Natürlich ist das eigentliche Problem nicht der Instrumentenbau, denn der nimmt bei der Rodung einen verschwindend geringen Prozentsatz an Bubinga etc. ein. Das primäre Problem ist der Möbelbau in China (da ist eine blöde Bubinga-Mode vor ca. 10 Jahren losgetreten worden). Die Argumentation der Instrumentenbauer ist aber total blöde. "Wir sind nicht das Problem." Ja, ich bin auch nicht "das Problem", wenn ich einen Strohhalm aus Plastik und eine PET-Flasche in die Gegend werfe, wenn ich im Gegenzug die ganzen Nespresso-Kapseln sehe, die täglich die Erde verschmutzen. Dennoch ist auch meine PET-Flasche und mein Trinkhalm ein TEIL des Problems. Und solange das Problem nicht beseititgt ist, sollte man vielleicht mal den Ball flach halten.
Hauptargument der Branche: Wir haben soooo viel Geld verloren wegen CITES und soooo viel Papierkram zu erledigen. Scheiss drauf, werd' kreativ, dann nimmste auch wieder Geld ein. Vermarkte Spanpappe als neues In-Holz mit fantastischen, einzigartigen Klangeigenschaften (*hust* Sand-hats, Big & Ugly usw. funzt ja auch.. *hust*) und die Leute kaufen es. Das spart auch den Aufwand für's Edelholz-Zertifikate besorgen.