Beiträge von trommla

    Die U.S.-Kollegen sind also auch nicht wirklich zu einem Ergebnis gekommen, aber spannend zu lesen, weil noch ein paar neue Ideen dazu kamen.


    Viel wichtiger als die Frage der Herkunft finde ich allerdings, wie klingt das Set denn eigentlich? Nach Sperrmüll, oder lässt sich nach der Auffrischungskur was damit anfangen? Für fast umsonst und völlig unvorbereitet ein Acrylset im Keller stehen zu haben, passiert ja nicht alle Tage.

    Die wichtigste Info fehlt noch. Bist du denn mit dem Sound zufrieden? Mir persönlich fällt es schwer, den Sound zu beurteilen, da ich keinerlei Erfahrungen mit dem Traps besitze und das klangliche Potenzial nicht einschätzen kann. Hört sich für mich ganz vernünftig an.


    Ein bis zwei Anmerkungen zum Song noch. Ich weiß nicht, wie du aufnimmst, aber mich stört der Sound der offen angespielten Hihat extrem. Das Ding ist derart überpräsent, dass ich um jeden Moment froh bin, es nicht hören zu müssen. Dazu kommt, dass im Original m.E. erstens bei weitem nicht so oft drauf geschlagen wird wie in deinem Cover. Plus, der Sound dort ist eher dezent, möglicherweise sogar mit dem Fuß getreten. Das erzeugt einen weicheren Anschlag und wäre der Nummer nicht abträglich, wenn du verstehst was ich meine.

    Ein kleines Detail am Rande fällt mir bei deinen Videos auf. Interessant, wie sich entsprechend der Mode in dem Zeitabschnitt von 35 Jahren der Aufbau verändert. In den 80ern wie damals üblich Becken fast senkrecht und knapp unter der Decke hängend, in den 90ern schon wieder mit etwas mehr Bezug zum Bühnenboden, und die jüngsten Aufnahmen schön flach und niedrig, wie man es heute gewohnt ist.

    Schön, dass du uns Liveaufnahmen präsentierst, das hebt sich trotz (oder wegen?) teilweise prähistorischer Videoqualität angenehm vom Drumcover-Einheitsbrei ab.

    Au weia, gegen Sinas "expressives" Spiel sitzt ja selbst Steve Gadd regungslos am Set. Glücklicherweise ist sie eher ein Leichtgewicht, bei nem Kerl wär die Sitzfläche längst aus der Verankerung gerissen.

    Haha, mangels Spiel- und Recordingmöglichkeit sitz ich nur daheim am DW GoAnywhere Pad-Sammelsurium, achtele aber solidarisch mit euch mit. Das ist schon vertrackt, wenn man ständig aufpassen muss, KEINE Ghostnote und KEINE geöffnete Hihat zu spielen, also die Suppe kein bisschen zu würzen. Ich versuche echt das Hirn total abzuschalten und einfach im Fluss zu bleiben.

    Benny Greb ist unter den vielbeschäftigten Clinicians sogar mein Lieblingsdrummer. Gibt aber keinen Grund, ihn deshalb zu kopieren, ebensowenig wie irgendwen anders. Ich hab ihn aber mit nem weißen Sonor Vintage gesehen, nachdem ich meins schon hatte. Jetzt frage ich mich, hat er mich kopiert? :/

    tuned ihr (wie er) auf Sound hin und nicht auf komfortables Spielgefühl?

    Woher weißt du das denn? Sein Tuning ist doch vermutlich eine Synthese aus allen, dem Spielgefühl, seiner Klangästhetik und der musikalischen "Aussage". Oft entwickelt sich das ja mit der Zeit so, wie es zu einem passt. Abgesehen davon, wenn ich nach rein nach Spielgefühl stimmen würde, wären alle meine Sets ziemlich bebop-artig gestimmt, weil mir da der Rebound der Felle am meisten Arbeit abnimmt. Will ich das? Natürlich nicht, wenn ich anderes als Bebop spiele.

    Würdest du auch dafür Pinstripes empfehlen?

    Fellempfehlungen finde ich schwer zu verallgemeinern. Einerseits ist meine Erfahrung, dass verschiedene Sets auch verschiedene Felle vertragen, um ihr volles Klangpotenzial zu entfalten. Andererseits hat auch jeder Drummer nen anderen Geschmack und andere Klangwahrnehmung. Ich habe aktuell 3 Sets, und auf allen dreien sind unterschiedliche Felle drauf, die ich jeweils nach (teils mehreren) Fehlversuchen für optimal befunden habe. Insofern ist der beste Weg eigentlich der, selbst zu probieren und mit der Zeit ein Gefühl für die verschiedenen Kombinationen zu entwickeln. Leider aber auch der teuerste.


    Pinstripes finde ich zu Unrecht in der Drummercommunity vielgeschmäht. Wenn man sich mal auf YT Videos aus den 80ern und 90ern anschaut, gab es damals sehr viele Drummer, die Pinstripes nutzten und zweifelsohne dabei toll geklungen haben. Selbst unter Jazzern war das nicht unüblich. Nur heute will sich anscheinend keiner mehr dran erinnern. ;)

    Für Drummer, die sehr filigran spielen und die Dynamik bis ins leiseste Detail auskosten wollen, sind so dicke Felle naturgemäß nicht optimal. Aber für dein Spiel können sie durchaus geeignet sein. Von Evans gibt es als Pendant die EC2, die komischerweise nicht so in Verruf geraten sind, obwohl sie nen ähnlichen Effekt haben.


    Wenn ich mich als Empfehlung auf eine Sorte Felle festlegen müsste, wären es wohl aktuell klare Emperors/G2. Damit kann man m.E. recht vieles abdecken, hat aber mit doppellagigem Fell etwas mehr Punch und Haltbarkeit als bei einlagigen Ambassadors/G1. Wie gesagt, muss das aber nicht die Fellwahl sein, die für dein Set OPTIMAL ist. Aber es wird funktionieren.

    Jetzt muss ich mal ganz doof fragen, hat hier irgendjemand mal ein Acrylset der Marke Newsound gesehen? Ich kann mich nicht erinnern, je eins gesehen zu haben, und auch die Onlinesuche wirft mir da gerade überhaupt nichts aus. Meiner Erinnerung nach waren Newsound - Schlagzeuge immer aus irgendwas holzähnlichen (natürlich mit Metallsnare, nur echt mit den 5 Rillen) und in meiner Wahrnehmung auch immer rot foliert gewesen :D

    Korrigiere mal bitte deinen Titel. Wollte dir nämlich schon empfehlen, statt dem Dativ mal den Genitiv zu versuchen ;)


    Spielst du denn noch die Originalfelle auf deinem Set? Dann würde ich primär die gleichen Felltypen von Remo USA vorschlagen. Ab Werk sind nämlich Remo UT Felle drauf, die unter Lizenz von Remo in Taiwan gefertigt werden und klanglich den Originalen hörbar hinterherhinken. Das wären für die Toms Pinstripe, für die Bassdrum ein klares Powerstroke 3, und auf der Snare vermutlich Ambassador. Auch zusätzliche Dämpfung solltest du in Erwägung ziehen, insbesondere die Bass Drum könnte davon profitieren. Aber w e n i g !!!

    Wenn die nicht den gewünschten Effekt bringen, wüsste ich nicht, welche Fellauswahl den Sound noch fetter machen sollte. Eventuell mal bei Evans schauen, mit denen kenne ich mich aber nicht aus. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass so flachen Kesseln physikalisch Grenzen gesetzt sind. Eher wird bei Snare und Bass Drum der Weg über die Stimmung verlaufen d.h. man muss einfach experimentieren, um aus den beiden doppelt befellten "Kesseln" das meiste herauszuholen.