Ja, solche Tage gibt es. Wenn es einer dieser
Tage ist und ich beim Üben am Set feststelle,
dass es heute nicht läuft, gibt es für mich zwo
Alternativen: aufhören oder weitermachen.
Ich weiß, dass Euch diese Erkenntnis total
umhaut.
Die Option Aufhören führe ich jetzt nicht aus.
Weitermachen ist viel interessanter: In so einem
Fall schraube ich komplett zurück und übe ganz,
ganz einfache Sachen, zum Beispiel ein ganz
einfaches Ostinato mit den Füßen (Samba oder
HH, BD, BD triolisch) und ganz einfaches Zeuch
mit den Händen drüber. Alles ganz entspannt und
langsam. Ich achte darauf das zusammenkommt,
was zusammengehört und dass es gut klingt.
Und dann ganz langsam die Komplexität steigern.
So komme ich ganz sicher wieder in den Flow.
Das dauert zwar eine ganze Weile, aber man
lernt dadurch auch seinen Körper gut kennen.
Wenn mich einer dieser Hundstage bei der Bandprobe
erwischt, mache ich im Prinzip nichts anderes.
Basics spielen, kein fancy Scheiß, einfach nur den
Kram spielen, damit die Nummern funktionieren.
Ich erzähl's doch, denn es kann jedermanns Leben
bereichern:
Bei der Option Aufhören mache ich ersatzweise
was Sinnvolles: Die DVDs "Die 1.000 schönsten
Tore", "25 Jahre Tor des Monats" und "Die Geschichte
der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaften" haben mir dabei
immer gute Dienste erwiesen. Denkt mal drüber nach.
Schönen Sonntach noch
fwdrums