Interessant, dass bislang kaum was aus der Jazzecke kommt.
Jazz ist in den meisten Fällen etwas, wo man sich allmählich hinarbeitet, würde ich mal postulieren. Entweder du wirst vom Elternhaus und/oder deinem sozialen Umfeld schon früh damit infiziert, oder es kann 'ne lange Reise werden. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich eine "Best-of"-Scheibe mit Glenn Millers Hits in der Bücherei auf dem Plattenteller rauf und runter gehört habe. Ich fand das Cover der Platte cool, Glenn-Miller schaute gutväterlich zu einem. Der hatte mich einfach neugierig gemacht. Ich wurde in der Bibliothek gefragt, ob ich sicher sei, dass ich das hören wolle. Ich bejahte. Hmmmm.
Chattanooga Choo Choo, In the Mood, Moonlight Serenade, diese Lieder liebte ich, diesen Big-Band-Klang. Das hat mich mein Leben lang nicht mehr losgelassen. Ich habe auch nach wie vor dutzende Big-Band-CD's im Regal. Von Benny Goodman, Count Basie, Art Pepper, dem Rat-Pack bis hin zu Lionel Hampton, Henri Mancini unc Co. Kurios dabei ist eigentlich, dass ich als kleiner Pöps von meinen Eltern überhaupt nicht zum Jazz gebracht wurde, auf den bin ich aus purer Neugier gestoßen als ich in etwa 8, 9 Jahre alt war (fand ich spannender als Neue Deutsche Welle). Der werte Herr Papa bevorzugte damals Andenfolklore, Chansons, Fado und Flamenco. Meine Ma... Julio Iglesias 
Auf Johnny Cash bin ich durch einen TV-Auftritt gestoßen. Seine Stimme, seine Präsenz, das hatte was einnehmendes. Und Elvis? Tja... da gab es doch im TV immer die ganzen Elvis-Filme. Blue Hawaii und Co. Das war schönes Nachmittagsfernsehen. Und die Lieder blieben im Kopf. ("Rock-a-hula-rock-rock-a-hula..."
)
Clash und Cure fanden bei uns in der Schule ganz viele ganz toll. Ich mochte die nie.