Beiträge von trommla

    Ich glaube, da wirfst du zwei Bedingungen in einen Topf.

    Nur bedingt. Wenn ich einen Standardaufbau spiele, sollte dieser doch möglichst unter allen Bedingungen funktionieren. Hab ja nicht ne Kiste Ersatzmaterial dabei, um mal eben ne bessere Lösung zu finden. Vieles an nur einem Dreibein hängend kann in meiner Vorstellung den stabilsten Ständer überfordern, deshalb die Nachfrage. In den 90ern hatte ich nen ähnlichen Aufbau an sackschweren Phonic-Plus-Stativen, da hab ich mich nicht getraut, noch 2 Becken an Galgen dranzuhängen. Hätt ich vielleicht mal machen sollen 8)

    Beam

    Hab gerade nochmal über deine Montage nachgedacht:

    So kann ich 2 Tonnen und 2 Becken auf einem Fuß befestigen und habe mehr Platz auf dem Boden.

    Verwendest du diesen Aufbau auch auf (wackeligen) Bühnen? Trotz aller Genialität stellt sich ja durchaus auch die Frage nach der Stabilität, wenn der Untergrund mal nicht wie im eigenen Proberaum massiv und eben ist. Man kennt das ja als Live-Drummer, von Zeit zu Zeit muss man sein Set statt auf der professionellen Bühne auf wackeligen und schwingenden Paneelen aufbauen, wo man besser nicht nachsieht, auf wie vielen leeren Bierkästen das wieder aufgebockt wurde. Oder vergangenen Sonntag, als ich in einer zugegeben schönen Gartenanlagen mitten auf er Wiese stand. Bietet dein doppelter Doppelaufbau unter diesen Bedingungen noch ausreichend Stabilität?

    Was vielleicht auch ne Rolle spielt, man muss erst mit der Zeit lernen, sich von der akustischen Rückkopplung über die Ohren beim Spielen etwas zu lösen.


    Anders ausgedrückt, lange Zeit war ich wie so viele andere auch darauf angewiesen, jeden Schlag exakt so zu hören, wie ich es gewohnt war. War es mal laut um mich herum, wurde mein Spiel unsicher, weil ich versuchte, das zu kompensieren und viel lauter zu spielen, als es meiner Komfortzone entsprach. Ähnliches Bild, wenn das akustische Feedback wegen Ohrstöpseln ein anderes war.


    Inzwischen habe ich gelernt, auf (annähernd) gleichem Niveau spielen zu können, ob ich mich nun detailliert höre oder nicht. Manche Konzerte sind echte Blindflüge, trotzdem weiß mein Körper inzwischen, was er zu tun hat. Und mein Kopf hat gelernt, nicht jeden Schlag auf die Goldwaage zu legen aus Sorge, andere könnten Fehler mitbekommen, die ich nicht höre.


    Zwar hier nicht das Thema, aber ich halte das auch für eine mögliche Ursache, weshalb viele Drummer nicht wirklich leise spielen können. Leise zu grooven klingt natürlich auch komplett anders, als in "normaler" Lautstärke, und man muss lernen, sich davon nicht irritieren zu lassen.

    Nö.

    Mach überwiegend leisere Musik, da geht das. Hab aber die Ohrstöpsel immer dabei, für den Fall der Fälle.


    Ich stelle mir das in etwa so vor. Das permanente Spiel mit Ohrstöpseln führt schlimmstenfalls dazu, dass man selbst die Feinheiten seines Spiels nicht exakt hört und somit auch nicht richtig in sein Spiel integriert. Lässt man nun die Dinger nur in seltenen Ausnahmen weg, hört man erst, was man für nen Sch*** spielt. Da wär mein Spielgefühl dann auch dahin 😉


    Ich muss zugeben, ich lebe hinter dem Mond und verwende live kein IEM, sondern bekomme mein Monitoring auf die guten alten Wedges. Und da will ich eigentlich nur Vocals und Bassdrum draufhaben, alles andere versuche ich "live" von den Amps zu hören. Da höre ich zwar nicht unbedingt jedes Detail, es muss halt zur Orientierung reichen. Dafür ist es an meinem Arbeitsplatz dann auch angenehm "leise", und die Stöpsel können häufig im Stickbag bleiben.


    Ach ja, bin auch nach 45 Jahren Trommelei noch nicht taub und habe keine relevanten Einschränkungen des Gehörs.

    Lexikon75

    Aus welcher Zeit stammt dein Zweitset? Wir raten zwar hier von so billigem Zeug eh ab, aber selbst in diesem Sektor dürfte sich die Kesselqualität im Vergleich zu früher deutlich gesteigert haben. Was mir da grundsätzlich mehr Sorgen als ein doofer Holzzylinder macht, ist billigst verarbeitete Kesselhardware, die schon bei zu grimmigen Blicken auseinanderbröselt. Hab da schon Böckchen und Strainer bersten sehen, obwohl man sie nur ganz normal bedienen wollte. Und wenn schon der Fellwechsel nicht gelingt, weil Gewindemuffen ausreißen, bringt man solch ein Set natürlich nicht mal halbwegs zum Klingen.

    Manchmal findet man dann im Internet passende Austausch-Böckchen mit ähnlich suspekter Anmutung, aber Spaß macht das auf lange Sicht nicht.


    Trotzdem, und da bin ich bei Druffnix , erstaunt es mich, wie günstige Sets in der Art eines Catalina so beachtliche Qualität haben, dass man sie problemlos für ernsthaftes Musizieren einsetzen kann. Ich habe ja selbst eins, und tatsächlich hält dieses kleine Set schon seit 12 Jahren regelmäßiges Giggen anstandslos aus. Ein SQ2-Bopset zum zehnfachen Preis würde mir vermutlich nicht wesentlich mehr Freude bereiten können. Die Kesselhardware verrichtet brav ihren Dienst, die Verchromung glänzt tiptop, und dass der BD-Spannreifen auf der Schlagfellseite ein wenig "angefressen" ist, liegt eher daran, dass ich es versäumt habe, einen ordentlichen Kantenschutz anzubringen, der bei Sonor möglicherweise ab Werk verbaut wird.


    Klar, da hat man dann nur 1,6 mm Hoops, was zwar günstiger, aber nicht automatisch schlechter als 2,3 mm ist, gerade wenn man Oldschool-Sounds mag. Auch die Böckchen sind etwas leichter ausgeführt als die von Oberklasseserien, was aber trotzdem gut funktioniert und sogar Gewicht spart. Floortombrackets, BD-Spurs und Tomhalter funktionieren ebenfalls ohne Einschränkung, also könnte man schon sagen, mehr Schlagzeug braucht's eigentlich nicht. Selbst die Finishes der Catalina-Serie sind über die Jahre immer sehr brauchbar gewesen, sogar mit manchen Highlights zwischenrein. (Ich erinnere mich an das Green Pearl sowie das cremeweiße Hochglanzfinish, lecker...)


    Da läuft mir doch gerade wieder dieses Video über den Weg

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    So kann ich 2 Tonnen und 2 Becken auf einem Fuß befestigen und habe mehr Platz auf dem Boden.

    Geiler Tipp. Nur erkenne ich auf dem Foto vor lauter Chromblitzen gar nicht, wo du den Parallelverbinder eingebaut hast, und welche Teile original Sonor sind.

    Mit zunehmender Erfahrung weiß man aber, welche Vor- und Nachteile man durch bestimmte Eigenschaften des Equipments hat.

    Mir scheint, mit noch mehr Erfahrung lernt man irgendwann, dass das, zumindest auf Trommeln bezogen, alles gar nicht so wichtig genommen werden sollte ;)


    Ich erinnere mich an einen Profidrummer, der als Sub kurzfristig bei einer bekannten Münchner Showband aushalf. Ich fand den Sound ziemlich geil und fragte ihn, welches Set er spielt. Er: "Keine Ahnung ... das, welches vom Vorabend noch im Auto war."


    Aber du hast völlig recht, zurück zum Thema.

    Liebe Gemeinde,


    ich meine mich zu erinnern, dass es mal nen Fred gab, in dem User ihre Selbstbaulösungen für Zubehör, spezielle Montagen, Drumhacks usw. präsentieren konnten, kann ihn aber nicht finden. Erinnert sich außer mir noch wer, oder halluziniere ich aufgrund der Sommerhitze?


    Aktuell hab ich nur ne Kleinigkeit in der Art eines Snareweight-Dämpfers für *hust* 20 Öcken aufwärts

    011-M1B-snareweight-m1b-black-overtone-damper.jpg (280×280)



    Seit einigen Tagen habe ich auf einer meiner Snares ein Naturfell aufgezogen, und wie man weiß/wissen sollte, sind Moongels nicht geeignet, um diese schnell und flexibel zu dämpfen, da sie dem Naturfell Feuchtigkeit entziehen und es damit wohl brüchig wird.

    Hier meine Lösung, bestehend aus einer Dokumentenklammer für 0,40 Euro und einer alten Jeans, passend ausgeschnitten und zweilagig geklebt, für 0 Euro:

    pasted-from-clipboard.jpg


    Sollte es den Fred tatsächlich geben, darf mein Beitrag gerne dorthin verschoben werden.

    Bin gespannt, was das kosten soll. Hat hier jemand evtl. Infos dazu?

    Wenn schon Custom, dann würde ich ja mal Member Bruzzi fragen. Seine Philosophie gefällt mir, und auch ein Ausflug zur Mittelmühle ist sicher nicht zu verachten.


    Ich habe mir nur mal ne Snare nach meinen Wünschen bei Pommes in Berlin bauen lassen, die ich heute noch besitze und spiele. Meine Erkenntnisse zum "Maßanzug" sind tatsächlich zwiespältig, obwohl ich Pommes als sehr kompetent und kundenorientiert kennen gelernt habe, insofern lässt sich das sicher mit St-Drums vergleichen.


    Einerseits fand ich es eine tolle Erfahrung, ein ganz persönliches Instrument in Auftrag zu geben und während mehrerer Telefonate die Eckdaten zu besprechen. Das Thema Kesselkonstruktion kam ebenso zur Sprache wie die beste Gratung, die Art des Snarebeds, Hoops und Strainer. Pommes beriet mich sehr ausführlich und kompetent, nannte mir Alternativen für meine Soundvorstellungen, und insgesamt wurde "meine" Snare so ziemlich exakt das Instrument, welches ich ihm am Telefon geschildert hatte. Plus, ich hatte das gute Gefühl, keinen Konzern, sondern einen Handwerkskünstler aus dem eigenen Land zu unterstützen.


    Andererseits, und das war für mich die große Erkenntnis, fehlte und fehlt mir bis heute im Grunde das Verständnis, wirklich beurteilen zu können, welches Konstruktionsmerkmal welche klanglichen Auswirkungen hat. Klar, man hat einen gewissen Erfahrungsschatz plus angelesenes Wissen über Trommelbau, und ganz grob kann man Unterschiede benennen und (vielleicht) sogar hören. So manches halte ich inzwischen aber für Mythen, und ich bin immer wieder zu tiefst überrascht, wie ähnlich ganz unterschiedliche Trommeln klingen können bzw. wie unterschiedlich dieselbe Trommel mit anderen Fellen und anderer Stimmung klingt.

    "Meine" Snare mag ich bis heute sehr, sie stellte sich aber für mich nicht als die universelle Rock- und Jazz-Snare heraus, die ich ursprünglich in Auftrag geben wollte. Stattdessen wurde sie mein Instrument für alles, was eher konzertantes, artikuliertes Spiel braucht. Jede Serientrommel hätte ich hingegen vor dem Kauf testen und mir ein Bild machen können, statt mich überraschen lassen zu müssen.


    Wenn man sich aus emotionalem Antrieb heraus "das" Set fürs Leben leisten möchte, kann der Preis natürlich zweitrangig sein. Ganz pragmatisch habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass sich mit den Jahren auch mein Verständnis für "das" optimale Schlagzeug immer weiter entwickelt hat. Hätte ich mir vor 10 Jahren ein Set maßschneidern lassen, wäre es heute vermutlich noch ok, aber wohl schon längst nicht mehr mein Traum. Wohl dem, der dann wenigstens die Option hat, ein Markenset mit erträglichem Wertverlust verkaufen zu können, statt ein Customset auf ewig behalten zu "müssen", weil der Gebrauchtwert kaum höher als der Kilopreis liegt.

    Holla, ihr zwei, ich glaube ich verstehe eure Intention bzw. den Kern eurer Aussagen, aber mit Pauschalierungen, wie ihr sie euch gerade gegenseitig um die Ohren haut, wird man der Thematik glaube ich nicht gerecht. Und belastbar dürften eure Aussagen auch nicht so richtig sein, außer dass ich keinen Zweifel an der Preisentwicklung des 18" Power Crashes habe. ;)


    Ich bin auch eher der Auffassung, dass man für deutlich weniger als "Premiumkohle" Instrumente neu kaufen kann, die kaum Wünsche offen lassen dürften, sofern man nicht auf Luxus oder völlig Ausgefallenes steht. Bei welcher konkreten Summe man das für sich selbst ansiedelt, hängt vermutlich primär von individuellen Faktoren ab. Ein gut verdienender Single kann da eher aus dem Vollen schöpfen als ein Durchschnittsverdiener mit Familie, vom Berufsmusiker mal ganz zu schweigen. Dass der Listenpreis dabei nur bedingt Rückschlüsse auf die Qualität zulässt, halte ich für unstrittig. Interessanterweise fällt mir dabei sofort Sonor ein, wo ich aus eigener Erfahrung und aus Reviews diverse Beispiele von Produkten im Kopf habe, bei denen die Qualität dem Preis hinterherhinkt. (Delite-Abhebungen, Freischwinger beim SQ1, Danny Carey Sig. Snare, um nur ein paar zu nennen). Das mag bei anderen Herstellern ähnlich sein, nur habe ich tatsächlich seit der Jugend einen gewissen Sonor-Bias.


    Da ich Instrumente eher nach Gebrauchswert als nach Namen/Nimbus kaufe, stelle ich mir immer als erstes die Frage, was ein Instrument mindestens können sollte, und wieviel ich mindestens dafür hinblättern muss. Bin da 100% bei m_tree, wenn man's nicht so dicke hat, versucht man eben unter den günstigeren Optionen die beste zu wählen. Und wenn Anspruch und Budget nicht zueinanderpassen, muss man halt an einer der beiden Stellschrauben drehen. Oft bleibt dabei leider nur, die Ansprüche zu überdenken. Sich statt bei Paiste bei Zultan umzusehen, ist da ein absolut konsequenter Schritt. Wenn man da nicht drunter kann, muss man eben das Budget überdenken und ggf woanders einsparen.


    Bleibt natürlich die Frage, wen unterstützt und wem schadet man, wenn man günstige Hausmarken kauft. Aber lässt sich das in einer globalisierten Welt überhaupt noch sagen? Gibt es überhaupt noch Hersteller, die alles im eigenen Betrieb fertigen, und kann "Made in Germany" überhaupt noch bedeuten, dass man ein deutsches Produkt kauft? Mir fehlt das Hintergrundwissen, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sonor oder irgendein anderer großer Trommelhersteller noch wie früher sämtliche Beschlagteile selbst herstellt und verchromt. Die Vermutung, dass man mit beinahe jedem Produkt auch die Fernost-Produktion unterstützt, liegt zumindest nahe. Eine Kompressor-Snare dürfte jedenfalls bei weitem nicht mehr so "deutsch" sein wie eine HLD588.


    Wenn ich den wiederholten Andeutungen von Drumstudio1 Glauben schenke (und warum sollte ich das nicht tun?), geht es der gesamten Musikalienindustrie nicht besonders rosig. Hätten die Hersteller die Möglichkeit, große Margen einzupreisen, wäre das vermutlich völlig anders. Insofern nehme ich an, dass die betriebswirtschaftliche Kalkulation der bekannten Marken auf ziemlich reailsistischen Füßen steht. Zu billig hälst du nicht lange durch, zu teuer aber oft auch nicht, wenn du starke Konkurrenz hast.


    Diese "schrecklich überteuerten" Preise dienen am Ende dazu, Arbeitsplätze längerfristig zu sichern und uns weiterhin unseren Spaß zu ermöglichen ;)


    Edit: m_tree 22"x16" Bassdrums sind doch gängig, würde ich ohne Bauchschmerzen schauen, was gebraucht zu bekommen ist. Ne Tomhalterung/Rosette (guter Plan!!!) ist im Zweifel schnell nachgerüstet und nicht arg teuer. 22 x 14 ist aber noch geiler 8)

    Drumstudio1

    Danke für die Schilderung, die eindrucksvoll verdeutlicht, dass solche Verkaufspreise nicht einfach vom Himmel fallen, sondern wirklich in machen Fällen Ausdruck echter Handwerkskunst sind.


    Leider lässt sich das aus der Ferne nicht immer beurteilen, und ich erinnere mich auch an den umgekehrten Fall, dass "Customschmieden" unter eigenem Label Snares für viel Geld anboten, die auf gar wundersame Art günstigen Hausmarken bis ins Detail glichen.

    OK, es gibt keine Einzeltrommeln, aber von der Optik, der Verarbeitung und vor allem dem Sound kann ich mir nicht vorstellen, dass ein 5.000-Euro-Kit das alles so viel besser kann.

    Ich glaube, für einen nicht unerheblichen Teil von uns geht es nicht darum, Custom-Optionen und EInzeltrommeln zu brauchen, sondern um die Angst davor, es vielleicht irgendwann mal brauchen zu können.


    Wer nicht einem konkreten Idol nacheifert und dazu exakt eine bestimmte Konfiguration benötigt, verbringt doch die meiste Zeit seines Drummerlebens an einer 1up 1down-, 2up 1down-, 1up 2down- oder 2up 2down-Kombination, alles Varianten, die es bei diversen Herstellern von der Stange gibt. Und soweit es mich betrifft, hat mich das noch nie wirklich gehindert, mich musikalisch auszudrücken und weiterzuentwickeln. Und ansprechende Finishes gibt es auch in der Mittelklasse mehr als genug, nur vielleicht nicht so exotisch.

    Ok, wer unbedingt 2 Bassdrums braucht, ist hier vielleicht ein wenig angeschmiert...


    Die wenigsten Drummer dürften ansonsten derart innovationshungrig sein, dass die Vielfalt an Serien sie künstlerisch limitiert. Zumal wir über Bassdrums und Toms reden, nicht über Snares und Becken, die es nun wirklich ergänzend wie Sand am Meer gibt, um "seinen" Sound zu kreieren.

    Mir erscheinen solche Diskussionen ehrlich gesagt fast müßig. Ein Unternehmen möchte Gewinne erzielen, und der richtige Preis ist der, den der Kunde zu zahlen bereit ist. Zu teuer ist es, wenn Kunden sich beginnen, abzuwenden und zur Konkurrenz zu gehen.


    Sich über angeblich zu hohe Preise zu beschweren, kann man ja machen. Allerdings glaube ich kaum, dass es möglich ist, die Preise spürbar zu senken, ohne die Produktion in extreme Niedriglohnländer zu verlagern. Wohin das in puncto Kundenakzeptanz führen würde, können wir uns alle vorstellen ;)


    Ich bin schon lange der Meinung, dass es völlig unnötig ist, sich ein Set in der Preisklasse oberhalb von 3000 Euro (oder sogar deutlich weniger, bezogen auf Standardgrößen und -konfigurationen) zu kaufen, um gut klingen zu können. Wir Drummer haben nämlich das Glück, das archaischste Instrument von allen zu spielen, dessen simple Konstruktion seit Ewigkeiten ausgereift ist.


    Streicher, Bläser und Co. merken preisabhängige Qualitätsunterschiede viel deutlicher, und wer professionell unterwegs sein möchte, muss teilweise richtig viel investieren. Unsere "Luxus-Drumsets" braucht Mensch ebenso dringend wie Brillantringe oder Pelzmäntel. Und trotzdem fangen wir Drummer bei Edelserien regelmäßig zu sabbern an.


    Solche Sets kauft man nicht aus sachlichen oder wirtschaftlichen Überlegungen, das ist pure Emotion, und der "Mehrwert" ein fast ausschließlich ideeller. Dafür den "angemessenen" Preis festzulegen, kann eigentlich nur jeder für sich tun.

    Also ich sehe da hauptsächlich DW und Gretsch

    Interessant, wenn ich deinen Link aufrufe, erhalte ich (teuerste zuerst):

    1. DW

    2. Sonor

    3. Zebra Dums

    4. Sonor

    5. DW

    6. Sonor


    Mir ist ehrlich gesagt (fast) völlig egal, was auf dem Badge steht, entscheidend ist immer die Einzelbetrachtung. Bringt mir ein bestimmtes Set im Rahmen meines Budgets einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern, sei es bei den Optionen, bei den verfügbaren Kesselgrößen oder bei Finishes? Und da war beim Vintage klar, die Optik bekomme ich bei keinem anderen Set. Qualitativ gibt es auch nichts zu bemängeln, und das zu einem bei Markteinführung sehr bezahlbaren Preis von knapp über 2000 Euro.

    Aber Sonor spielt bei den Oberklasse-Sets nun nicht ganz oben beim Preis mit, wenn man mal ganz einfach eine 2up1down Kombi über alle Marken vergleicht

    ???

    Dein Argument verstehe ich gerade nicht. Die vorderen Plätze teilen sich DW und Sonor ziemlich fair, wie ich finde, wobei sie noch Platz für ein paar andere Hersteller lassen. Die Thomann-Suche zeigt allerdings auch deutlich, dass DW quasi das Synonym für überteuert ist.


    Auf die Vintage-Serie, die ja doch deutliche Alleinstellungsmerkmale besitzt, würde ich diese Aussage nicht beziehen, aber die rangiert bei T nicht unter Premium. Und im Bereich günstiger Serien finde ich ebenfalls, dass Sonor schon beinahe traditionell bei gleichem Preis teilweise weniger bietet als so mancher Mitbewerber.


    Die Aussage von mc.mod halte ich eher für den Ausdruck einer gewissen Antipathie, ähnlich wie ich sie beispielsweise bei Evans oder DW empfinde, das braucht man glaube ich nicht allzu streng bewerten.