Was verstehst du unter Tape? Band kenn ich, Schnüre auch, aber Tape?
Beiträge von trommla
-
-
Am Ende steht immer die Frage, will man es stylisch (und somit ggf. teuer), oder hilft man sich mit Bordmitteln. Ich bin Vertreter der zweiten Spezies, ich nehme, was günstig verfügbar ist.
Zum Dämpfen kommen je nach Bass Drum Reste von Noppenschaum, Handtuchrollen und/oder andere Textilien zum Einsatz, für meinen Sound ist weniger meist mehr. Die handelsüblichen Kissen sind mir zu teuer und zu unflexibel.
Als Hoopsaver habe ich keine Hemmungen, kleine selbstklebenden (Moos?)gummischeiben aus dem Baumarkt auf die Spannreifen zu pappen. Klebereste sind mir wurscht, das Zeug bleibt eh drauf, denn mir fällt ehrlich gesagt kein Drummer ein, der ohne FuMa spielt und einen Grund hätte, sie wieder zu entfernen. Ich selbst empfinde sauber aufgeklebte Gummipatches bei einem Set eher als professionell und freue mich beim Kauf darüber. Durchgeribbelt ist mir da noch nie was, dazu spiele ich wohl zu soft.
Einen Bassdrum-Riser verwende ich bei meiner 18"-BD, allerdings hat mir genau der (allerdings mein erstes Modell) den Spannreifen "durchgesägt", da die Kette am Rand des Hoops entlangstreifte. Ein hochwertiges Set würde ich damit nicht betreiben, und selbst mein Billigkit hatte was besseres verdient, und zwar den Dixson Bassdrum Lifter. Sündteuer für ein bisschen Plastik, aber angenehm in der Anwendung. Und wie schon jemand schrub, ist das eher was für kleine Bass Drums.
Die sollten beim Star dann eigentlch auch mitgeliefert kommen.
Na hoffentlich. Wär nicht der erste Hersteller, der derlei "Zuckerl" bei neuen, auch teuren, Serien wegrationalisiert.
-
Ahh ok... ich dachte echt, die meisten, die so lange schon spielen, können und machen das, dass sie den Song nur ein paar mal hören müssen und dann direkt los legen können. Quasi intuitiv.
Hängt einerseits natürlich vom Song ab (manche sind wirklich einfach, da muss man sich nur Anfang und Ende merken, der Rest ergibt sich), andererseits von der Band, mit der man spielt. Erfahrene Musiker, vor allem wenn sie selbst oft in ungewohnten Besetzungen spielen, können während des Spiels häufig gut kommunizieren und "dirigieren", woran ich mich dann orientiere. Wann A- und B-Teil wechseln (Strophe/Refrain whatever), klappt dann meist auf Zuruf, aber auch Stops lassen sich damit gut erkennen. Schwierigere Sachen gehen natürlich nicht mehr intuitiv.
-
Ok, hab ich falsch verstanden. Wobei ich dieses Phänomen nicht erst in unserer Zeit wahrnehme. Schon früher hatten viele Menschen am liebsten einfache Kochrezepte, heute ist das halt noch viel ausgeprägter. Irgendwer schrieb mal von "portioniertem Wissen", fand ich sehr treffend.
Daher auch mein Hinweis auf den "Masshoff Tuning Trick".
Über Masshoff breite ich gerne den Mantel des Schweigens.

In meinen Augen primär ein Mensch mit herausragendem Verkaufstalent, dem es gelingt, den größten Sch*** für viel zuviel Geld zu verkaufen.
Edit: was nicht bedeutet, dass seine Trommeln sch*** sind. Das auffälligste daran sind aber neben markigen Sprüchen halt meist Äußerlichkeiten.
-
Leider wollen auch nicht viele Drummer da wirklich in die Tiefe gehen,
Warum denn "leider"? Ich fand immer hilfreich, physikalische Zusammenhänge halbwegs zu kennen, um sie zu nutzen, nehme aber Reißaus, sobald es ans Rechnen geht. Deshalb würde mich wissenschaftlicher Tiefgang tatsächlich unmittelbar abschrecken. Um die Grundprinzipien zu verstehen und anwenden zu können, sind mir triviale Ansätze daher ziemlich willkommen. Und das geht glaube ich ziemlich vielen Mitmenschen ziemlich ähnlich.
Ich unterrichte schon seit der Jugend angehende und fortgeschrittene Segler, dazu gehört u.a. Aerodynamik und die physikalischen Grundbegriffe der Segelei. Viele schalten ab, sobald Vektoren und Kräfteparallelogramme ins Spiel kommen. Erkläre ich das Thema hingegen "zum Anfassen" wie für Grundschüler, folgen mir die Zuhörer.
-
Das ist das schöne im Internetzeitalter, dass es zu vielenThemen mehr als genug Infos gibt und jeder für seine Bedürfnisse was findet.
Wenn da noch jemand selbst tätig wird und mit viel Aufwand und Leidenschaft sogar Gratisangebote erstellt, ist das wirklich bewundernswert.
Mir persönlich war dort, wo ich reingeschaut habe, zu wenig Neues zu erkennen, als dass ich wirklich den ganzen Channel durchgeschaut hätte. Für Einsteiger beim Thema Drumsound aber wirklich anschaulich gemacht. Ob nun die wissenschaftlichen Grundlagen exakt dargestellt sind oder nicht, spielt für mich dabei keine Rolle, solange nicht haufenweise falsche Sachverhalte präsentiert werden. Diesbezüglich stach mir jedenfalls nix ins Auge.
Vielleicht sollte man dem Kollegen aber mal stecken, dass der bekannte amerikanische Fellhersteller nicht "Ihwens" sondern "Äwens" heißt. Erinnert mich an unsere Jugend, als wir feuchte Augen bekamen bei "Dschibsen"-Gitarren.

-
Der ist mir auch schon vor ner Weile aufgefallen. Tolle Technik und gar nicht mal unsympathisch. Nicht unbedingt das, was man einen sehr eigenen Stil nennen würde, aber so what!? It seems to pay the bills. Und zu Wunderkindern gehört's ja auch irgendwie dazu, dass sie noch etwas "unfertig" klingen.
Die Motivation der Kombi mit Suicidal Tendencies erschließt sich mir spontan allerdings nicht.
-
Alles anzeigen
+ Trommel halbwegs rund
+ Gratung plan (rund, abgeschrägt, eckig - egal)
+ Hardware funktioniert
+ gescheite Felle
+ Stimmen
+++ Bediener
--------------------------------------------
= guter Sound
Haha, und schon sind wir wieder zu 100% einer Meinung

Es gibt gute und weniger gute Trommeln (über die schlechten breiten wir den Mantel des Schweigens), egal wie sie konstruiert sind.
-
Das ist ja prinzipiell ein guter Ansatz!!
Darf ich ganz böse sein? Das WÄRE ein guter Ansatz, wenn es nicht abertausende Kessel gäbe, die mit aller Kesselhardware bestückt grandios klängen. Wo bleibt der Beweis, dass der hardwarelose Kessel irgendwelche Vorteile böte? Wie gesagt, das scheinen alles Lösungen zu sein, für die kein Problem existiert. Im Gegenteil, in den 80ern hat Sonor sogar in ihren Prospekten postuliert, dass der ideale Kessel möglichst schwer und steif sein sollte, um nicht selbst zu schwingen. (Sonor-Drums waren damals wohl mit die Krone der Schlagzeugbaukunst).
Auf die Spitze getrieben hat das manchmal schon was von "des Kaisers neue Kleider". Ein Großteil der Drumcommunity klatscht Beifall, weil irgendwer eine großartige Kreation "behauptet", die nur leider niemand erkennt. Trotzdem wird die Behauptung immerzu wiederholt. Mir fehlt aber bis heute jegliche Evidenz. Ain't no rocket science

Wer nun argumentiert, man müsse das einfach im Vergleich hören, darf gerne mal mit nem FF-Drumset vorbei kommen, und wir machen nen ABCD-Vergleich mit meinen 3 (durchaus unterschiedlichen) Sets. Zur besseren Objektivierbarkeit hol ich noch ein paar Musiker anderer Instrumentengattungen mit geschulten Ohren hinzu, und wir finden gemeinsam heraus, welche Toms am meisten Anklang (oder Ausklang?) finden.
-
Diese Grundlegende Kritik am gesamten Ansatz habe ich dem Hersteller vor Jahren schon mal zukommen lassen, aber keinerlei Reaktion bekommen.
Man zielt wohl nicht auf den Massenmarkt, da kann einem das am Allerwertesten vorbei gehen.

Die wie fwdrums auf solche Systeme stehen, freut's, für die Kritiker macht's unser Hobby/unseren Job aber auch etwas bunter.
-
Ich spiele viel Big Band und fahre immer gut mit ner 20“ Bassdrum - egal ob verstärkt oder unverstärkt.
Auch noch, wenn bei größeren Auditorien in etwas Abstand zur Bühne Musiker sitzen, die dir nachher erzählen, dass die Bassdrum leider völlig unterging beim Konzert? Es hatte in der Blütezeit der Bigbands einen sehr realen Grund, weshalb die Bassdrums riesig waren. 😉
-
Definitiv Yamaha. Die Bassdrum geht sonst unter. Ein Haufen Blech und 1000 Gäste sind gar nicht mal so leise 😉
-
Quasi der logische nächste Schritt, nun die Hausmarken zu echten Marken hochzujazzen?
-
Hab ich auch schon mal erlebt, könnte es aber nicht auf Hersteller oder Serien runterbrechen, da es Einzelfälle an Fremdsets waren. Meine Sets und Snares besitzen alle lose Unterlegscheiben. Glaube daher aber nicht, dass es an deinem Handwerksgeschick liegt.
-
Dieser
"Nachteil" führt dazu, dass Toms maximal resonieren. Das
gilt es natürlich unbedingt zu vermeiden und das will ja auch
keine Sau.
So sehr ich deinen Ausführungen ansonsten folge (hab tatsächlich noch nie ein FF-Set oder Snare gestimmt und halte mich mit Bewertungen daher zurück), in diesem Punkt irrst du möglicherweise. Ich mag beispielsweise resonante Stimmungen nicht, weil mir das Frequenzspektrum von Toms nicht gefällt, wenn beide Felle auf den gleichen Grundton gestimmt sind. Und selbst bei meinen favorisierten Stimmungen klebt häufig ein klitzekleines Gelpad auf dem Schlagfell. Freischwinger nutze ich trotzdem, nicht weil ich damit das Sustain verlängern kann, sondern weil das Frequenzspektrum bei vielen Toms dadurch voller und runder ist.
Wenn ich nicht ein kompletter Exot bin und meine Beobachtungen nicht ganz verkehrt sind, gibt es mindestens so viele Drummer, die ähnlich wie ich ticken, wie solche, die immer noch die Mär vom befreiten Drumsound erzählen.
-
Markus Kniep
Und Georg Hans Hermann Meier darf jetzt exklusiv Harley Benton Gitarren spielen?
Wer als Musiker ein Endorsment braucht, ohne es zu brauchen, sollte vielleicht eher über andere Wege nachdenken, sein Selbstwertgefühl zu steigern.
Bin gespannt, ob und wie lange sich dieser Trend fortsetzt. Möglicherweise ein Versuch der Händler, sich von den etablierten Herstellern und deren "Preisdiktat" etwas unabhängiger zu machen, als Folge sinkender Margen? Ich gehe nicht davon aus, dass die Verantwortlichen solche Entscheidungen aus kindlicher Naivität heraus treffen, wie es der eine (oder andere) User betrachten mag.
-
Gab's hier glaube ich schon mal.
Optisch find ich's witzig, die Konstruktion gehört für mich aber tendenziell in die Rubrik "Lösung, für die es kein Problem gibt".
Die Option, schnell und gleichmäßig umstimmen müssen, wie man es von Pauken kennt, habe ich bisher nicht vermisst. Es mag kreativere Drummer als mich geben, die damit was anfangen können. Schätze aber, das bleibt ein Nischenprodukt.
-
Schönes Thema

Bei mir ist es ja so, dass mich vor allem die unbekannten Bands beeindrucken. Die etablierten Acts kann man häufig getrost vergessen, und die heutigen Ticketpreise bin ich nicht mehr bereit zu zahlen.
-
Und von Yamaha gab es die Akira Jimbo mit einem Bändchen um die Sicke, um Obertöne zu reduzieren
An die musste ich auch gleich denken. Wobei ich als Segler die Leine ja stylish finde, ungeachtet der (angeblichen) Soundformung.
-
Die Gratungs-Bördelungen sind mit Silikon ausgespritzt. The next big thing?
Gabs schon mal bei ner Signature-Snare. Ich weiß nicht mehr, wer es war, irgendein Japaner jedenfalls.
Ach ja, Soul Toul heißt der gutste:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.