Sinngemäß von Buddy Poor: Ich dachte ich wäre gut und dann hab ich festgestellt, daß ich's gar nicht bin.
Hey Buddy, das ist doch Quark.
Was ist gut, was ist schlecht?
Keine Ahnung, es gibt keine objektiven Maßstäbe hierfür. Klar, für ein paar Einschätzungen wird man eine breite Mehrheit finden: Steve Gadd & Bonham sind tollitoll. Das sehen wir hier im DF mehrheitlich so. Dann hört's aber schon schnell auf. Bei vielen anderen Trommlern scheiden sich die Geister. Und das ist ja auch gut so.
Was will ich überhaupt?
Ob Du gut bist oder schlecht hängt erst mal davon ab was Du willst:
- Willst Du im Drumometer-Contest aufs Treppchen?
- Willst Du der gefeierte Star auf dem nächsten Drummerfestival sein?
- Willst Du mit einer Boygroup möglichst viele Weiber flach legen?
- Willst Du einfach geil zu einem Song trommeln?
- Willst Du etcpp...
Was muß ich denn können, wenn ich weiß, was ich will?
Je nach dem, was Du willst, sind unterschiedliche Fähigkeiten vonnöten. Wenn Dein Double Stroke Roll eiert, wie eine Kuh mit dem Schwanz wedelt, wird's wahrscheinlich nix mit den standing Ovations auf dem Modern Drummer Festival. Ringo Starr wäre dort auch nicht der gefeierte Star. Aber kreativ zu einem Song trommeln, das kann er.
Immer locker bleiben...
Die Fähigkeit sich selbst einzuschätzen, ist kaum zu überschätzen...
Das bedingt imho Abstand zu sich selbst zu gewinnen - oder zumindest zum eigenn Tun. Klar, Selbstkritik ist wichtig und nötig. Wenn's in Selbstzerfleischung übergeht bringt's weder Dir noch der Musik und Deinen Bandkollegen was. Und Deine Freunidin wird sich auch nicht freuen...
Und was ist wichtig?
Genau: Der Blick fürs Wesentliche. Wenn ich mir Aufnahmen anhöre geht's immer ums Ganze [mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden:-)]. Soll heißen: Ist die Nummer o.k.? Ist o.k., was ich dazu spiele? Dient es dem Song? Oder will ich nur mein Ego füttern ("Ist der Sextolen-Break für'n Song oder für mich?" Bei letzterem ist er musikalisch meist für'n A...). Man neigt oft dazu, den eigenen Beitrag zu überschätzen: "Ist die Bassdrum laut genug?" "Ist der Tomsound nicht zu kurz?" " Die Snare muß etwas weiter nach vorne und braucht mehr Hall!" uswusf. Einfach mal einen Schritt neben sich machen und versuchen, das Ganze als Außenstehender zu betrachten. Das hilft bei der Beurteilung von Songs, des eigenen Spiels und der eigenen Fähigkeiten. Das hilft sogar bei viel mehr, eigentlich bei allem. Mir zumindest.
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Es ist gut, mit andern Trommlern zu reden. Machen wir ja alle hier im DF. Genau so gut ist es aber, mit andern MUSIKERN zu reden. Musiker steht hier groß, weil ich nicht selbstverliebte Intrumentalisten meine, sondern diejenigen, die den Blick fürs Wesentliche haben (das hatten wir ja schon). Ebenso gut ist es, sich mit kompetenten Musikhörern zu unterhalten. Das kann sehr intereassant und aufschlußreich sein.
Und die Moral von der...
Es ist wichtig zu wissen, was man kann, und es ist genau so wichtig zu wissen, was man nicht kann.
Keep On Groovin'
fwdrums