Beiträge von fwdrums

    juan-roos


    Das ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Das ist so platt wie wahr. Die hauptberuflichen Dienstleistungsmusiker, damit meine ich grob die Sparten, Cover- und Tanzbands, kommen von zwei Seiten unter Druck: zum einen von den Hobbymusikern, die auch mal oder generell für eine geringere Gage oder für lau spielen, weil's ihnen einfach Spaß macht und sie sich den Luxus erlauben können und zum anderen durch DJs, die oft günstig sind und dem Veranstalter weniger Aufwand verursachen. Daß den Professionellen die günstigen Hobbyisten ein Dorn im Auge sind, kann ich verstehen, aber es wird sich kaum ändern lassen. Den Handwerksmeister ärgert auch die Schwarzarbeit (am meisten die seiner Angestellten). Die Situation für Profimusiker ist aber noch dramatischer, da es beim Schwarzarbeiter eine Preisuntergrenze gibt, die in unserem Fall nicht immer gegeben ist. Ich kenne eine Coverband, die spielt mir riesiger PA, fettem Licht, Trockeneis und Tralala. Die ganze Gage wird fürs Equipment ausgegeben, die Musiker spielen für lau, es sei denn, sie müssen mal einen professionellen Sub bezahlen. Denen macht's einfach Bock vor vielen Leuten eine dicke Nummer zu schieben. Kaum zu glauben, aber wahr.


    Für Bands mit eigenem Material ist's egal, ob das von Profis oder Hobbyisten dargeboten wird. Wenn's jemanden interessiert, gibt's Geld, ansonsten nix. Musiker, die von der Musik leben, können sich erfolglose Spaßprojekte folglich nur in begrenztem Umfang leisten. Das brauchen sie vielleicht nur mal fürn Kopp.


    fwdrums

    Und wenn wir schon dabei sind: Bei Simon kann man auch oft den Wilhelm raushören - sagt er ja auch selbst.
    Gleiches gilt für Rod Morgenstein. Das heißt ganz und gar nicht, daß diese Trommler keine Identität hätten.
    Das wäre ja lächerlich. Aber man kann erkennen, wer sie inspiriert hat.


    Das wäre doch einen eigenen Thread wert.
    "Wer von wem mit Hörbeispiel", oder?


    fwdrums

    Ging es in der Eingangsfrage nicht einfach prinzipiell darum ob/welche Zaehlzeiten man im Swing betont?


    Ist das nicht wunderbar: Du reichst jemandem den kleinen Finger und er gibt Dir die ganze Hand.



    Das ist nicht überall so und meistens sogar umgekehrt.
    Darauf sollten wir stolz sein. :)


    fwdrums

    Doch doch, hast Du schon gut gemacht! :)


    Wann swingt es richtig? Wenn ich im Sessel sitze und die Fußspitze wippt.
    Ob der Skip dann triolisch, quintolsich oder eher 16tel-mäßig kommt oder das Pattern "komplett" oder nur
    als Viertel gespielt, aus einer oder zwo Bewegungen gespeist wird, Daumen oben oder doch Handrücken...
    Das ist doch egal. Es gibt für alles genügend Beispiele, daß es bestens funktioniert. Hamilton erklärt auf
    der MD-DVD seine Variante sehr schön, Erskine erläutert's auch ausführlich. Beide können's beeindruckend gut
    und sind doch total verschieden. Elvin Jones' Swing kann man ganz wunderbar auf der DVD "Different Drummer"
    bestaunen. Bei ihm klingt's für mich oft so, als würde er mit samt Set die Treppe runter stürzen oder wie ein Ei,
    das eine schiefe Ebene runterrollt. Einzigartig.


    fwdrums



    Edith fragt mich grade, ob ich wohl hier irgendwo gelesen hätte, daß Gadd nicht swingen würde? Kann gar nicht sein,
    wir sind doch in einem Trommlerforum, oder?

    Kreativität entsteht nicht im luftleeren Raum. Es ist imho das Verarbeiten von Einflüssen auf eine - im besten Falle - künstlerische Art & Weise. Technik kann dabei behilflich sein. Es ist auch der umgekehrte Fall möglich, nämlich, daß die Beschränktheit uns neue Wege finden läßt. Johnny Cash hatte in früher Zeit keinen Drummer, dafür ein Blatt Papier, das er zwischen die Saiten klemmte. Fertig war der berühmte Boom-Chicka-Boom-Sound. Wenn wir ein Set mit zwei anstatt fünf Toms bearbeiten, müssen wir uns etwas einfallen lassen, damit man nicht immer dasselbe spielt. Ein Kreativling kann andererseits aus mehreren Soundquellen Sachen rausholen, die mir nie & nimmer einfallen würden. Auch der bewußte Ideenklau in Kombination mit etwas anderem bereits bekannten, kann tolle Ergebnisse liefern, z. B. eine Cascara-Ridefigur über eine durchlaufende Doublebassdrum-Figur legen (ist nicht von mir, sondern von Rod Morgenstein). Gut klauen und verwursten zählt imho also auch dazu. Ich habe mal aus Interesse mal an einem Kreativitätsseminar teilgenommen (hatte nichts mit Musik zu tun). Dort wurden ganz systematisch verschiedene Techniken zur Erreichung des gleichen Ziels eingesetzt mit erstaunlichen Ergebnissen (Brainstorming, Mindmapping, alleine, in Gruppen - da war noch mehr mit dabei, fällt mir jetzt nicht ein). So etwas kann schon helfen. Mein musikalischer Kreativ-Output ist für die Nachwelt wohl verzichtbar, aber dennoch gibt es Situationen, die mein kleines Rinnsal positiv beeinflussen. Das ist zum einen das Musikmachen mit mich inspirierenden Musikanten (=Bandkollegen) und ebenso Musikhören und da vor allem das, was man nicht jeden Tag hört, sondern sich etwas abseits der eigenen Hörgewohnheiten bewegt. Das bringt das eigene "Weltbild" durcheinander und das ist oft nicht das Schlechteste.


    fwdrums

    Troyan:
    -Sehr Klein und Zugestellt
    -Wenig Auswahl (gilt nicht für Zubehör)


    Hallo Moosi,


    warst Du auch im Keller? Sooo klein ist die Auswahl nicht und das Beckensortiment war qualitativ sehr fein -
    zumindest als ich dort war.


    Und noch ein Tipp unter Freunden: Achte mal auf Deine Rechtschreibung. Durchlesen vorm Abschicken
    ist ein Akt der Höflichkeit gegenüber Deinen Lesern.


    Gruß
    fwdrums

    Macht Euch nicht scheckich Kinners.
    Die erste Macke entspannt ungemein, denn ab dann müßt Ihr nicht mehr
    drauf aufpassen wie auf ein rohes Ei. Man muß ja nicht mutwillig "Patina"
    produzieren, aber Schlagzeuge sind doch in erster Linie Gebrauchsgegenstände
    und keine Museumsstücke. Und wenn man bedenkt, daß Gitarristen für
    künstlich gealterte Relics-Modelle Phantasiepreise bezahlen... Insofern
    erfährt das SQ2 doch mit jeder Macke eine Wertsteigerung, oder?


    fwdrums

    Ja, da sind ein paar wirklich schöne Sahen dabei. mein Fav ist nach wie vor der erste Link.
    Den kannte ich schon, ich glaube sogar hier aus dem Forum.


    Was lernen wir daraus: auch mal was anderes als Schlagzeug probieren und einfach loslegen...

    Unbedingt! Die Erweiterung des Horizonts hat noch keinem geschadet.
    Mir dem "einfach loslegen" ist das so eine Sache. Bei den geposteten
    Links steckt eine Menge Musikalität, Know-how und Arbeit dahinter.
    Hut ab! Aber richtig, man kommt nur dahin, wenn man mal anfängt.


    fwdrums

    die sagen zumindest dass sie in Kürze der erste Standortvertrieb in Deutschland werden.


    Die sagen, daß sie der erste Stützpunkthändler in Deutschland werden.
    Mit dem Vertrieb hat das nichts zu tun. Was vielleicht verwirrt, ist die
    Tatsache, daß man beim deutschen Vertrieb direkt kaufen kann. Das ist
    eher unüblich, denn normalerweise beliefert der Vertrieb nur die Händler.


    fwdrums

    Kroate oder so: Yes.
    Gernot: Wen nehmen wir denn mit zum Essen?


    Das Geld ist nicht von Oma, sondern anderweitig entliehen.
    Der Tipp mit Mucke in der Fuzo ist nichts für mich. Wir hatten
    im Trio zwei Stunden auf dem bestfrequentierten Platz gespielt.
    Leider hat's nur zu einem großen Milchkaffee gereicht - einem
    für alle drei. :( Wenn ich das weiter verfolge, kann ich nicht
    kommen, weil ich am 11. immer noch spielen muß.


    Wahrscheinlich mach ich 'nen Bruch oder so. Also keine Bange,
    meine Gläubiger werden bedient.


    fwdrums

    Man kann dieses Voting genau so ernst nehmen wie jeden anderen Wettbewerb, sei es Oscar, Grammy, Modern Drummer Poll
    oder DSDS und Big Bros. So lange man Kunst nicht in Zentimetern messen oder nach Gramm wiegen kann ist das alles, nun ja, subjektiv,
    von Massenmedien gesteuert, wohlüberlegt angekreuzt oder besoffen oder... Es kann ganz unterhaltsam sein, zum Nerven reicht's
    nicht, denn dafür ist es zu unwichtig.


    Witzisch: Bei TL steht "session drummer" und bei den Session Drummern stehen die Namen einiger berühmter Arbeitgeber. Nein, nein,
    bitte nicht... Und Cozy hat bei fast jeder britischen Hardrockcombo getrommelt, aber bei Purle hat bis dato außer Paicey niemand die Stöcke
    am Gerät gehabt.


    fwdrums

    Buche kann rötlich sein, muß aber nicht.
    Güldene Hardware paßt für meinen Geschmack i. d. R. gar nicht.
    Ausnahme: Alle Hardware ist goldfarben, also auch die Ständer etc.
    Das kann erträglich sein, kann aber auch oberkitschig rüberkommen.
    Gescheites Chrom würde ich immer vorziehen.


    Das ist wie immer alles eine Geschmacksfrage.


    fwdrums