophie-Sache, sondern einfach individuell. Praktisch ist z.B. ein Tour-Set, das immer im Bus bleibt und ein Set für Proberaum / Studio. Und eine Auswahl an Snares und Becken für beide Sets, um flexibel zu sein.

    Herrlich, diese Laber-Freds ;)


    Mit dem ersten Satz triffst du die Sache ins Schwarze. Wer genau eine Band hat und mit dieser 2 Konzerte spielt, braucht mit Sicherheit weder Tourset noch eine Auswahl an Snares. Und wer bei Major Acts trommelt, evtl auch nicht, weil sein Endorsment alles mundgerecht bereitstellt.


    Die imho beste Devise ist wie so oft "so wenig wie möglich, so viel wie nötig". Mit Inhalt kannst nur du selbst es füllen, woher sollen denn andere wissen, was du an welcher Stelle brauchst. Von aussen betrachtet scheinen mir zumindest die meisten hier von dir und anderen vorgestellten Beckenkäufe eher Lustkäufe als Notwendigkeit zu sein. Mir scheint zudem, Paistianer sind dafür besonders empfänglich und hudligen regelmäßig dem Hl.Paistius, dem Gott der Beckenschmiede ;)

    Da hast du ausgerechnet Frau Tereschkova rausgesucht. Die erste Frau im All hatte ich als Beispiel für Vorbildfunktion gennant, nicht als aktuelles Beispiel.

    Klar, als Vorbild, Frauen Mut zu machen, Dinge zu tun, die bis dato für Frauen undenkbar waren. Wie passt das im 21. Jahrhundert zum Schlagzeug? ;)

    Heute halte ich die Freiheit der Mädchen und Frauen, das Instrument der eigenen Wahl zu lernen, für ebenso selbstverständlich, wie wenn Frauen wählen gehen. War auch mal anders.


    Aber lassen wir das, sonst driftet es tatsächlich in Glaubensfragen ab, und da fällt Konsens schwer.

    Hui, frag doch mal den R. D. Precht, geht ja schon sehr ins Philosophische. ;)


    Ich finde auf deine Gedanken gar keinen adäquaten Ansatz, da für mich Kreativität viel mit Gefühl zu tun hat. Welcher Sound wann passt, ist so eine Gefühlsfrage, und wenn mein Gefühl mir sagt "probier doch mal diesen oder jenen Sound", dann will ich das tun können. Zu entdecken, wie viele unterschiedliche Sounds eine einzige Trommel und ein einziges Becken bieten kann, hat viel mit Neugier zu tun, was ebenfalls ein Gefühl ist.


    Die beiden Gedanken dürften so ziemlich am entgegengesetzten Ende deiner Betrachtung stehen, aber ich habe ehrlich gesagt mal so überhaupt keine Lust, die Emotion des Musizierens durch intellektuelle Auseinandersetzung einzuzäunen. Ob ich beim Spielen einen charakteristischen, persönlichen Sound habe, würde ich gar nicht erst bewerten wollen, und selbst Steve Gadd, den man unter Tausenden heraushört, hat vermutlich nie darüber nachgedacht, wie Steve Gadd klingen zu WOLLEN. Ich denke, es ist die Idee, wie man Musik klingen lassen möchte, die einen in die eine (viel verschiender Kram) oder andere (One Fits All) Richtung lenkt.


    Insofern könnte ich für mich sagen, ich brauche nicht jeden Monat ein neues Becken, das dann nur im Proberaum rumliegt, sondern komme mit meiner sehr überschaubaren Beckenauswahl bestens klar. Wenn es aber beispielsweise um authentische alte Musik geht, will ich neben meiner Spielweise auch authentischen Klang und Optik, vor allem bezüglich der eingesetzten Snare. Solche Musik braucht imho andere Instrumente als Pop/Rock, und auch wenn man halbwegs universelle Sets jederzeit über Fellwahl und Stimmung zurechtbiegen könnte, empfehlen sich mehrere Set, wenn man unterschiedliche Stile im ständigen Wechsel abdecken will.


    Deshalb könnte ich nicht sagen, welcher Weg der bessere ist. Klar habe ich definitiv wie wohl die meisten viel zu viel Kram, aber wann immer ich im Kopf Verschlankungspotenziale durchgehe, komme ich zum Ergebnis, dass ich so ziemlich jedes Teil im Fundus regelmäßig brauche. Klar ist, ich käme irgendwie auch ohne vieles klar, aber will ich klarkommen, oder will ich so klingen, wie ich die Musik fühle?

    Lediglich bei den Snares liegt im Regal definitiv mehr, als ich brauche, da würde mir die Hälfte gut reichen.


    Ergänzung: der unbesorgte 11-jährige tat sich zumindest leichter, als es diesen Überfluss noch nicht gab und er mit dem, was er hatte, zufrieden war. Da konnte er sich dann so richtig aufs Üben und Lernen konzentrieren, statt stunden-, tage- oder wochenlang in Foren abzuhängen und sich mit GAS zu infizieren.

    Oooch, es gibt sicher keinen Grund, sich über so Videos aufzuregen, aber irgendwie doch auch recht albern. Wer's braucht...

    Ähnlich wie die erste Frau im All kann es ermutigend und inspirierend sein, zu sehen es geht. Darum halte ich diesen thread für durchaus berechtigt.

    Siehst du, das meinte ich. Valentina Tereschkova flog in den frühen 60ern als erste Frau ins All, als die meisten Frauen noch Schürzen als "Berufskleidung" trugen. Dass es heute, 60 Jahre später, angeblich noch Ermutigung für Frauen braucht, Schlagzeug zu spielen, kommt mir anachronistisch und fast schon reaktionär vor angesichts dessen, was Frauen seitdem in der Welt erreicht haben. Vielleicht ist es halt doch keine systematische Benachteiligung, sondern einfach ein Hobby, das Frauen statistisch weniger anspricht. Vorsicht Klischee (!): die gehen vielleicht doch lieber reiten *duckundwech*

    Ich lach mich grad schlapp und find's immer wieder klasse, was du uns hier präsentierst.

    Den Threadtitel solltest du vielleicht anpassen, vom Second Line sind wir ja nun schon ein ganzes Stück weg ;)


    Test übrigens grad intensiv die Snare mit dem Kängurufell, und mache mir fleißig Notizen für den (irgendwann) folgenden Testbericht. Was ich dir aber jetzt schon sagen kann, das Fell klingt auf einer Zoom-Aufnahme mit einer Rockabilly-Band hervorragend. Für Aufnahmen im Oldschool-Style würde ich jetzt schon ne Empfehlung aussprechen, das Handling im Livebetrieb muss ich noch weiter testen, vor allem wegen der höheren Wetterfühligkeit. Am WE steht am Samstag Singer-Songwriter-Jazz an, am Sonntag Bigband, bei beidem kann ich mir die Schnarre aktuell gut vorstellen.

    Kommen wir doch wieder auf den Kern zurück.

    Und da wären wir grad wieder beim Thema. Entscheidest du, was der Kern ist? Entscheide ich es? Wenn es einen Teil der Community beschäftigt, ob diese Art der Präsentation weiblicher Trommelnder (*hust*) angemessen oder nötig ist, dann könnte die Frage vielleicht zumindest Teil des Kerns sein, oder?


    Edit: Bis auf Meg White, die bekanntermaßen für die White Stripes gerade soviel trommeln gelernt hat, um auf der Bühne bestehen zu können, sind in dieser Liste immerhin bekannte Könnerinnen ihres/unseres Fachs mit entsprechender Reputation zu finden. Insofern guter Beitrag, um zu zeigen, dass Frauen auch ohne jugendlich straffe Brüste in der Musikbranche was werden können ;)

    So, ehe der Shitstorm losbricht ("Er hat Brüste gesagt, der Sexist"), setz ich mir mal schnell nen Helm auf...

    weil bei Youtube viel mit Sexismus für Drummerinnen geworben wird.

    Bei Youtube "wird" nicht geworben, die Protagonistinnen tun das selbst und freiwillig und fördern damit aktiv Ungleichheit und Sexismus. Das ist ja auch meine Kritik an dieser unreflektierten Präsentationen aller möglichen Drummerinnen, die nicht schlecht, aber auch nicht gut sind. Und dass Stars wie Sina Döhring Millionen von Clicks haben, trotz imho wenig musikalischer Einzigartigkeit, passt da nur zu gut ins Bild. Brauchen Frauen heutzutage wirklich noch solche "Vorbilder", um ihnen zu "erlauben", selbst zu den Sticks zu greifen? Dann muss ich die Frage stellen, was mit den Frauenbewegungen des 20. Jahrhunderts passiert ist. Ich halte es seit Jahrzehnten für selbstverständlich, dass eine Frau machen kann, was sie für richtig hält. Dass weibliche Protagonistinnen Tabus brechen müssen, um damit in männlichen Domänen hervorzustechen, ist doch Schnee von vorgestern.


    Edit: m_tree war schneller

    mc.mod

    Ihr macht das auch unbestreitbar gut, und deine Rückfrage, statt gleich mit dem Schlüsselbund zu kommen, war definitiv richtig. Manchmal würde ich mir einfach ne Spur mehr Mut wünschen, Diskussionen moderiert laufen zu lassen, sofern sie die Grenzen der Fairness nicht sprengen, denn dass Diskussionen entstehen, deutet schließlich auf einen "Klärungsbedarf" hin.

    Statt alles, was kontrovers sein könnte, zu unterbinden, was eh schon jeden Tag mehr als genug stattfindet, sollte man wieder mehr Mut aufbringen, Argumente auszutauschen und miteinander zu lernen und zu wachsen, statt nur in der eigenen Lebenswirklichkeit zu verharren.


    Ihr Mods macht das super, danke für euer Engagement!!!

    Ich schließe mich meinen unmittelbaren Vorrednern an. So lange der Ton freundlich und konstruktiv bleibt, sollte Schließen die wirklich allerletzte Option sein. Es wiederholen sich hier so unendlich viele Fragen, Antworten und Meinungen, dass es immer irgendwen nerven wird. Das sollte bzw muss aber imho immer auch die Verantwortung des Einzelnen bleiben, um solche Themen dann "herumzulesen". Hier wird von den Mods eh schon (zu) oft entschieden, was zum Thema gehört, und was nicht, dass ich die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung schon vereinzelt als gefährdet empfand. Dass der Threadtitel auch Grundsätzliches aufwirft, gehört imho so lange mit dazu, so lange es nicht unfair ausartet. Und die Diskriminierung von trommelnden Frauen bleibt natürlich auch rein verbal unangebracht, aber das fand hier bisher überhaupt nicht statt.


    Der Tenor war doch über 8 Seiten sehr positiv. Dass es mich und scheinbar auch andere überrascht, dass man im 21. Jahrhundert - natürlich in guter Absicht - immer noch auf jede Dame hinweisen will, die sich "traut", Sticks überhaupt in die Hand nehmen, verfestigt eher die Wahrnehmung als "Auißergewöhnlich", und da bin ich glaube ich in Kopf und Herz schon nen ganzen Schritt weiter. Für mich IST ne Frau an den Drums nichts anderes als ein Mann, und ich lege exakt die selben Maßstäbe an. Wenn es da draußen wenige Spitzendrummerinnen gibt, dann ist das eben so, man muss deshalb aber nicht auf jedes Mädel hinweisen, das nicht besser trommelt als der Durchschnitt männlicher Kollegen.


    Das genau das immer noch passiert, scheint zu zeigen, dass wir Trommler*innen noch nicht so weit sind, wie wir es gerne wären, und dann sind genau die Diskussionen, die hier stellenweise kontrovers, aber freundlich geführt werden, wohl nötig. Zumal jegliche Kritik an den trommlerischen Fähigkeiten einzelner Damen, die ich bisher las, nie unfair oder gar sexistisch waren, soweit ich mich spontan erinnere.

    Ich würde es wie JohnDrum sehen. Die Interpretation, die 8tel ternär zu interpretieren, halte ich für unwahrscheinlich, da der Swingpattern davor korrekt aussortiert ist. Falls das, wie im Jazz nicht unüblich, gerade notiert, aber swingend gespielt wäre, gäbe es idR einen entsprechenden Hinweis am Seitenanfang, dieser fehlt hier.


    Beide Varianten zu üben, ist sicher kein Fehler, denn es geht hier ja nicht um Werktreue zB für eine öffentliche Darbietung, sondern um ein reines Lern- und Übekonzept.


    Falls du mit den Einschätzungen hier aus irgendwelchen Gründen noch nicht zufrieden bist, dann kontaktier doch mal Cloy Petersen, den Leiter und Gründer von Drummers Focus in München. Drummers Focus ging nämlich aus einer Dante Agostini Schlagzeugschule hervor, und Cloy dürfte das Agostini-Material ziemlich gut kennen 😉

    Sorry da hätte noch ein Zwinkersmiley hingemusst, bitte nicht allzu ernst nehmen. Wobei ich trotzdem glaube, dass solche Doublebass-Exzesse eher Kerle ansprechen dürften. Weiter brauchen wir das aber nicht zu vertiefen, was meinst du?

    Ist es denn wirklich so, dass sich bei den anderen akustischen Instrumenten noch etwas großartiges im technischen Bereich verändert?

    Nein da magst du recht haben. Was ich damit sagen wollte, das System der Klangerzeugung ist bei anderen Instrumenten einiges bis wesentlich komplexer. Da führen minimale Abweichungen zu deutlichen Unterschieden in Klang und Spielgefühl. Eine ordentlich gestimmte Trommel, sofern sauber verarbeitet, ist da weit weniger anfällig. Entsprechend sind selbst hochpreisige "Profi"instrumente oft günstiger als wirklich gute Blas- oder Streichinstrumente.

    Männlein und Weiblein sollte egal sein.

    +1

    Sie ist einfach ein bisschen gut.

    Interessant, ich finde sie einerseits wirklich kreativ, andererseits empfinde ich ihr Spiel als - steinigt mich - "bemüht", aber nicht wirklich ausgereift. Gute Ideen, die mich musikalisch (noch) nicht überzeugen. Ob sich meine Wahrnehmung irgendwann ändert, wird sich zeigen, sie ist ja wirklich noch sehr jung.

    Hast du die originalen Dinger mal ausprobiert?

    Nein tatsächlich nicht, Hab irgendwie keinen Bezug zu Speziallösungen, die man sich für gaaaanz wenig Geld selbst bauen kann. Ähnlich auch beim Muffkopf, irgendwelchen gekauften Dämpfungsringen oder manch anderem Zubehör. Selbst wenn der Effekt nicht 1:1 identisch wäre, geh ich für 30 Euro lieber mal essen. Der Zubehörmarkt bietet inzwischen so vieles, was man sich vor 30 Jahren selbst gebaut hat.


    Ohne es probiert zu haben, funktionieren diese Dokumentenklammern sicher auch bei den Vintage-Spannreifen. Auf meinen Slingerland-Snares mit ähnlich nach innen gebördelten Reifen habe ich damit jedenfalls überhaupt kein Problem.