Ich nehme das gar nicht persönlich. Es ist einfach die Wahrheit.
Die meisten dieser, wie auch immer, genannten Veranstaltungen wären mit "Vorführung" am besten beschrieben.
Das ist aber einfach zu uncool. Es ist ja nicht mal Englisch. Also verwendet man irgendwas anderes um - erstens -
cool zu wirken und - zwotens - mehr scheinen zu können als sein zu müssen. Das ist eine weit verbreitete Unsitte.
Jeder der unfallfrei einen Gedanken von 0 bis 0,5 denken kann, hat bereits ein Konzept entwickelt. So einfach ist
das. Und umgekehrt funktioniert das auch prächtig. Wenn man seine Gedanken ungefiltert auf die Zunge tropfen läßt
dann hat man eine Sache "mal angedacht". Das eher unspezifische Andenken bewahrt davor bei Nichtgefallen dafür
zur Rechenschaft gezogen werden zu können, weil: Man hat's ja nur mal angedacht... Sorry, ich schweife ab.
Richtige Workshops, so wie ich das verstehe, hatte ich z. B. mit Claus Hessler und Joey Heredia: Stöcke, Noten, ran ans Gerät,
Erklärungen, Fragen, Antworten - alles dabei. Und man wurde individuell behandelt. Das schränkt die Teilnhemerzahl
naturgemäß ein. Eine Bekannte von mir hat Klavier studiert und vor langer Zeit eine Masterclass bei Sergiu Celibidache
absolviert. Überhaupt als Teilnehmerin zugelassen zu werden, war schon eine Auszeichnung. Ich denke, man kann so eine
Masterclass nicht mit denen in unserm Kreis so genannten Veranstaltungen vergleichen. Letztere sind i.d.R. kommerzielle
Veranstaltungen, die "nebenher" noch für ein Produkt werben sollen und zur Finanzierung des Ganzen eine gewisse
Teilnehmeranzahl benötigen. Das ist ja auch o.k., Demzufolge taugt die Zeile "Teilnehmer einer Masterclass bei xyz" in
der persönlichen Vita nur bedingt als Auszeichnung.
zu viel Text
fwdrums