Beiträge von trommla

    nils: Ich bin zu 100% bei dir, hab bisher noch nie wirklich was vermisst, sobald ein Mikro drin ist und alles über PA läuft. Unverstärkt sieht das schon anders aus. Schon meine 18er kommt da je nach Umgebung deutlich an ihre Grenzen, und drunter sieht nach Kinderschlagzeug und nach meinem Geschmack auf der Bühne einfach albern aus.

    Außerdem hätt ich gerne was großes, um mich zu verstecken, falls das Publikum mit Eiern wirft...

    Ich würde da eher in Richtung 16" Tiefe gehen. Ich bilde mir ein, das ist noch ein bisschen universeller

    DAS dürfte tatsächlich reine Einbildung sein 8)

    Ne 24er ist an sich schon eher speziell, gerade für uns Hobbyisten. Für's Universelle nimmt man besser kleinere Durchmesser als große Tiefen, das Ding muss ja meist in nen Pkw rein. Und wer von uns kann schon dem Veranstalter ne Bühnengröße per Vertrag vorschreiben, damit die Drums ausreichend Platz haben ;)


    Aber wie ich den Herrn K. kenne, war die Frage eher plakativ überspitzt formuliert. Er wird sich die Antwort vermutlich selbst geben, wenn der Erwerb aktuell wird.


    Seit ich meine 22x7 Bassdrum im Fuhrpark habe, bin ich übrigens restlos davon überzeugt, dass die Tiefe von Bassdrums klanglich ziemlich überbewertet wird. Das sind eher Nuancen, den Unterschied machen eher Spielgefühl und Tragekomfort.

    Ne 7" Bassdrum sieht allerdings nicht in jedem Kontext gut aus.

    Nein, für Besenspiel braucht es mehr als nur ein aufgerauhtes Fell.

    Vor allem braucht's Übung ;)

    Du brauchst eine Snare die direkt, sensibel, sauber den Teppich aktiviert, damit es rund klingt. 7" Snares sind z.b. viel zu träge für vernünfties Besenspiel, wie ich finde. Auch 6,5 ist zu lahm in sehr vielen Fällen.

    Das finde ich höchst subjektiv. Ich spiele Besen fast immer auf ner 6,5" tiefen Snare, allerdings ner dünnen Messingsnare mit Skyntone-Fell, das klappt wunderbar. Dass die Snareansprache möglicherweise eeetwas träger ist als bei ner flacheren Snare, hat, halte ich beinahe für akademisch. Ehe ich extra deshalb auf ne flache Snare wechsle, übe ich lieber weiter, weil ich glaube, dass mich das mehr limitiert als die Tiefe der Snare.


    Aber hier soll's ja über Neues auf dem Markt gehen und nicht über Besentechnik.

    Das macht die Musiker nicht zu schlechten Musikern, aber es erzählt etwas über Spontanität und die Fähigkeit, zu improvisieren und eine eigene Version des zu Spielenden zu offerieren.

    Na wenn 50 bis 70 Musiker anfangen würden, sich spontan selbst zu verwirklichen, könnte das aber auch schnell an der Intention des Komponisten vorbei gehen. Ich verstehe aber, was du meinst. Ich selbst empfinde Musizieren im Orchester auch nicht als kreativ, sondern als Handwerk. Einen großen Klangkörper als Einheit zum klingen zu bringen, erfordert Präzision, nicht Spontanität.

    Hach, ich bin immer so hin- und hergerissen bei güldener Kesselhardware. In Kombination mit dem matt-blauen Finish könnte es mir aber beinahe gefallen. Wirkt edel, aber nicht protzig.

    Für mich stellt sich bei der Bewertung von Drummern auch die Frage, berührt mich eigentlich die Musik, die sie abliefern? Ich konsumiere Musik, die mich emotional berührt. Welche Gefühle sie dabei anspricht, ist völlig sekundär. Das kann - zumindest gelegentlich - was richtig hartes und aggressives sein, öfter melancholischer, verträumter oder abgespacter Kram, teils die Musik selbst oder aber auch ein inspirierender Text. Auf jeden Fall muss aber irgendwas meine "Kanäle" öffnen, und erst in dem Moment kann mich auch das packen, was der Drummer so macht. Ist die Musik (für mich) kalt und seelenlos, technokratisch und "überperfekt", dann geht mir jeder Solist dieser Welt in dem Moment am Allerwertesten vorbei. Insofern kann der Siberiano gar nicht zwingend was dafür, dass er mich nicht erreicht. Kann ich nicht genau erklären, ist eben so. Ein Siberiano, der spektakulär und hyperakkurat zu irgendwelchen Konserven trommelt, berührt mich auch deshalb nicht, weil er kein Teil der Musik ist, sondern irgendwas "daneben". Da kann der Backing Track so geil sein, wie er will.


    Das ist, wie wenn jemand nen sündteuren Massivholztisch vom Schreiner im Wohnzimmer hat und den den ganzen Tag mit ner hässlichen Kunststofftischdecke abdeckt, aber ständig zum besten gibt, wie edel der Holztisch ist. Und ich seh' bei dieser ganzen Internet-Coverscheiße nur überall Plastikfolie und kein Holz mehr.


    Keine Ahnung, ob mir der eine oder andere hier folgen kann, kanns nicht anders beschreiben.

    Ich bin kein Fan von Nylontips, nutze sie aber für Bigband gerne. Der spitzer Klang verliert sich gegen die Bläser, dafür klingt die Stockspitze auf dem Ride immer gleich und wird nicht weich.


    Schön wäre es, wenn man immer die Option hätte, "seinen" Stick auf Wunsch mit Nylontip zu bekommen, um bei sonst gleichem Spielgefühl nur den anderen Klang zu erhalten.

    Außer dass ich Mikros anderer Hersteller verwende, käme ich auf die gleiche Lösung. Mal anders gefragt: klappt irgendwas nicht zufrieden stellend? Oder suchst du ne Lösung für ein Problem, das gar nicht existiert?

    Ich schmunzel gerade ein bisschen, wie hier technische Fähigkeiten verglichen werden. Wer von euch will denn bitte quantifizieren, welcher Drummer "wieviel" Technik hat? Letztendlich entscheidet, zumindest in meinen Augen, einzig und allein, ob ein Drummer die erforderliche Technik besitzt, die an ihn (oder an sie natürlich) gestellten Anforderungen zu erfüllen. Das schaffen alle etablierten Profidrummer ausreichend, die bekannten Namen häufig in herausragender Art und Weise. Aber ist nun derjenige besser, der wie ein Irrer maximal viele Noten pro Sekunde raushaut? Oder vielleicht der, dessen Technik ihm ermöglicht, in nahezu jeder Stilrichtung abzuliefern? Oder gar der, der so einzigartig trommelt, dass man ihn auch ohne alle Chops unter Hunderten heraushört?


    Mich langweilt dieser Sibirische Tiger auch spätestens nach dem dritten Clip, ebenso wie Thomas Lang und Virgil Donati. Aber sind die deshalb schlechter als meine Vorbilder (Gadd, Weckl, Stanton Moore, Ringo etc.)? Würd ich jetzt so nicht sagen, denn alle erreichen mit ihren Mitteln das, was von ihnen erwartet wird, und das gar nicht mal schlecht ;)


    Hinzu kommt, dass wir von allen bekannten Drummern (na ja, Ulle mal außen vor gelassen) nur die Dinge hören, die sie perfekt können. Wieviel sie möglicherweise nicht können und wo sie ähnlich struggeln wie unsereiner, bekommen wir nicht mit. Was wir aber annehmen dürfen, ist ein hohes Maß an Disziplin und Fleiß, um sich in ihrer Weise von der trommelnden Masse abheben zu können. Dafür verdient jeder von ihnen meinen allergrössten Respekt.

    SD1 und American Classic 5A und auch 5B,

    ...sind aber komplett verschiedene Sticks. Dass der SD1, ein Maple-Stick, schon immer teurer war, stimmt. Ein Preisvergleich macht aber nur bei ansonsten identischen Sticks Sinn. Und dann, behaupte ich, sind auch die Preise identisch.


    maxipixl

    Der passende Stick ist wirklich ne sehr individuelle Sache. Da lohnt es sich, vieles zu testen, und doch kann es ne Weile dauern, bis du "den Richtigen" findest. Ich glaube allerdings bemerkt zu haben, dass ich bei der Wahl meines Sticks flexibler werde, seit ich häufiger mal mit unterschiedlichen Sticks übe. Die Motorik lernt wohl auch, sich schneller umzustellen. Und meiner Handtechnik kommt das sogar zugute.

    Nur um sicher zu gehen, wir reden vom ansonsten identischen Stick-Modell?

    Also (beispielhaft) 5A Maple vs. Hickory? Oder war das Maple-Modell irgendein Artist-Modell o.ä.? Ich habe gerade wirklich und ganz ehrlich Mühe, das zu glauben.

    Bronze-Spannreifen

    Geschmäcker sind verschieden, aber an dieser feinen Trommel wär noch mehr Bronze nicht nur unnötig teuer, sondern wohl auch unnötig hässlich. Gerade die Schlichtheit der Böckchen und Rims aus Edelstahl kontrastiert doch vortrefflich den Bronzekessel. Aber mich geht das ja glücklicherweise nix an 😉

    Grundsätzlich sollte man die Finger von No-Name - Sticks lassen, da die viel schneller brechen, manchmal krumm und nicht richtig ausbalanciert sind.

    Definiere No Name. Millenium-Sticks stehen nicht im Verdacht, Markensticks zu sein, jedoch spiele ich schon seit Jahren für Jazz ein bestimmtes Modell ohne Beanstandungen, und zwar bezüglich aller von dir genannten Aspekte.

    Vic Firth 5B aus Hickory, da ich damals als arme Schülerin zu pleite für Maple Sticks war.

    Wann waren denn bitte jemals Hickory-Sticks die Arme-Leute-Version von Maple-Sticks????


    Seit ich mich mit Schlagzeug beschäftige (immerhin bald 45 Jahre), kann ich mich nur dran erinnern, dass die Preise gleichauf lagen, egal ob VF, Promark, Regal Tip oder sonstwas. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass typische No Names eher auf Maple als auf Hickory setzten.


    Ich glaub, dass du da grad echt was falsch abgespeichert hast :/

    Übrigens, entgegen des heute gerne (fälschlicherweise) genutzten Artikels "die" heißt es ursprünglich "das" Tom. Nur um auch mal wieder klugscheißen zu dürfen 😉

    Und als ich kürzlich bei nem Dienstset so eine Beobachtung hatte, gingen meine Stimmversuche ins Leere, weil das Böckchen ausgerissen war. Auch das kommt vor.


    Der Tausch des Böckchen war mir ein willkommener Anlass, mal neue Felle zu montieren und das Set durchzustimmen. Jetzt macht das wieder Spaß.

    Kannte Angel Drums nicht, aber für mich hört sich das an wie eine dieser "Hauptsache anders" - Konstruktionen ohne Not, halt irgendwie auffallen um jeden Preis. Erinnert mich dran, dass ich ganz froh bin, Kaufentscheidungen in der Regel sehr rational anzugehen.


    Würde mich für dich freuen, wenn du eine gute, bezahlbare Reparaturlösung fändest, denn das sind ja wirkliche Schönheiten.

    Wow, gerade die Tage noch ne Bestellung von St-Drums erhalten, war immer meine erste Adresse für Parts aller Art. Persönlich kennen lernen durfte ich Gerd nie, aber hier ist eine Trommelbaulegende des deutschsprachigen Raums von Bord gegangen. R.I.P.