Beiträge von odd-meter1701

    Wenn es nicht darum geht, das Becken neben der Reduzierung des Durchmessers in dem Sinne abzudrehen, dass Material abgenommen werden, das Becken also "dünner" werden soll, dann ist es kein Problem. Meine Flex macht das fast von alleine.


    Im Ernst: das Becken auf einen anderen, kleineren Durchmesser zu bringen ist technisch nicht schwierig, der EInsatz einer Flex mit einem dünnen Trennblatt ist schnell geschehen. Wenn Du magst, sende mir das Becken zu. Außer dem Porto / Rückporto fallen keine Kosten für Dich an.


    Beste Grüße!


    Martin

    Zum Ölen:


    eine Kettenverbindung zwischen Achse und Trittfläche braucht gelegentlich Schmierung, das geht wunderbar mit Ballistol oder Kettenöl oder mit Silikonspray. Das übliche WD40 ist hierfür nicht geeignet, da dies nicht fettet. Was man trotz der Schmierung der Kette am Fußpedal manchmal hört, ist die Feder bzw. auch deren Aufhängungen. Auch da tut ein Tropfen Öl Wunder, überschüssiges Öl kann und soll man entfernen. Ich habe auch schon bei nachhaltigem Quietschen der Feder einfach ein kleines Stück Schaumgummi aus einem Schwamm zugeschnitten und in den Innenraum der Feder gegeben. Man kann diesen Schaumstoff noch mit etwas Öl netzen, dann hört auch das sensibelste Ohr nichts mehr quietschen.

    Sabian 22
    Sabian 22" HHX Anthology Low Bell Cymbal (122XALN) HHX Anthology is a pinnacle of essential HHX technologies, uniting traditional and contemporary sounds. The…
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    Das ist von ganz anderer Qualität, in vielerlei Hinsicht.


    Ich denke, so etwas hat Mattmatt gemeint.

    Ich habe schon alte Ludwig-Sets erlebt, da waren "Wellen" mit bis zu 4 mm Abweichung vorhanden, die Trommeln konnten nicht richtig gestimmt werden. Bei einem der Sets hatte der Besitzer gemeint, das sei eben der Vintage-Sound. Nach der Beseitigung der Mängel musste er - erstaunt und erfreut - zur Kenntnis nehmen, wie toll diese Trommeln klingen können. Bei solchen Größenordnungen sollte eine Gratung neu gemacht werden.


    @ Lexikon75: gefräst wird natürlich erst, wenn der Kessel plan ist, und keinesfalls freihändig, wenn es eine gute Arbeit werden soll.

    Sorry, falls ich mich nicht klar ausgedrückt habe:


    Der Kessel muss plan sein (bzw. gemacht werden). Wenn ein unplaner Kessel mit einer vorhandenen Gratung nachgearbeitet wird, wird der vorhandene Grat an den zu hohen Stellen abgetragen, wobei der bleibende Grat dann an diesen Stellen eben nicht mehr so spitz bzw. schmal ist wie an den nicht abgetragenen Stellen. Ob der Grat dann 1 mm beträgt oder an manchen Stellen 2 mm, spielt jedoch klanglich mE keine Rolle, und ich habe damit einige Erfahrung. Allerdings arbeite ich die Gratungen aus optischen Gründen idR mit der Oberfräse nach. Nötig wäre dies nicht zwingend.


    Aber natürlich spielen auch andere Dinge eine Rolle, darunter auch die Qualität und Verarbeitung bzw. Zustand der Spannreifen.


    Bei neuen unplanen Trommeln, zumal aus dem Mittelklassebereich, sollte das Teil aber retour gehen.

    fwdrums hat recht, Planheit ist essentiell wichtig.


    Für die, die das Geld für eine professionelle Überarbeitung nicht aufbringen wollen oder können, gibt auch hier im Forum bereits einige Beiträge, wie man das selbst hinbekommt. Das haut klanglich schon sehr gut hin auch ohne eine Überarbeitung der Gratung, wenn die Höhendifferenzen nicht sehr hoch sind. Ob die Fellauflage an einer überarbeiteten Stelle dann ein klein wenig breiter ist als an anderen Stellen spielt letztlich keine Rolle. Glückwunsch denen, die dann noch den Unterschied zu einer vollkommenen Gratung hören, das ist mE allenfalls bei Studioaufnahmen der Fall und geht ansonsten im Raum oder im Gesamtsound unter.

    @ nebenrechnung: ich könnte mit meinen krummen Fingern mit Deinen konkurrieren, bei mir sieht es ganz ähnlich aus. Bei mir ist es ererbt, bei meinen Eltern sieht es noch schlimmer aus. Immerhin hat es bei mir erst mit Anfang 50 angefangen. Die Beeinträchtigungen kommen sicher nicht vom Schlagzeugspielen, und sie sollten Dich nicht hindern, zu trommeln. Bewegung tut mir und meinen Gelenken gut, und das wird vermutlich auch bei Dir so sein, ich würde mich wundern, wenn Dein Arzt Dir etwas anderes sagt. Mir persönlich tut Wärme gut, und falls es schmerzt, rate ich, ganz dünne, eng anliegende Handschuhe anzuziehen, also solche, welche es auch beim Discounter gibt (ich habe mir bei Norma diese Woche eine Packung mit 6 Stück für 4,99 Euro mitgenommen). So etwas muss man ja nicht zwingend beim Auftritt tragen, aber beim Üben stört es nicht.

    Ich habe auch schon einige beeinträchtigte Gelenke im Bereich der Finger und der Füße und eine Schulter-OP nach Sehnenabriss hinter mir, und ich spiele nach wie vor mit viel Freude und keinen Deut schlechter als früher: Bewegung tut gut, es kräftigt die Muskeln und hält die Gelenke beweglich, solange man es nicht übertreibt. Nicht umsonst heißt es: Wer rastet, der rostet.


    Wenn man mit einer guten Technik spielt, braucht es zum Schlagzeugspielen nur wenig Kraft oder Anstrengung. Wie Trommla zutreffend schreibt: auch mit solchen Beeinträchtigungen kann man stundenlang spielen. Entspannt bleiben und nicht verkrampft spielen ist wichtig! Dein Körper sagt Dir im Übrigen, wann es genug ist. Lass Dich nicht vom Musizieren abhalten!

    Nachdem mir niemand ein Premier Heritage-Set verkaufen will, habe ich eine wunderschöne Premier Artist Birch in 22 x 16 gekürzt, und zwar auf 22 x 10, weil das mit den vorhandenen Bohrungen für den Tomhalter und die BD-Legs gut gepasst hat.


    Ich habe zwei kleinere Formationen, bei denen ich nur BD, Snare, Hihat und ein Becken spiele, und da wollte ich mir auch was Schönes gönnen, zumal ich die passende Snare habe, und das ist jetzt richtig schick. Damit ich die anderen (Bläser) - es wird nur akustisch gespielt - nicht übertöne, wollte ich eine gekürzte und damit auch etwas leisere BD haben. Ich habe bereits eine gekürzte in 22 x 7, aber mich hat die Optik der Premier gereizt, die Farbe finde ich klasse.


    Das Kürzen war kein Problem, das Graten auch nicht. Ich habe das Badge vom abgeschnittenen Teil gerettet und beim Tomhalter angebracht. Den restlichen Kessel werde ich wohl für eine flache Gongtom nutzen, mal sehen. Gebraucht habe ich für die gesamten Arbeiten ca. 2,5 Stunden, Zeit muss man also schon investieren, es will ja auch alles demontiert, gereinigt, umgebaut und wieder montiert sein. Aus meiner Sicht hat sich die Investition aber gelohnt. Mir gefällt das Teil richtig gut. Nur nebenbei: die Premier Artist sind klasse Teile und oftmals unterbewertet!


    Hier sind Bilder:






    Ich verwende gerne für das Aussägen am Rand oder zum Ausarbeiten eines Risses einen Hartmetall-Sägedraht, der in die handelsüblichen Bügelsägen (Metallblatt) passt. Das geht schnell und ist deutlich weniger aufwändig als das Feilen. Das Ausarbeiten eines Risses verhindert, dass die Rissseiten aneinander reiben. Das verhindert entsprechende Geräusche und dient dazu, dass der Riss sich nicht fortsetzt, so jedenfalls meine Erfahrung.