Scheint ein Thema mit vielen Facetten zu sein. Es kommt eben immer drauf an.
Ich habe mit einer kleinen Akustik-Combo hin und wieder bei einer regelmäßigen Veranstaltung mit bis zu 10 wechselnden Acts am Abend gespielt. Ein Hut machte die Runde und es hieß von der Moderation, dass der später "unter allen Musikern" aufgeteilt wird - finde den Fehler.
Am Ende haben die ein oder zwei Acts mit langer Anreise ihre Aufwandsentschädigung bekommen, der Rest nix. Kann man so machen, ist dann aber kagge und sorgt für allgemeinen Unmut.
Mit der Coverband spielen wir bei gutem Wetter einen Hut-Gig an einem größeren Weinstand - zum Warmwerden vor dem eigentlichen Saisonstart. Das ist immer sehr entspannt für Band, Leutz und Veranstalter, weil der Gig keinen Dienstleistungscharakter hat.
Den Rest der Saison gibt's uns nur mit Festgage. Ausnahme: Ein traditioneller Kneipengig. Wir diskutieren jährlich mit dem Wirt: Er will Eintritt nehmen, weil das bei ihm üblich ist, wir wollen das nicht, weil uns viele Leute bei den Festen in der Gegend sowieso ohne Eintritt sehen können. Der letzte Modus Operandi war Hut und Mindestgage. Soll heißen, wenn der Hut, den seine Leute sammeln, die Mindestgage nicht erreicht, füllt der Wirt auf.
Ob der Zuschauer den "Hut" als Spende, Aufwandsentschädigung, milde Gabe, Frechheit oder Eintrittsersatz interpretiert, ist mir erstmal Wumpe. Ich bin wie andere auch im Team Wertschätzung. Was wir machen, darf nicht kostenlos oder sogar Pay2Play sein. Das muss in die Köpfe.
Für Druffnix: 
Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Text das generische Maskulinum verwendet. Die verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich – sofern nicht anders kenntlich gemacht – auf alle Geschlechter.