Beiträge von trommla

    Bei den britischen Dauerkonzertreisenden habe ich den Verdacht, dass da das Schnürchen vom vielen auf und ab dann doch mal einen Ermüdungsbruch erlitten hat. Gut, dass die gut versichert sind, in Norddeutschland freut man sich bestimmt auf die Sonderschichten.

    Könne aber auch ein Einwand von Bruce DIckinson gewesen sein, der statt Tamtam lieber more Cowbell gehabt hätte...

    Alle Lackierungen sind Lasuren, so daß die Maserung darunter erkennbar ist

    Ich vermute, es handelt sich um farbige Holzbeize, die klar überlackiert ist. Lasuren sind was für Gartenzäune und würden wohl auf Kesseln wenig überzeugen. 😉

    D.h. du müsstest zunächst den Lack runterschleifen, ohne das Aussenfurnier zu beschädigen, und dann das richtige Mittel zum Abbeizen finden. Und wenn das alles tatsächlich gelänge, ist eine Klarlackierung ja auch nicht so ganz ohne Anspruch, wenn man wenig Erfahrung und keinen Sprayroom hat. Ein höllen Aufwand mit ungewissem Ausgang, was ich maximal bei nem Billigset versuchen würde, um zu lernen und mich übers überraschend gute Ergebnis freuen zu können. Für ein hochwertiges Set käme bei mir nur folieren in Frage.

    Deswegen würde ich dir raten, das "Experiment" wenigstens gut abzuwägen - ohne dir zu nahe treten zu wollen. Ich würde eher "brilliante" Becken kaufen und versuchen die auch als "Jazzbecken" zu nutzen als andersherum. Denn: Zuhause kannst du endlos an deiner Technik feilen und selbst auf Rockbecken Jazz spielen. Aber in der Band bist du nur frustriert, wenn gerade der Sound sch**** ist und du durch Kraft versuchst, den Teilen Brillianz zu entlocken.

    Mir scheint, du wirfst da gerade zwei Dinge etwas durcheinander. Die Sands sind ja nicht nur eher dunkel, sondern eher (=ziemlich) trocken. Es gibt durchaus reichlich eher dunkle Becken, die im Traditional-Finish gehalten sind und ganz und gar nicht trocken klingen, nur eben nicht grell und schneidend. Um sich auch in lauterer Umgebung bemerkbar zu machen, funktionieren sie hervorragend. Ich habe beispielsweise ein paar Sabian Hollow Logo Crashes, die Uhrahnen der AA-Reihe, die klingen sehr lebendig und vielschichtig, gleichzeitig aber trotzdem ganz und gar nicht grell. Mit denen kann ich so ziemlich alles spielen, was ich stilistisch abdecke, und sie kosten fast nix auf dem Gebrauchtmarkt.

    Ich hätte Angst, dass die Beine durchrutschen und die Snare Schaden nimmt.

    Wirklich? Ich vertraue tatsächlich auf die gewohnte Tama-Qualität, und dass das System funktioniert. Zumal das Prinzip ja das gleiche wie bei unzähligen anderen Brackets ist, nur halt recht "luftig" verpackt. Aber ich kenne die Assoziation von massiver Optik gleich stabil natürlich selbst auch. ;)

    Die kommt flach

    Ach verdammt. Mal wieder so ein geiles Teil, was ich vermutlich so gut wie nie bräuchte, es aber trotzdem wegen seiner Eigenheiten und der coolen Optik gerne hätte. Zum Glück wird wieder der Preis dafür sorgen, dass ich nicht kopflos zum nächsten Drumladen renne :D

    Haha, ich weiß schon, warum ich solchen Modeschnickschnack wie Loota links liegen lasse und lieber auf nem normalen Kit leise spielen gelernt habe. Da hat halt mal wieder ein bis dato unbekannter Hersteller einen Nischenmarkt identifiziert, dessen Komponenten speziell und dessen Ersatzteilversorgung entsprechend dünn ist.

    Der Hersteller mag neu sein, die markigen Werbesprüche ("maximum resonance and tonality") sind es jedenfalls nicht. Irgendwie fand ich Siberiano auf seinen abgeranzten Sets charmant, als Werbebotschafter macht er auch nix anderes als alle anderen. Aber von irgendwas muss man ja seine Miete zahlen...

    Beeble

    Du hast offensichtlich meinen Post nicht ganz richtig verstanden ;)

    Diese verschiedenen Maßnahmen hab ich nur zur Verdeutlichung der Komplexität nennen wollen, nicht weil der TS das braucht. Ganz im Gegenteil, ich bin völlig bei dir, kein Geld zu verbrennen, solange man nicht über die nötigen Kenntnisse verfügt.

    oder vielleicht doch berechnendes Kalkül.

    Um es exakt beurteilen zu können, müsste man wohl die damaligen Produktentwickler fragen. Als einer, der damals mit etwa 18 genau der Zielgruppe entsprach, die sich vom ersten hart ersparten Geld ein "richtiges" Set kauften, kann ich zumindest sagen, dass unsere Entscheidungen ganz eindeutig wenig kalkuliert, sondern stark von der aufkommenden Mode beeinflusst war. Wer als Early Adopter was auf sich hielt, musste einfach ein Jeff Porcaro Rack und Rims haben, und ein hängendes Floortom war natürlich Ehrensache. Ich war nie vorne dabei, wenn es um angesagte Neuerungen ging, daher gab's bei mir nur letzteres. Aber was hätte eine Generation von Drummern, die damals im Schnitt keine Ahnung von Drumsound hatte, von der Verlängerung des eh schon schwer in den Griff zu bekommenden wabernden Sustains gehabt?


    Im übrigen kann es natürlich auch eine Lösung sein, übermäßige Resonanz durch die Aufhängung mit der unterirdischen Resonanz von Hydraulics zu kompensieren. Mit guten Fellen, guter Stimmung und guten Beinen (manche würgen tatsächlich den Sound ab) schafft man aber exakt den FT-Sound, den 95% aller Drummer hören wollen. Noch so als kleiner Tipp: manchmal liegt es nicht am Zusammenspiel von Kessel und Beinen, wenn dat Ding nicht resonieren will, sondern am dort aufgehängten schweren Stickbag ;)

    Ja, ich meinte schon schwere Vorhänge ! Hast Du vielleicht einen Tipp, womit ich das Zimmer etwas Pimpen kann um den Hall etwas zu reduzieren? Schallabsorber an Wand und Decke?

    Das lässt sich pauschal eher schwer beantworten, da jeder Raum anders ist. Gegen Hall helfen Diffusoren, wobei auch dicke Vorhänge und Regale als solche fungieren. Soll es "professionell" wirken, hilft Noppenschaum und so Zeug. Aber Vorsicht, guter Raumklang ist nicht frei von Hall. Gerade mit wenig Erfahrung neigt man glaube ich dazu, zu übertreiben und ganze Wände zu verkleiden, bis am Ende ein beinahe sch(H)alltoter Raum steht. Viel wichtiger ist nach meinem Empfinden, Dröhnfrequenzen zu finden und zu eliminieren. Diese spielen sich typischerweise in den tiefen Mitten ab und treten im Raum nicht gleichmäßig auf (Stichwort: Phasenauslöschung und -verstärkung, Raummoden). Dagegen braucht man dann schon echte Breitbandabsorber mit 10 bis 15 cm Dicke an den richtigen Stellen des Raumes. Um die zu finden, ohne aufwändige Messungen/Berechnungen machen zu müssen, können Matratzen helfen, die man an unterschiedlichen Stellen an die Wände lehnt, bis man den gewünschten Effekt hat.


    An diese Stellen kommen dann die Absorber, die man mit überschaubarem Aufwand sogar selbst bauen kann. Ich hatte mal ein Tutorial auf YT zu Rate gezogen und mir einige mit Baumarktmaterialien und Molton selbst gebaut, war nicht schwer und kostete einen zweistelligen Betrag. Optimieren eines Raumes ist allerdings eine Wissenschaft für sich, zu der man sich als Laie erst mal ein gewisses Grundverständnis anlesen sollte, ehe man Geld in ungeeignete Maßnahmen investiert. Wir reden hier schnell über mittlere drei- bis vierstellige Summen.


    Für manche Räume empfehlen sich sogar sog. Bassfallen/Bass Traps, das sind dann typischerweise richtig große Dinger in den Raumecken oder unter der Decke entlang der Kanten. Ob das aber für den heimischen Proberaum nicht doch Overkill ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich vertraue da ganz auf die Psychoakustik und gewöhne mich lieber an gewisse klanglichen Defizite.