Beiträge von trommla

    Ich glaube, jeder von uns ist schon durch solche Phasen durchgegangen.


    Aber, wenn ich das so lese, stellen sich mir fast die Nackenhaare auf. Das klingt, wie wenn jemand daheim nie über Stimmübungen und Tonleitern rausgekommen ist und denkt, er/sie wäre Sänger 😉


    Unser Job als Drummer ist es, in Bands nen soliden Beat drunterzulegen. Dazu muss man erst mal lernen, was Groove ausmacht. Stichwort: weniger ist manchmal mehr. Das was du da übst, sind die Buchstaben deines Alphabets. Das Alphabet alleine macht aber noch keinen Schriftsteller. Wie oft übst du denn zu Playalongs oder spielst mit anderen Musikern? All das, was du uns beschreibst, taugt hervorragend zum Aufwärmen. But it ain't the real deal.


    Ich bin mir fast sicher, wenn du mehr zu Musik trommelst, wo es auf einen soliden Backbeat ankommt, wird das mit der Zeit. Blastbeat-Gewitter helfen vermutlich eher weniger, aber es gibt ja unendlich viele gute Rocksongs. Dann entwickelt sich auch ein Gefühl, welche deiner "Etüden" du musikalisch brauchst. Alles andere ist letztendlich, wie irgendwer in meiner Jugend mal sagte, Hirnwichserei.

    Insolvenz heißt ja nicht gleich das der Verlag dicht macht.

    Sicher nicht. Aber wenn der Verlag tatsächlich in einer Nische unterwegs ist, die für Printmedien nichts mehr abwirft, wo soll man denn den Hebel ansetzen, um das Unternehmen wieder profitabel zu machen?

    Dann versuch die 50,-€ zu sparen und frag ob es das Pendant (Original ?) bei den Nachbarn noch gibt

    Wenn die Abhebung auf den Bildern der Realität enspricht, würde ich die sogar vorziehen. Ist zwar auch keine teure Abhebung, funktioniert aber an einer meiner Snares seit vielen Jahren hervorragend und völlig leise.

    Sollten wir D.drummer hier nicht inzwischen mal rauslassen? Er hat uns einen - in seinen Augen herausragenden - Beckenschmied namens Byrne vorgestellt. Ob er sich damit einen Traum erfüllt, wie lange der Traum anhält, und ob er durch seine bekannte Beratungsresistenz Gefahr läuft, wieder mal Geld zu verbrennen, tut für das Thema eigentlich nichts zur Sache.


    Lasst uns Byrne Cymbals als Produkt betrachten und hier bei Bedarf diskutieren. Sofern sich die Tendenz fortsetzt, dass außer David selbst niemand die Teile so richtig gut findet, muss man ja nicht ständig wieder Öl ins Feuer gießen und kann den Fred sanft einschlafen lassen.


    Noch eine Empfehlung an David. Statt jedes Mal einen eigenen Fred für jeden unbekannten (und imho uninteressanten) Beckenschmied aufzumachen, könntest du mal nen Sammelthead starten.

    Mögliche Titel:

    - "die weltbesten Becken, die niemand kennt"

    - "Blech, Blech, Blech"

    - "DBA (Davids Bronze Abteilung) - hier wird laut gescheppert"

    Geht ja gar nicht mehr um ihn, sondern um den Hersteller im Allgemeinen ;) Ist auch nicht sein Galeriefred, sondern ein allgemeines Beckenthema, soweit ich sehen kann. Dass die meisten hier von Byrne nicht so angetan sind, nimmt niemand die Freiheit, das Zeug zu kaufen. Aber du hast Recht, wir sollten uns locker machen.

    Ich denke auch, je lauter und/oder härter die Musik, umso weniger kritisch ist die Beckenwahl. Da hatte ich auf kleinen Rockfestivals schon mehrfach aus Bequemlichkeit meine Becken geschont und auf vorhandenem Blech geklöppelt, einfach weil's bequem war. Und ehrlich gesagt hat mich das nicht mal gestört in dem Moment, obwohl es tatsächlich teilweise Billigbecken waren, die ich NIE selbst gekauft hätte.


    Gerade für leise Beckenarbeit haben aber dünne B20er fast immer Vorteile. Gerade eben wieder bei einer Probe erlebt, wo das Dienstset mit irgendwelchen Budget-B8-Blechen ausgestattet ist. Geht schon irgendwie, aber die Facetten fehlen halt, und manches klingt nur blechern. Für viele reicht es, aber es fühlt sich (vermutlich) ähnlich an, als wenn ein Flötist statt auf der 5K Vollsilberflöte auf der Thomann-Schülerflöte klarkommen muss.

    Habe eben aus Interesse mal auf YouTube eine Reihe Byrne-Cymbal-Videos angecheckt und festgestellt, dass es da einen gemeinsamen Nenner in der Richtung zu geben scheint, dass die ja fast generell wabbelig, undefiniert und völlig verwaschen wirken. Das muss also wohl Programm sein.

    Dito. Ich tu mich gerade wirklich schwer, Sounds und Preise dieser Becken irgendwie übereinander zu bringen. Wie wenn jemand nach dem Besuch eines Workshops stolz seine Eigenkreationen präsentiert. Ein Achtungserfolg, aber schlussendlich nicht wirklich musikalisch klingend.


    Ob bei solchen Produkten tatsächlich eine Marktanalyse stattfindet, möchte ich eher bezweifeln. Ohne Herrn Byrne zu kennen, ist er vielleicht einer der begnadeten Verkäufertypen, denen es gelingt, selbst ihre Großmutter gewinnbringend zu verkaufen.


    Mancher kann eben aus Sch*** Gold bzw Bronze machen 😉

    Ich hätte übrigens trotzdem das Yamaha genommen. Besseres Set, bessere Hardware.

    So hat eben jeder seine Präferenzen. Ich hab schon an beiden gesessen und fand beide sehr tauglich. Von "besser" oder "schlechter" zu sprechen, sollte schon mit belastbaren Argumenten begründet werden.


    Den 100%-Match gibt es bei Gebrauchtkauf vermutlich nicht, und das Gesamtpaket beim Mapex ist für nen Wiedereinsteiger mit Bandambitionen definitiv geeignet, daher Glückwunsch, dass ihr euch einigen konntet. Viel Spaß beim abholen, lass krachen!

    Ich sehe sehr oft, wie Drummer bei Youtube, dass auch so machen, die wippen mit dem linken Bein ohne dabei die Hihat splashen zu lassen, warum machen die das? Wieso zählen die nicht einfach nur im Kopf mit, so wie ich es tun würde? 🤷‍♂️

    Was ich bei wem sehe, ist mir ziemlich egal. Mich interessiert vor allem, was ich höre. Den Fuß ohne Sound mitwippen zu lassen dürfte eine reine Angewohnheit sein. Viele Musiker tippen ja im Takt mit dem Fuß. Braucht man das? Ich denke eher nicht, sonst würde es ausnamslos jeder machen. Wer im Takt mit den Zähnen klappert, soll das gerne auch machen, abschauen muss ich mir das noch lange nicht.

    Aber linker Fuß als Pulsgeber + beide Hände und dem rechten Fuß für den Bass, ist bisher unmöglich.

    Ich glaube, das ist tatsächlich ein Missverständnis. Den Puls sollte die Hihat nicht geben müssen. Der Puls sollte in dir drin sein, irgendwo im Zentrum des Körpers. Als Drummer solltest du den Puls der Musik fühlen können, sonst wirst du vermutlich nie so spielen können, dass Zuhörer deinen Puls fühlen können (wir Musiker sagen dann, du groovst).


    In jungen Jahren konnte ich zum Beispiel keine Grooves spielen, bei denen Viertel auf Hihat oder Ride geschlagen wurden. Mir fehlte noch völlig das Gefühl für den Puls der Musik, wenn ich nicht dieses 8tel- oder 16tel-Raster in der Führhand hatte. Ich glaube, als Drummer kann man sich viel von Tänzern abschauen. Die müssen oft auch ziemlich wilde Choreografien tanzen, dabei aber den Beat der Musik spüren. Der Körper ist dabei eine Einheit, der von der inneren Uhr (und von verdammt viel Training ;) ) zusammengehalten wird. Du wirst lachen, bei mir gehört zum Erarbeiten eines Grooves tatsächlich oft Singen (Hookline, Basspattern, Gitarrenriff, was halt charakteristisch ist) und Tanzen.


    Die Buchempfehlung von BuddyRoach würde ich mal versuchen, oder jede andere Übung, bei der du eben dann die Hihat durchlaufen lassen kannst. Ich weiß, man hört das nie gerne, am Ende zählt vor allem, wie fleißig man sein Zeug übt. Ich spiele seit über 40 Jahren, und es gibt noch etliches, was ich immer noch nicht kann, weil ich es nicht genug geübt habe. Das lernen hört aber auch nicht auf, ich übe immer noch gerne und bemerke Fortschritte.

    Ging mir nicht mal um Zultan, sondern um vor Ort auswählen. Du kennst ja meine Gedanken zu den Risiken von "Beckenbeurteilung via Youtube etc."


    Viele Händler führen nun mal vor allem die Big Four. Günsig gibt's dort meistens deren Billo-Sheet-Serien. Mit Glück Masterwork im Budget-Segment, bei Istanbul, falls vorhanden, wird's schon wieder teurer. Thomann hat mit 15 verschiedenen Zultan-Serien mE ne ungeschlagen Vielfalt an Sounds inkl. optischer Finesse, bei der im Grunde jeder Kleinsparer glücklich werden müsste.

    ja aber da ich nicht mehr zufrieden bin muss eben neues her..so einfach ist das.

    Nur verständlich. Ich würde dir für den nächsten Tapetenwechsel aber empfehlen, statt nach irgendwelchen Netzfunden ein schönes Setup nach eigenen Eindrücken im Fachhandel zu kaufen. Schont den Geldbeutel, wenn du z.B. mal nen Ausflug nach Treppendorf machst. Zultan beispielsweise haut inzwischen wirklich tolle Becken raus, die man sich auch bei kleinem Budget leisten kann. Finde, dass man sich damit auch ruhigen Gewissens sehen lassen kann.