Beiträge von Moe Jorello

    Veto! Also diese von einem Stickhersteller vertriebenen, überteuerten, schlecht verarbeiteten
    und wirklich schlecht klingenden KH als "richtige" zu bezeichnen halte ich doch für gewagt


    Das war in Bezug auf Kopfhörer mit Dämpfung gemeint, sprich: Schutz für die Ohren vs. Kein Schutz für die Ohren. Dämpfen tut der. Guter Klang ist natürlich so 'ne Sache bei dem. (Alles klingt sehr dumpf).

    Die Frage ist erstmal, was für Kopfhörer du drauf hattest. Waren das Schall dämmende Kopfhörer oder normale? Wenn es richtige sind (wie z.B. VicFirth SIH1), dann ist das klar, dass da Höhen herausgenommen werden, denn die Klangreduktion erfolgt bei vielen Kopfhörern nicht linear. Wenn du wissen möchtest, ob sich das Set schlecht anhört bzw. verstimmt ist, lohnt es, gleichmäßig reduzierende Ohrenschützer zu nutzen, etwa die berühmten Tannenbäume von Alpine Pro & Konsorten. Mit denen kannst du das etwas besser beurteilen. (Das stimmen selbst erfolgt i.d.R. ohne Hörschutz) Aber: Eigentlich brauchst du eine zweite Person, um das sicher beurteilen zu können, ob es gut oder mies klingt, denn einer muss spielen, der andere müsste aus einiger Entfernung den Klang anhören. Hinter der Schießbude hast du immer einen anderen Klang, als ein paar Meter davor oder daneben stehend. Der Raum und dessen akustische Aufbereitung beeinflusst den Klang zudem, ebenso wie der Standort des Schlagzeugs. Manche Sets klingen in Ecke A super, in Ecke B doof. Da muss man experimentieren und/oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (letztere fehlen dir ja noch).


    Wenn etwa zu schrill klingt, zu viele Obertöne abgibt, kann man gezielt stimmen und notfalls auch dämpfen. Damit sollte man es aber nicht übertreiben. Viele "Neulinge" sind erstmal den Klang von Studioaufnahmen gewohnt und wollen diesen (fetten) Studio-Klang ipso facto auf ihrem Set haben. Das klappt aber in den allerallerallerseltensten Fällen, denn bei Studioaufnahmen sind eine gute Mikrofonierung und (teils aufwendige) digitale Abmischungen benützt worden, damit es nachher so klingt, wie es klingt. Also nicht vom Studio-Klang in die Irre leiten lassen. Live-Klang und Studio-Klang sind etwas gänzlich verschiedenes, ebenso wie gleichmäßig gedämpfter Klang und partiell gedämpfter Klang über Kopfhörer.


    (Und wenn du noch keinen Gehörschutz haben solltest, bitte zu dem Thema einlesen und passenden Ohrschutz kaufen)

    Ach weißt du, Lemmy, das was Baker früher gespielt hatte, war schon cool. Ganz tolle Ideen fürs Drumming. Das alte Konzert in der Albert Hall - ganz große Nummer. Nur seine heutige Attitüde geht mir zuweilen mächtig auf'n Sack. Sein teils unerträgliches "ich bin so geil"-Gelaber kann vielleicht mit übertriebenem Heroin-Konsum in Kombination mit fortgeschrittenem Alter teilweise entschuldigen, aber dennoch stellen sich bei seinem heutigen Gebaren (einfach von der Bühne abhauen) und seinen Aussagen (alle außer mir sind damals schlechte Drummer gewesen) bei mir manchmal doch die Nackenhaare hoch.


    Moon war eigentlich gar nicht so durchgeknallt, wie viele glauben. Den ganzen Wahnwitz hat er eher aus Gründen des Marketings/Show/Medienrummel (jede Werbung ist gute Werbung) gemacht. Es war eine Maske. Privat war er, wenn man Ringo und Zack Starkey und John Entwistle glaubt, eher ruhig, fürsorglich und liebenswert friedlich. Dass manche mein(t)en, ihn runtermachen zu müssen, kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen. Elvin Jones und Tony Williams waren immerhin große Fans von ihm, liebten sein Spiel (und Moon konnte WIRKLICH was). Philly Jo Jones soll Mitte der 60er gar abgelehnt haben, ihn zu unterrichten, um seinen Stil nicht zu versauen. Ach ja...der Moon. Ein Typ, der zwar Legenden mit gestrickt hat, aber vielmehr wurden Legenden über ihn gestrickt, die nicht zutrafen ("sloppy drummer", "bad timing" "Never used a hi-hat" "Could not play soft" "Destroyed everything" "He was a lunatic"). War dennoch ein verflixt genialer Schlagzeuger. Die Mehrzahl seiner Kritiker hat, so schötze ich, einfach bis heute nicht kapiert, was er damals geleistet hat. Aber Elvin Jones are ja auch für viele erstmal ein rotes Tuch, zu sperrig, zu unorthodox...

    Na, dann bekommt man den also noch mal im Fernsehen präsentiert. Und unter welchem Motto läuft dann der Themenabend? "Das kleine Arschloch"? Könnten sie noch 'ne Doku über Pete Townsend und Klaus Kinski zubuttern, um es schön rund zu bekommen. :D


    Ich guck's mir trodzdem an. Auch wenn Baker ein Unsymphat erster Kajüte ist. Danke für den Tipp.

    Das Ivory sieht Kacke aus? Oder die Kombi?


    Das Hängetom beißt sich farblich mit dem Rest. Entweder: Helle Bassdrum und Helle Toms oder helle Bassdrum und dunkle Toms überall. So, wie im Bild aufgebaut, finde ich das nicht prickelnd. Richtig bunt geht nur, wenn das "schreiende Farben" sind. Also knalliges Rot, Orange, Grün, Geld, Blau, Weiß,...


    Ist aber nur mein persönliches Ästhetikempfinden.

    Herrlich, das Sonor...


    Kann hierzu jemand was sagen? Sieht mir sehr nach Selbstbauprojekt aus:
    https://www.ebay-kleinanzeigen…re-drum/827937989-74-9415


    Da ist einiges, was nicht stimmmig erscheint. Einerseits der Kessel selbst: Das Grommet fehlt, noch dazu sind da zwei Luftausgleichslöcher gebort (und halt keines von beiden mit Grommet versehen). Wenn Tama mehrere Löcher reinbohrt, dann eher als Dreierkombination. Mahagony ist bei Starclassics nicht benutzt worden soviel ich weiß. Böckchen, Spannreifen, stimmen mit Starclassic überein. Die Abhebung ist aus der Artwood/Superstar-Reihe, nicht Starclassic (nie dort verwendet worden). Und wo ist der Tama-Zertifikats-Aufklebber innen und das Badge außen? Fehlanzeige. Finger weg.



    Oliver: Super-fund. Hat mich zum lachen gebracht. :thumbup:

    Paul saß lediglich bei dem White Album für knapp zwei Wochen am Schlagzeug, weil Ringo sich gerade überflüssig fühlte (mangelnde Wertschätzung) und insbesondere die Hahnenkämpfe zwischen Paul und John satt hatte (Paul und John hatten auch andere im Studio in den Wahnsinn getrieben, Tontechniker Geoff Emerick warf z.B. verbittert das Handtuch). Also nahm Ringo 'nen Flieger nach Sardinien. Die Produktion war aber im vollen Gange, das Studio samt Crew eingekauft, die Deadline für die Fertigstellung des Albums war da. Es MUSSTE also produziert werden, während insbesondere George versuchte, Ringo wieder umzustimmen und aus Sardinien zurück nach London zu bewegen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit bestand dann keine Chance mehr, die McCartney-Lieder neu (mit Ringo) einzuspielen, die schon im Kasten waren (Mitte Oktober 68 sollte das Album fertig sein). Paul hatte die kurzzeitige Lücke also eher in einem Akt der Verzweiflung zu überbrücken versucht, denn Ringo "ersetzt". Denn nach den knapp drei Wochen, die Ringo fort war, blieb er an Bord und kein Paul noch sonstwer saß von da an je wieder an der Schießbude. Und da er nicht gestorben ist, so trommelt er noch heute.

    Unzählige gebrauchte Starclassics gibt es nicht, die sind nicht sehr oft, aber auch nicht sehr selten zu finden, also gesundes Mittelmaß. Das Starclassic Shellset (Birch-Bubinga, lackiert) liegt bei etwa 1350 Euro, wenn recht gut erhalten, es kostete neu damals 2185 Euro. Der Hardware-Satz (wenn der "standardmäßige" RoadPro Satz) etwa 250 Euro (neu 448 Euro damals). Hocker, welcher ist das?
    In welchem Zustand sind die Becken? Wenn gut, dann etwa 450 Euro.