Beiträge von Moe Jorello

    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso hier dieses Thema aufgemacht wurde. Danke für die jetzigen - wenn auch längeren - Erläuterungen.

    ich würde tatsächlich aber doch eher zur Überdenkung von Galerie-Freds neigen, denn die Fokussierung auf Bilder war das erste Kuriosum, was mir hier auffiel [...]

    Das unterschreibe ich so. Eine Trennung in klare Bildergalerien ("Mein Set, mein Becken, mein Fußpedal!") und einer individuellen, ruhig textlastigeren "Vorstellung inkl. Entwicklungsberichten" wäre nicht ganz verkehrt. Denn bei fast allen hier ist das doch inzwischen ein ziemliches Kuddelmuddel, wenn wir ehrlich sind.


    Zitat

    Vor knapp 2 Wochen wurde ich nämlich von einem Mod per PN auf durchaus nette und respektvolle Art aufmerksam gemacht, dass es inzwischen einige Forumsteilnehmer gäbe, die es stört, dass meine Beitragsfrequenz hoch ist und meine Beiträge manchmal off-topic bzw. nicht immer ganz on-topic sind.


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    Ich verstehe die Aufregung nicht wirklich. Niemand ist gezwungen, den Fred anzuklicken. Es stellt sich somit nicht wirklich ein Problem, finde ich. Wer raufklickt und liest, was ihm nicht behagt, ist im Grunde selbst schuld.


    Dass manches zu off-topic ist - okay, sollte man wohl ein wenig eindämmen, damit wir nicht auch noch über Bestattungsarten und Gartenpflege diskutieren. Das sieht sicher auch jeder ein. Solange es aber um Musikmachen geht, um Musik hören, Musik erleben, Instrumente bauen, reparieren, verzieren, kaufen udn verhökern sind wir doch voll beim Thema des Forums, oder nicht?


    Übrigens: Ein anderer Nutzer war ebenfalls 'ne Zeitlang dauerpräsent ganz oben mit nicht ganz so wichtigen Neuigkeiten. Da haben die Leute schnell gelernt und einfach nicht mehr raufgeklickt. Also: Es geht doch. ;)


    Peace.

    Schick schick. (Würde ich auch gerne mal austesten, so eine Craviotto-Schnarre.) Im Vergleich zu dem hier ist deine Craviotto-Sammlung aber noch ausbaufähig, gell? 8)


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    Zitat

    Ich glaube , in vielen, wenn nicht den meisten Faellen kauft man
    neues ""Geraet", weil man denkt, damit besser spielen zu koennen


    Natürlich git es Menschen, die meinen, neues/teures Gerät = besserer Drummer bzw. viel Gerät = besserer Drummer. Ich denke aber, im Regelfall erkennt man doch relativ schnell von selbst, dass das nichts fruchtet sondern dass das bearbeiten einer anderen Baustelle sinnvoller ist.


    Es gibt aber auch Menschen, die kaufen neues Gerät, weil dieses bestimmte Klänge erlaubt, die vorher so nicht erzielbar waren. Ich denke auch, dass die große Mehrzahl der Leute - zumindest in diesem Forum - nach eben jenem Kriterium einkauft. Wer den Klang einer Alusnare haben will, muss halt 'ne Alusnare kaufen. Wer trockenen Beckensound haben will, muss halt entsprechende Becken kaufen. Wer den Klang eines China oder Splashes mag, muss solche Becken halt aquirieren. Das ist weitab vom GAS. Aber auch hier stellt sich die Frage: Braucht man diesen Klang denn wirklich?


    In den 1950ern war die Klangbandbreite alleine schon bei (Jazz)Becken sehr viel reduzierter als heutzutage. Aber es wird uns oft eingeredet, diesen und jenen Klang bräuchte es für Musikstil XYZ ganz ganz dringend. Trockene, hölzerne, erdige Becken für Jazz. Ein Muss? Schneidende, brilliante Becken für Metal, ein Muss? Zuweilen fügen wir uns zu sehr dem Marketingsprech und dem Schubladendenken, so meine Einschätzung. Und das befördert die Überzeugung bzw. den inneren Druck, man müsse etliche Dinge anhäufen, um für alle Situationen gewappnet zu sein. Und das verursacht teils ungehemmten und unnötigen Konsum (der dann schon mal abstruse Züge annehmen kann).


    Charlie Watts spielt seit den 60ern sein Gretsch-Kit. Was neues brauchte er nie, wollte er nie. Katché spielt alles mit demselben Beckensatz und einer einzigen Snare. Hal Blaine hat hunderte legendärer Songs mit ein und derselben Supra eingetrommelt. Irgendwie machen die meisten von uns (mich eingeschlossen) doch irgendwie etwas verkehrt... oder doch nicht?

    Der Witz ist doch, dass wir beim Üben an unserem Set solche Glücksgefühle eher weniger steuern können: Es gibt hier und da diesen Durchbruch, dass plötzlich etwas geht, was vorher nie ging. DANN gibt es auch ein Glücksgefühl - aber es lässt sich nicht steuern.


    Wie sagte doch Steve Taylor: "New gear doesn't make you a better, more proficient drummer." Das beachten manche Menschen aber nicht. Zum Leidwesen ihres Girokontos. Und zum Entzücken der Händler.

    Ach herrje, das ist ja jetzt komplett schief gelaufen.... es war wirklich nicht meine Absicht, eine reale Krankheitsgeschichte vorzutäuschen oder jemand anderem eine Sucht zu unterstellen. Dass das passiert ist, tut mir aufrichtig leid.


    Schon okay. Niemand ist gestorben wegen deines Posts. Naja. Kommunikation wie immer - mal funktioniert sie wie intendiert, mal nicht. Klassisches Sender-Empfänger-Problem, wie im Bundestag auch. Schwamm drüber. Dennoch ist das Thema nicht unwichtig und - wie andere auch angedeutet haben - ist es ja nicht verkehrt, sich über das eigene Kauf- und Hort-Verhalten mal Gedanken zu machen. Dass es nämlich ernste, suchhafte Probleme geben kann in diesem Sinne, ist hinlänglich bekannt. Siehe auch z.B.


    https://www.aerzteblatt.de/arc…eiten-zwanghaften-Erwerbs
    http://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/messie-syndrom/
    http://www.sucht-krankheiten.d…Sammelsucht___Messie.html
    https://www.suchtmittel.de/seite/interaktiv/tests/?test=13


    Wichtig ist, Sammler nicht mit Sammelsüchtigen zu verwechseln, das sind ja zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Dennoch: Wieviel "GAS" ist noch gesund und wann und wie gerät man in ein zwanghaftes Verhalten? Einfach mal den eigenen Fuhrpark anschauen und sein eigenes Handeln kritisch analysieren. Ich in mit mir zum Glück im Reinen (Sonst hätte Frau auch schon längst was gesagt/mir den Kopf gewaschen). Ich hätte auch kein ernsthaftes Problem, meinen Bestand auf ein echtes Minimum herunterzufahren (Bis auf die Tatsache, dass ich dann ständig auf- und abbauen müsste, worauf ich momentan keinen Bock habe. Faulheit siegt ;) ).

    Ich versuch das ganze nicht zu ernst zu nehmen.


    Warum startest du das dann? Ich bin dir nicht böse, aber der "Witz" ist gründlich daneben gegangen. Ganz ehrlich, so wie du das geschrieben hattest, war da nichts an Ironie auch nur ansatzweise erkennbar. Aus einem aber zudem alles mögliche ableiten zu wollen, aus einem schnöden "Füllwort", ist ebenfalls äußerst gewagt. Du trittst genau damit so einigen hier sicher auf die Füße, mir nicht so sehr, anderen bestimmt. Was mich jedoch (noch so ein synonymhaftes Füllwort) enorm stört, ist dass du ein Suchtthema aufmachst, eine "ernsten" Aufruf zur Beteiligung startest und Menschen, die sich darum ernsthaft Gedanken machen, in gewisser Weise dumm da stehen lässt. Das finde ich partout nicht in Ordnung. Mit dem Thema Sucht betreibt man keine Spielchen. Das solltest gerade DU, wenn du schon in der Suchtarbeit tätig gewesen bist, doch am allerbesten wissen, oder?


    :thumbdown:

    So, jetzt Feuer Frei für die B20-Jünger...:)


    Ach, das brauchen wir doch nicht. Klang ist bekanntlich Geschmackssache und es gibt gut klingende B8/B10/B15-Teller. Gibt dafür auch schlecht klingende B20-Teller. Für den TO sollte das im Moment aber eher nebensächlich sein. Es geht hier je lediglich um eine Aufwertung der alten Messingbecken und da ist wohl jedes B-"Schießmichtot"-Becken klanglich besser. 8)

    Ein guter Thread. Schön, dass wir über so etwas mal reden.


    Dass man schnell zu viel anhäuft, ist nicht ungewöhnlich, finde ich. Man ist beständig Reizen ausgesetzt. Seien es Verkaufsportale, Schlagzeugläden oder Foren wie dieses hier. Jemand holt sich etwas, schwärmt hier davon, es werden automatisch Begehrlichkeiten geweckt. "Muss ich auch mal ausprobieren..." Man sieht die Ansammlungen von tollen Trommeln hier und da, die vielen schönen Becken... das man sowas auch gerne hätte - ja Gott - ist nicht schlimm. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Der eine behält die Kontrolle, der andere "Verirrt" sich im Dschungel der vielen Trommeln und Becken. Aus Spielleidenschaft wird Sammelleidenschaft, wird Obsession. Wer z.B. ein Becken gekauft hat und - anstatt sich darn zu erfreuen - sogleich nach dem nächsten Becken Ausschau hält, der ist vermutlich in einer nicht ganz problemlosen Situation.


    Erst einmal stellt sich bei der Betrachtung des eigenen Fundus die Frage: Was braucht man denn wirklich? Ich denke, fast jeder hier hat das eine oder andere zuviel stehen. Was als "ausreichende Ausstattung" bezeichnet werden kann, ist immer dabei davon abhängig, was für Musik in welchem Umfang jemand macht. Wenn jemand z.B. in drei Bands spielt, die Stilistisch sehr unterschiedlich sind, würden drei Schlagzeuge, drei Snares und mindestens drei Beckensätze als völlig normal, ja fast minimalistisch gelten. Für jemanden, der im Hauskeller vor sich hintrommelt, kann das schon dekadent wirken. Wer Studioaufträge übernimmt, kann locker zehn oder 20 Snares und 30, 40, 50 Becken besitzen und es darf immer noch als angemessen bezeichnet werden. In welche Schublade man gehört, ist ein erster guter Weg, sein eigenes Kaufverhalten einzuschätzen.


    Was man braucht ist also sehr individuell. Wer viel braucht, kauft viel, das ist dann noch kein GAS. Wenn aber vorher alles minimalistisch gewesen ist und ausreichte, plötzlich aber angeschafft wird, ohne einen echten triftigen Grund, dann muss man aufpassen. Der eine probiert aus und nach dem Ausprobieren ist Schluss mit der Kauferei. Bei anderen geht es endlos weiter. Und das ist dann GAS.


    Bei mir ist es ja auch so, dass ich vieles angehäuft habe. Zu vieles. Ich bin aber immerhin noch in der Lage, mich von Sachen zu trennen. Was ich mir geholt habe, ist sicher zum Großteil dem geschuldet, dass ich eine mehr als zehnjährige Pause am Schlagzeug "kompensieren" wollte, nachholen, ausprobieren, was ich verpasst habe. Da gehört dann auch dazu, dass man schaut, was es gibt, sich Wissen anliest und aneignet durch beständiges ausprobieren, und dass man sich seinem veränderten musikalischen Stil und der veränderten Spielweise schrittweise anpasst. Der eine schafft das innerhalb einer bestimmten Zeit, der andere nie - aus diversen Gründen. Entweder z.B. weil er nicht weiß, was er stilistisch eigentlich will, bzw. seine "musikalische Sprache" einfach nicht findet, ergo bestädnig kauft, in der Hoffnung das passende Puzzleteil zu finden. Der andere, weil er ständig Bands wechselt und daher immer neues, stilistisch passendes kauft. Und manch einer kauft z.B. immer weiter, weil er sich an bestimmten Dingen satthört oder sattsieht. (In diesem Fall empfiehlt sich, so meine ich, Schlagzeuge in klassischen Maßen und Farben zu holen und klassische "Allrounder"-Becken. Die nerven auf Dauer wohl am wenigsten)


    Ich besinne mich zum Glück immer wieder und frage mich: Brauchst du das wirklich??? Willst du z.B. die Snare nur wegen der Optik behalten? Ja, manche Sachen sind schön. Aber nur zum angucken eine Snare zu behalten ist für mich dann doch etwas unsinnig. Ich habe mir die Regel gesetzt, hast du ein Instrument ein Jahr lang nicht gespielt, merke es zum Verkauf vor. Sollte in den kommenden sechs Monaten weiterhin kein Verwendung des Instruments erfolgen, braucht man es nicht. Verkaufen. Rigoros. An diese Regel halte ich mich seit einiger Zeit mit recht gutem Erfolg. Diverse Snares und Becken sind aus meinem Fundus bereits verschwunden. 8)

    Ein Wechsel der Resonanzfelle macht sich vor allem dann deutlicher bemerkbar, wenn vorher 08/15-Resonanzfelle aufgezogen gewesen sind. Das Ausklingverhalten wird kontrollierter, gleichmäßiger, die Töne klingen weniger "pappig", wie ich finde. Auch die Obertöne klingen sauberer und der Gesamtklang etwas runder. Wenn du schon vorher gute Resonanzfelle drauf hattest (G1/Amabassador/Diplomat clear etc.) ist der Klangunterschied zu neuen Fellen nicht so gravierend, dennoch hörbar (v.a. bei Mikrofonierung). Irgendwann leiert ein Resonanzfell halt aus - so wie ein Snareteppich auch.

    aber damals vor 100 jahrebn bis vor 60 oder 40 Jahren waren dies Produkte deren Qualität damals eben sehr sher gut war. Mann muss eben sehen aus welcher Zeit diese Produkte stammen und was damals an Technologischen Möglichkeiten möglich war und welche musik vorallendingen es damals gab. Das ist mit dem 21 jhd in dem wir leben müssen nicht vergleichbar.


    Diesbezüglich stimme ich dir völlig zu. Etwas anders sehe ich deine "Behauptung", dass es damals nicht so viel Schrott wie heute gegeben habe. Ich würde mal vermuten, der Anteil Schrott war ähnlich hoch. Das wenige, was als erhaltenswert von Menschen eingeschätzt wurde, ist das, was als "Qualitätsinstrument" heutzutage noch erhalten ist. Der gröbste Rest ist vermultich schon auf dem Müll entsorgt worden. Und da uns in dieser Diskussion etwaige Zeugnisse über den "Anteil von Schrott" Anno 1920 z.B. fehlen, können wir nur mutmaßen, wie es sich wohl zugetragen hat.


    Dass die Qualität heutzutage eher "bescheiden bis auf ein paar wenige Ausnahmen" sei, ist eine, wie ich finde, sehr "enge" subjektive Sichtweise, die vielleicht auch nicht ganz fair ist, die ich dir aber adennoch gar nicht abstreiten will. Jeder so, wie er will. :)


    Wie gesagt, gute Schätzchen von Anno dazumal gibt es sicherlich. Nur diese zu finden unter der grassierenden "Vintage-Schluderei" der letzten Jahre auf Verkaufsportalen, ist mühsame Arbeit. Das erfordert Geduld, Fachwissen und, wie ich finde, auch, dass man sich die Becken vor Ort anhört, wenn man schon viel Geld dafür in die Hand zu nehmen bereit ist. Ob es sinnvoll ist, solche Investitionen zu tätigen, ist wieder 'ne ganz andere Frage. Da stehen dann Rationalität und Liebhaberei diametral gegeneinander, würde ich mal keck behaupten. 8)