Beiträge von fwdrums

    Was haben die Freunde von der Freejazz-Abteilung getan?
    Nach Bop, Cool und Modal sind sie noch ein bisschen weiter
    raus geschwommen, haben Rhythmus, Metrum, sogar Puls
    und damit die Time weiter aufgelöst und harmonisch sich
    von den "Fesseln" der Funktionsharmonik befreit. Ich liebe
    Hendrix, aber an dem Spiel hat er im Großen und Ganzen
    nicht teilgenommen. Wie gesagt: Improvisation – ja. Aber
    ansonsten war er eher im Glied als an der Front. Sein
    Verdienst liegt für mich eher darin, dass er das Instrument
    Rockgitarrre "erfunden" hat. Natürlich gab es lange vorher
    Musiker, die E-Gitarre spielten und auch Verzerrer benutzt
    haben. Aber er hat das Vokabular auf dem Instrument entscheidend
    erweitert und Sounds und Spieltechniken eingeführt, die
    es so vorher nicht gab. Klar war das harmonisch bisweilen
    auch tricky, aber immer auf dem Boden der freiheitlich-
    musikalischen Grundordnung. Doch durch seine neue
    Ausdrucksweise am Instrument konnte er seine Emotionalität
    herausragend rüberbringen, wahrscheinlich wie kein Zweiter
    zu dieser Zeit. Und – damit ich nicht total ot bleibe – dagegen
    war, bei allem Respekt für Clapton, Bruce und Baker, Cream
    in dieser Hinsicht doch eine überschaubare Veranstaltung.
    Mehr als Baker, so finde ich, ist Mitchell von seiner Auffassung
    ein Jazzdrummer, zumindest wenn man das Spiel der beiden
    bei Cream und Experience vergleicht. Buddy Miles hingegen…
    Das lass ich jetzt lieber.


    Was wollte ich eigentlich noma sagen? ;=)


    fwdrums

    Das ist jetzt mal ot:


    Ich kenne keine Rockband, die die Grenzen so ausgelotet hat
    wie Coltrane und Konsorten. Mir ist nicht bekannt, dass Rockbands
    so mit Metrum und Harmonien umgegangen sind. Improvisation,
    ja, siehe Cream, Hendrix und noch einige mehr. Aber das war doch
    immer sehr geerdet, im Vergleich zu dem, was in der Abteilung Jazz
    vorexerziert wurde. Aber ich dankbar für Tipps.


    fwdrums

    Mich hat überrascht, dass es in dem Film eine
    Menge guter Musik gab. :) Die Stücke waren prima ausgesucht.
    Baker ist ein viel besserer Trommler, als ich dachte.
    Am überzeugendsten fand ich sein Jazzdrumming.
    In den vorherigen Beiträgen wurde Coltrane oft
    erwähnt. Das hat imho ganz und gar nix mit Baker zu
    tun. Da wo Coltrane am Schluß war, kamen und kommen
    die wenigsten hin. Egal ob die Musik jemandem gefällt oder
    nicht.


    Ginger kokettiert natürlich bis zu einem gewissen
    Punkt mit seiner Misanthropie. Ich weiß nicht, welcher
    Teufel ihn geritten hat, aber aus der Ferne betrachtet,
    ist er ein ziemlicher Arsch. Vielleicht tue ich ihm unrecht.
    You never know.


    fwdrums

    Das Sonor Dingens... ja super.


    Aber das ist vor allem supergeil gespielt!
    Vollkommen tiefenentspannt!
    Wunderschönes Feeling, sehr clevere Sachen.


    Chappeau!
    fwdrums

    Ich bin auch für 'ne Sammlerklage.


    Aber jetzt sacht mir doma, warum isses denn
    so wichtich, ob es Birke, Ahorn oder Dingens
    ist? Wegen des fundamental anderen Sounds
    oder des Wertes oder weil es einfach ein
    schönes Gefühl ist, was zu wissen? Also so
    wie beim "treuen Charly", dass er 602 Buli-
    Spiele gemacht hat? Vollkommen irrelevant,
    aber man kann mit dem Wissen einen Kasten
    Bier gewinnen? Braucht vielleicht wer Bier?


    fwdrums



    Edith meint, von Bier könne man nie genug haben.
    Aber so meinte ich das nicht. Außerdem meine
    ich, dass die Superstars wirklich tolle Sets waren
    und sich das Super im Namen tatsächlich verdienten.
    Und überdies meine ich noch, dass diejenigen bei
    Tama, die für die Namensschändung durch die späteren,
    gleichnamigen Sets verantwortlich sind, geteert und
    gefedert gehören. Jawoll!!!

    Danke Zwaengo & Scarlet.


    Purdie weiß doch genau, was passiert, wenn er sowas sagt.
    Und er bekommt genau den Rummel, den er erzeugen wollte.
    Bei so einer Story muss man Ross und Reiter nennen oder
    die Klappe halten. Aber das kann er halt nicht, weil er ein
    Egozentriker ist, der sich für den Größten hält.


    Ich habe Purdie ein paar mal auf Drummer-Events erlebt. Er ist
    zweifellos ein super Trommler, aber seine Großmäuligkeit und
    sein total überzogenes Auftreten ist mir unerträglich. Und mit
    der Ringo-Nummer katapultiert er sich total ins Off.
    Sorry Bernard, Du bist leider ein...


    Und was Quincy neulich zum Besten gab... Es ist erstaunlich,
    wie schnell und gründlich sich selbst demontieren kann.
    Schade, ich hielt ihn für besser.


    fwdrums

    Ich muss mal mit dem Rentnerquatsch aufräumen.


    Also Rentner wird man nicht, weil man alt ist oder
    senil oder alt und senil oder alles vergisst und alles
    wiederholt also alt und senil oder alles vergisst und
    alles wiederholt oder wiederholt oder noch mal sagt.


    Zum Rentner wird man aufgrund seines edlen
    Rentnerseins. Da kann nicht jeder einfach so
    mitmachen. Es gibt hier genau drei Rentner:
    Hüni, Gernot und mich. Und unter den ganzen
    MHSlern sehe ich keinen, der das Format hätte
    zu uns aufzusteigen. Also beruhigt Euch, klopft
    auf Eure Trommeln und arbeitet an Eurer Qualifikation.


    Bis denne
    Fränk

    Für die Dienstleistung "Äi mach mir ma die
    Kneipe voll und zwar so, dass die Leute
    ordentlich was wegkippen", gibt es eine Menge
    Anbieter und es wird dem Wirt nach der
    Vorgabe egal sein, ob das der Witzeerzähler,
    Coverband Dingens oder die So-und-sos mit
    eigenem Material sind. Das ist eindeutig ein
    Käufermarkt und die Preise werden maßgeblich
    vom Käufer - sprich Wirt - bestimmt. Wie hoch
    der Aufwand der Bänd ist etcpp. spielt keine Rolle.
    Wenn ich jedoch eine Leistung anbieten kann,
    die einzigartig ist UND nachgefragt wird, sieht
    die Sache anders aus. Das geht dann soweit,
    dass der Künstler sagt wo's langgeht. Man sieht
    das an aktuellen Ticketpreisen angesagter
    Acts. Es soll tatsächlich Bands geben die
    100 Euro und mehr verlangen und die Festhalle
    ist trotzdem voll. Vermutlich decken die
    Einnahmen sogar deren Aufwand.
    Aber das spielt auch keine Rolle...


    fwdrums

    Ich spiele seit 40 Jahren Schlagzeug und über die Jahre
    hat sich eine wirklich große Menge an Trommeln, Hardware
    und vor allem Becken angesammelt. Ich hatte schon
    immer Interesse an gutem Equipment und vieles musste
    ich einfach ausprobieren. Der ganz große Wahn liegt
    wohl hinter mir, aber man ist nie gefeit gegen spontane
    GAS-Schübe. Natürlich schafft man es spielend leicht,
    für die aktuelle Anschaffung rationale Gründe ins Feld
    zu führen, aber das kennen ja alle GAS-Opfer. Manchmal
    überfällt mich die Wahrhaftigkeit und ich gestehe mir
    in seltenen Augenblicken der Einsicht, dass es einfach
    Geilheit ist. Brauchen tue ich garantiert nix mehr. Ich
    habe von Snares, Toms, Bassdrums, Hihats, Crashes,
    Rides, Chinas etcpp. wirklich mehrere Exemplare, die mir
    außerordentlich gut gefallen und bei denen es letzt-
    endlich egal ist, was ich jetzt gerade auswähle. Das ist
    eine äußerst luxuriöse Situation und das macht auch eine
    Spur gelassener. Ich habe für mich festgestellt, dass
    eine Trommel handwerklich gut gebaut sein muss,
    sprich: plane, saubere Gratungen und funktionierende
    Hardware haben muss. Alles andere ist für mich
    persönlich nicht soooo entscheidend. Buche, Birke
    oder Bingo... egal. Becken sind nach wie vor gefährlich,
    genauso wie Felle. Auf der GAS-Skala von 1 bis 10 würde
    ich mir derzeit eine 3 bis 4 geben.


    fwdrums

    Es war so Mitte-Ende 90er und unsere Band wurde für
    ein Kunstevent in Offenbach engagiert. Das war ein ehemaliges
    Industriegelände, auf dem wohl keine regelmäßigen
    Veranstaltungen stattfanden. Wir sollten an einem
    Donnerstag im Juli dort spielen - um 17 Uhr. Super Termin...
    Es waren geschmeidige 35 Grad und die Leute strömten
    in Scharen... Nein, die Offenbacher waren vernünftig
    und hingen in Biergärten und Schwimmbädern ab. Nur
    ein paar Kunstbeflissene sahen sich Bilder, Skulpturen
    und Installationen bei diesem Hundswetter in schönen,
    aber heißen Hallen an. Der ganze Krempel war natürlich
    in vielen Räumen weitläufig in dem Riesenkomplex verteilt,
    so dass sich das Ganze schön verlief. Manchmal standen
    so 30 bis 50 Leute vor uns, dann mal weniger, wieder
    mehr - und dann für geschätzt eine halbe oder dreiviertel
    Stunde niemand. Keine Sau. Null nada. Aber wir haben das
    heldenhaft durchgeknüppelt. Ach ja: Wir spielten damals
    schrägen Fusionkram. Warum da nicht jeder stundenlang
    zuhören wollte, kann ich mir bis heute nicht erklären. Nach
    dem Gig saßen wir auf der Bühne zusammen, tranken ein
    Bier und da hab ich mir mein Set angeschaut und festgestellt,
    dass ich auf einige Utensilien nicht ein einziges mal
    drauf geschlagen hatte. Das war ein Set mit zwo Bassdrums
    und zwo Lagen Becken übereinander. Daraufhin habe
    ich schwerstens abgerüstet. Der Abend wurde noch richtig
    unterhaltsam und endete... Ich weiß nicht mehr wie der
    Abend endete, aber wir wachten freitags früh auf der Bühne auf.


    fwdrums

    Die Rechnung von Burkie geht nicht so ganz auf, denn
    Umsatz ist nicht gleich Gewinn. :)


    Unterstellen wir mal frech, dass der Wirt 30 Prozent
    des Umsatzes als Gewinn verbucht (wahrscheinlich
    wollen jetzt alle Wirt werden), dann sieht's wie folgt aus.


    Im obigen Rechenbeispiel macht jeder der 50 Gäste
    16 Euro Umsatz. Das ergibt die ausgewiesenen 800 Euro.
    Bei einem Anteil von 30 % ergibt das 240 Euro Gewinn vor Steuern.


    Zahlt der Wirt jetzt 500 Euro Gage, braucht er 154 Gäste, die
    einen Umsatz von rd. 2.460 Euro bringen, damit das Spiel Null
    auf Null aufgeht. Schaffen Band und Wirt es, dass von den
    154 Gästen ein Eintritt von knapp 3,50 Euro gezahlt wird -
    was absolut lächerlich ist -, dann finanziert sich die Band
    über den Eintritt und der Wirt macht 740 Euro Gewinn.


    Locations, die nur ab und an Veranstaltungen durchführen,
    tun sich mit Eintritt oft schwer, weil sie Angst haben, dass
    keiner kommt. Das macht die Situation für Bands schwierig.
    Der entscheidende Punkt ist: Zieht die Band so viel Publikum,
    damit alle glücklich werden. Das ist banal, aber so einfach ist
    manchmal die Welt.


    Anders sieht es aus, wenn man es mit Clubs zu tun hat, die
    regelmäßig Veranstaltungen durchführen, die wissen wie das
    Geschäft funktioniert und sich an die Gepflogenheiten
    des geschäftlichen Umgangs in Mitteleuropa halten.


    Ticketpreis 15 Euro, abzüglich Vorverkaufsgebühr von zwo Euro
    macht 13 Euro. Bei 250 Zahlenden macht das brutto 3.250 Euro.
    Davon gehen ca. 300 Euro weg für der hauseigenen PA (Miete und
    Personal) bleiben 2.950 Euro. 60 Prozent für die Band
    macht 1.770 Euro. Bei sechs Musikern macht das 295 Euro
    je Person. Das ist für eine Hobbyband natürlich okay. Das
    Problem ist: Wie oft schafft man es, 250 Leute zu ziehen,
    die 15 Tacken auf den Tisch legen? Wenn man davon Leben
    will, muss man das verdammt oft schaffen, sonst wird es
    ziemlich schwierig mit der Miete.


    Ach ja und noch was: Niemand macht irgendjemand einen
    Markt kaputt. Von wegen Amateure und Profis....
    Das IST der Markt.


    fwdrums

    Hey Höllentrommler,


    ich glaube, dass Du Moes Witzchenn in den
    falschen Hals gekriegt hast. Er hat ja bereits
    oben ein paar ernsthafte Vorschläge unterbreitet.
    Und wenn Du verfolgst, was der Herr so im Forum
    schreibt, wirst Du feststellen, dass er ein überaus
    hilfsbereiter Zeitgenosse mit einer sehr
    konstruktiven Herangehensweise ist.


    Love & Peace :)
    fwdrums


    Ich gehe dann später noma in den Keller und
    schau mal auf ein trockenes K und merke
    mir die Bezeichnung,.So eins könnte eventuell
    was für Dich sein.