Beiträge von fwdrums

    Die "Beilagensensi" kostet bei T 135 €.


    Btw.: Es muß kein Nachteil sein, daß
    Trommeln nur 8 statt z. B. 10 Spann-
    schrauben haben. Es gibt Trommler,
    die suchen gerade solche, z. B.alte
    Gretsch-Snares. Ich hatte bisher noch
    keine Probleme damit, daß eine Snare "nur"
    8 Böckchen hatte. Da spielen imho
    vielleicht Mythen eine gewisse Rolle
    oder die Ausführungen in Fachmagazinen.
    Das ist letztendlich das gleiche wie
    bei Spannreifen: Flansch oder Guß?


    Ist Rot jetzt eigentlich besser als Blau?
    Weiß das inzwischen einer?


    Danke
    fwdrums

    Ach Gerald, bleib doch noch einen Moment. Du weißt
    doch so viel darüber...


    Zum Thema: Ja, wir wollen alle ganz individuelle Produkte,
    aber wir wollen nicht den Preis dafür zahlen. Das ist platt
    und vielleicht nicht zu 100 % wahr, aber doch ziemlich wahr
    (wenn's so was gibt).


    Mein Fokus hat sich in den letzten Jahren geändert. Ich besitze
    viel Trommelzeuch und zwar ganz unterschiedliche Sachen,
    von hochpreisig bis billich und von Blablabla-Holz mit der
    Soundso-Gratung und Becken aus Jod S-11 und GSG9. Für mich
    persönlich stellt sich nach jahrelangem Intensiv-GAS die Lage
    wie folgt dar: Ich brauche ordentliches Material aus Ausgangs-
    punkt, den "Rest" muß der Bediener - sprich: ich - liefern.
    "Ordentliches Material" bedeutet z. B. Trommel rund, Gratung
    plan, Hardware funktionsähig, Farbe "schön", kein Schnickschnack,
    kein Luxus. Meine Livesets (Yamaha Oak, Rogers XP8 (alt),
    Premier Olympic (ganz alt)) erfüllen diese Anforderungen.
    Damit der Kram richtig gut klingt, liegt in erster Linie an mir,
    sprich an der Art, wie ich spiele. Es ist für mich viel ziel-
    führender, Zeit in meine Fähigkeiten zu investieren, als Geld
    in mein Equipment. Wenn ich gar nix hätte und mir nur nach
    P/L-Verhältnis ein neues Set kaufen müßte, könnte es z. B.
    ein Yamaha Stage Custom 22/13/16 mit der gelieferten
    700er Hardware sein. Damit könnte ich prima leben. Und
    wenn's dann nicht gescheit klingt, liegt's an allem Möglichen,
    am wenigsten am Set und vermutlich am meisten an mir.


    fwdrums

    Ist es vorstellbar ein bezahlbares Set (Mitelklasse) von Sonor zu erwarten, neben der chinesischen Fertigung oder sind die wirtschaftlichen Einflüsse so groß wie schon in den vorherigen Beiträgen erwähnt, dass erst zur Wiederauferstehung Jesus mit einem solchen Insrtument zu rechnen ist?


    Wenn Sonor mit einem in D gefertigten Mittelklasseset eine Marktchance sähe, würden sie es anbieten. Wenn Du Genaueres erfahren willst, solltest Du Sonor kontatktieren. Hier im DF wirst Du nur auf mehr oder minder fundierte Meinungen treffen. Wissen tut's wahrscheinlich keiner.

    Instrumente sind eben auch nur noch Wirtschaftsgüter mit sehr begrenzter Haltbarkeit und unterliegen dann doch nur den Gesetzen des Marktes.


    Instrumente sind schon immer Wirtschaftsgüter, zumindest dann, wenn sie zum Verkauf angeboten werden. Alles andere ist Liebhaberei. Oder glaubst Du, Stradivari hat die Geigen aus Langeweile geabaut? Und das mit der Haltbarkeit wird die Zeit zeigen. Ich habe Instrumente aus D und aus dem bösen, fernen Osten. Hält bisher alles noch...

    fwdrums

    Im UnReel Book geht's um Vinnies Spiel. Und gerade
    er ist es, der 5 mal gerade sein lassen kann. Ob man
    13er-Akzente braucht... keine Ahnung. Herr Colaiuta
    kann mit dem irren Kram prima Musik machen.


    "13 im Gefühl haben" ist nicht jedermanns Sache. Es
    gibt aber Menschen, die so etwas können. Vinnie erzählte
    mal im Interview, daß er auf er Bühne mit Ike Willis
    (Gitarre, Gesang) bei Zappa tolle Ausflüge in die Polyrhythmik
    und -metrik unternehmen konnte. Ike kann angeblich keine
    Noten lesen, aber er hätte ein untrügliches Radar, wisse immer
    wo er sei und könne den ganzen Irrsinn spielerisch einsetzen.
    Und wenn du Quintolen und Septolen im Gefühl hast - was
    imho nicht so selbstverständlich ist - dann kannst Du Dir
    bestimmt noch das ein oder andere erarbeiten oder "erfühlen".
    Für was man das braucht? Wer braucht einen Porsche?
    Aber es macht bestimmt Spaß ab und zu mal damit zu fahren.


    fwdrums

    JJ ist für mich einer der coolsten Hunde, die je eine
    Bühne betreten haben. Alleine die verschiedenen
    Versionen seiner Songs, die er live zum Besten
    gegeben hat... JJ und Groove ist für mich ein
    Synonym.


    fwdrums



    Hört Euch das mal an:


    [video]

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    Und ich hab mal gehört, daß John Lennon einen
    ausgeprägten Sinn für Humor und sogar für Ironie
    gehabt haben soll. Aber wahrscheinlich stimmt
    das gar nicht. Überdies habe ich neulich gehört,
    wie der Ringo auf den alten Beatles-Platten ge-
    trommelt hat. Und ja, es stimmt, es gibt heute
    viele Drummer die technisch versierter sind und
    auch viel schneller spielen können als der Ringo
    damals es tat und heute tut. Aber was mir auch
    auffiel war, daß das oft verdammt kreatives
    Drumming war und daß es gar nicht so viele von
    der Sorte Trommler gibt, die das so können.Von
    der anderen Sorte... Aber das gehört bestimmt
    in einen anderen Fred.


    fwdrums

    Die Diskussion ist köstlich. Ich muß jetzt auch mal.


    Paris Hilton verdient ihren Lebensunterhalt durch...
    ähem... Paris Hilton zu sein. Es gibt Drummer, die
    bestreiten einen Teil - vielleicht so gar großen Teil -
    ihres Lebensunterhaltes durch Präsenz auf Trommler-
    veranstaltungen wie Meetings oder Workshops und
    DVD-Veröffentlichungen und ... Und wenn es einer
    schafft durch Youtube-Drumming seine Miete zu zahlen:
    So what? Ich kann für mich entscheiden, ob ich das
    konsumiere oder nicht. Wie bei so vielen Sachen
    im Leben.


    fwdrums

    Ich habe schweres, doppelstrebiges Material
    von Pearl, Tama, Yamaha und Sonor. Und
    ebenso findet sich einstrebiges und manch-
    mal sogar leichtes von Yamaha, Ludwig,
    Pearl, Premier uns sonstwas in meinem Fundus.


    Hier meine bescheidenen Erfahrungen aus
    langer Zeit: Wenn was wacklig ist, liegt es
    meist an der Konstruktion und nicht an der Aus-
    führung (doppel- oder einstrebig) oder am
    Gewicht. Und zu aller vorderst liegt es daran,
    wie man die Ständer aufbaut (Ausrichtung
    der Füße und Arme). Das klingt blöd, ist aber
    so. Und es überrascht mich regelmäßig, wie
    das Zeuch bei Leihsets (z. B. auf Festivals)
    aufgebaut wird. Ich hatte erst am Samstag
    wieder das Vergnügen. Ich komme mit
    Yamaha 600 bestens durch mein Trommlerleben.
    Meine Becken: Crashes bis 18, Rides bis 22,
    Chinas bis 20. Alles am Rack befestigt (o.k,
    war ein Witz).


    Mir kommt es oft so vor, daß doppelstrebiges
    Material deswegen bevorzugt wird, weil man
    denkt, nur das wäre "the real deal" oder es gefällt
    einfach besser. Rein funktionell tut es nach
    meiner bescheidenen Meinung meist auch
    leichteres und einstrebiges Material. Das ist
    aber letztendlich egal. Man fährt ja auch
    Porsche, nicht weil er besser fährt, sondern
    weil man Porsche fahren will.


    fwdrums