@ groucho
Ich glaube das ist ganz normal das man zu/auf Dinge Zurückgreift, die einem einfach am besten technisch vom Spielen/Beherrschen, als auch rein vom Gehör/Gefühl, eher am besten liegen.
Das finde ich auch gar nicht mal Schlecht, so vertieft sich Das und läuft von irgendwann automatisch, besser ohne Groß nachzudenken, das ist dann auch ein Schritt hin zum Groove.
Zum neuen Input Ideen holen wurde ja schon, einiges gesagt. Diese neuen Sachen auch wenn sie noch nicht ganz so rund Laufen, einfach immer wieder mit aufgreifen und einbauen.
Selbst wenn die gar nicht/weniger klappen sollten bzw. nur mit Fehlern, die du ja selbst wahrnimmst und hörst, Nutz die Fehler, manchmal helfen nur kleine Korrekturen evtl. auch ein Schlag auf ein anderes Teil, oder nur leicht anders gesetzt, so das es für dich persönlich leichter von der Hand geht. So findest oft deinen ganz persönlichen eigenen Groove und auch Stil. Versuch weniger Alles 1:1 umsetzen zu müssen.
Je öfter du neues Einbaust, desto eher wird`s zum "Automatismus". Aber mach das nicht unbedingt zwanghaft, zwischen durch immer wieder auf`s Bevorzugte/Alte zurückgreifen, das verfestigen, später evtl. nur eher mehr erhalten.
Doppelschläge in jedweder Form find ich sehr gut. Bei Mehrfach/Vielfachschlägen ist die Kunst, keine zu viel zu bringen keinen zu wenig, auf den Punkt zu stoppen. Aber nur über diese Fehler kommst du zum Ziel nicht verzagen wenn einer zu viel oder zu wenig dranbleiben, manchmal klappt`s plötzlich über Nacht, manchmal sogar nach ein paar Tagen Pause.
Edith: Ganz wichtig speziell beim Solieren und Grooven, oder soulierten Grooven, ist natürlich auch die Patzer und Spielfehler geschickt zu retuschieren und zu verstecken. Beim freien Spiel geht das sehr schön in dem man geschickt jederzeit zu einem Anderem Fill/Groove wechseln kann und das dann doch irgendwie alles harmonisch klingend verpackt oder "verbacken" bekommt. Auf jeden Fall eine gute Übung.
Im Kontext mit Mitmusikern im arrangiertem Lied/Song geht das natürlich nicht, ohne das so etwas Auffällt, weshalb Viele darum wohl, in diesem Fall, auch zu wirklich fest Sitzendem, eher weniger Sachen zurückgreifen.
Beim freien Jammen hingegen, ist halt auch der Mitmusiker gefragt möglichst passend harmonisch schnell darauf zu reagieren, da wird's dann erst Interessant finde ich.