Beiträge von trommla

    Irgendwie denk ich immer noch drüber nach, ob es wirklich kein Set gibt, welches ich als Traumset bezeichnen würde. Aber gibt es wohl tatsächlich nicht. Wenn mich was antreibt, dann vor allem die Suche nach verschiedenen und in meinem Fundus neuen Sounds. Da sich über Stimmung jedes Set individuell stimmen lässt, brauch ich also kein neues Set, um meinem Traum näher zu kommen.


    Am ehesten hätte ich wohl gerne mal ein richtig altes Set, so wie man es vor 100 Jahren gespielt hat. In neuwertigem Zustand, versteht sich. ;) Auf jeden Fall technisch in Ordnung und spielbereit, um es bei Oldschool-Jazzbands auf der Bühne einsetzen zu können. Oder auch ein altes Gretsch. Aber Traumset? Eher nicht, denn ein Traumset sollte ja irgendwie dem "One Set Fits All"-Gedanken entsprechen, oder?


    danyvet deine Herangehensweise hat definitiv was. Ein großes Lager für alle Spleens, die man so im Laufe eines Drummerlebens haben kann. Da passen dann auch gut Jürgen K 's Kesselpauken rein, oder auch andere Orchesterinstrumente. Wichtig wär nur, dass mir die Halle dann auch bis ans Lebensende zur Verfügung steht, nicht dass man plötzlich den ganzen Krempel fristgerecht anderswo unterbringen müsste :huh: :wacko:

    Naja, gerade jetzt im Sommer ist es selbst im Keller bei mir nicht wirklich "kühl"... momentan habe ich um die 21° da unten, wenn ich lange und intensiv spiele gings auch schonmal auf 24° hoch in dem kleinen Raum...

    Das stimmt. Allerdings ist es deutlich kühler als draußen. Und warme Luft bindet bekanntlich wesentlich mehr Feuchtigkeit, die sie dann bei Abkühlung in Kellerräumen abgeben muss. Wenn zudem noch Außenmauern den Raum begrenzen, sind diese vom Erdreich zusätzlich gekühlt, und es bildet sich Kondenswasser. Das Szenario muss bei dir nicht zutreffen, ich musste nur zu dieser Jahreszeit unwillkürlich dran denken, welche Erfahrungen ich schon durch gut gemeintes Lüften machen musste ;)

    Ich sag's mal so, Serienstreuung ist nur dann relevant, wenn du exakt ein bestimmtes Becken (wieder) haben willst, welches du schon live unter den Sticks hattest. Einen Gelegenheitskauf behältst du, oder du gibst ihn wieder her, wenn er dir klanglich nicht gefällt. Ob nun ein anderes Becken der Serie minimal oder gar deutlich anders klingt, ist völlig egal. Die feinen Unterschiede hörst du nämlich nur im direkten Vergleich. Und den hast du nicht bei schmalem Budget und Gebrauchtkauf.


    Wenn du mit der Zeit ein paar tolle Schnapper zusammen hast, freu dich über ein stimmiges Setup, und behandel es pfleglich, statt Beckentöter zu spielen. Dann kann dir Serienstreuung nämlich ziemlich egal sein.


    Serienstreuung finde ich eher bei vorkonfigurierten Cymbal Packs ein Thema, wenn nämlich unterschiedliche Sets deshalb besser oder schlechter harmonieren.


    Edit: um einen Eindruck davon zu bekommen, was Serienstreuung meint, hör mal bei YT das gleiche Becken von unterschiedlichen Quellen an. Vermutlich merkst du dann, dass zwar nicht jedes Modell exakt gleich, alle aber vom Charakter ziemlich ähnlich klingen. Meist ist das alles halb so schlimm. Nur tummeln sich hier halt auch die Nerds, die Flöhe Husten hören ;)

    Der Vorteil an Gebrauchtkauf ist ja, dass du ohne wirklichen Wertverlust bei guten Angeboten zugreifen und zuhause mit deinem restlichen Kram testen kannst. Wenn ok, behalten, wenn nicht, zum gleichen Kurs weiter damit. Auf diese Weise entdeckst du vielleicht Modelle, die du gar nicht auf dem Schirm hattest, und die dennoch gut in "dein" Klangbild passen.


    Wenn du jetzt aber von 2002er Crashes schreibst, scheint mir, dass du dieses wohl erst noch entdecken musst und deine bisherige Vorstellung eher abstrakt ist.


    Im übrigen habe ich auch über Paiste-Modelle schon gelesen, dass mehrere Modelle des identischen Typs seeehr unterschiedlich klingen können. Auch Paiste kocht nur mit Wasser, und weshalb um Paiste so ein Hype gemacht wird, ist für mich ähnlich schwer greifbar wie beim Eifon. Die Schweizer ham wohl einfach sowas wie den "Apple-Faktor, der Käufer auf Höhe der Spinalganglien anspricht ;)


    Bei geringem Budget würde ich eher Abstand nehmen und nach Herstellern/Modellen Ausschau halten, die weniger kultische Verehrung genießen. Denn je angesagter, umso teurer auch gebraucht, is eh klar.

    ein 18“ Crash. (Da denk ich an dünne 2oo2).

    Na da bist du aber gaaaanz weit weg von den dunklen Klängen. 2002 ist so ziemlich das exakte Gegenteil ;)

    Ich hatte lange keine 2002er mehr angespielt und war ehrlich gesagt bei meinem letzten Thomann-Besuch beinahe erschrocken, wie grell die Teile klingen. Gar nix für meinen Geschmack, auch wenn ich den Klangcharakter definitiv nicht als "schlecht" empfunden habe. Im musikalischen Kontext kann man damit sicher was anfangen, nur für sich alleine fand ich die Sounds fast schon steril.

    DRUMK

    Abgesehen von deiner Ausdrucksweise (sorry, geht gar nicht) redet ihr bzw. wir etwas aneinander vorbei. Klar spielt für den Sound die verwendete Technik eine Rolle. Aber Musik ist mehr als Sound und Samples, und letztendlich entscheidet das Feeling des Musikers oft mehr über's Ergebnis als die Technik. Ein Musiker mit artgerechtem Equipment, aber ohne Feeling klingt nämlich am Ende schlechter als ein Musiker mit Feeling und Sperrholzgitarre. War so, ist so, und wird vielleicht sogar so bleiben. Wobei die heutige Musik ja auf dem Weg ist, Feeling zu eliminieren.

    Ich denke, du interpretierst die Aussage zu negativ. Ich verstehe es als Gedanken, dich nicht zu lange mit der Suche nach den vermeintlich richtigen Becken aufzuhalten, sondern auf den Gefühl zu vertrauen. Wenn ein eher dunkler, traditioneller Klang dich am meisten anspricht (wie mich auch, sagte ich das schon? ;) ), dann mach das, es wird funktionieren.


    Edit:

    Übrigens würde ich bezüglich Gitarren exakt DAS sagen. Man kann mit jeder Gitarre alles spielen, es hängt nur davon ab, was der Spieler ausdrücken will und worauf er sich wohl fühlt. Nicht das Instrument ist limitiert, sondern der Anwender.

    ich habe nur irgendwann mal hier gelesen, dass Schnüre bei Holzkesseln eventuell Spuren hinterlassen können

    Stimmt, habe ich auch mal gelesen. Häufiger habe ich allerdings gelesen, wie so manche "urban myths" entstanden sind. ;)


    Selbst wenn ich nach Jahren Dauergebrauch einer Holzsnare minimale Abnutzungen am Snarebed entdeckt HÄTTE, was ich mir selbst durch ein dünnes Reso nur schwer vorstellen kann, gehe ich davon aus, dass dies der Teppichansprache keinen Abbruch täte. Selbst bei alten Vollholzkesseln (wie etwa alte Radio Kings) ist mir noch nie ein entsprechender Erfahrungsbericht über den Weg gelaufen, wo doch bei diesen berühmten Klassikern jedes Detail in irgendwelchen Foren diskutiert wird.


    Das Reso sorgt schließlich dafür, dass ein "Einschleifen" irgendwelcher Kerben beim Anspannen verhindert wird, und gegenüber Druck dürfte eine Schnur nachgiebiger sein als noch so weiches Holz. Zumindest wenn wir über normale Teppichspannungen reden. Wer austestet, wie hart man einen Teppich spannen muss, um überhaupt kein Rascheln mehr zu erhalten, mag im Einzelfall andere Effekte beobachten, aber ich sehe keinen Grund zur Sorge.


    Das Thema erinnert mich ein wenig an die Sorge mancher Drummer, ob man Becken aufrecht lagern kann, ohne Verformungen zu riskieren. Irgendwer hat dann hier mal netterweise berechnet, dass durchaus ein gewisses Risiko besteht, eine messbare Verformung (1mm?) zu erhalten, wenn der Lagerungszeitraum mehrere tausend Jahre beträgt. :D

    Nagel mich nicht auf die Dimensionen fest, aber zumindest war das Risiko akademisch und für ein durchschnittliches Menschenleben eher nicht relevant.

    Tutorials sprechen gerne davon, dass man die Stellschraube an der Abhebung bei Installation des Teppichs auf Mittelstellung setzen soll. Mir war das dann am Ende zu wenig Spannung.

    Vorher den Strainer maximal entspannen, denn auch der Kreuzknoten gibt zunächst wahrscheinlich leicht nach.

    Deshalb!!!


    Je nach Strainer macht das wirklich nen gewaltigen Unterschied. Ich löse vor der Teppichmontage die Rändelschraube immer ziemlich drastisch und hatte damit nie Probleme, wüsste auch nicht, was die Mittelstellung an Vorteilen böte. Außer vielleicht, dass du zum Stimmen des Resos leichter nen Stick unter den Teppich klemmen kannst, aber mit meinen Zahnstochern schaffe ich das auch so. Mit nem 2B mag es eng werden.

    Die Frage ist doch, wie lange waren die Bänder und der Teppich drauf? Bei ausreichender Alterung oder nach mehrmaligem Wechsel des Teppichmodells unter Beibehaltung des Straps finde ich es erwartbar, auch wenn es mir selbst noch nie passiert ist oder passieren wird (ich verwende nämlich Schnüre ;) )

    Als Segler kenne ich Schnüre und Textilbänder seit meiner Kindheit und zähle beides zu Verschleißartikeln. Würde mir ne Befestigung reißen, würde ich halt ne neue dranmachen. Ne Rolle Maurerschnur liegt bei mir für solche Zwecke immer rum. Bei einer nagelneuen Snare könnte man rein aus Prinzip vielleicht den Händler anrufen und um Ersatz bitten, aber selbst dann erscheint mir das "Problem" beinahe zu irrelevant, um den Aufwand zu rechtfertigen.