Viele helfende Stimmen hier sprechen eher negativ von Hyperdrive-Kesseln. Warum ist das so? Was spricht dagegen?
Hyperdrivekessel, die besser gesagt Shortstack-Toms sind (gab's schon in den 60ern, bevor die jemand Hyperdrive nannte. marketinggewäsch halt. :D), sind genauso gut oder schlecht wie andere Toms. Zutreffend ist, dass sie nicht für jeden ideal sind. Für donnernden Stoner-Rock bieten die nicht unbedingt, das, was viele klanglich wünschen. Tiefes Bollern, Maximales Volumen, Sustain. Da ist ein tieferer Kessel für gewöhnlich die beliebtere Variante.
Jazzer, diverse Rock/Pop- und Funkdrummer können mit solchen kurzen Kesselmaßen hingegen ganz gut arbeiten. Schnelle Ansprache, viel Attack, kurz: sie können sehr knackig klingen, knackiger als 12x10 und länger. Sie können aber auch recht konventionelle Sounds liefern, wenn gewollt. Nur können sie keine 12x10 oder 12x12 emulieren. Früher waren diese Toms durchaus beliebt, einer der bekanntesten Schlagzeuger, die Shortstacks nutzten, war Keith Moon, der gar 14x8 von Premier gezimmert bekam. Im Preberaum meiner Band spiele ich zumeist auf einem Superstar. Und da wird insbesondere 70er Rock, Blues und Soul gespielt. In diesem Musikkontext fühlen sich die Toms sehr wohl (auch wenn das manch einer nicht glauben mag).
Lange Kessel waren Mode. Kurze Kessel waren Mode. Die goldene Mitte (12x8/12x9) gab's immer. Warum manche hier lange Kessel bevorzugen ... naja, vielleicht sind sie ja Kinder der Ende 70er/Anfang 80er, als die Toms länger und länger wurden... Kindheitserinnerung sozusagen. ![]()