Was haben die Freunde von der Freejazz-Abteilung getan?
Nach Bop, Cool und Modal sind sie noch ein bisschen weiter
raus geschwommen, haben Rhythmus, Metrum, sogar Puls
und damit die Time weiter aufgelöst und harmonisch sich
von den "Fesseln" der Funktionsharmonik befreit. Ich liebe
Hendrix, aber an dem Spiel hat er im Großen und Ganzen
nicht teilgenommen. Wie gesagt: Improvisation – ja. Aber
ansonsten war er eher im Glied als an der Front. Sein
Verdienst liegt für mich eher darin, dass er das Instrument
Rockgitarrre "erfunden" hat. Natürlich gab es lange vorher
Musiker, die E-Gitarre spielten und auch Verzerrer benutzt
haben. Aber er hat das Vokabular auf dem Instrument entscheidend
erweitert und Sounds und Spieltechniken eingeführt, die
es so vorher nicht gab. Klar war das harmonisch bisweilen
auch tricky, aber immer auf dem Boden der freiheitlich-
musikalischen Grundordnung. Doch durch seine neue
Ausdrucksweise am Instrument konnte er seine Emotionalität
herausragend rüberbringen, wahrscheinlich wie kein Zweiter
zu dieser Zeit. Und – damit ich nicht total ot bleibe – dagegen
war, bei allem Respekt für Clapton, Bruce und Baker, Cream
in dieser Hinsicht doch eine überschaubare Veranstaltung.
Mehr als Baker, so finde ich, ist Mitchell von seiner Auffassung
ein Jazzdrummer, zumindest wenn man das Spiel der beiden
bei Cream und Experience vergleicht. Buddy Miles hingegen…
Das lass ich jetzt lieber.
Was wollte ich eigentlich noma sagen? ;=)
fwdrums