Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum ihr euch hier gegenseitig so in die Parade fahrt. Bestimmte Aspekte, die Drumrumköln nennt, sind valide, ebenso bestimmte Aspekte, die Druffnix nennt oder auch Terror-Klopfer. Es kommt doch immer auf den Betrachtungswinkel drauf an. 
Mit einer Sache hat Druffnix auf alle Fälle recht: Die Petition ist in dieser Form recht unausgegoren, es werden Zahlen in einen Raum geworfen, ohne mehrere(!) valide fundierte Quelle zu zitieren. EDIT: In der Studie selbst, stößt mir z.B. eines sofort übel auf. Es wird geschrieben, dass 80 Prozent der Jazzer maskulin seien. Nicht verwunderlich, wenn man knapp 2100 Leute befragt, wovon 80 Prozent männlich sind. Was soll denn da sonst rauskommen? Sorry, das ist Sandkasten-Wissenschaft. Das und einiges Mehr in der Studie ist auf alle Fälle kritikwürdig, diplomatisch ausgedrückt. Direkter ausgedrückt: Unseriös auf Stammtisch-Niveau. Auch kann trefflich drüber gestritten werden, ob eine Quote sinnvoll fördernd wäre oder "oppressiv talenttötend". Für beides gibt es gute Argumente. Dass es schön wäre, mehr Frauen in allen Bereichen der Musik zu finden, so dass noch mehr Vielfalt entsteht, mehr kreativität, mehr Musik, dagegen wird wohl kaum jemand den Finger heben wollen, oder?
Auf einen gemeinsamen Nenner werdet ihr in der darum herumschwirrenden Diskussion hier sicher nicht kommen, denn zu viele völlig unscharf im Raum schwebende Faktoren spielen hier zusammen. Sozialisation des Individuums. Wirtschaftsgeschichte, Musikgeschichte, pädagogische Konzepte, aktuelle Bildungspolitik, Rollenstereoptype, biologische Besonderheiten und und und. Es ist müßig, in diesem Forum das bis ins letzte Detail auseinander zu frickeln zu wollen, woran sich eine Schar von Forschern jahrelang die Zähne ausbeißt. Wer Studien zu dem Thema erstellen möchte, darf dies gerne tun und in fünf Jahren seine Ergebnisse hier präsentieren. Gerne. Nur, pseudo-wissenschaftliche Absolutheitsansprüche von jedweder Seite hier in den Raum zu werfen, unterfüttert mit wenig aussagekräftigen Quellen, empfinde ich als weitgehend sinnbefreit, weitgehend kontraproduktiv. Das ist jetzt nicht gegen irgendwen speziell gerichtet, sondern ganz allgemein gemeint.
Belassen wir es doch dabei: Jede/r/s macht sich seine Gedanken dazu, ob e/sie/es die Petition für sinnig oder unsinnig erachtet, darauf aufbauend kann er/sie/es diese unterschreiben oder auch nicht. Was sich dann daraus ergibt, wird sich zeigen.
Wozu also das Gedöns? 