Beiträge von trommla

    Leute, macht mal halblang, der Kollege tut hier alles mögliche, aber spielt weder songdienlich, noch präzise. Overplaying at its best, dabei oft nicht mal wirklich in time. Wer so trommelt, braucht sich net wundern, wenn er keine Band findet, und in the Pocket ist da gar nix.


    P.S. Mir ist natürlich klar, dass viele Hobbydrummer froh wären, solche Dinge überhaupt halbwegs spielen zu können.


    P.P.S.

    Ich würde mir den Kollegen gerne als Vorbild nehmen

    Denk da nochmal drüber nach ;)

    "uncoole Teppichgeräusche" lassen sich mitunter mit einem Stück Papierstreifen ca.

    5-6cm Breit den man zwischen dem Teppich und Resofell platziert, mitunter gut in den Griff bekommen.

    Guter Tipp, wenn man schnell im Studio oder auf der Bühne unerwünschte Nebengeräusche eliminieren muss. Aber man sollte bedenken, dass sich dieses Verfahren auch auf die Ansprache an sich negativ auswirkt. Gerade wer häufig auch am Rand im Pianissimo spielt, wird das möglicherweise merken. Daher rate ich von sowas als Universallösung im heimischen Probekeller ab. Wenn man sich mit Stimmen befasst und etwas Zeit nimmt, kommt man i.d.R. gut ohne solche "Tweaks" aus. Ich hab's ehrlich gesagt noch nie gebraucht, weil ich mit etwas Stimmschlüssel schwingen immer einen guten Zusammenklang erreicht habe. Oft reicht auch etwas mehr Dämpfung auf dem Schlagfelle der Snare, um Buzz zu reduzieren.

    Meine leidvolle Erfahrung mit Sonors Einsteiger und Mittelklasse Set-Snares ist: Die kannst du echt knicken.

    Das ist leider echt wahr :thumbdown:

    ich finde persönlich den Sound im 2. Video besser als im ersten.

    Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich identische Snares unter Abnahmebedingungen in verschiedenen Räumen klingen können, und wie wandelbar gleichzeitig Snare- (oder auch Tom-)sound sein kann.

    Gute Verarbeitung, 10 Stimmschrauben

    Nur zur Sicherheit erwähnt, die Anzahl der Lugs sagt wenig über die Qualität einer Snare aus. Es gibt hervorragende (und teure) Snares mit nur 8 Stimmschrauben. Und es gibt grottige mit derer 10.

    Sonor-Snares aus der Horst-Link-Ära hatten teilweise sogar 12 und waren superb, aber das gibts glaube ich nur noch wintätsch.

    Allerdings würde ich solche mit 6 Lugs tatsächlich meiden, wenn ich nicht auf dem oberauthentischen Vintage-Erleuchtungs-Trip ein uraltes Schätzchen suche. Heute ist das nicht mehr zeitgemäß.

    Die alte Swingstar hatte ich noch nie unter den Sticks, kenne sie aber auch als Geheimtipp. Ich selbst habe mal für 30 bis 40 Euro ne alte Mapex Pro Stahsnare mit guten Fellen und nem Puresound-Teppich geschossen. Nicht gerade das, was man ne Edelsnare nennt, aber ich hatte sie schon häufiger mit auf Konzerten, obwohl ich deutlich teurere Snares im Regal habe. Die spielen sich dann schon noch mal geiler, aber selbst ein durchschnittlicher Gitarrist hört schon keinen Unterschied mehr. Es gibt ne Menge ordentlicher Snares für kleines Geld, und wenn eine dann mal nicht so toll klingt, kann man sie ja wieder verkaufen. Auch die Snares der alten Drumcraft Serie 8 sind amtliche Snares und werden immer wieder für ziemlich wenig Geld verkauft. Ich hab eine Maple, in 14x5, und die macht durchaus Spaß. Man sollte nur den alten Nickel Drumworks Strainer immer schön gängig halten, denn um den Kunststoffhebel hätte ich sonst Angst. Meiner war mal ne Zeit lang ziemlich schwergängig, aber nach ner Ölkur läuft und hält der wieder prima.

    Der schrebbelt ordentlich und immer wenn ich auf die snarenahe Tom haue, rasselt der durch die Gegend

    Das ist ein altes Thema, seitdem es das Drummerforum gibt. Wenn die Saiten mitrascheln, ist das erst mal normal und macht nen fetten Drumsound in meinen Augen/Ohren sogar erst aus. Probier mal, ein Fill mit Toms und Bassdrum zu spielen ohne raschelnden Teppich, das klingt ziemlich leer. Nur wenn ein Tom den Teppich deutlich mehr als andere zum Mitrascheln anregt, solltest du Abhilfe schaffen. Das wird aber durch einen neuen Teppich per se nicht weniger, höchstens weniger "schrebbelig". Zunächst solltest du das Tom etwas umstimmen. Welches Fell die Snare anregt, findest du raus, indem du dein Tom anschlägst und dann mit der Hand mal Schlagfell, mal Reso abdämpfst. Sobald die Resonanzfrequenz weg ist, sollte nämlich das Rascheln gut sein. Das Fell dann vorsichtig umstimmen, kann schon reichen, um den Ausreißer zurück in die Reihe zu bekommen. Eine häufige Ursache für schlechte Snareansprache und/oder unsauberes Mitrascheln ist auch eine zu geringe Fellspannung des Resos. Da trauen sich viele Newbies - und selbst langjährige Drummer - nicht so richtig ran, und man hört beim isoliert anschlagen ein tiefes "Dong" statt eines kurzen knackigen "Dack". Man muss sein Reso nicht bis ultimo anknallen, aber etwas Spannung braucht es schon für einen normalen Snaresound mit guter Sensitivität.

    nochmal investieren und ne neue Snare kaufen

    Ich finde es total spannen, auch ner Beipacksnare etwas ähnliches wie Sound entlocken zu lernen. Für Bandproben-Ansprüche schafft man das meist auch, speziell wenn man Felle und Teppich tauscht und schon über Stimm-Skills verfügt.


    Leider gehören die Sonor-Beipacksnares nicht gerade zu den Perlen auf dem Markt, daher würde ich die 80 Euro für Felle und Teppich lieber als Anzahlung in eine "neue" Snare vom Gebrauchtmarkt investieren.

    An Anfängersets in der Gewichtsklasse herrscht kein Mangel. Wie Chuck Boom würde ich mehr Augenmerk auf die Becken legen, auch wenn Anfänger das zunächst weder hören noch spielerisch merken. Die meisten Komplettsets beinhalten eher günstige Becken, aber wenn schon auf den Bildern "Brass" zu lesen ist, taugen die vielleicht für Lampenschirme, aber keinesfalls zum Musizieren.

    Problem ist aber immer, dass man immer beim "Fingertight" starten muss/sollte.

    Ich stell jetzt mal die Frage in den Raum. Was ist mit dem zentrieren des Felles?

    Genau da war früher mein Problem beim Stimmen von Trommeln. Was dieses ominöse "fingertight" praktisch bedeutet, war mir nicht klar, und gleichmäßig angezogen und zentriert habe ich meine Felle lange damit nicht bekommen. Erst seit ich kapiert habe, dass ich die jeweils gegenüberliegenden Schrauben reihum gleichzeitig mit den Fingern anziehen muss und dieses Vorgehen auch noch mehrfach im Kreis wiederhole (klar, mit jedem weiteren Schraubenpaar "lockern" sich die bereits angezogenen Schrauben ja wieder), bis ich wirklich mit den Fingern die Schrauben nicht mehr weiter angezogen bekomme, finde ich einen guten Startpunkt für's weitere Stimmen. Ob ich danach rein akustisch oder aber mit Stimmhilfe auf die gewünschten Tonhöhen stimme, ist nicht mehr ausschlaggebend für's Ergebnis.

    kann man als Esoterik abtun

    Esoterik fänd ich, wenn außer einem selbst niemand Unterschiede wahrnehmen würde. Dass verschiedene Snares sich unterschiedlich anfühlen, bestreitest aber doch auch du nicht. Welche Modelle sich gut oder schlecht anfühlen, ist wiederum ne komplett andere Sache. Wie es Schmatzi80 schön beschreibt, spielt sich meine LM402 subjektiv wie von selbst, das habe ich gerade eben wieder auf ner Probe genießen dürfen. Was jeder Drummer sich von seiner Snare im Idealfall erwartet, kann aber doch nur subjektiv sein, oder?

    Wer NUR stimmt, statt zu üben, spielt schlechter. Da geh ich mit. Aber deine Aussage entbehrt jeglicher Begründung, und ich sag es nochmal, jeder Instrumentalist muss lernen, sein Instrument zu stimmen, wenn DU es für dich für verzichtbar hältst, ist das legitim, aber kein wirklich begründbarer und vernünftiger Standpunkt. Aber nun genug davon, würde ich vorschlagen.

    Weil ich nicht nur nachspielen will, sondern meinen eigenen Stil entwickeln möchte.

    Passiert das nicht von ganz alleine? Die großartigen Drummer sind nicht eines morgens aufgestanden mit dem Vorsatz, was eigenes zu erschaffen, sondern sie haben viele Jahre lang die Meister vor ihnen studiert. Ich kenne dich nicht, die o.g. Aussage kenne ich jedoch schon seit Jahrzehnten. Mag Zufall sein, aber sie kam häufig aus dem Mund derer, die am wenigsten Gespür für die Musik hatten und sich musikalisch am wenigsten entwickelten.

    Ich kann zwar mit diesen Tabs nichts anfangen, aber wer hat denn behauptet, dass ein Drum Fill irgendeinem Instrument folgen muss? Ebenso wenig gibt es eine Verpflichtung, Fills ganztaktig zu spielen. Im Gegenteil, oft sind kurze, prägnante Fills wirkungsvoller. Mir reicht oft ein halber Takt, oder sogar nur eine abweichende Orchestrierung auf die "4". (z.B. Flam auf der Snare, Floortom anstelle der Snare, whatever)

    Leider kann ich im Moment nicht in die Nummer reinhören, vielleicht wäre mir dann klarer, worum es dir geht.


    Ich denke, wenn die Rede davon ist, einem bestimmten Instrument zu folgen, bezieht sich das häufig auf den Groove, weniger auf Fills. Aber wichtiger als zu folgen ist es, nicht durch unachtsames "dagegen spielen" den Groove zu zerstören. Ein straightes Viertel-Feel kann man aber beispielsweise immer unter synkopierte Riffs spielen, denn zumindest bei tanzbarer Musik sind es ja genau die Viertel, auf die das Publikum tanzt oder wippt.


    Aber mal ne vielleicht doofe Frage, weshalb spielst du die Nummer nicht einfach nach wie im Original? Wenn erfahrene Profi-Drummer nen Drum Fill auf den Punkt nageln, wird deine "Kreativlösung" aller Wahrscheinlichkeit nach nicht halb so wirkungsvoll sein. Mein Weg war eigentlich immer, zunächst zu verstehen, was andere, bessere Drummer machen. Sonst klingt es schnell wie "gewollt, aber nicht gekonnt".

    Benny Greb klingt auch auf einem Sponge Bob Set geil, wie klingt manch einer auf einem Benny Greb Set?!?

    :wacko:

    Gerade Benny Greb ist ein Drummer, der sich intensiv ums Tuning kümmert und jedem Drummer rät, das Stimmen ebenso strukturiert zu üben wie Rudiments.


    Externer Inhalt m.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ein Kumpel von mir meinte, investier lieber mehr Zeit ins üben. :) Im Prinzip hat er recht…

    Entweder ist er kein Drummer, dann hör net auf ihn, oder er ist Drummer, dann hör erst Recht nicht auf ihn ;)


    Das ist so etwa die dümmste Aussage, die man zum Thema Tuning absondern kann. Kein anderer Instrumentalist würde ein ungestimmtes Instrument spielen, obwohl viele Laien und selbst manche Musiker unsaubere Stimmung erst hören, wenn es feineren Ohren schon längst die Zehennägel aufrollt.


    Wenn wir Drummer als Musiker ernstgenommen werden wollen, gehört es m.E. dazu, sich über seinen eigenen Sound nen Kopf zu machen. Abgesehen davon, wie willst du auf deinem Set dynamisch bis in die leisesten Details spielen üben, wenn der Sound gar keine Details hergibt? Gerade Ghostnotes lassen sich auf einem so lala gestimmten Set häufig nicht recht abbilden, machen aber geschmackvollen und grooviges Spiel oft aus. Ein top gestimmtes Set spielt sich leichter, von der Zusammenarbeit mit Tontechnikern bei Konzerten ganz zu schweigen. Du willst über PA nen Top-Sound, also bring ein top gestimmtes Set auf die Bühne.