Beiträge von trommla

    Gefällt mir auch schon richtig gut. Vor allem an den Fills hört man noch gut deine "Entwicklungsstufe" am Set, wie du scheinbar primär in erlernten Stickings denkst und durch ein paar eingestreute Sechzehntel versuchst, deine Fills aufzulockern. Der nächste Schritt könnte sein, diese wegzulassen und stattdessen mit Dynamikveränderungen noch mehr das Feeling/den Spannungsbogen der Musik zu unterstützen. Solche 16tel-Fragmente wirken über langsame Stücke gespielt schnell unruhig und zappelig, wenn sie nicht 100% kontrolliert und wiederum dynamisch eingebaut werden.

    In langsamen Stücken zeigt sich ganz besonders, dass es nicht so sehr drauf ankommt, was und wieviel man bei Fills spielt, sondern wie man es spielt.

    Insgesamt ein fettes weiter so von mir.

    In Fragen der "richtigen" Sticks bin ich ziemlich einfach gestrickt. Meine Gedanken dazu:

    1.) Mein bevorzugtes Stickmodell hat sich in Abhängigkeit von Erfahrung, Spielstil und vorherrschender Musikrichtung immer wieder geändert. DEN Stick für's Leben suche ich nicht, ob ich mit einem Stick gut klarkomme, hängt davon ab, wie viel ich mit ihm übe.

    2.) 5A ist nicht gleicht 5A, die Hersteller variieren trotz Standardbezeichnung teils durchaus deutlich, eine verbindliche "Bemaßung" gibt es nicht. Ich hab hier beispielsweise noch ein Paar 5A von Dimavery rumliegen, das rangiert für mein Gefühl fast im Bereich 5B.

    3.) Mein wichtigstes Kriterium ist neben dem Klangcharakter die Haltbarkeit der Spitze. Für Bigband nutze ich beispielsweise Sticks mit Nylonspitze, da einerseits der Beckensound immer gleich bleibt, während Holztips irgendwann ihre Definition und Brillanz verlieren. Andererseits setzt sich dieser Sound auch gut gegen 15 Bläser durch. Bei guten Sticks wird aber auch eine Holzspitze nicht gleich weich und splittert.

    4.) Es spricht nichts dagegen, auch günstige Sticks, etwa Hausmarken, zu testen. Ich nutze für leise Spielweise (z.B. den ganzen Jazzkram) schon seit Jahren auch Millenium-Sticks und bin mit deren Qualität und Haltbarkeit bislang durchaus zufrieden. Für alles, was etwas mehr Schmackes braucht, verwende ich wegen höherer Robustheit bei vergleichsweise günstigem Preis Rohema. Zudem unterstütze ich damit ne heimische Firma.

    5.) Für uns alle hier vermutlich hochrelevant ;) : wer längerfristig und weltweit versorgt sein will, greift zu Standardmodellen bekannter Hersteller. VF 5A erhält man vermutlich auch im Musikgeschäft in Pretoria und Ulan-Bator.

    Was wäre denn ein guter Preis dafür?

    K.A. Ich selbst kann Tama-Drums nicht viel abgewinnen und kenne mich daher mit deren Gebrauchtmarkpreisen nicht aus, aber ~70% wie beim verlinkten Angebot ist definitiv kein Schnapper. Da das Set noch nicht verkauft ist, sehen das andere Drummer vermutlich ähnlich.


    Weitere Frage: wenn ich mir dann noch ein Tom bestellen will, kann ich das problemlos nachbestellen?

    Das solltest du nicht hier fragen, sondern direkt beim Händler. Da Thomann das Set noch anbietet, dürfte es auch noch Einzeltrommeln geben. Zudem erfährst du von denen auch den Einzelpreis und könntest dir somit die Gesamtsumme gegenüber Neukauf errechnen. Bleibt noch das "Problem" Wunschfinish ;)

    Ist halt immer sone Zeitsache

    ist eher ne Frage der Prioritäten ;)

    Ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten, dass ich lange nicht richtig stimmen konnte. Seit ich begonnen habe, mich damit eingehender zu befassen, habe ich mich auch spielerisch deutlicher weiterentwickelt als bis zu dem Moment. War es nur der gesteigerte Spielspaß, oder das Gefühl für klangliche Feinheiten beim Spiel, die ich mir erst dadurch erschließen konnte? Ich weiß es nicht, halte es aber für gut investierte 2 Stunden, sich mal Unterstützung zu holen.

    Anders gesagt habe ich gefühlt erst dadurch richtig begonnen, Musik zu machen, statt nur Basisrhythmik zu liefern.

    Hattest du nicht geschrieben, dass du Unterricht nimmst? Viele Lehrer sind bereit, mal ne Stunde dazu zu verwenden, Schülern das Stimmen der Snare näherzubringen. Das würde ich nutzen, denn ein Lehrer kann sofort Verständnisprobleme aufgreifen und hoffentlich auch beseitigen. Und du nimmst (idealerweise) ein top gestimmtes Instrument mit nach hause. Auch die Montage des Teppichs lässt sich im Unterricht demonstrieren bzw. üben. Denn auch der Teppich ist kein Hexenwerk, und je häufiger du das machst, umso lächerlicher werden dir deine momentanen Sorgen erscheinen. Nach dem zehnten Teppichwechsel machst du auch das nebenbei während der Mittagspause.

    insbesondere von dem ersten Drummer der Sound gefällt mir sehr gut.

    Dazu sollte man sich bewusst machen, dass alle 3 professionell bearbeitete Middle-of-the-road-Studiosounds sind, die keiner von uns live im Proberaum so hören wird. Hinzu kommt, dass die Soundunterschiede so gering sind, dass es sich ebenso um die identische, gleich gestimmte Snare handeln könnte, die jeweils nur von einem anderen Drummer gespielt und einem anderen Studiotechniker bearbeitet wurde. Meines Erachtens taugt daher dieses und ähnliche Videos kaum zum Definieren des eigenen akustischen Wunschsounds.


    Und auch wenn das jetzt etwas vorlaut klingen mag, hier per Ferndiagnose nem Anfänger Frequenzen anzusagen, finde ich fast unseriös. Wenn du neben der reinen Spieltechnik Drumsounds gestalten willst, kommst du nicht darum herum, das Stimmen ordentlich zu lernen und selbst zu experimentieren, welche Herangehensweise zu welchem Sound führt. Nach Kochrezept per Tunebot an irgendwelchen Schrauben zu drehen, mag zu befriedigenden Ergebnissen führen, bedeutet aber noch lange nicht, dass man auch weiß, was man da tut. Ich übertreibe, aber stell dir mal vor, du hast deinen Spickzettel verloren, auf dem du dir das "Superduper-Magic-Snaretuning" von Drummer AB/Forenuser XY vermerkt hast, wie willst du dann jemals wieder zu einem guten Sound zurückfinden, wenn du nur Frequenzen ablesen kannst?


    Oder du hältst dich doch an den Rat, dich statt ums Stimmen lieber ums Üben zu kümmern ;)

    Live haben Lynyrd Skynyrd auch eine durchaus eigenwillige Auffassung von Time


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    Sorry fürs Offtopic, aber was haben eigtl. alle gegen Lars Ulrich? Ich muss irgendwas verpasst haben.

    Ich glaube das ist so ein bisschen wie der Dorfdepp. Jedes Dorf brauchte einen, ebenso wichtig wie Pfarrer und Bürgermeister, und so ist es halt auch in Foren. ;)

    Ulle ist sicher kein herausragender Drummern, sondern wurde halt mit dem Erfolg seiner Band hochgespült. Wobei nicht wenige sagen, dass er ein wesentlicher Grund für den Erfolg von Metallica sei. Aber letztendlich hat sich das ziemlich verselbständigt, vielleicht auch, weil Ulle - zumindest nach meinem Empfinden - in seinem Auftreten wenig Coolness, manchmal sogar eine eher lächerliche Ausstrahlung hat.

    Ohaaa! Ganz schön viel! Wie kriegst du die Probentermine koordiniert?

    Klingt neben einem Vollzeitjob sehr stressig. :/

    Regelmäßig heißt glücklicherweise nicht wöchentlich, haha. Das meiste sind Bands, wo ich regelmäßige Aushilfe bin, also Konzerte spiele, an denen die Erstbesetzung verhindert ist. Und meine 2 festen Bands arbeiten recht zielorientiert. Proben ohne Konzert sind eher die Ausnahme. Sonst wäre das nicht machbar.


    Zu den obskuren Ansichten des TS ist für mich alles gesagt, ehrlich gesagt. Jeder darf schließlich sein Hobby sehen und ausüben, wie er mag.

    Ich weiß gar nicht wie du darauf kommst, immer nur wenig zu spielen, Hauptsache weniger und vermutlich ganz leise oder?

    Es ist nicht relevant, was ich spielen möchte, sondern was meine Mitmusiker und die Musik tolerieren. Bei deiner Herangehensweise säße ich vermutlich nur alleine im Musikkeller, statt mit aktuell 6 Bands regelmäßig spielen zu dürfen. Hochwahrscheinlich hätte ich mir daher schon längst ne Beschäftigung gesucht, die mich zufriedener stellt. Aber das muss jeder für sich herausfinden.

    Besorg dir Moises und hör dir die Drums des Originals isoliert an

    Da gibt's keine Drums ;) Das ist alles ziemlich simples Programming imho. 4 on the floor Bassdrum und Claps als Backbeat und nur wenig drumherum. Im Zwischenteil wird bei 1:17 der Backbeat kurz weggelassen, dafür gibt's mal ne 16tel "Hihat". Nach dem Zwischenteil ist wieder alles beim alten.


    Was Herr Ritter (?) draus macht, hat mit Sweet Dreams nur noch insofern zu tun, dass er den Track für sein Drumsolo als Hintergrundbeschallung nutzt. Ohne den Track (oder besser die Nennung des Titels) müsste das Video nämlich "My little Drumsolo" heißen und hätte etwa 5 Clicks. Nämlich seine eigenen, wenn er nem Freund/ner Freundin stolz sein Werk präsentiert.

    Insofern gilt die Begeisterung des TS weniger dem Song als dem "Irgendwas zu irgendeinem Song"-Getrommel. Genre würde ich schlicht "Solo-Drumming" nennen.


    Gut, formulieren wir es etwas weniger polemisch, es ist halt ne recht freie Bearbeitung, kein Drumcover.

    alles was ich jetzt so rausgehört habe, sind die Sonoreinsteiger wohl sehr okay

    Meines Erachtens nicht mehr und nicht weniger als Einsteigerinstrumente anderer Hersteller. Bei Sonor zahlt man im Gegenteil , ähnlich wie bei Gretsch oder Ludwig, aufgrund der sagenumwoben langen Firmengeschichte ;) immer auch den Namen mit. Wer ernsthaft und länger Freude am Instrument sucht, sollte mindestens zur Mittelklasse greifen. Die reicht allerdings für ganz vieles im Grunde ein Leben lang, und manch ein Profi kommt mit solchen Sets zum Gig, weil er sich im Gegensatz zum gut verdienenden Angestellten gar kein Tama Star oder SQ2 leisten kann.

    bis halt auf die Snare

    Wie gesagt, was ich da von Sonor kenne, ist leider immer der Schwachpunkt an den Sets gewesen. Hier nicht Thema, aber selbst bei höheren Produktlinien fand ich Sonor-Snares nicht immer so prickelnd, je nachdem welche Strainer verbaut waren, war das recht hakelig. Um alles, wo dieses Modell dran ist, mach ich immer noch nen weiten Bogen:

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    Das mit der Stangenware klingt für mich nur bedingt nachvollziehbar

    Ist es aber tatsächlich. Es gibt in Asien Fabriken, die seit Jahrzehnten für unterschiedlichste Hersteller oder auch Händler bauen. Manchmal nach ganz genauen Vorgaben ("german engineered drums"), manchmal aber tatsächlich Stangenware, die nur durch's Anbringen des Badges ihr weiteres Leben als Markenprodukt oder Discount-Schnapper verbringen. Fachleute wie Drumstudio1 erkennen an Details teilweise, ob man wirklich von EXAKTEN Clones sprechen kann, oder an welchen (unauffälligen) Stellen der Rotstift im konkreten Fall angesetzt wurde.