Beiträge von Moe Jorello

    Schlanke Hardware ist oftmals sinnig - manchmal nicht. Ich habe daher sowohl, als auch in der Palette. Die schwere RoadPro-Variante bietet sich dann insbesondere an, wenn an die Beckenständer etwas ranmontiert werden muss/soll. Toms, Side-Snares, TImbales, weitere Beckenausleger etc, usw, usf. Da ist doppelstrebige Hardware eigentlich Pflicht, wenn man definitiv keine böse Überraschung erleben will. Wenn Toms klassisch an der Bassdrum aufgehängt sind, kein "Firlefanz" mit am Beckenständer montiert werden muss, dann reicht auch einstrebig bis gar leichte Flatbase-Hardware. Und: Doppelstrebig ist nicht gleich doppelstrebig. Sind die Rohre zu dünn von der Materialstärke, werden diese von Klemmen schnell arg zerquetscht oder knicken unter der Last einfach weg. Alles schon da gewesen. Aber mit Yamaha 700/800er und Tama RoadPro (Light) oder auch StageMaster hat man was stabiles, wo auch mal etwas - quatsch - viel dran baumeln darf.

    Viele helfende Stimmen hier sprechen eher negativ von Hyperdrive-Kesseln. Warum ist das so? Was spricht dagegen?


    Hyperdrivekessel, die besser gesagt Shortstack-Toms sind (gab's schon in den 60ern, bevor die jemand Hyperdrive nannte. marketinggewäsch halt. :D), sind genauso gut oder schlecht wie andere Toms. Zutreffend ist, dass sie nicht für jeden ideal sind. Für donnernden Stoner-Rock bieten die nicht unbedingt, das, was viele klanglich wünschen. Tiefes Bollern, Maximales Volumen, Sustain. Da ist ein tieferer Kessel für gewöhnlich die beliebtere Variante.


    Jazzer, diverse Rock/Pop- und Funkdrummer können mit solchen kurzen Kesselmaßen hingegen ganz gut arbeiten. Schnelle Ansprache, viel Attack, kurz: sie können sehr knackig klingen, knackiger als 12x10 und länger. Sie können aber auch recht konventionelle Sounds liefern, wenn gewollt. Nur können sie keine 12x10 oder 12x12 emulieren. Früher waren diese Toms durchaus beliebt, einer der bekanntesten Schlagzeuger, die Shortstacks nutzten, war Keith Moon, der gar 14x8 von Premier gezimmert bekam. Im Preberaum meiner Band spiele ich zumeist auf einem Superstar. Und da wird insbesondere 70er Rock, Blues und Soul gespielt. In diesem Musikkontext fühlen sich die Toms sehr wohl (auch wenn das manch einer nicht glauben mag).


    Lange Kessel waren Mode. Kurze Kessel waren Mode. Die goldene Mitte (12x8/12x9) gab's immer. Warum manche hier lange Kessel bevorzugen ... naja, vielleicht sind sie ja Kinder der Ende 70er/Anfang 80er, als die Toms länger und länger wurden... Kindheitserinnerung sozusagen. 8)

    Soll ja kein Set für ewig sein.... aber, Mann ist das schwer ?(


    Ach watt. Kauf das Yamaha und gut ist. Damit macht man nüscht falsch. 8)


    Bei den Becken... ich finde die Zildjians ja eher zum abgewöhnen. Hör dir die bitte vorher mal an. Oder greife zu Istanbul Samatya, Masterwork Troy und ähnlichem. DIe haben wenigstens ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis.

    Konstantin, das Catalina ist nicht schlecht, aber, um mal die Kirche im Dorfe zu lassen, wahrlich kein Top-Set. ;) Man sollte sich vor Augen halten, dass die Catalina-Snare z.B. recht unbrauchbar ist, weil das Snarebett so gut wie nichtexistent ist (gab diverse Nutzer, die gar keines entdecken konnten und daher beim Stimmen schier verzweifelten). Es ist somit für mich auch nicht verwunderlich, dass so ziemlich jeder von seinem Catalina die Snare auf Ebay verramscht. Diese "maue Snare" schadet dem Gesamtklang des Sets und der Spielfreude ungemein.


    Die Gratungen an den Kesseln sind übrigens öfter mal recht grob ausgeführt (mangelnder Feinschliff ;( ), das Holz ist auch recht faserig/offenporig und kann daher beim nachgraten inkl. Feinschliff, wenn man nicht aufpasst, splittern. Von der Verarbeitungsqualität ist das Gretsch leider leider leider merklich unter Yamaha oder Tama angesiedelt. Das haben selbst eingefleischte Gretsch-Fans des öfteren zähneknirschend zugegeben. Dennoch ist trotz aller Mankos der Klang, den diese kleine Kiste produziert, sehr ordentlich. (Ein wenig wie bei 'ner Ludwig Supra. Zweifelhafte Fertigungsqualität aber sehr guter Klang)


    Ob gerade das Catalina Club mit 18er Bassdrum das ist, was der TO langfristig möchte, bezweile ich übrigens. (Ich würde - wenn schon Jazzbude und(!) neu, für weniger Geld ein Silverstar Jazz Shellkit holen. Aber das ist natürlich Geschmackssache). Wenn, dann sollte es doch eher ein Studio-Set mit 20er Bassdrum sein, oder? Damit wäre man für alles gut gerüstet, von Jazz bis Rock'nRoll. Und da wären Stage Custom, Armory, Silverstar (Export oder Decade) brauchbare Kandidaten, so dass Geld für Becken bleibt.

    und das ist ein verdammt geiles Set...


    Amen, bro'!... (Ich muss es ja wissen - ist ja meins... :D) Nur leider, wie angemerkt, zu teuer, wenn noch Becken dazu kommen sollen.


    Natürlich wäre ein Gebrauchtkauf sinniger, angesichts der üblichen Beckenthematik. Vielleicht sollte man daher mal bei den Drums, wenn schon neu, bescheidenheit walten lassen. Mit 'nem Stage Custom, einem Silverstar oder Mapex Armory macht man nichts falsch. Notfalls zum Pearl Export greifen und lieber mehr Flocken in die Becken stecken.

    Die Toms sind allerdings Geschmacksache , wenig sustain und viel
    Attack!

    Das stimmt so nicht ganz. Stimme Schlag- und Resonanzfell identisch und die Toms singen sehr lange, voll, voluminös. Wenn man das Reso hochschraubt, wird's natürlich kürzer, knackiger vom Klang.


    Tja, Neukauf... Tama, Yamaha... zu empfehlen. Das Decade kenne ich so gut wie gar nicht, wird von anderen Drummern aber als gutes Set bezeichnet. Schau doch mal mit der Suchfunktion nach ähnlichen Beiträgen. Solche Fragen gibt es hier häufiger, und in den entsprechenden Threads findest du wohl alles Wesentliche zu allen Marken und Set-Typen.


    Nur ein kurzer Einwurf: Das kann schon einen großen Unterschied bedeuten, zumindest was die Parameter des Holzes angeht. Je kälter der Baum stand, desto langsamer ist er gewachsen und desto dichter / härter ist das Holz. Ob man das hört, ist nat. was anderes. Aber der berühmte kanadische Hardrockmaple ist insofern eben doch ein anderes Kaliber als einer aus warmen Regionen.


    Stimmt. Aber wie du ja schon sagst, ob man das hört ist eine andere Frage. Ich schätze mal, die Zahl derer, die da einen Unterschied heraushören, ist merklich geringer als die Zahl derer, die zwischen Ahorn- und Birkenkesseln unterscheiden können. Ich kann für mich sagen, dass ich da wohl überhaupt keinen Unterschied heraushören würde, wenn zwei technisch identisch gefertigte Kessel, einmal aus nordamerikanischem und einmal aus asiatischem Ahorn, vor mir stünden.


    Ich würde, wenn es rein um Preis/Leistung geht, zum Superstar greifen, damit macht man nichts falsch (die Hyperdrive-Kessel machen hier echt nicht wahnsinnig viel aus, rein vom Klang. Ein Zoll Tiefe unterschied beim 12er... pfffft!). Wenn es um *Bling Bling* geht ... naja... dann greift man halt zum Starclassic. ;)


    Wie lief das dann organisatorisch? Wo wurde die Gratung überarbeitet? Wie lange musstest du auf den Kessel verzichten?
    Bei Neukauf und entsprechender (Vor)freude würde mich das nämlich schon gehörig ärgern bzw. ich würde einen zeitnahen (!) Umtausch erwarten.


    Ach, das wurde viel zu spät festgestellt - und das eher zufällig und nicht von mir. Ich wollte die 22x20er Hupe runterkürzen, weil mir das doch zuviel BUMBUM war. Daher bin ich gleich zum Stefan von Adoro Custom Drums gefahren, der ist bei quasi um die Ecke. Als er die Bassdrum begutachtet hat, ist uns die kleine Unebenheit erst auf dem Arbeitstisch aufgefallen. Er meinte auch, dass das nichts dramatisches sei, nur da wir schon kürzen, wird der kleine Makel auch behoben. Stimmtechnisch war das auch kein Manko, dafür war die Abweichung zu gering. Verzichtet habe ich auf die Hupe, glaube ich, drei Tage. Dann war alles fertig nach meinem Gusto und klingt auch noch besser als vorher.


    Bei der Snare ist mir das übrigens wumpe, die kann man stimmen. Geht alles, braucht nur ein bissl mehr Feingefühl. Und da ich andere Snares sowieso lieber spiele, tangiert mich das "Problem" höchstens periphär.

    Rein von den Kesseln gibt es keine so großen Unterschiede, außer dass die Superstar-Kessel nicht aus amerkianischem sondern asiatischem Ahorn gefertigt sind (so what?) und dass sie einen Ticken kürzer gehalten sind (auch eher zweitrangig). Der deutlichste Unterschied, wenn man das so nennen darf, ist bei den Kessel die bassdrum, mit 22x18, vs. 22x16. Das macht schon ein wenig was aus vom Spielgefühl und Klang, da ist aber keines besser. Das ist ganz Geschmackssache, was man da will. Falsch macht man mit keiner der beiden Größen etwas.


    Kommen wir mal zu den Details, die nicht sofort ins Auge fallen: Die Bassdrumfüße sind beim SC nochmals robuster als beim Superstar (jammern auf sehr hohem Niveau), es gibt zehn statt acht Böckchen an der Bassdrum pro Seite zum Stimmen. Das Starcast-System ist beim SC die neueste Version, die übrigens auch beim Floortom eingesetzt worden (inkl. Luftpolsterung der Füßchen), ist für einen noch zügigeren Auf- bzw. Abbau und eine bessere Entkoppelung vom Boden bietet. Das System ist sehr gut - aber auch sehr teuer. Was ebenfalls zu Buche schlägt: Nochmals bessere Endkontrolle beim Starclassic. Beim Superstar "kann" es schon mal einen "Ausreißer" bei dem einen oder anderen Kessel geben, der nicht ganz ideal geschnitten worden ist. Aber auch das ist selten anzutreffen. Ich hatte das Glück, dass mein Superstar so ein Kandidat war. Da war der Kessel um 2mm einseitig abgesackt (wurde nachgegratet). Die Snare hat 'ne Unwucht von 3mm. Geht noch. Ärgert aber, wenn man es denn weiß. Bei meinen Starclassics gab's bislang qualitativ gar nichts, wirklich gar nichts, zu bemängeln.


    Das mit den Fellen ist schon gesagt worden. Andere Böckchen auch. Kommen wir zum Fazit: Beide Sets sind sehr sehr gut. Ist einem das bisschen mehr an Gimmicks, mehr Lugs, besseren Fellen, neuerem Starcast-Mount den Aufpreis wert? Kannst nur du entscheiden. Ich spiele sowohl ein Superstar als auch Starclassics und das Superstar klingt wiklich gut, muss sich vor dem Starclassic nicht verstecken. Kann man getrost kaufen und glücklich werden.


    Ach ja... Den besseren Wiederverkaufswert bietet das Starclassic.

    Ja, die Nummer hat eindeutig Police-Einflüsse, ist aber, glaube ich, auch für jeden von Anfang an ersichtlich, und wohl auch einer der Gründe, warum das so ein Hit geworden ist.


    Und jetzt muss ich mal lobhudeln: Chapeau, sehr, sehr, sehr geil gespielt (und abgemischt). Gefällt mir mit deinem Spiel viel besser als das Original. Deine Etnscheidung, ein wenig mehr Pepp hier und da reinzubringen war goldrichtig, wie ich finde.



    Bewirb' dich doch mal beim Bruno für die nächste Tournee. :D

    Das ist ein Thema, das endlos beackert werden kann. Denn so ziemlich jeder Musiker ist auf die eine oder andere Art beeinflusst von anderen Musikern und wird das eine oder andere Zitat einbringen, eine stilistische Nähe hier und da aufweisen. Eine sinnvolle, geordnete Diskussion wird hierzu wohl nicht möglich sein, fürchte ich.