Beiträge von trommla

    Servus Olli,


    finde deine Aussage "seit einiger Zeit plagt mich das Problem..." ehrlich gesagt merkwürdig. Kannst du den Beginn des Problems, welches deiner Formulierung nach nicht schon immer bestand, auf ein konkretes Ereignis zurückführen? Hast du irgendwas an deiner Ausstattung oder an deinem Spiel verändert? So ein Verschleiß tritt ja nicht eines Tages urplötzlich auf.


    Nicht nur deshalb finde ich die Empfehlung eines konkreten Beatermodells schwierig. Die Tama-Filzbeater kenne ich selbst als sehr angenehm und an der IC wirklich passend. Meine erste Idee ginge daher auch in Richtung Holzbeater desselben Typs. Allerdings empfinde ich den "richtigen" Beater als eine seeeeehr individuelle Frage, die neben der Spielweise noch dazu vom verwendeten Pedal abhängt. Wenn dir der Tama vom Spielgefühl liegt, dann gibt es eigentlich keinen Grund, dass dir jeder Leser sein Lieblingsmodell präsentiert und du am Ende auf Verdacht Zich Euro ausgibst. Und dein Problem betraf wohl in erster Linie die Haltbarkeit der Kombination Beater - Patch. Hierzu wurde anderswo und auch hier schon vieles geschrieben, was die Kombi von Filz und Nylon betrifft. Genau da würde ich ansetzen und zunächst mal für wenig Geld andere Patches testen, wenn du das nicht schon erfolglos hinter dir hast.

    Um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen, keiner - zumindest nicht jeder - der "Resofellwechsel-Verweigerer" bestreitet, dass es hörbare Unterschiede zwischen neuen und alten Fellen gibt. Für mich steht das sogar völlig außer Frage. Wenn allerdings der Sound mit alten Resofellen immer noch ausreichend gut ist, um andere Drummer, Mitmusiker und Tontechniker zufriedenzustellen und einen tollen Drumsound abzuliefern, sträubt sich was in mir, 100 (+) Öcken dafür auszugeben, dass der Sound vielleicht "noch" frischer wird, was sich im Gefüge der Musik dann wieder verspielt und im finalen Mix unter "ferner liefen" steht.


    m_tree und nils

    Ich stelle mal die Behauptung auf, gerade Könner wie ihr bekommen mit gut abgehangenen Resos einen Sound aufgenommen, der dem mit nagelneuen Resos in nichts nachsteht.

    Ich glaube ja, dass dieser Fred eigentlich einen Titel tragen müsste wie "Was sind eure kühnsten E-Drumming-Träume, die niemals in Erfüllung gehen werden".


    Die Tatsache, dass seit Jahrzehnten trotz aller vorhandener Technologien (soweit ich euch verstehe) noch keine zufrieden stellende Lösung auf dem Markt ist, interpretiere ich so, dass es schlicht keinen echten Bedarf dafür gibt. 3 unzufriedene Drummer machen halt noch keinen Markt. Der überwiegenden Mehrheit scheint egal zu sein, ob nun E-Drums wirklich in allen Belangen realistisch klingen, also kaufen sie Bekanntes/Bewährtes. Warum sollten Firmen, deren Marktanteile sicher sind, in Projekte investieren, die möglicherweise keinen nennenswerten Absatzzuwachs erzielen?


    Und wenn ich überlege, wie viele Akustiktrommler mit ihren Billigbecken und schlecht gestimmten Trommeln trotzdem mit Freude ihrem Hobby nachgehen, ticken die meisten Elektrotrommler vermutlich mehrheitlich nicht wesentlich anders. Wem das aktuell gebotene nicht reicht, muss halt selbst was entwickeln und hoffen, damit die Drummerwelt retten zu können ;).


    Ich verstehe schon, dass man als begeisterter Elektro-Nerd mit den Möglichkeiten hadert. Marktwirtschaft bedeutet aber eben auch, dass Nachfrage das Angebot bestimmt. Wäre ich der Herr Roland, sähe ich keinen Grund, bei fehlender Nachfrage mein Angebot zu überdenken, auch wenn ich wüsste, was technisch alles machbar wäre.

    Bei meiner Snare bin ich ja tatsächlich den umgekehrten Weg gegangen. Da habe ich mittlerweile ein Emperor Snare Side statt einem Amba Snare Side drauf und dieses ordentlich fest angezogen. Das bringt den dicken Kessel aus Gussstahl so richtig zum knallen.

    Da würde mich interessieren, wie es sich mit dem Dynamikumfang verhält. Kann der Eimer damit nur knallen, oder geht auch dynamisch-gefühlvoll?

    zu den raumwänden hin, wenn ordentlich ausgeführt...

    .. bei den Bedingungen in der Wohnungsbaubranche heutzutage quasi nie 😉


    Auf solche Dinge würde ich mich tatsächlich nicht verlassen, aus eigener Erfahrung. Niemand auf dem Bau versteht was von Akustik, und daher werden potenzielle Übertragungsstellen für Körperschall noch nicht mal korrekt erkannt.


    Da bislang der Einfluß von Körperschall auf den Klimawandel noch nicht belegbar ist, gibt es leider auch keine staatlichen Zuschüsse für Mehrkosten beim Schallschtz, und die Baubranche ächzt sowieso schon.


    Find die Tipps ansonsten hier prima, ich hatte jahrelang so ein Practice Pad, welches ich wegen Nachbarschaft nie richtig nutzen konnte und irgendwann verkauft habe. Meinem DW Go Anywhere But Mietappartments wird es möglicherweise ähnlich gehen.

    Provokativ ausgedrückt geht es in den millerweile 3 Parallelsträngen OH, Schlagtechnik, spiegelverkehrter Aufbau um "Das Schlagzeug, das Universum und den ganzen Rest". Überall diskutieren im Grunde die selben Teilnehmer über philosophische Aspekte des Trommelns. 😉

    Konkret wollte nils wohl nur darauf hinweisen, dass sich akustischen Trommeln und Pad physikalisch derart unterscheiden, dass Padübungen zwar helfen, Bewegungsabläufe zu verinnerlichen, das Üben am "System Trommel" jedoch nicht vollständig ersetzen können.

    Es sieht wohl so aus, dass Paul Francis, der für die Avedis, Kerope und K Constantinoples mit verantwortlich war, die Firma verlassen hat (oder entlassen wurde, das war nicht ganz klar). Er hat jetzt seine Eigene Firma "Royal Cymbals" aufgemacht und die klingen sehr nach den alten Ks und Keropes. Mit ihm aind wohl einige Designer und Schmiede von Zildjian weggegangen. Vielleicht deswegen die Einstellung der beiden Serien.

    Na ja, kommt mir etwas weit hergeholt vor. Dass Paul Francis Zildjian verlassen hat, hab ich auch schon vor einer Weile gelesen. Dass er aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit für Z. viel Know How und gute Kontakte hat, wissen wir, sonst hätten es seine Produkte nicht in so ziemlich alle relevanten Drum Stores in den USA geschafft. Aber ob der Marktführer wegen "just another Cymbal Maker" ganze Produktlinien einstampft, bezweifle ich ernsthaft, egal wie toll Royal Cymbals klingen mögen. Wenn Paul Francis nicht schon als Angestellter bei Zildjian zum Multimillionär wurde, fehlen ihm nämlich als Startup jegliche Ressourcen, um Z. wirtschaftlich Konkurrenz zu machen. Außer vielleicht, Donald Trump hätte aus seinen Wahlkampfmitteln auch ein paar Millionen für Paul Francis locker gemacht, um die Armenische Schattenwirtschaft in den USA zu bekämpfen ;)

    Es gibt viel mehr Linkshänder-Pianisten als Linkshänder-Klaviere. Gast-Pianisten bauen beim Gig normalerweise nicht um.

    Danke für den Gedanken, ich frage mich nämlich schon die ganze Zeit, warum beinahe alle Instrumentengruppen die Konventionen ohne Murren akzeptieren. Stellt euch mal Streicher oder Bläser vor, die drauf bestehen würden, im Orchester Linkshänder zu spielen.

    Ich bin hier wieder mal ganz pragmatisch unterwegs. Auch wenn ich mich um meine Resos kümmere, sprich eigentlich bei jedem Auf- und Abbau das Fell abklopfe und ggf. nachstimme, bleiben die Dinger ewig drauf. Wechseln tu ich die Resos erst, wenn sie nicht mehr klingen und ich dadurch keinen vorzeigbaren Sound mehr in meine Trommeln gestimmt bekomme. Alles andere wäre in meinen Augen/Ohren vorauseilender Gehorsam, ohne dass irgendwer (mich eingeschlossen) nen Benefit davon hätte. Oder will im Ernst jemand behaupten, dass er/sie auf einer lauten Bühne noch irgendwelche Feinheiten des Drumsounds hört? Ich bin manchmal regelrecht erstaunt, wie wenig mir unter Livebedingungen sogar an sich übel klingende Snares im Kontext auffallen, und bei manchen Bands muss man froh sein, sein eigenes Getrommel überhaupt zu hören.


    Daher mein klarer Rat: Geld sparen und stattdessen seine Frau/seinen Mann schön zum Essen einladen.


    Ein Teil des Verschleißes eines Fells kommt doch schon durch das „aufgezogen“ sein, oder? Auch bei einem Resofell zieht der Spannreifen durchgehend das Fell gegen die Bearing Edge. Damit wird der Kunststoff und der Kleber belastet. Ich erwarte, dass dieser Effekt wächst bei höherer Stimmung. Gibt es hierzu Erfahrungen?

    Der wesentliche Grund, weshalb ich keine bereits gebrauchten Felle auf meine Trommeln aufziehe. Waren die Pellen erst mal unter Spannung und werden dann demontiert, ist für mich der Klang, den ich mir wünsche, dahin. Wenn die Resos aber über Jahre nur "still vor sich hin" auf den Edges ruhen und nur die Tonhöhe gelegentlich variiert wird, habe ich keine erwähnenswerten Soundeinbußen wahrgenommen. Vorstellbar wäre allerdings, dass es zu Problemen kommt, wenn du deine Resos länger richtig hoch gestimmt hast und dann versuchst, eine richtig tiefe Stimmung hinzubekommen. Gut möglich, dass die Resos dann das große Flattern kriegen.

    Alles, was im wesentlichen im Bereich "Middle of the Road" stattfindet, sollte aber keine Probleme machen.

    Full-Down-Tab-Up Übungen erachte für den Beginner (und auch im Weiteren), als sehr wichtig, um ein Gefühl für Finger und Hand aufzubauen –. Ich denke, hier ist dein Blick zu kurz.

    Ich steh Marius mal unterstützend zur Seite. Ich halte es für überhaupt nicht relevant, diese verschiedenen Schläge explizit und voneinander getrennt zu betrachten und zu trainieren. Dass ich diese Elemente alle in meiner Handtechnik anwende, habe ich beispielsweise erst richtig spät realisiert, als ich begann, im Internet entsprechendes Material anzuschauen (vor allem YT-Tutorials). Beigebracht hat mir das aber keiner meiner Lehrer, und ich könnte nicht einmal sagen, ob von denen einer überhaupt diese Begriffe selbst gekannt hätte. Aber, sie haben es geschafft, mir ein Verständnis für Bewegungsabfolgen zu geben, und wie man locker und flüssig spielt. Hätte es mich zu einem besseren Drummer gemacht, wenn ich die Begriffe gelernt hätte? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Zu sehen, wie der Lehrer seine Schläge ausführt, und ihn einfach bestmöglich zu kopieren (Spiegel nicht vergessen!), zudem Lehrerfeedback anhören und umsetzen, reicht m.E. ganz ohne Begriffswirrwarr. Ich finde m_tree 's Herangehensweise erfrischend bodenständig, auch wenn ich anhand seiner Aussagen natürlich die Qualität seines Unterrichts kaum einschätzen kann.

    Oooch, ich könnt gar net sagen, dass mich das besonders nervt. Nach mittlerweile 13 Seiten erkenne ich nur nichts neues mehr, was die Frage weiter erhellen würde. Ich sehe und höre sowohl tolle OH_Player als auch "Überkreuz-Spieler", und alle liefern auf ihre Art tolles Drumming ab, somit erübrigen sich imho sämtliche Fragen, ob nun das eine oder andere "besser" ist, das lässt ich einfach nicht objektivieren. Jeder Schlagzeuglehrer, der es trotzdem versucht, handelt - in die eine oder andere Richtung - dogmatisch, was mir persönlich nicht liegt. Wer wie du als Lehrer eine gewisse Offenheit mitbringt, unterstützt seine Schüler dabei, die individuell beste Herangehensweise zu finden, und das ist doch prima. Am Ende zählt die Musik, die dabei entsteht, und da interessieren solche Details nicht wirklich.

    Ich bin nach wie vor oldschool mit Blättern unterwegs. Bei Bandmusik reicht mir idR eine A4-Seite für 3 bis 4 Nummer, also für ein ganzes Programm 5 bis 6 Seiten. Ausnotiert kommen auch mal 3 bis 4 Seiten vor, das lässt sich noch gerade so auf nem Orchesterpult mit Verbreiterung auflegen. Einmal hatte ich ein Stück mit 7 oder 8 Blättern, da musste ich zwei Pulte nebeneinander stellen. Ist aber zum Glück ziemlich selten.


    Tablet fände ich praktisch zur Papiervermeidung, und um alles auf einem Device dabei zu haben. Bisher hindert mich aber noch der finanzielle Aspekt an einer Umstellung.

    Nee das stimmt doch völlig?!

    Nö. Zumindest beim letzten bin ich mir sicher, davor könnte theoretisch vielleicht sogar gewollt sein, auch wenn ich es nicht glaube.

    Aber harmonisch zieht sich der Song nach folgendem Schema durch C - G - a - F, rückt dann im Solo nach D - A - h - G, und da spielt Sting eben einmal versehentlich statt nem A im Bass ein H, ehe die Achtel einsetzen. Eindeutiger kann man sich nicht vergreifen.

    Aber Sting, der alte Perfektionist, hat das bestimmt kalkuliert gemacht, weil er wusste, dass sich die Musiker dieser Welt irgendwann mal in Foren darüber austauschen ;)


    Btw, Sting ist nicht mehr der Allerjüngste, ich hoffe aber sehr, dass er noch Perfektionist IST und wir nicht in der Vergangenheitsform über ihn reden müssen.

    Hab keine Erfahrung mit dem Stil, würde es aber instinktiv genau so machen, wie du schreibst

    Sollte alles recht gedämpft sein? Kein Sustain, keine Obertöne und so?

    Da aber letztendlich der Drummer den Sound macht und nicht das Drumset, wird's vermutlich mit jeder ordentlichen Stimmung nach Punkrock klingen, wenn die Band inkl. Drummer Punkrock spielt.


    Der Vorteil an gedämpften, trockenen Stimmungen ist halt, dass auch weniger versierte Musiker und Techniker schneller ein brauchbares Ergebnis bekommen. Und das war's doch, was Punk ausmacht. Keiner hat Ahnung, alle haben Spaß, und's Bier schmeckt :D

    Könnte man statt nur Drums hier nicht generell Verspieler mit ins Thema aufnehmen? Beim Schlagzeug geht das m.E. oft ziemlich in Richtung Kaffeesatzleserei (siehe Don't stop believing), und es gibt ja auch andere nette, harmonisch sehr eindeutige Verspieler, wie z.B. der gute Sting im folgenden sogar mehrfach. Zwischen 1:50 und 2:00 zweimal, sowie im Gitarrensolo bei 2:48. Gerade der letzte ist sowas von eindeutig, da er sogar versucht, den Fehler noch zu korrigieren und 2 Bünde runterzurutschen.

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    Mich würde interessieren, wieviel Rechtshänder:innen ohne jegliches Vorwissen die HH mit rechts spielen würden.

    So ergings nämlich mir. Das Kit stand in der Bude, ich hatte keine Ahnung von nichts und die rechte Hand war "logischerweise" auf der Snare.

    Schwierig...

    Nur weil manche Menschen intuitiv daran gehen wie du, sagt das nichts über richtig oder falsch aus. Ich habe schon öfters Menschen ohne Vorwissen gesehen, die die Blockflöte mit der rechten Hand oben gegriffen hat. Kein Lehrer würde das (hoffentlich) akzeptieren.