Beiträge von Moe Jorello

    Gratuliere ebenfalls zu dem Schnäppchen. Das Finish ist sehr hübsch (und die Kesselmaße auch sehr genehm). Und Chuck Booms Anmerkung zum Tomhalter teile ich vollends.


    Ich habe auch ein kleineres Schnäppchen gemacht. Einen wohlkingenden Satz Masterwork Jazzmaster Becken ergattert. Neupreis wäre etwas über 900 Euro. Ich hab's für 430 bekommen. Kann ich nicht meckern.


    Den hatten wir aber noch nicht. Ist nämlich ganz frisch eingetrudelt. 8) Kompletter Konzertmitschnitt von Herbie Hancock in Austin (wo auch Stevie Ray Vaughan ein legendäres Konzert 1986 gab). An der Schießbude sitzt Vinnie Colaiuta. Viel Spaß damit. :)


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    Mein Lehrer hat mir immer gesagt, bevor du spielst, singe, was du spielen willst.


    Hat mein Lehrer mir auch verklickert, nur etwas anders formuliert, denn gerade bei komplizierteren Pattern helfe dies, um den "roten Faden" nicht zu verlieren. Und wenn man ein wenig schaut, was andere so machen, dann sieht man, dass z.B. Keith Jarrett auch auf seinem Klavier vor sich hinsummt. Gut, er hat 'ne nervötende Quäckstimme (https://www.youtube.com/watch?v=lBnwDTAoAC8&t=636s), aber sein Klavierspiel ist dafür um so besser. VIele Top-Gitarristen summen ebenfalls zu ihrem Spiel die Melodie. Und das Mitsummen, hilft oft, insbesondere die Dynamik unter Kontrolle zu halten. Okay, man muss nicht zwangsweise summen. Auch lediglich im Kopfe die Melodien/Rhythmen/Pattern parallel zum drumming "tonal abzuspulen" hilft oft ungemein.


    Nur bei meiner Frau nicht. :whistling:

    Im Vergleich zu anderen Herstellern ist der Konfigurator m.E. auch durchaus gut (DW hatte mal ähnliches, andere aber meines Wissens nicht). Man sieht in etwa, was man später bekommt, kann sich also ein Bild davon machen, ob das, was man gedanklich vorhatte auch nachher optisch zusagt. Und ich finde den Konfigurator auch überaus sinnvoll, wenn man wirklich untypische Wünsche hat bzgl. der Dimensionen oder Lackierung eines Sets.


    Für ein Set, dass es "von der Stange" gibt, wäre es eher unsinnig, den Konfigurator anzuwerfen. Angenommen, jemand will ein SQ1 bloß mit anderer Farbe, der würde beim SQ2 logischerweise satt draufzahlen. Custom-Wunsch halt. Ob das lohnt ... muss jeder selber wissen. Wenn es aber ein SQ1 sein soll, mit einer viel tieferen Bassdrum und flachen Concert statt normaler Toms, dazu vielleicht noch eine farblich passende Gongdrum, dann ist so ein Konfigurator total super, weil er etwas zu bauen erlaubt, was es halt nicht von der Stange gibt. Natürlich kostet sowas. Aber Einzelanfertigungen sind auch in allen anderen Branchen deutlich teurer als die Serienproduktion. Ist halt so. Und ob das dann exorbitant teuer ist ... da sage ich auch eher nein. Es ist viel Geld. Ja. Zu viel für viele von uns. Aber gemessen am Arbeitsaufwand, glaube ich schon, dass der Preis relativ okay it. Ein Custom-Made Guru z.B. kostet ja auch ähnliche Summen. Andere Hersteller habe ich ja auch schon weiter oben genannt, die ähnlich teuer oder sogar teurer sind.

    Gibt noch zwei erschwingliche Alternativen, wenn der Platz ein Problem ist. Die Crux ist ja, dass die Bassdrum aufgrund der Tiefe oft viel Platz wegnimmt. Von Sonor gibt es das Players Set, das hat eine 20x12er Bassdrum. Noch kleiner ist eine momentan angebotene limitierte Tama Silverstar-Version, die für kleine Clubs gedacht ist und eine 20x10er Bassdrum hat. Teurer, aber auch mit kurzer Bassdrum, gibt es noch das DW Frequent Flyer, das eine 20x12er Bassdrum hat.


    Was sind ordentliche Becken? Kein Messing. Gute B8 Becken (Paiste 2002 z.B.) oder B20 Becken wie Zildjian A/K Custom, Sabian AA(X)/HH(X), UFiP Class, Meinl Byzance, Istanbul Samatya,... Gebraucht gibt es da einiges zu halbwegs erschwinglichen Preisen. Hier im Forum gibt es auch viele Threads zu Becken. Einfach mal ein wenig durchforsten.

    Das was den Preis so in die Höhe treibt, wird wohl eher die Individualisierbarkeit und die hohen Lohnkosten in Deutschland sein.
    Wobei ersteres ja auch bei anderen Herstellern günstiger möglich ist.


    Uff, das würde ich jetzt nicht so pauschal sagen. Ein Custom DW ist kostet schnell 5000 und mehr. Ein Yamaha PHX ... da wird man auch schnell 6000 bis 10.000 Euro los. Ein Custom Pearl schlägt auch mit Preisen jenseits von 5000 Euro zu Buche. Zum Vergleich: Ein nicht-Custom Tama Star fängt bei etwa 3100 Euro an. Günstig ist wohl kein Custom-Set.

    Wird das Starclassic nicht auch inzwischen in China gebaut?


    Starclassic Maple und Birch/Bubinga ja. Das Starclassic Bubinga wird zusammen mit allen Star-Schlagzeugen meines Wissens noch in Japan hergestellt.


    Zitat von DannyCarey

    ..und allein optisch meilenweit von Sonor entfernt. :thumbdown:


    Ob es, davon abgesehen, qualitativ mit nem SQ2 vergleichbar ist und ob ein SQ2 sein SQ2 Geld wert ist.....Fragen über Fragen.

    Erstmal - über Optik lässt sich ja streiten. Gibt viele, die das Ston bzw. den Slingerlang-Klon durchaus mögen. ;) Und qualitativ hat es bislang alle Tester überzeugt.

    Zitat von flosch

    Meines Wissen ist Masterwork - genau so wie Meinl - ein OEM. Die haben einen Namen und kaufen bei den üblichen Verdächtigen ein.

    Um beim Beispiel Masterwork zu bleiben, die haben eine eigene Beckengießerei und produzieren, im Gegensatz zu diversen anderen türkischen Schmieden, mit B25 statt B20 fast alle ihre Beckenserien (eigenaussage von Masterwork). Der Yücel war mal in Lehre bei Istanbul, wenn ich mich recht entsinne, hat dann aber sein eigenes Unternehmen gestartet, so wie andere Lehrlinge auch, als sie irgendwann den Meisterstatus erreicht hatten. Inzwischen kaufen andere ihre Rohlinge bei Masterwork ein. Sonor (Armoni) und die amerikanischen Soultones werden z.B. von Masterwork gefertigt. Paiste hat übrigens auch nicht immer alles in der Schweiz selbst gemacht. Die B20 Teller, die sie für die 602er Reihe einst nutzten, hatten sie lange Zeit in der Türkei eingekauft und in der Schweiz lediglich "veredelt". Paiste hatte nämlich anno Dazumal noch keine Erfahrung mit B20, musste sich die Fertigungskenntnis erst mühsam aneignen im Laufe der Jahre, soviel mir bekannt ist.


    Ich finde es generell etwas unglücklich, wenn man sagt, das sei alles mehr oder weniger dieselbe Soße. Zwar sind viele der heute bekannteren türkischen Beckenmarken aus Zildjian -> Istanbul ->Agop/Mehmet hervorgegangen, es gab aber parallel dazu seit Jahrhhunderten immer kleinere Beckenschmieden, die ebenfalls ausgebildet haben und den Markt somit mit geprägt haben, wenn auch nicht so stark wie die alte Zildjian-Sippe. Zudem sind die Lehrlinge von einst irgendwann ja selbst Meister geworden und haben ihre eigenen "Produktionseigentümlichkeiten" und Klangvorstellungen mit Neugründungen, wie etwa Bosphorus umgesetzt (1996 von drei Ex-Istanbbul Schmieden). Die verschiedenen Beckenhersteller unterscheiden sich inzwischen teils deutlich in der Herstellung ihrer Becken, da gibt es z.B. ganz unterschiediche Lathing-Prozesse und Philosophien des Hämmerns. Das alles über einen Kamm zu scheren, das wäre in etwa, wie zu sagen, dass Toyota, Ford, Tata, Aston Martin und Renault nichts anderes als ein Benz aus einer anderen Werkstatt sei, denn die werden ja alle mit Verbrennungsmotoren auf der Basis des Ur-Benz angetrieben. Ein Kern Wahrheit, aber dann doch komplexer, als es zunächst scheint.


    Zitat

    mal so aus Neugierde: welche Wurzeln hat eigentlich Ufip?


    UFiP ist 1931 gegründet worden, war eigentlich zu Beginn mehr ein Handelsvertrieb denn Beckenhersteller im eigentlichen Sinne. Hervorgegangen ist die Firma aus dem Orgelhersteller Agati-Tronci, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zudem mit der Produktion von Becken (für den Orchesterbereich, soviel mir bekannt ist) anfing, weil es zunehmend Probleme gab, Becken aus der Türkei zu beziehen (Wirtschaftskrisen, Embargos, Kriege...). Andere kleinere Beckenschmieden entstanden kurz nach dem Ersten Weltkrieg, fast alle in der Gegend zwischen Florenz und Pistoia, um den Bedarf an Becken am Markt zu decken. UFiP entstand dann aus einer Kooperation von vier kleinerer Firmen, damit eben jene kleinen Hersteller (Marradi-Benti, Zanchi e Biasei, Rosati Leopoldo, Fratelli Troncieine) eine kräftigere Marketing- und Vertriebsbasis hatten, sprich, den lokalen Markt zu stärken, anstatt sich selbst zu bekämpfen. Ein richtiger Beckenhersteller wurde UFiP erst 1968. Anfang der 70er hatten die Zanchi-Brüder der Marke ein Alleinstellungsmerkmal verpasst, als sie das Rotocast-Herstellungsprinzip erfanden.


    So, genug Off-Topic. Pardon, liebe Mods. :)


    Da man "ja sonst immer" weitere Kleinanzeigen findet, und dies bei dem Cymbal nicht wirklich der Fall ist, stellte sich mir die Frage. Mag das Becken keiner? Ist es rar?


    Nein, es ist nicht rar. 60% und gut.


    Zitat von flosch

    "Istanbul Agop: Good!"; "Istanbul Mehmet: Bad"

    Ist ziemlicher Käse. Beiden Beckenhersteller haben einfach ein etwas anders Renomée im Lauf der Jahre erhalten. Wer Jazzbecken sucht, sucht eher bei Agop, wer eher welche für Rock und Pop sucht, sucht generell eher bei Mehmet was. Obwohl beide sowohl als auch im Portfolio haben.



    Zitat

    Istanbul, Samsun, Masterwok, Bosporus, Diril, Meinl Byzance... Das ist m.E. alles der selbe Quatsch aus den selben 10 Fabriken, die wohl den selben 3 oder 4 Familien gehören.

    Eine überaus gewagte (und unfundierte) Aussage. Diril hat ja z.B. seine Sporen primär sowohl durch seine Arbeit für Meinl und Paiste verdient. Mit Masterwork z.B. hat er dagegen rein gar nichts zu tun. Nur mal so als ein Beispiel. ;)