Ich glaube, jeder von uns ist schon durch solche Phasen durchgegangen.
Aber, wenn ich das so lese, stellen sich mir fast die Nackenhaare auf. Das klingt, wie wenn jemand daheim nie über Stimmübungen und Tonleitern rausgekommen ist und denkt, er/sie wäre Sänger 😉
Unser Job als Drummer ist es, in Bands nen soliden Beat drunterzulegen. Dazu muss man erst mal lernen, was Groove ausmacht. Stichwort: weniger ist manchmal mehr. Das was du da übst, sind die Buchstaben deines Alphabets. Das Alphabet alleine macht aber noch keinen Schriftsteller. Wie oft übst du denn zu Playalongs oder spielst mit anderen Musikern? All das, was du uns beschreibst, taugt hervorragend zum Aufwärmen. But it ain't the real deal.
Ich bin mir fast sicher, wenn du mehr zu Musik trommelst, wo es auf einen soliden Backbeat ankommt, wird das mit der Zeit. Blastbeat-Gewitter helfen vermutlich eher weniger, aber es gibt ja unendlich viele gute Rocksongs. Dann entwickelt sich auch ein Gefühl, welche deiner "Etüden" du musikalisch brauchst. Alles andere ist letztendlich, wie irgendwer in meiner Jugend mal sagte, Hirnwichserei.