Ich spiele sehr oft Quintolen und zwar in Pop und Rock - und ich bin mir sicher, das tun noch viel mehr hier.
Beispiel: Man spielt einen Fill über 2, 3 oder 4 Viertel, die Viertel auf den Toms abwechselnd mit links und rechts und die "Zwischenräume" werden mit zwei Doubles gefüllt, so daß das bereits ganz oben erwähnlte Sticking entsteht: RLLRR LRRLL...
Man könnte das auch ähnlich als 16tel mit einem Single Paradiddle spielen, aber mit Quintolen klingt's dichter und irgendwie fluffiger. Und es ist wirklich nicht schwer, weil man die Viertel als Puls fühlt und die Doubles sich eigentlich sehr natürlich einfügen.
Ähnlich, nur mit 9: Vierteltriolen z. B. mit rechts über die Toms und dieLinke füllt triolisch auf, so daß folgendes Sticking entsteht: RLL RLL RLL RLL RLL RLL Und was kommt raus? 18 über 4 oder 9 über 2. Das sieht hier geschrieben viel komplizierter aus, als es tatsächlich ist. Einen kleinen Schritt weiter ist man bei RLLRRLLRR LRRLLRRLL... Dafür braucht's bei mir etwas mehr Übung, damit das einigermaßen läuft, aber solche Sachen sind im Bandkontext absolut anwendbar. Und ich sprech hier nicht über Jazz, Prog oder Fusion. Das spiele ich nicht in jeder Nummer aber man kann das schonmal machen und sogar in Situationen, in denen es musikalisch paßt
- und zwar nur in solchen.
fwdrums