Beiträge von trommla

    Sorry fürs Offtopic, aber was haben eigtl. alle gegen Lars Ulrich? Ich muss irgendwas verpasst haben.

    Ich glaube das ist so ein bisschen wie der Dorfdepp. Jedes Dorf brauchte einen, ebenso wichtig wie Pfarrer und Bürgermeister, und so ist es halt auch in Foren. ;)

    Ulle ist sicher kein herausragender Drummern, sondern wurde halt mit dem Erfolg seiner Band hochgespült. Wobei nicht wenige sagen, dass er ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Metallica sei. Aber letztendlich hat sich das ziemlich verselbständigt, vielleicht auch, weil Ulle - zumindest nach meinem Empfinden - in seinem Auftreten wenig Coolness, manchmal sogar eine eher lächerliche Ausstrahlung hat.

    Ohaaa! Ganz schön viel! Wie kriegst du die Probentermine koordiniert?

    Klingt neben einem Vollzeitjob sehr stressig. :/

    Regelmäßig heißt glücklicherweise nicht wöchentlich, haha. Das meiste sind Bands, wo ich regelmäßige Aushilfe bin, also Konzerte spiele, an denen die Erstbesetzung verhindert ist. Und meine 2 festen Bands arbeiten recht zielorientiert. Proben ohne Konzert sind eher die Ausnahme. Sonst wäre das nicht machbar.


    Zu den obskuren Ansichten des TS ist für mich alles gesagt, ehrlich gesagt. Jeder darf schließlich sein Hobby sehen und ausüben, wie er mag.

    Ich weiß gar nicht wie du darauf kommst, immer nur wenig zu spielen, Hauptsache weniger und vermutlich ganz leise oder?

    Es ist nicht relevant, was ich spielen möchte, sondern was meine Mitmusiker und die Musik tolerieren. Bei deiner Herangehensweise säße ich vermutlich nur alleine im Musikkeller, statt mit aktuell 6 Bands regelmäßig spielen zu dürfen. Hochwahrscheinlich hätte ich mir daher schon längst ne Beschäftigung gesucht, die mich zufriedener stellt. Aber das muss jeder für sich herausfinden.

    Besorg dir Moises und hör dir die Drums des Originals isoliert an

    Da gibt's keine Drums ;) Das ist alles ziemlich simples Programming imho. 4 on the floor Bassdrum und Claps als Backbeat und nur wenig drumherum. Im Zwischenteil wird bei 1:17 der Backbeat kurz weggelassen, dafür gibt's mal ne 16tel "Hihat". Nach dem Zwischenteil ist wieder alles beim alten.


    Was Herr Ritter (?) draus macht, hat mit Sweet Dreams nur noch insofern zu tun, dass er den Track für sein Drumsolo als Hintergrundbeschallung nutzt. Ohne den Track (oder besser die Nennung des Titels) müsste das Video nämlich "My little Drumsolo" heißen und hätte etwa 5 Clicks. Nämlich seine eigenen, wenn er nem Freund/ner Freundin stolz sein Werk präsentiert.

    Insofern gilt die Begeisterung des TS weniger dem Song als dem "Irgendwas zu irgendeinem Song"-Getrommel. Genre würde ich schlicht "Solo-Drumming" nennen.


    Gut, formulieren wir es etwas weniger polemisch, es ist halt ne recht freie Bearbeitung, kein Drumcover.

    alles was ich jetzt so rausgehört habe, sind die Sonoreinsteiger wohl sehr okay

    Meines Erachtens nicht mehr und nicht weniger als Einsteigerinstrumente anderer Hersteller. Bei Sonor zahlt man im Gegenteil , ähnlich wie bei Gretsch oder Ludwig, aufgrund der sagenumwoben langen Firmengeschichte ;) immer auch den Namen mit. Wer ernsthaft und länger Freude am Instrument sucht, sollte mindestens zur Mittelklasse greifen. Die reicht allerdings für ganz vieles im Grunde ein Leben lang, und manch ein Profi kommt mit solchen Sets zum Gig, weil er sich im Gegensatz zum gut verdienenden Angestellten gar kein Tama Star oder SQ2 leisten kann.

    bis halt auf die Snare

    Wie gesagt, was ich da von Sonor kenne, ist leider immer der Schwachpunkt an den Sets gewesen. Hier nicht Thema, aber selbst bei höheren Produktlinien fand ich Sonor-Snares nicht immer so prickelnd, je nachdem welche Strainer verbaut waren, war das recht hakelig. Um alles, wo dieses Modell dran ist, mach ich immer noch nen weiten Bogen:

    ?u=https%3A%2F%2Fimg.imuso.co.uk%2Fimusouk%2Fproducts%2Fsonor-snare-drum-throw-off-system-1-60853.jpg&f=1&nofb=1&ipt=e09ebe57c33de454246b6fc7dfe1eb130cca7c73c40429cc60af0b021dde500a&ipo=images

    Das mit der Stangenware klingt für mich nur bedingt nachvollziehbar

    Ist es aber tatsächlich. Es gibt in Asien Fabriken, die seit Jahrzehnten für unterschiedlichste Hersteller oder auch Händler bauen. Manchmal nach ganz genauen Vorgaben ("german engineered drums"), manchmal aber tatsächlich Stangenware, die nur durch's Anbringen des Badges ihr weiteres Leben als Markenprodukt oder Discount-Schnapper verbringen. Fachleute wie Drumstudio1 erkennen an Details teilweise, ob man wirklich von EXAKTEN Clones sprechen kann, oder an welchen (unauffälligen) Stellen der Rotstift im konkreten Fall angesetzt wurde.

    Leute, macht mal halblang, der Kollege tut hier alles mögliche, aber spielt weder songdienlich, noch präzise. Overplaying at its best, dabei oft nicht mal wirklich in time. Wer so trommelt, braucht sich net wundern, wenn er keine Band findet, und in the Pocket ist da gar nix.


    P.S. Mir ist natürlich klar, dass viele Hobbydrummer froh wären, solche Dinge überhaupt halbwegs spielen zu können.


    P.P.S.

    Ich würde mir den Kollegen gerne als Vorbild nehmen

    Denk da nochmal drüber nach ;)

    "uncoole Teppichgeräusche" lassen sich mitunter mit einem Stück Papierstreifen ca.

    5-6cm Breit den man zwischen dem Teppich und Resofell platziert, mitunter gut in den Griff bekommen.

    Guter Tipp, wenn man schnell im Studio oder auf der Bühne unerwünschte Nebengeräusche eliminieren muss. Aber man sollte bedenken, dass sich dieses Verfahren auch auf die Ansprache an sich negativ auswirkt. Gerade wer häufig auch am Rand im Pianissimo spielt, wird das möglicherweise merken. Daher rate ich von sowas als Universallösung im heimischen Probekeller ab. Wenn man sich mit Stimmen befasst und etwas Zeit nimmt, kommt man i.d.R. gut ohne solche "Tweaks" aus. Ich hab's ehrlich gesagt noch nie gebraucht, weil ich mit etwas Stimmschlüssel schwingen immer einen guten Zusammenklang erreicht habe. Oft reicht auch etwas mehr Dämpfung auf dem Schlagfelle der Snare, um Buzz zu reduzieren.

    Meine leidvolle Erfahrung mit Sonors Einsteiger und Mittelklasse Set-Snares ist: Die kannst du echt knicken.

    Das ist leider echt wahr :thumbdown:

    ich finde persönlich den Sound im 2. Video besser als im ersten.

    Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich identische Snares unter Abnahmebedingungen in verschiedenen Räumen klingen können, und wie wandelbar gleichzeitig Snare- (oder auch Tom-)sound sein kann.

    Gute Verarbeitung, 10 Stimmschrauben

    Nur zur Sicherheit erwähnt, die Anzahl der Lugs sagt wenig über die Qualität einer Snare aus. Es gibt hervorragende (und teure) Snares mit nur 8 Stimmschrauben. Und es gibt grottige mit derer 10.

    Sonor-Snares aus der Horst-Link-Ära hatten teilweise sogar 12 und waren superb, aber das gibts glaube ich nur noch wintätsch.

    Allerdings würde ich solche mit 6 Lugs tatsächlich meiden, wenn ich nicht auf dem oberauthentischen Vintage-Erleuchtungs-Trip ein uraltes Schätzchen suche. Heute ist das nicht mehr zeitgemäß.

    Die alte Swingstar hatte ich noch nie unter den Sticks, kenne sie aber auch als Geheimtipp. Ich selbst habe mal für 30 bis 40 Euro ne alte Mapex Pro Stahsnare mit guten Fellen und nem Puresound-Teppich geschossen. Nicht gerade das, was man ne Edelsnare nennt, aber ich hatte sie schon häufiger mit auf Konzerten, obwohl ich deutlich teurere Snares im Regal habe. Die spielen sich dann schon noch mal geiler, aber selbst ein durchschnittlicher Gitarrist hört schon keinen Unterschied mehr. Es gibt ne Menge ordentlicher Snares für kleines Geld, und wenn eine dann mal nicht so toll klingt, kann man sie ja wieder verkaufen. Auch die Snares der alten Drumcraft Serie 8 sind amtliche Snares und werden immer wieder für ziemlich wenig Geld verkauft. Ich hab eine Maple, in 14x5, und die macht durchaus Spaß. Man sollte nur den alten Nickel Drumworks Strainer immer schön gängig halten, denn um den Kunststoffhebel hätte ich sonst Angst. Meiner war mal ne Zeit lang ziemlich schwergängig, aber nach ner Ölkur läuft und hält der wieder prima.

    Der schrebbelt ordentlich und immer wenn ich auf die snarenahe Tom haue, rasselt der durch die Gegend

    Das ist ein altes Thema, seitdem es das Drummerforum gibt. Wenn die Saiten mitrascheln, ist das erst mal normal und macht nen fetten Drumsound in meinen Augen/Ohren sogar erst aus. Probier mal, ein Fill mit Toms und Bassdrum zu spielen ohne raschelnden Teppich, das klingt ziemlich leer. Nur wenn ein Tom den Teppich deutlich mehr als andere zum Mitrascheln anregt, solltest du Abhilfe schaffen. Das wird aber durch einen neuen Teppich per se nicht weniger, höchstens weniger "schrebbelig". Zunächst solltest du das Tom etwas umstimmen. Welches Fell die Snare anregt, findest du raus, indem du dein Tom anschlägst und dann mit der Hand mal Schlagfell, mal Reso abdämpfst. Sobald die Resonanzfrequenz weg ist, sollte nämlich das Rascheln gut sein. Das Fell dann vorsichtig umstimmen, kann schon reichen, um den Ausreißer zurück in die Reihe zu bekommen. Eine häufige Ursache für schlechte Snareansprache und/oder unsauberes Mitrascheln ist auch eine zu geringe Fellspannung des Resos. Da trauen sich viele Newbies - und selbst langjährige Drummer - nicht so richtig ran, und man hört beim isoliert anschlagen ein tiefes "Dong" statt eines kurzen knackigen "Dack". Man muss sein Reso nicht bis ultimo anknallen, aber etwas Spannung braucht es schon für einen normalen Snaresound mit guter Sensitivität.

    nochmal investieren und ne neue Snare kaufen

    Ich finde es total spannen, auch ner Beipacksnare etwas ähnliches wie Sound entlocken zu lernen. Für Bandproben-Ansprüche schafft man das meist auch, speziell wenn man Felle und Teppich tauscht und schon über Stimm-Skills verfügt.


    Leider gehören die Sonor-Beipacksnares nicht gerade zu den Perlen auf dem Markt, daher würde ich die 80 Euro für Felle und Teppich lieber als Anzahlung in eine "neue" Snare vom Gebrauchtmarkt investieren.

    An Anfängersets in der Gewichtsklasse herrscht kein Mangel. Wie Chuck Boom würde ich mehr Augenmerk auf die Becken legen, auch wenn Anfänger das zunächst weder hören noch spielerisch merken. Die meisten Komplettsets beinhalten eher günstige Becken, aber wenn schon auf den Bildern "Brass" zu lesen ist, taugen die vielleicht für Lampenschirme, aber keinesfalls zum Musizieren.

    Problem ist aber immer, dass man immer beim "Fingertight" starten muss/sollte.

    Ich stell jetzt mal die Frage in den Raum. Was ist mit dem zentrieren des Felles?

    Genau da war früher mein Problem beim Stimmen von Trommeln. Was dieses ominöse "fingertight" praktisch bedeutet, war mir nicht klar, und gleichmäßig angezogen und zentriert habe ich meine Felle lange damit nicht bekommen. Erst seit ich kapiert habe, dass ich die jeweils gegenüberliegenden Schrauben reihum gleichzeitig mit den Fingern anziehen muss und dieses Vorgehen auch noch mehrfach im Kreis wiederhole (klar, mit jedem weiteren Schraubenpaar "lockern" sich die bereits angezogenen Schrauben ja wieder), bis ich wirklich mit den Fingern die Schrauben nicht mehr weiter angezogen bekomme, finde ich einen guten Startpunkt für's weitere Stimmen. Ob ich danach rein akustisch oder aber mit Stimmhilfe auf die gewünschten Tonhöhen stimme, ist nicht mehr ausschlaggebend für's Ergebnis.

    kann man als Esoterik abtun

    Esoterik fänd ich, wenn außer einem selbst niemand Unterschiede wahrnehmen würde. Dass verschiedene Snares sich unterschiedlich anfühlen, bestreitest aber doch auch du nicht. Welche Modelle sich gut oder schlecht anfühlen, ist wiederum ne komplett andere Sache. Wie es Schmatzi80 schön beschreibt, spielt sich meine LM402 subjektiv wie von selbst, das habe ich gerade eben wieder auf ner Probe genießen dürfen. Was jeder Drummer sich von seiner Snare im Idealfall erwartet, kann aber doch nur subjektiv sein, oder?

    Wer NUR stimmt, statt zu üben, spielt schlechter. Da geh ich mit. Aber deine Aussage entbehrt jeglicher Begründung, und ich sag es nochmal, jeder Instrumentalist muss lernen, sein Instrument zu stimmen, wenn DU es für dich für verzichtbar hältst, ist das legitim, aber kein wirklich begründbarer und vernünftiger Standpunkt. Aber nun genug davon, würde ich vorschlagen.

    Weil ich nicht nur nachspielen will, sondern meinen eigenen Stil entwickeln möchte.

    Passiert das nicht von ganz alleine? Die großartigen Drummer sind nicht eines morgens aufgestanden mit dem Vorsatz, was eigenes zu erschaffen, sondern sie haben viele Jahre lang die Meister vor ihnen studiert. Ich kenne dich nicht, die o.g. Aussage kenne ich jedoch schon seit Jahrzehnten. Mag Zufall sein, aber sie kam häufig aus dem Mund derer, die am wenigsten Gespür für die Musik hatten und sich musikalisch am wenigsten entwickelten.