Wenn ich einen klassischen backbeat spiele, gibt es immer zwei Schläge, die gleichzeitig ausgeführt werden: entweder Bass Drum & Hihat oder Snare & Hihat
... es sei denn du heißt Charlie Watts. 
Ich habe das Buch nicht gelesen (ob das lohnt?????). Lediglich das, was hier so geschrieben wurde. Und ich bin etwas verwundert, dass da anscheinend jemand "grooven" mit (fragwürdigen) wissenschaftlichen Betrachtungsweisen zu analysieren zu können meint und einem dann so eine Art "Regeln" an die Hand geben will (wenn ich das jetzt nicht falsch verstanden habe), die den "perfekten Groove" ermöglichen. Kleines 1x1 des Groove im Taschenformat.
Kurios. Bis heute kann doch keiner genau erklären, wann etwas warum groovt, was einen Groove ausmacht. 1000 Drummer, 1000 unterschiedliche Antworten, 1000 unterschiedliche Herangehensweisen. Das ist wie beim Shuffle. Da gibt es auch X Interpretationen eines Shuffles und entweder das Ding rollt flüssig oder es rollt nicht. Woran das liegt kann immer ganz unterschiedliche Gründe haben, Technik, emotionaler Zugang zum Thema/empathie. Manchmal hat das auch gar nichts mit Hand-Bein-Kopf-Koordination zu tun, sondern z.B. damit, dass man eine unpassende Snare oder ähnliches gerade spielt. Einen Groove kann man mit einer unpassenden/unpassend gestimmten Snare im Extremfall richtig töten (schon erlebt). Da hilft auch ne tolle Mikrotiming-justierung nicht weiter...
Technisch gut sein, seine Koordination im Griff zu haben ist schön und gut. Es ist aber nicht alles. Dafür sind Mensch und Musik zu komplex, zu schwammig, zu wenig in Regelwerke pressbar.
Vieles macht man intuitiv richtig oder falsch. Wenn man es richtig macht, hören alle das. Wenn man es falsch macht, hören zumindest andere das - und werfen schlimmstenfalls mit Tomaten.