Traurige Geschichte irgendwie ...
Obwohl wohl jeder Instrumentallehrer am liebsten nur angehende Superdrummer hätte, die sowohl Talent als auch Übefleiß und Reife im Überfluss
mitbringen, ist das natürlich nicht die Realität.
Die Realität aus meiner Sicht ist, dass Instrumentallehrpersonen dazu da sind, zahlender Kundschaft die Freude am Instrument und an der Musik
zu erhalten bzw. zu vergrößern, ungeachtet des Talents. Das ist einfach schlicht nicht relevant in dieser Hinsicht. Sollte jemand sehr übefaul sein,
wäre das noch eher ein Grund.
Ich selber nehme aber in ähnlichen Konstellationen den Aspekt immer am meisten ernst, dass das Kind ja offensichtlich will und Freude hat, und
die Eltern offensichtlich bereit sind, zu bezahlen. Ich versuche dann, den Unterricht mit diesem Kind so zu arrangieren, dass ein sinnvoller und
motivierender Unterricht mit möglichst viel Musikmachen und doch einem Lerneffekt stattfinden, auch wenn nicht geübt wird. Und ich habe schon
viele Male erlebt: Das geht! Das geht oft sogar recht gut.
Natürlich versuche ich zuerst die anderen Wege; zum Üben motivieren, Plan machen, mit den Eltern reden, die strenge Schiene etc.
. Aber
eine Kündigung, ein Aufhören nahezulegen oder zu erwirken, das gibts bei mir eigentlich nur bei Schwierigkeiten auf der Verhaltensebene.