Beiträge von odd-meter1701

    Nach Deiner Schilderung bin ich davon ausgegangen, dass Du klanglich etwas in dieser Richtung suchst (daher meine Wortwahl mit Holzbeater "verbietet sich"; vorschreiben wollte ich damit niemandem etwas, jeder kann so klingen, wie er will).


    Für solche Sounds: Nimm ein einlagiges Fell und ein Frontfell, das nach Möglichkeit geschlossen ist. Das bedeutet dann aber, dass Du mit der Dämpfung experimentieren musst. Das Frontfell würde ich eher stark dämpfen, da geht durchaus ein stramm angebrachter Filzstreifen oder ein bereits am Fell montierter Filzstreifen (wusste gar nicht, dass es so etwas gibt ...) . Auf der Schlagseite habe ich Felle zur Not auch schon von außen etwas nachgedämpft, das geht beispielsweise recht gut mit einem Papiertaschentuch, das mit einem breiten Klebeband am Fellrand aufgeklebt wird.

    Liebe Alle,


    ich habe vor ein paar Monaten ein Premier-Set aus - wie ich meine - Ende der 1960-er Jahre erworben. Die Bassdrum ist aber ziemlich speziell, gesehen habe ich so etwas in den alten Premier-Katalogen bislang nicht. Die BD hat vier Füße; es sieht so aus, als wäre dies werksseitig so gebaut worden, eine Bastelarbeit ist dies nicht. In den Katalogen ab 1968 sind die BD-Füße schon relativ weit oben angebracht, in den Katalogen bis 1966 - einen 1967-er Katalog habe ich nicht gefunden - waren die BD-Füße relativ weit unten angesetzt. Bei meiner BD sind die Füße an der Frontseite weit oben montiert wie ab 1968, und die Füße auf der Schlagseite weit unten wie bis 1966 üblich.


    Der Vorbesitzer hat Front- und Schlagseite vertauscht, das Schlagfell ist vorne angebracht, wundert euch also nicht. Ich habe das noch nicht korrigiert, das Set kommt noch in die Aufarbeitung. Der Sound ist bei diesen Sets übrigens hervorragend, dünne Kessel mit Verstärkungsringen, sehr gut verarbeitet ... eine echte Kaufempfehlung.

    Kennt jemand von euch diese Bauweise, und wenn ja, lässt sich das zeitlich einordnen? Über Infos würde ich mich freuen.


    Here are the bilders:

    Nach dem vorgesehenen Verwendungszweck halte ich es für einigermaßen ausgeschlossen, dass es Haltbarkeitsprobleme gibt, auch nicht bei einlagigen Fellen. Für die Art von Musik, die gespielt werden soll, verbietet sich ein Holzbeater. Ich habe für diese Zwecke sogar einen alten, mit Lammfell besetzten Beater in Betrieb. Der Sound muss mE eher weich als hart sein. Die mitlaufende BD muss mehr gefühlt als gehört werden, sonst klingt es gleich zu plump.


    Jonathan Blake hat den EInsatz der BD beim Swing schön auf den Punkt gebracht:

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    bei ca. 3:30

    Die Dämpfung mit Filzstreifen kommt aus einer Zeit, als die Planheit der Kessel noch kein großes Thema war bzw. vielfach nicht beachtet wurde. Und dann spielt die Unebenheit, die sich aus der Verwendung des Filzes ergibt, keine Rolle. Ich würde den Filzstreifen daher allenfalls auf der Frontseite verwenden, wenn man einen Retrolook will. Ansonsten kann man die Dämpfung mit dem Filzstreifen , was die Spannung anbelangt, nur schlecht kontrollieren und allenfalls damit arbeiten, dass man den Filzstreifen mehr am Rand oder mehr zur Mitte hin plaziert. Für ein Set, das gespielt werden soll, würde ich von Filzstreifen abraten.


    Wenn es Dir nicht um die Optik geht: nimm ein Ambassador clear, ein Emperor geht aber grundsätzlich auch, an der BD funktionieren CS-Felle aber auch ohne weiteres. Stärker vorgedämpfte Felle würde ich nicht in Betracht ziehen. Dämpfen kann man immer, offener wird ein vorgedämpftes Fell aber der Natur der Sache nach nicht. Ich finde im Übrigen, dass es gerade für die BD ein Encore-Fell auch lange tut.

    Ist der Vergleich mit Helge Schneider denn schlimm? Der ist ein guter Musiker, nimmt sich und das Musikbusiness nicht allzu ernst und hat Spaß an dem, was er treibt. Das ist nicht der schlechteste Ansatz.


    Bleibe ruhig bei Deinem "Blödsinn", solange Du Spaß hast und Deinen Zuhörern ein Schmunzeln ins Gesicht treibst. Es muss nicht immer alles perfekt sein, die Freude und der Spaß am Musizieren sind viel wichtiger!

    Je nach Lackart, die verwendet wurde, und je nachdem, wie dick die Lackschicht ist, variiert der Aufwand deutlich. Ich meine, das Set könnte schwarz lackiert gewesen sein, es kann aber auch sein, dass die Originalfarbe grau war. Wen die Versiegelung auf der Originalfarbe (als Deckschicht sollte ein Klarlack aufgebracht worden sein) in Ordnung ist, könnte man durch vorsichtiges Schleifen mit feiner Körnung (ab 1.500) die jetzige Deckschicht entfernen und den darunter hervorkommenden Klarlack wieder polieren. Den Decklack kann man eventuell auch durch Verdünnung wegbekommen, das ist aber heikel. Aber so wie es aussieht, ist der Zustand unter dem Decklack ziemlich bescheiden. Man kann das aber erst beurteilen, wenn man die Trommeln vor sich hat. Oder man lackiert die Kessel neu, nachdem man die jetzige Deckschicht fein angeschliffen hat. Ob sich die Lackarten vertragen, müsste man aber vorher ausprobieren.


    In jedem Fall: viel Arbeit!

    Meine bescheidene Meinung:


    ohne Bühnenerfahrung - und dazu gehört auch, wie man sich oder seine Kollegen wieder einfängt, wenn (mindestens) einer aus der Truppe rausfliegt, und souveränes und sicheres Aufführen des Stückes in den Proben - auch ohne Klick - ist das Stück zum Scheitern verdammt. Wenn es schon in der Übesituation nicht locker gelingt, wie soll es klappen, wenn dann bei Bühnenanfängern (sorry, danach hört es sich an) noch die Aufregung hinzukommt?


    Wie auch sonst im Leben: oft ist weniger mehr. Das durchschnittliche Publikum braucht keine musikalische Selbstbefriedigungsorgie. Und wenn es ein Publikum ist, das so etwas will, dann muss man auch liefern (können).


    Also: den Dampf aus dem Kessel nehmen, das spielen, was man locker spielen kann. Das macht den Musikern und dem Publikum Freude.

    WIeviel abzutragen ist sieht man erst, wenn man dran arbeitet. Der Lack zieht schon auch ins Holz ein. Dann müsstest Du im Zweifel so grob abschleifen, dass es ein erheblicher Aufwand ist, die Schleifspuren wieder zu beseitigen. Daher würde ich zusehen, dass es auf jeden Fall unbehandeltes Holz ist, im Übrigen dürften unlackierte Holzreifen weniger kosten. Aber auch wenn dies nicht der Fall wäre: Du würdest Dich grün und blau ärgern. Darauf wette ich eine Tafel Schokolade.

    Ich stimme den Kollegen zu: die Figur lässt sich mit den gängigen Fußtechniken ohne Weiteres spielen. Und wenn es noch nicht klappt: üben, üben, üben.


    Im Übrigen gilt: solange etwas gut funktioniert, also das grobe Timing und das Mikrotiming stimmen, die richtige Dynamik gespielt wird, die Betonungen in der Figur richtig gesetzt sind, die nötige Power kommt und keine unangenehmen körperlichen Begleiterscheinungen gegeben sind, ist es sch...egal, welche Technik man verwendet ...


    Was ich damit auch sagen will: über die Fähigkeit hinaus, die Figur schnell genug spielen zu können, gibt es genügend weitere Faktoren, an denen man arbeiten muss. Und daher kann es sein, dass man mit einer speziellen Fußtechnik gar nicht alle Anforderungen abdeckt.

    Es hilft nix: üben, üben, üben, wenn es einem nicht in den Schoß fällt.

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    Ich rate ebenfalls zur Beize und anschließend klarlackieren, das ist keine Raketenwissenschaft. Wenn es so wird wie bei Niles kannst Du hochzufrieden sein, dieser Farbton würde ziemlich gut passen, nach dem, was ich an Bildern gesehen habe. Allerdings sind die Kessel aus Buche. Wenn der Farbton nicht ganz hinkommt nimmst Du den neuen Reifen zur Schlagseite, das sieht sowieso niemand. Wenn Du einen Keller Ahornreifen nimmst, kannst Du bei einem Stick aus Ahorn probebeizen, der darf eben njcht lackiert sein. Das ist bei den Billigsticks zumeist der Fall.