Beiträge von Moe Jorello


    Nur ein kurzer Einwurf: Das kann schon einen großen Unterschied bedeuten, zumindest was die Parameter des Holzes angeht. Je kälter der Baum stand, desto langsamer ist er gewachsen und desto dichter / härter ist das Holz. Ob man das hört, ist nat. was anderes. Aber der berühmte kanadische Hardrockmaple ist insofern eben doch ein anderes Kaliber als einer aus warmen Regionen.


    Stimmt. Aber wie du ja schon sagst, ob man das hört ist eine andere Frage. Ich schätze mal, die Zahl derer, die da einen Unterschied heraushören, ist merklich geringer als die Zahl derer, die zwischen Ahorn- und Birkenkesseln unterscheiden können. Ich kann für mich sagen, dass ich da wohl überhaupt keinen Unterschied heraushören würde, wenn zwei technisch identisch gefertigte Kessel, einmal aus nordamerikanischem und einmal aus asiatischem Ahorn, vor mir stünden.


    Ich würde, wenn es rein um Preis/Leistung geht, zum Superstar greifen, damit macht man nichts falsch (die Hyperdrive-Kessel machen hier echt nicht wahnsinnig viel aus, rein vom Klang. Ein Zoll Tiefe unterschied beim 12er... pfffft!). Wenn es um *Bling Bling* geht ... naja... dann greift man halt zum Starclassic. ;)


    Wie lief das dann organisatorisch? Wo wurde die Gratung überarbeitet? Wie lange musstest du auf den Kessel verzichten?
    Bei Neukauf und entsprechender (Vor)freude würde mich das nämlich schon gehörig ärgern bzw. ich würde einen zeitnahen (!) Umtausch erwarten.


    Ach, das wurde viel zu spät festgestellt - und das eher zufällig und nicht von mir. Ich wollte die 22x20er Hupe runterkürzen, weil mir das doch zuviel BUMBUM war. Daher bin ich gleich zum Stefan von Adoro Custom Drums gefahren, der ist bei quasi um die Ecke. Als er die Bassdrum begutachtet hat, ist uns die kleine Unebenheit erst auf dem Arbeitstisch aufgefallen. Er meinte auch, dass das nichts dramatisches sei, nur da wir schon kürzen, wird der kleine Makel auch behoben. Stimmtechnisch war das auch kein Manko, dafür war die Abweichung zu gering. Verzichtet habe ich auf die Hupe, glaube ich, drei Tage. Dann war alles fertig nach meinem Gusto und klingt auch noch besser als vorher.


    Bei der Snare ist mir das übrigens wumpe, die kann man stimmen. Geht alles, braucht nur ein bissl mehr Feingefühl. Und da ich andere Snares sowieso lieber spiele, tangiert mich das "Problem" höchstens periphär.

    Rein von den Kesseln gibt es keine so großen Unterschiede, außer dass die Superstar-Kessel nicht aus amerkianischem sondern asiatischem Ahorn gefertigt sind (so what?) und dass sie einen Ticken kürzer gehalten sind (auch eher zweitrangig). Der deutlichste Unterschied, wenn man das so nennen darf, ist bei den Kessel die bassdrum, mit 22x18, vs. 22x16. Das macht schon ein wenig was aus vom Spielgefühl und Klang, da ist aber keines besser. Das ist ganz Geschmackssache, was man da will. Falsch macht man mit keiner der beiden Größen etwas.


    Kommen wir mal zu den Details, die nicht sofort ins Auge fallen: Die Bassdrumfüße sind beim SC nochmals robuster als beim Superstar (jammern auf sehr hohem Niveau), es gibt zehn statt acht Böckchen an der Bassdrum pro Seite zum Stimmen. Das Starcast-System ist beim SC die neueste Version, die übrigens auch beim Floortom eingesetzt worden (inkl. Luftpolsterung der Füßchen), ist für einen noch zügigeren Auf- bzw. Abbau und eine bessere Entkoppelung vom Boden bietet. Das System ist sehr gut - aber auch sehr teuer. Was ebenfalls zu Buche schlägt: Nochmals bessere Endkontrolle beim Starclassic. Beim Superstar "kann" es schon mal einen "Ausreißer" bei dem einen oder anderen Kessel geben, der nicht ganz ideal geschnitten worden ist. Aber auch das ist selten anzutreffen. Ich hatte das Glück, dass mein Superstar so ein Kandidat war. Da war der Kessel um 2mm einseitig abgesackt (wurde nachgegratet). Die Snare hat 'ne Unwucht von 3mm. Geht noch. Ärgert aber, wenn man es denn weiß. Bei meinen Starclassics gab's bislang qualitativ gar nichts, wirklich gar nichts, zu bemängeln.


    Das mit den Fellen ist schon gesagt worden. Andere Böckchen auch. Kommen wir zum Fazit: Beide Sets sind sehr sehr gut. Ist einem das bisschen mehr an Gimmicks, mehr Lugs, besseren Fellen, neuerem Starcast-Mount den Aufpreis wert? Kannst nur du entscheiden. Ich spiele sowohl ein Superstar als auch Starclassics und das Superstar klingt wiklich gut, muss sich vor dem Starclassic nicht verstecken. Kann man getrost kaufen und glücklich werden.


    Ach ja... Den besseren Wiederverkaufswert bietet das Starclassic.

    Ja, die Nummer hat eindeutig Police-Einflüsse, ist aber, glaube ich, auch für jeden von Anfang an ersichtlich, und wohl auch einer der Gründe, warum das so ein Hit geworden ist.


    Und jetzt muss ich mal lobhudeln: Chapeau, sehr, sehr, sehr geil gespielt (und abgemischt). Gefällt mir mit deinem Spiel viel besser als das Original. Deine Etnscheidung, ein wenig mehr Pepp hier und da reinzubringen war goldrichtig, wie ich finde.



    Bewirb' dich doch mal beim Bruno für die nächste Tournee. :D

    Das ist ein Thema, das endlos beackert werden kann. Denn so ziemlich jeder Musiker ist auf die eine oder andere Art beeinflusst von anderen Musikern und wird das eine oder andere Zitat einbringen, eine stilistische Nähe hier und da aufweisen. Eine sinnvolle, geordnete Diskussion wird hierzu wohl nicht möglich sein, fürchte ich.

    Ich vermute mal, dass die gerade mächtig umstrukturieren bzw. die Produktpalette bereinigen. Auf deren Webseite sind nur noch Byzance und HCS momentan gelistet. Der Katalog für 2017 (pdf) hat aber noch Pure Alloy, MCS, Generation X und Classics aufgeführt. Die MB-Serie wurde schon vor Monaten eingestellt.

    Ich habe mir vor einiger Zeit hier aus dem Forum ein 18er Murat Diril Jazz Crash gekauft, das ich bei meinen Big Band-Proben als Ride/Crash verwende.
    Das funktioniert wunderbar!


    Ganz im Gegensatz zu meinem 18er SABIAN HHX Evolution....
    So schön die als Crash taugen....., als ich damit mal riden wollte, wurde ich fast gesteinigt :D


    .


    Haha. Das kann ich nachvollziehen, dass die dich steinigen wollten. Das Evo-Crash ist wahrlich nur als Crash gut. Ganz anders sind da z.B. die 18er und 19er Masterwork Custom-Crahsbecken. Die kann man schon eher mal als Ride einsetzen, ohne böse Blicke zu bekommen. Aber bei kleineren Becken zum "reiten" greife ich in meinem Fundus am liebsten zum 19er Zultan Caz (bzw. Turkish Millenium) Crash-Ride. Eine echte Perle für wenig Geld.

    Dennoch bekommt man eine Idee von den Möglichkeiten, z.B. wie klingt ein staub-trockenes Ride in Kombi mit einem offenen, perligen Ride? Wie verhält sich ein China neben 2 Jazz-Rides usw. usw.


    Ja klar. Nur muss man deshalb nicht gleich diese Becken kaufen. ;) Erstmal die Eindrücke sacken lassen.


    Und ja, die "neuen" Nostalgia Becken von Istanbul M sind sehr sehr sehr cool. Die sind bei mir auch schon länger auf dem Radarschirm. Das 50er mit dem 70er in Kombi gefällt mir z.B. gut. Gekauft habe ich sie aber noch nicht (auch um den Hausfrieden zu sichern. :D).

    Jedesmal, wenn ich einen Schlagzeuer mit einer bestimmten Becken-Kombi sehe/hõre die mich kickt, denke ich; das will ich auch haben!

    Verständlich ... ist aber ein wenig sinnvoller Ansatz, denn dann wirst du ewig kaufen und kaufen und kaufen und nie zufrieden sein, weil es nicht "deine" Stimme ist, die aus den Becken spricht. Der reine Beckensound ist ja das eine, wie man das Becken anspielt ist das andere (was einen enormen Anteil am späteren Klang hat). Wenn Peter Erskine seine Rides spielt, klingt das z.B. anders, als wennn ich seine Rides spielen würde (Das ist dann wie Himmel [Erskine] und Hölle [ich] vermutlich). Ist einfach so. Daher empfehle ich dir, dich davon zu befreien, immer das Becken von Jazzer XYZ haben zu wollen, so klingen zu wollen wie ebenjener. Das macht auf Dauer nur unglücklich. Sei du selbst. Finde einen Satz Becken, der dir zusagt und spiele ihn regelrecht aus. Ach ja... ein China mit Nieten (songenanntes Swish-Ride) spielt u.a. besagter Erskine. Wenn du das also mal öfte rim Bandkontext hören willst, hör dir seine Aufnahmen an. :)


    Und ich bin ganz bei dir: Es gibt bei den Vintage Becken vieles, was, sagen wir mal, ernüchternd ist unter den wenige Perlen. Mit diversen aktuellen Beckenserien (wie etwa den Contantinoples oder Legacys) kann mann auch überaus glücklich werden. Welche Becken das sind, ist Geschmackssache.