Das ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Das ist so platt wie wahr. Die hauptberuflichen Dienstleistungsmusiker, damit meine ich grob die Sparten, Cover- und Tanzbands, kommen von zwei Seiten unter Druck: zum einen von den Hobbymusikern, die auch mal oder generell für eine geringere Gage oder für lau spielen, weil's ihnen einfach Spaß macht und sie sich den Luxus erlauben können und zum anderen durch DJs, die oft günstig sind und dem Veranstalter weniger Aufwand verursachen. Daß den Professionellen die günstigen Hobbyisten ein Dorn im Auge sind, kann ich verstehen, aber es wird sich kaum ändern lassen. Den Handwerksmeister ärgert auch die Schwarzarbeit (am meisten die seiner Angestellten). Die Situation für Profimusiker ist aber noch dramatischer, da es beim Schwarzarbeiter eine Preisuntergrenze gibt, die in unserem Fall nicht immer gegeben ist. Ich kenne eine Coverband, die spielt mir riesiger PA, fettem Licht, Trockeneis und Tralala. Die ganze Gage wird fürs Equipment ausgegeben, die Musiker spielen für lau, es sei denn, sie müssen mal einen professionellen Sub bezahlen. Denen macht's einfach Bock vor vielen Leuten eine dicke Nummer zu schieben. Kaum zu glauben, aber wahr.
Für Bands mit eigenem Material ist's egal, ob das von Profis oder Hobbyisten dargeboten wird. Wenn's jemanden interessiert, gibt's Geld, ansonsten nix. Musiker, die von der Musik leben, können sich erfolglose Spaßprojekte folglich nur in begrenztem Umfang leisten. Das brauchen sie vielleicht nur mal fürn Kopp.
fwdrums