Beiträge von bergheimer

    Angriff der Killerwespe...bei ca. 1min isses passiert. Bis mich unser Saxophonist gerettet hat.


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    Kein neues, aber interessantes Thema!

    Ich habe mich in der letzten Zeit auch intensiv mit dem traditional grip auseinandergesetzt, mehr oder weniger gezwungermaßen.

    Ich muss dazu sagen, dass ich trotz meiner 49 Jahre zu den Jazz-Newbies gehöre, vor ca. 5 Jahren damit angefangen habe.


    Mein Problem war tatsächlich die linke Hand, ganz konkret: die doubles beim comping auf "and a" (bd auf die "one") oder der die "one and" (und die bd auf die "a").

    Nach einem Jahr Triplet-Übungen viel mir das mit dem matched grip immer noch schwer und lief nicht rund.


    Irgendwann hab ich mich dann, durch dieses Video inspiriert, intensiver mit dem traditional grip auseinander gesetzt:


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    Ich bin absolut kein Jazz-Romantiker und gehöre nicht zu der Fraktion, die Jazz zwangsläufig mit dem traditional grip vereint sehen, dazu verehre ich zu sehr drummer wie Bill Stewart.

    Trotzdem war ich überrascht über meine Erfahrungen:


    1. Die doubles gingen definitv gleichmäßiger, lockerer und nach einer gewissen Zeit auch schneller.


    2. Mein Körper bewegte sich anders zur Musik, was dem Spiel gut getan hat. Es wurde definitv dynamischer, was nicht nur subjektiv ist, sondern mir von den Band-Kollegen zurück gespielt wurde.


    3. Die Unabhängigkeits-Übungen funktionierten plötzlich besser! Kann mir das nur so erklären, dass die linke Hand durch die unterschiedliche Haltung wie ein anderes Organ vom Gehirn erkannt werden. Das ist aber natürlich eine pseudo-wissenschaftlicher Erklärungsansatz.


    4. Und jetzt kommt die für mich eigentlich spannenste Erfahrung: durch das intensive Training mit der linken Hang im Traditional Grip funktioniert plötzlich auch der matched grip links besser! Dafür hab ich keine Erklärung, ist aber definitiv meine Beobachtung.


    Mittlerweile spiele ich mal so und mal so und genieße die Abwechslung.


    Völlig unklar ist mir @Selannes Ansatz mit dem Fulcrum zwischen Mittel- und Ringfinger. Ich spiele das so wie im Video, also klassisch und finde, das fühlt sich auch richtig an. Ist aber natürlich alles äußerst subjektiv.

    Da fällt mir dieser Herr hier ein, der mir mal in meiner vintage Avedis Phase begegnet ist:


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    Ich habe bisher auch immer immer nach Gehör und Gefühl gestimmt. Da ich in 2 Bands spiele (Jazz und Indie Pop/Rock), ändere ich die Stimmung, für Jazz eher etwas höher gestimmt, für Indie tiefer. Ich spiele meistens 20/14/12.
    Ich habe mir letzte Woche mal so einen DrumDial zugelegt, die analoge Version. Und habe gemerkt, dass ich fast alle meine Resos zu hoch gestimmt hatte, um die 85 psi (außen an den Lugs gemessen). Empfohlen als gutes Mittelmaß wird für die Toms etwa 75-80.
    Mittlerweile hab ich meinen Sound dadurch ganz gut gefunden. Ich stimme mit dem DrumDial grob vor, Fine-Tuning dann nach Gehör. Bei den Toms habe ich sowohl auf der Reso und auf der Schlagfell-Seite ca. 80 psi. Die Toms stimme ich dann nach der Quarte (also das Tattütatta). Bei 80 psi hat man einen schönen Jazz-Sound mit guter Resonanz und auch Attack, vielleicht nicht ganz so hoch wie beim klassischen Bebop. Wenn man die Resos etwas höher stimmt, wird der Ton kürzer, aber der Anschlag präziser mit mehr Attack. Das ist Geschmackssache. Bassdrum hab ich noch nicht mit dem DrumDial gemessen.
    Die Snare ist wiederum eine andere Nummer. Da stimme ich das Reso tiefer als das Schlagfell:
    Ludwig Supra LM400: 88/82
    Premier Royal Ace (Birch): 85/80
    Vorteil beim DrumDial ist, dass er unabhängig von den Umgebungsgeräuschen misst, eben nur die physische Spannung vom Fell. Funktioniert auch super beim Gig, um mal schnell nachzustimmen ohne dass man auf die Snare hauen muss. Um erstmal grob in den Bereich zu kommen, wo die Trommel klingt, ist der DrumDial super. Auch um die Stimmung an den Lugs gleichmäßig zu bekommen. Wie gesagt, Feintuning dann nach Gehör. Und wie Two auch schon geschrieben hat, bei der Tonlage lege ich mich nicht fest. Das hängt von Raum, dem Song, meiner Stimmung usw. ab.

    Also ich habe gestern mal getestet. Hab mir im Bauhaus einen Lötbrenner gekauft mit Gaskatusche, ein Lötkolben-Set (60 Watt) hatte ich schon. Als Lot wurde mir im Bauhaus Standard-Lot empfohlen.


    1. Zunächst die alten Wires mit dem Lötkolben entfernt. Das ging erstaunlich gut und schnell, das alte Zinn hab ich mit einem Absauger entfernt, den Rest der Platte mit Küchenpapier gereinigt.


    2. Zum Test habe ich versucht, die alten Drähte wieder anzulöten, zunächst mit dem Lötkolben. Die beiden Endplatten des Snare-Teppichs ist bei der Royal Ace sehr schmal (ca. 2-3 cm), daher war es möglich, auch mit dem 60 Watt Lötkolben die komplette Platte heiß genug zu bekommen. Zunächst hab ich nur die Platte (!) mit etwas Lötzinn benetzt


    3. Dann Aufbau wie in der Beschreibung (und wie von GuTh erwähnt, mit Unterbauung, damit die Drähte nicht durchhängen. Sehr wertvoller Tip! Und vor allem coole Grafik!). Die Drähte auf der Platte mit dem benetzten Lötzinn ausgerichtet und mit einer Klemme fixiert.



    4. Dann die Platte und die Drähte erhitzt, so daß sie auf der Platte quasi vor-fixiert waren.



    5. Dann erst von oben final gelötet, also die Drähte mit Lötzinn bedeckt.



    Das funktionierte wunderbar und hielt bombenfest. Mit dem Lötbrenner hatte ich überhaupt keine Kontrolle, die Drähte werden super heiß und verfärben sich auch. Mir war das zu unpräzise, vielleicht liegt das aber auch an meinen Skills.


    Wenn ich heute oder morgen dann ans richtige Anlöten der neuen Drähte gehe, werde ich ein paar Bilder machen. Mir scheint es aber, dass das recht leicht geht.

    Also mein Kolben ist definitiv für's Weichlöten vorgesehen. Der sieht genauso so aus, wie der auf den Bildern. Das ist so ein ganzes Set, mit Lötzinn, Pumpe, Netzmittel etc. Bin mir nur nicht sicher, ob Weichlöten die richtige Methode ist, da ja Zug auf den SPiralen ist.Wie wird das herstellerseitig gemacht? Ist ja im Original auch verlötet und nicht geschweist.

    So, mein Restaurationsprojekt "Premier Royal Ace" macht Fortschritte, Abhebung funktioniert wieder einwandfrei, Schraube ersetzt...ABER: Der original Snareteppich ist so gut wie unmöglich gebraucht zu ergattern. Ich habe noch den originalen, bei dem aber einige Spiralen lose sind oder ganz fehlen. Mir wurde nun empfohlen, die Spiralen zu ersetzen und anzulöten. Die richtigen Spiralen habe ich mir schon besorgt, die originalen Endstücke hab ich noch, Lötkolben-Set habe ich auch.


    Die Methode wird in einem anderen Forum zwar gut gezeigt, aber nichts zur Art des Lotes bzw. des Lötvorgangs erwähnt. Habe ein paar Bilder eingestellt.


    Kennt sich damit jemand aus oder hat das vielleicht schon einmal gemacht? Welches Lot nehme ich am besten? Hart- oder Weichlöten?


    Danke schonmal.

    Ja genau, die NOS-Version. Hab dem Herrn Tristan Head auch ne Email geschrieben und mich nochmal rückversichert, ob es das richtige Teil mit den original Schrauben ist. Für Premier vintage fans ist der Shop ein Traum.
    Inwieweit würdet ihr denn die Snare komplett auseinanderbauen und reinigen? Die inneren U-Scheiben, mit denen die Spannböckchen befestigt sind, sind ganz schön angerostet. Aufg der anderen Seite gefällt mir die Patina insgesamt ganz gut und ich hätte bedenken, dass nach Ein- und Ausbau aller Teile die Hardware nicht mehr so stabil sitzt.


    Das ist übrigens der Teppich, den ich in der Bucht gefunden hatte. In der Tat sieht der nicht so aus wie der original Puresound, der für die Royal Ace produziert wurde, der bestand aus 2 Teilen. Beide haben aber 16 Spiralen.


    https://www.amazon.de/Puresoun…en-2-Teilig/dp/B004DGI44G

    Puhh, das scheinen 2 Probleme zu sein, die nicht so leicht zu lösen sind. Das größere Problem scheint wohl die kleine Schraube zu sein. So, wie ich das verstanden habe, wird da auch der Uhrmacher von nebenan nix machen können. Aber erst mal vielen Dank für die vielen detalierten Infos, das ist schon sehr wertvoll. Aufgeben tut ich aber noch nicht.

    Zum Teppich allerdings, ich habe den noch Originalteppich von Premier, der an und für sich noch gut funktioniert.


    Würdest Du den verkaufen?

    Das mit den Schnüren hatte ich auch schon überlegt, wobei in einem US Forumdarüber berichtet wurde, dass die Royal Ace kaum Snarebed hat und dadurch der Teppich nicht plan aufliegt. Ein Versuch ists aber wert!


    Zufällig wohne ich neben einem Uhrmacher! Ich schau da morgen mal vorbei, coole Idee!

    Ich hab die Snare erst seit ein paar Stunden und weiß vom Vorbesitzer, dsss die Schraube zumindest nicht so einfach im Bauhaus zu hsben ist. Das ist so ein komisches UK-Maß. Und ja, genau die Schraube mit dem Schlitz, sitzt am oberen Teil der Abhebung. Auf der einen Seite sitzt links und rechts so ein Schräubchen an drm Metallstück, auf der gegenüber liegenden Seite gibt es auch so ein Teil, aber nur mit einer Schraube.


    Google sagt, dass solch eine Schraube immer mal wieder bei Ebay auftaucht, beim Snare-Teppich ist das eher unwahrscheinlich. Und klar, in drm Zustand ist der Teppich natürlich nicht zu gebrauchen, ich würde versuchen, neue Wires dran zu löten. Oder wenn ich Glück hab, passt der Puresound, dren ich mir aus Österreich gebraucht gekauft habe.


    Umbauen, also bohren und neue Abhebung, hätte natürlich den Vorteil, dass ich den Teppich jederzeit austauschen könnte. Allerdings will ich bohren und Löcher stopfen vermeiden. Finde, die Royal Ace Abhebung sieht cool aus!

    Ich habe für wenig Geld eine schöne Premier Royal Ace aus den frühen 60ern bekommen. Insgesamt in einem guten Zusastand, bis auf die Snare Wires und eine kleine Schraube an der Paralell-Abhebung (s. Bilder)
    Vor allem das kleine Schräubchen am oberen Teil der Abhebung ist das Problem, das scheint man in Deutschlan nicht zu beommen. Hat jemand eine Idee oder vielleicht sogar zufällig so eine Schraube über?
    Die Snare Wires versuche ich erstmal zu löten, hab aber auch aus Österreich von einem drummer einen Pursound-Teppich bekommen, der laut seiner Aussage bei der Royal Ace passt.
    Kann mir jemand Tipps zur Restaurantion geben? Vor allem was diese kleine Schraube betrifft?
    Cheers,
    jo

    Woran machst du das für dich fest, wenn ich fragen darf? Meine Nostalgias sind ganz vorzügliche Jazzteller - finde ich.


    Die Nostalgias hatte ich auch mal gespielt, sowohl die 70's als auch dei 50's. Klar sind das keine schlechte Becken, aber ich fand die eher gewöhnlich mit weniger Charakter als die Agop's - das war mein subjektives Empfinden. Von einem Endorser, der sowohl Agop's als auch Mehmet's vertreibt und beide Factories schon sehr lange und gut kennt, weiß ich, dass Mehmet eben sehr viel Quantität bei ordentlicher Qualität herstellt. Bei Agop ist das (zumindest laut seiner Aussage) umgekehrt. Auch bei Bosphorus.


    Ein bißchen sieht man das auch, die Agops sehen einfach edler aus finde ich, z.B. die 30th oder die Signatures.


    Ist im Endeffekt aber Geschmackssache, das wurde ja schon ein paar mal erwähnt.

    Bleibt noch zu erwähnen, dass die Namen der Hersteller, unter denen die Becken vertrieben werden, nicht unbedingt auch die Beckenschmieden sind, die die Becken herstellen. Zum Beispiel Turkish (Zultan) oder Istanbul Mehmet (für alle möglichen kleinen Firmen). Finde die Mehmets qualitativ auch keinen Vergleich zu den Agop's. Nach ausgiebigen Tests finde ich von den türkischen Schmieden Bosphorus und Agop state of the art momentan.
    Aber dann reden wir auch über Jazz. Und preislich stehen die auch (mittlerweile) den großen Herstellern um nichts nach. Bosphorus ist da derzeit noch etwas moderater.