Beiträge von trommla

    Dort gibt es einige Notationen von Liedern , auch für Anfänger.

    Solche Transkriptionssammlungen sind als Ergänzung ganz gut. Halte es aber für sinnvoll, sich nicht nur auf solche Seiten zu verlassen. Erstens schult es die eigenen Ohren, sich selbst zu erarbeiten, was gespielt wird. Zweitens benötigen gerade Anfänger häufig ne gewisse Vereinfachung, und das Gehör biegt sich meist schon selbst zurecht, was man im Kopf schon begriffen hat. Noten sind da unerbittlich und manchmal dadurch verwirrend.


    Und drittens steht in manchen freien Ressourcen auch viel Schmarrn drin, weil das Angebot mehr auf Masse als auf Klasse abzielt. Wer gelegentlich Transkriptionen anfertigt, weiß wie mühsam das sein kann, da verwundert es kaum, wenn eben keiner die Zeit aufwenden, allzu sorgfältig zu arbeiten.

    recht laute Pearl Stahl snare

    Da gibt es durchaus interessante Unterschiede zwischen verschiedenen Snares. Aber das heißt auch testen, was das Zeug hält.

    Mein Neuzugang, eine ältere Slingerland 14x5 (Stahl), kann richtig laut. Meine Supra 14x6.5 (Alu) ist deutlich sanfter und nie penetrant.

    Eine Snare mit deinem Traumsound im Zaum zu halten, wird aber wohl am ehesten über die Spielweise klappen. Leise gut zu klingen, gelingt nicht ohne Übung, und vielen Drummern gelingt es überhaupt nicht, hört man 😉

    Bezüglich "lohnt sich das? sehe ich keinen großen Unterschied zu Selbstbau. Auch da kaufen die meisten ja vorgefertigte Einzelteile und kombinieren diese nach Gusto. Kaum jemand baut sich Kessel und Hardware selbst.


    Ob die Einzelteile dabei gebraucht sind wie in deinem Fall alles, was von Sonor kommt, spielt imho keine Rolle. Wirtschaftlich "lohnt" sich das in den seltensten Fällen, das Ergebnis alleine zählt.


    Der Vorgeschmack aufs mögliche Finish wär jetzt net so meins, da kenn ich mich und meinen unsteten Geschmack. So ausgefallene Designs sorgen kurz für Begeisterung, dann bleibt das Zeug dort, wo ichs net sehen muss 😉


    Wenn du dir aber sicher bist, go for ist, es muss ja außer dir niemand gefallen.

    Gegen ein neues Set spricht ja außer Ebbe auf dem Konto nie was ;)

    Nur würde ich halt die Erwartungen an "besseren" Klang im Zaum halten. Alle anderen Gründe entziehen sich ja eh häufig rationalen Erwägungen.


    Wenn man einfach mal die Klangoptimierung außen vor lässt, würde ich mir dabei vor allem überlegen, ob das Set nur im Übungskeller stehen soll, oder ob vielleicht auch der eine oder andere Gig (oder Bandproben) damit bestritten werden soll. Meiner persönlichen Meinung nach wäre eine 20"-Bassdrum dafür schon mindestens sinnvoll, ich bevorzuge aber 22". Für mich die beste Synthese aus Sound und Transportfreundlichkeit. Es gibt aber auch genügend Kollegen hier, die 20" für den Heiligen Gral halten und sich nichts anderes vorstellen könnten. Klar, echte Männer brauchen viel Hubraum, aber alles über 22 wäre in so einem Raum wohl Overkill.


    Für deinen Übungskeller sagt mir meine Intuition, dass ein Set mit dünnen Kesseln, also mit weniger Projektion, sich auch akustisch besser im Zaum halten ließe. Ob das aber wirklich so ist, kann ich dir nicht sagen, denn ich spiele schon immer dünne Kessel, weiß also gar nicht, was dicke Kessel im Vergleich so unter der Haube haben.


    Stage Customs sind tatsächlich laut einhelliger Meinung sehr brauchbare Sets, die natürlich nicht den Anspruch erheben, in der Luxusklasse mitzuspielen, aber wirklich gut klingen und robust sind.

    Jungs, macht doch nen eigenen Schlagzeuglehrer-Fred auf, in dem ihr eure Unterrichtskonzepte vergleicht. Für alle, die nen Lehrer suchen, wäre das sicher ne tolle Sache, als Anfänger weiß man schließlich noch nicht so genau, worauf man bei der Wahl des Lehrers achten sollte (oder zumindest könnte).

    Bissi Eigenwerbung passt da dann auch gut rein ;)

    Dennoch ist diese Antwort: "Frag deinen Musiklehrer" tatsächlich wesentlich leichtfertiger geschrieben, als für den zu lernenden umsetzbar.

    Macht doch auch niemand gleich von Beginn an. Meist kommen ja diverse wohlmeinende Hinweise aus verschiedenen Ecken. Nur taucht früher oder später (meist früher :D ) das Problem auf, dass diese Ratschläge sich teilweise diametral gegenüber stehen. Wenn der oder die Fragesteller*in dann irgendwann zunehmend verwirrt ist ob der Möglichkeiten, bringt man halt als "Rettungsanker" irgendwann den Lehrer ins Spiel, denn a) ist er hoffentlich eine Instanz mit Expertise, und b) steht er dem Schüler gegenüber und kann Probleme dadurch ohne langwierige Beschreibungen erkennen.


    Und ehrlich gesagt taucht irgendwann auch gelegentlich mal ein gewisser Unmut auf, wenn User einfach nur ne Gratisberatung erhoffen, dann aber die Ratschläge noch nicht mal konstruktiv anwenden, sofern sie nicht der eigenen Erwartungshaltung entsprechen. Da mag dann der Verweis auf den Lehrer schon auch mal verklausuliert stehen für "keinen Bock mehr, mich 10 Seiten lang argumentativ im Kreis zu drehen, wenn eh nicht zugehört wird"

    Erst dache ich, wer steckt den Geld in so ne Schrottmühle mit Plaste-Hoops???

    Aber wenn du eh alles entsorgst, was nicht taugt, und das Set zumindest grob als Kesselspender nutzt, sieht die Sache anders aus. Jetzt bin ich echt gespannt, wie du das hässliche Entlein in einen wunderschönen Schwan verwandeln willst.

    Wenn es akustische Drumsets gäbe, die relevant leiser wären als andere, würden vermutlich viele Mitmusiker fortan jeden Abend Gott loben, ihre Gebete erhört zu haben ;)


    Was einen solchen Raum laut erscheinen lässt, sind in der Regel nicht ungezügelte Tiefbässe, sondern Dröhnen im Tiefmittenbereich. Eine 18"-Bassdrum hat typischerweise nicht so viel Low End wie eine größere Bassdrum, das stimmt, aber Tiefmitten wirst du damit nicht wirklich los. Natürlich steigt die Gesamtlautstärke mit dem Durchmesser an, wenn ich aber mein Bop-Kit mit größeren Konfigurationen vergleiche, unterscheidet es sich bei ähnlicher Stimmung lautstärkemäßig nicht sonderlich.


    Ein anderes Set in einen "lauten" Raum zu stellen, wird dich glaube ich der Lösung deines Problems nicht näher bringen. Selbst Hersteller, die sich wie Adoro in Hamburg auf die Herstellung "leiser" Sets spezialisiert haben (was ich btw bezweifle), meinen damit nur, dass die Sets auch leise angespielt noch vollen Sound liefern, was z.B. in Gottesdiensten in halligen Kirchen helfen soll. Haut man laut drauf, klingen sie laut, denn Schalldämpfer für Drums hat bis heute niemand erfunden.


    Neben den raumakustischen Maßnahmen, die vielleicht doch noch nicht optimal umgesetzt sind und neben Bassfallen auch noch zusätzliche Breitbandabsorber vertragen könnten (?), würde ich eher über die Wahl der Felle nachdenken. Die viel gescholtenen Evans Hydraulic klingen nicht nur weniger lebendig als dünndere/ungedämpfte Felle, sie sind auch hörbar leiser. Für einen Bandproberaum oder als Liveset würde ich solche Felle niemals einsetzen, aber im Studio oder eben für dein Problem können solche Ansätze sinnvoll sein.


    Wenn du dann noch die Stimmung anpasst, indem du problematische Frequenzen rausstimmst (vielleicht alles etwas höher als bisher?), solltest du deinem Ziel näher kommen als mit jedem anderen Drumset.


    Ein quadratischer Raum ist immer schwierig (Stichwort Raummoden), aber falls möglich, solltest du auch mit der Position im Raum experimentieren. Einfach mal mit nem Tom in der Hand durch den Raum gehen und hören, wo die Anschläge am unangenehmsten dröhnen und wo sie halbwegs ok klingen. Entsprechend dort dann das Set aufbauen und überprüfen, ob sich was verbessert. Manchmal reichen schon wenige Zentimeter für einen besseren Höreindruck.


    Zeig uns doch mal Fotos deines Raumes, vielleicht lassen sich daran Verbesserungspotenziale erkennen.

    boysmile Hab mir gerade nochmal den DCP-Vergleich der verschiedenen Kesselkonfigurationen des SQ2 angehört. Ja, man hört einen Unterschied, wenn man einen hören will. Beim H2H-Vergleich des ersten Teils stelle ich jedoch fest, dass dieser Unterschied je nach Trommelgröße für mich unterschiedlich wahrzunehmen ist, mal gefällt mir das eine Holz "besser", mal das andere, mal scheint mir der Unterschied ins Reich der Phantasie zu gehören. Würde man mir einen Kesselsatz wild aus allen Konfigurationen zusammenwürfeln, wäre ich mir nicht sicher, ob ich das akustisch überhaupt störend wahrnehmen würde.


    Wobei das Ohr im Gegensatz zur DAW natürlich nicht einpegelt. Dickere Kessel mit mehr Projektion könnten also im Raum lauter wahrgenommen werden.


    Um nochmal auf den Sonntagsfahrer zu kommen, musst du dir halt die Frage stellen, ob du wirklich jedes Detail konfigurieren willst, oder ob ein Jahreswagen mit gehobener Ausstattung (Mercedes sagt glaub ich dazu "Junge Sterne" dazu) nicht auch glücklich macht, ohne aber die Bank zu sprengen. Beide Varianten können Spaß machen ;)


    Jürgen K warst du nicht eher Fan der "guten alten Wertarbeit" aus deutscher Produktion? Wie kommts, dass jetzt offenbar zeitgemäßer Luxus bei dir Einzug hält?

    Wo wir schon bei Oberflächen sind: ich würde ja Sparkle oder ein Folienfinish nehmen. Insbesondere Folien sind ja beinahe unkaputtbar. Jetzt könnt ihr mich steinigen *hihi*

    Hab noch nie Spannreifen mit der Lötlampe bearbeitet, aber schon andere Holzoberflächen abgeflämmt. Die Einwirkzeit der Flamme für einen schönen Effekt war dabei extrem kurz. Daher hätte ich auch beim BD-Reifen wenig Sorge, dass ich den Reifen ruinieren könnte. Teste doch mal an einem normalen Holzbrett und "miss" danach mit den Fingerspitzen die Oberflächentemperatur. Wenn du das Holz gefahrlos berühren kannst, wie ich vermute, ist alles ok und die Wärmewirkung überschaubar und nicht schädigend. Wenn nicht: die Hand wird wieder :evil: :D

    Was mein Video angeht, das das Tempo nach oben geht ist Absicht. Weil bringt ja nichts langsam zu spielen wo es mMn läuft

    Danke für die Erläuterung, dass die Temposteigerung beabsichtigt war, daran bestand aber denke ich kein Zweifel ;)


    Wer in jeder Tempostufe sicher ist, sollte jedoch auch ein Accelerando ohne Ruckeln hinbekommen. Bei dir hört man imho schon sehr früh, dass die Abstimmung noch nicht passt, nicht erst bei Maximaltempo. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

    schaue ich doch auch mal verstärkt nach etwas günstigeren, vorrätigen Modellen. Diese sind interessanter Weise häufig aus Ahorn.

    Es hat sich wohl über die vergangenen Jahrzehnte doch das Bild festgesetzt, Ahorn sei DAS Holz für Schlagzeuge überhaupt. Wie so oft, neigen wir wohl dazu, Dinge zu glauben, wenn sie nur oft genug wiederholt werden. 😉


    Mag meine dünnen Ahornkessel jedenfalls sehr gerne und behaupte, damit kann man ebenfalls sehr, sehr glücklich werden.

    11 Jahren mein sq2 für um die 3500 Flocken gekauft. Letztes Jahr für 2800 verkauft

    In dem Zusammenhang wäre interessant, was deine damalige Konfiguration heutzutage kosten würde. Möglicherweise relativiert sich die vermeintliche Wertstabilität etwas, wenn wir heute von einem Neupreis von 5000 oder gar mehr ausgehen müssten.

    Meine Vintage-Series-Trommeln sind deutlich schwerer als die Prolites!! Das macht sich insbesondere

    bei der 22"-Bassdrum durchaus bemerkbar.

    Und ich dachte schon, ich wär ne Memme, weil ich mich manchmal so arg mit meiner Vintage Bassdrum abmühe. :D

    Das ist in der Tat ein ganz schöner Brocken

    da ich ein Buche-Set möchte

    Nur noch der Vollständigkeit halber gefragt, weshalb hast du Buche ins Auge gefasst? Ich habe Buche, Birke, Ahorn, Mahagoni und Kirsche im Fundus (neben Snares aus Stahl, Messing und Alu), kenne also diverse Kesselmaterialien ziemlich gut. Für mich sind Kesselmaterialien erfahrungsgemäß fast völlig nebensächlich, und ich würde nie mehr ein Material zum wichtigsten Kriterium erheben.


    Wenn ich mir 1000+ Euro sparen kann, indem ich ein anderes, ebenso hochwertiges Klangholz bei ansonsten vergleichbarer Qualität wähle, denk ich keine Sekunde darüber nach.


    Oder geht's dir einfach ums einheimische Holz?

    Oder beziehst du dich jetzt einfach auf das etwas dick geratene 3-D-Logo bei den SQ2s?

    Ich meinte einfach das klassische Sonor-Klöppel-Logo im Allgemeinen ...

    Ich dachte, du meinst explizit die dicken 3D-Klöppel. Ansonsten bin ich ganz bei dir, mochte das Sonor-Logo auch immer sehr. Nur eben nicht diese großkotzige Variante am SQ2. Wenn man dann noch die Goldhardware wählt, sind wir wirklich schon dicht am Rapper-Habitus.