Beiträge von Moe Jorello

    Interessant, wie unterschiedlich das Gretsch hier wahrgenommen wird.


    Verwundert mich ehrlich gesagt nicht angesichts des Preises und wenn man weiß, dass die High-End trommeln schon nicht den besten Ruf bei der Qualitätskontrolle aufweisen. Da verwundert beim Catalina eigentlich nichts. Wie ich schrub: Du kannst mit dem Gretsch einen echten Glücksgriff landen, kannst aber auch das Pech haben, ein ziemlich mies verarbeitetes Expemplar zu bekommen. Dass die Snare wohl niemals nicht ein (funktionables) Snarebed verpasst bekommt, ist einfach kacke.


    Her ein weiterer Beitrag, der die (schon recht legendär) fragwürdige Qualitätskontrolle amerikanischer Schlagzeuge im Vgl. zu asiatischen Schlagzeugen thematisiert.


    Ergo: Das Gretsch, dass man kaufen möchte, vorher GENAU anschauen. ;)

    Suche dir eine Band und finde es heraus. Jede Band ist anders und hat andere Ansprüche.

    +1
    Du wirst vermutlich auch nicht zwei Personen finden, die nach drei Jahren identisch vom "Lernstand" sind. Von daher... mach dir mal keinen Kopp darbüer, was man können müsste/sollte und was nicht. Jeder tickt anders. Eine eindeutige Antwort kann es somit nicht geben, so meine Ansicht.


    Ach so.... Es gibt drummer, die professionell unterwegs waren und damit geglänzt haben, einfach mal gar keine Fills in einem Lied zu spielen. Al Jackson Jr. z.B. 8)

    Ich dachte auch, dass Gretsch das Problem in gen Griff bekommen hätte, scheint aber nach wie vor nicht der Fall zu sein - übergreifend. Irgendwie doof, denn das Nachgraten ist aufgrund des vergleichsweise faserigen Holzes nicht ganz einfach. Ich zitiere mal aus dem drummerworld-Forum (ein Beispiel von mehreren zu dem Thema):


    Zitat von Tommy_D (9-9-2016)


    I have not personally seen the build quality of the Tama kits, but I can tell you the the Gretsch kits will have a flawless lacquer finish, and will likely have some really ugly bearing edges. The Tama's could be the exact opposite. Honestly, if the bearing edges on my Catalina's were better from the factory I would recommend the kit to everyone. But not everyone is ready to cut new edges on a brand new kit.


    Zitat von PorkPieGuy (6-21-2017)

    I've seen jacked bearing edges on NEW Gretsch USA drums a la another forum. I think they take care of their customers, but for a kit at that price point, I expect nothing short of perfection.


    Aber, wenn die Gratung gut ist und das Set gut gestimmt, klingt so ein Gretsch schon zuweilen sehr toll.


    Edit: Hier mal ein Video mit dem Silverstar Jazz im Bandkontext. Setzt sich gut durch, auch gegen Gitarrenamp und Hammondorgel.


    [video]

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    [/video]

    Mal 'ne doofe Frage: Hast du überlegt, dir einfach für dein Starclassic eine 18er Hupe dazu zu kaufen oder kommt das nicht in Frage? Ist ja immer auch so ein wenig 'ne "Stauraum-Frage", die irgendwann dann aufkommt.


    Das Silverstar ist sehr sehr cooles Teil, auch insgesamt wertiger als das Yamaha. Sehr schöne Toms und Bassdrum, stimmstabil, gutmütig. Das Yammi klingt auch sehr gut, klar, lebhaft, hat aber nur sechs Spannschrauben an der Bassdrum, was ich dann doch ein wenig grenzwertig finde, obgleich die Bassdrum ihren Dienst gut verrichtet. Das Gretsch ist einfach schö anzuschauenn, ein Klassiker (aber so toll ist die Verarbeitung für das Geld wirklich nicht. Gratungsqualität ist zuweilen ein wenig Lotterie und die Snare ist ... naja... Schwamm drüber). DIe Finishes sind sehr sehr geschmackvoll, der Klang aufgrund der anderen Gratung merklich anders als beim Tama oder Yamaha. Manchmal mag ich den Klang des Gretsch total, manchmal nervt mich der "Gretsch-typische Klang" aus der "Zuschauer-Perspektive" in Jazzclubs enorm. Komt immer auf den Kontext der Musik an. Das Gretsch würde ich daher erstmal ausgiebig anspielen wegen des Klangs. Ist nicht jedermanns Sache.


    Gab's nicht auch noch von Mapex 'ne günstigere Saturn-Version mit 18er Bassdrum oder war das was limitiertes?...


    Ach ja... einige Sonor-Bop-Kisten gibt es auch noch im "Abverkauf" seit die AQ2 raus sind. Es gibt übrigens auch noch das Pearl Export mit 18er Bassdrum. Wäre also auch noch 'ne Option. Und das obig genannte Pearl sowieo. Das ist gut. RIchtig gut. Und auf dem Gebrauchtmarkt ... ach, was erzähle ich da. Weißt du ja schon. ;)

    Reichlich gelb, weil ganz ordentlich angelaufen, wie es ausschaut. 3 Mars und 4 Bounty? :)


    Habe mal ein wenig geschaut, und wenn man den Vintage-Nerds glauben schenkt, ist das wohl wirklich Nickelsilber.


    Ich zitiere darüber hinaus mal aus dem Vintagedrumforum.


    Zitat

    There were 4 major drum manufacturers and at least 4 major drum rebrands or stencil brands in West Germany in the 50's. This left a lot of room for Paiste and Meinl to sell product into. I have seen Luna before and they look almost identical to some of the Roxy, Korri and early second line Trixon cymbals( Trixon also sold A.Zildjian with a Trixon stamp). Saying that, they were very similar to 50's Meinl Meteor cymbals ,which was the second line cymbal sold by Tromsa( Paiste Stambul were the other). For these reasons, I would take a stab at Meinl being the maker of these.


    Jedenfalls eher als rar einzustufen. Was ich von Lunar auf Ebay bislang gesehen habe wurde alles ziemlich verramscht. Hihat z.B. für 20 bis 25 Euro. Wäre vielleicht mal einen Vesuch wert, bei Meinl anzufragen, ob die mit Lunar was anfangen und evtl. mehr Infos geben können.

    Falls jemand in der Nacht mit Besen üben will, dem die normale Snare dafür aber zu laut ist, kann einfach ein beschichtetes Schlagfell auf auf ein Snarepad legen. Voilà. Leiser geht's kaum. Und die Pattern können dennoch schön geübt werden. ;)


    Bestimmt auch schon älterer Tipp, aber ich habe ihn hier noch nicht gefunden.

    Wenn ich mich nicht irre, kam das 2006 auf den Markt, ist schon ein paar Jahre ausgelaufen, die Serie. Das Shellset (5-teilig) in "Normalgröße" kostete damals etwa 900 bis 1000 Euro umgerechnet, mit Hardware etwa 1200.-. Mit viel Verhandlungsgeschick sollten für das kleine Jazzset inkl. Hardware 500 bis 600 Euro möglich sein. Folie ist vergilbt, 10 jahre alt, Ersatzteile nicht so leicht zu bekommen und ohnehin in Europa so gut wie gar nicht gefragte Drummarke... also eher Kategorie Ladenhüter. Mir persönlich wäre das maximal eher 400 Euro wert.

    Mein Lehrer ermuntert mich, in jede Übungssequenz Playalongs einzubauen und ... Recht hat er! Das hält mich bei der Stange und auch Spielen bringt einen ein Stück weiter.


    Oh ja... Nur rudiments und fills etc. üben, ohne einen "spaßfaktor" einzubauen kann echt nervtötend sein. Ich habe genau zwei mal nur Technik trainiert. Stundenlang. Das war so öde, dass ich ganz schnell wieder ein Mischprogramm für mich aufgebaut habe.


    -Aufwärmen :|
    -Playalong für Spaß 8o
    -Technikübungen bis "Gähn!" :sleeping:
    -Playalong 8o
    -weitere Übungen (Technik, Kreativität, Dynamik, ...) ^^
    -Playalong für... na klar.... 8o 8o 8o
    ...
    und zum Ablschluss ein bissl Besenspiel. :rolleyes:


    Das schöne ist, wenn man Playalongs mit einbaut, kann man manche technische Dinge, die gerade vorher geübt wurden, ausprobieren. Und dabei gleich mal überprüfen, ob das "Talent" noch reicht... oder so. ;)

    Wenn die Resofelle tiptop sind, lass sie erstmal drauf. Da du ja noch keine Studioaufnahmen vor dir hast, kannst du die Felle ruhig erstmal weiter nutzen, der klangliche Unterschied fällt da noch nicht so ins Gewicht. Das Snarefell ist aber, so wie sich das anhört, ziemlich abgespielt, da würde ein Austausch wohl sinnig sein.


    Und ja!: Raus mit dem fetten Kissen aus der Bassdrum. Wenn gedämpft werden soll/muss, dann bitte dezent machen. Ein zusammengerolltes Handtuch an das Schlagfell oder das Resonanzfell anlegen (je nach Klangwunsch), mehr braucht es meist nie, sofern eine Bassdrum gut befellt und gestimmt ist.

    Talent... ich wusste, das gibt eine regen Diskussion.


    Menschen werden mit einem bestimmten Genpool (Genom/Erbgut eines Wesens) geboren. Dieser wird bestimmt durch den Genpool der Vorfahren. Und da spielen soziale Aspekte eine bedeutende Rolle (Förderung von Lernprozessen in der Familie bzw. vom sozialen Umfeld). Vom Himmel kommt da schon mal gar nichts.


    Das menschliche Genom ist komplex, dennoch dürfen recht simple Annahmen gemacht werden, basierend auf Darwin und den bisherigen Erkenntnissen der Biologie und Antropologie. Genie ist ein Stückweit vorgegeben und ein Stückweit das Ergebnis einer Lotterie.


    Wie der Körper beschaffen ist, wird von Genen bestimmt. Länge der Gliedmaßen, Muskulatur, Nervenbahnen, Körperproportionen etc.. Das macht einen gewissen Anteil davon aus, was ein Mensch an, sagen wir, musikalisch-technischen Möglichkeiten besitzt. Jemand mit kurzen Fingern hat's am Klavier vielleicht schwerer, die Fingerchen weit genug zu spreizen. Jemand mit einem kleinen Lungenvolumen wird nicht so leicht "langatmig" Trompete spielen können wie Dizzy Gillespie. Dem geht halt vorher die Puste aus. Wie der Körper beschaffen ist, hängt vom Genom ab.


    Kommen wir zum Hirn.


    Dumme Vorfahren, ohne dem Genuss ausreichender Bildung tun sich zusammen -> potenziell dummer Genpool -> dumme Nachfahren, mal grob überspitzt. Es sei denn: Dummer Nachfahre will was lernen. Frühzeitig. Setzt sich hin, erforscht die Welt. Da knacken die Synapsen, die Leistungsfähigkeit des Hirnes wird gesteigert. Halbwegs intelligenter Mensch erzeugt -> brauchbaren Genpool, der eine erhöhte Hirntätigkeit ermöglicht -> Nachfahre hat die Chance noch schlauer zu werden als Vorfahre (Darwin lässt grüßen). Und so geht das weiter. Gebildete Eltern erzeugen -> hochqualitates Genom -> Kind bleibt auf hohem Bildungsniveau, hohes Potenzial für entweder künstlerische oder technische Fähigkeitensteigerung, die über den Durchschnitt hinausgeht.

    Es ist weitgehend erwiesen auf Basis diverser Studien, dass die Kinder gebildeter Menschen in der Regel ebenfalls einen hohen Bildungsgrad erreichen, entsprechend im Schnitt höhere Intelligenz an den Tag legen (nicht ohne Grund sind fast alle Akademiker in Deutschland Kinder von Akademikern). Außreißer bestätigen die Regel. Und wenn wir nun Teil A (Körperbau) mit Teil B (gefördertes Hirnpotenzial) Zusammenwerfen, bekommt man eine teils großartige Kombination, die zu einer höheren Befähigung zur Musik führen kann.


    Schauen wir und Wolfang Amadeus Mozart an, was sehen wir dann da? Einen Papa, der bereits Hofkomponist war, ein begnateter Musiker, gebildeter, intelligenter Mann, ein Philosoph, ausgebildet an einem Jesuitenkolleg. Die Mama war wiederum Tochter eines Juristen und einer Mutter, deren Papa Notar gewesen ist. Also alles schon mal "intelligentia". Der Papa von Wolfgangs Papa war Buchbinder (also auch mit Bildung konfrontiert gewesen), dessen Papa Maurer. Na okay... irgendwo muss ja mal Schluss sein. Die Grundmasse für das Genie eines W.A. Mozart war dennoch schon mal nicht schlecht. Nettes Genom, das sich da bilden kann. Nun hüpft aber nicht jede Erbanlage von Papa zu Sohn über, die gute Erbmasse kann auch mal ein paar Generationen überspringen und dann kommt massiert ein Qualitätsprodukt auf den Markt. Und da das Genom auch ein wenig wie Lotto ist, kann man auch mal sechs Richtige bekommen, wo die Erbmasse dann so gut kombiniert wird, dass ein W.A. Mozart dann halt bei herauskommt. Das "Genie" ist noch nicht völlig in seiner Funktion und dem Lotteriesystem entschlüsselt, dennoch darf wohl mit Fug und Recht schon jetzt behauptet werden, dass Genie ein Produkt der Erbmasse ist. Die Zeiten göttlicher Gaben und göttlicher Eingaben sind wahrlich überkommen.


    Mein Wort zum Sonntag. :P