Das wird mit größter Wahrscheinlichkeit nie ins Grundgesetz kommen, weil diese Forderung so nicht umsetzbar ist, es sei denn der Staat übernimmt die Ausbildung derjenigen, die anderweitig keinen Ausbildungsplatz bekommen. Ansatzweise haben wir das ja schon bei den Ausbildungsmaßnahmen, die durtch öffentliche Mittel gefördert werden und bei den IHKs und HWKs angesiedelt sind (GbF und dergleichen).
Dennoch ist die Petition unterstützenswert, da das Problem nach wie vor ungelöst ist und Bildung letztendlich das Kapital unserer Gesellschaft ist. Wenn wir das vernachlässigen, bekommen wir Probleme in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht [die Reiehnfolge ist keine Wertung :-)]. Die vollmunidgen Versprechungen der Wirtschaftsverbände konnten de facto nie eingehalten werden und die jährlichen Ausreden und Schönrechnereien sind eigentölioch unerträglich und nicht hinnehmbar. Man darf aber auch nicht verkennen, daß die Verbände vor gleichem Problem stehen, wie ein Staat, der diese Forderung ins GG schreibt. Die Verbände bilden nicht aus, sondern deren Mitgliedsunternehmen. Und die lassen sich ungern diktieren, was sie zu tun haben. Anderer Leute Geld ausgeben ist immer einfach. Unternehmen mit Weitblick werden immer ausbilden, auch über den eigenen Bedarf hinaus, weil das die Zukunft sichert, die Zukunft des "Wirschaftsstandorts Deutschland". Und da kommen wir zu einem wichtigen Aspekt des Problems. Viele Unternehmen denken nicht in nationalen Grenzen, sondern - ich kann das Wort kaum noch hören - global. Sie bilden weniger Fachkräfte aus, weil wir sie Produktion ins billigere Ausland verlagern. Wenn dann wider Erwarten (?) die Wirtschaft wie jetzt anzieht, fehlen "überraschenderweise" welche. Soziale Verantwortung heißt eben nicht nur, einen Sozialplan bei Entlassungen zu erstellen, sondern gesellschaftliche Verantwortung für die Menschen im und um das Unternehmen zu übernehmen. Davon hatten oft gescholtene Firmenpatriarche mehr als die kurzfristig erfolgsorientierten Shareholder-Knechte der aktuellen Managerriege. Das klingt jetzt sehr einseitig und ist es auch. Ich weiß sehr wohl, daß weltweit agierende Unternehmen sich auch dem weltweiten Wettbewerb stellen müssen. Und Kosten spielen eine zentrale Rolle hierbei - aber eben nicht nur die Kosten. Es gibt auch Beispiele, daß es zumindest ein bißchen sozialverträglicher geht (Trigema, Porsche).
In Deutschland gibt's nicht viel Rohstoffe. Unsere Ressourcen sind unsere Köpfe und in die müssen wir investieren und zwar auf jeder Ebene, von der Kita bis zur Eliteuni (ja auch die bracuehn wir). Nur wer sät, kann ernten.
Hab mich wieder verquatscht
fwdrums