Ein Songbeispiel und eine Angabe über dein Spielniveau wären wirklich nicht schlecht, wie schon meine Vorredner schrieben. Und auch, für welchen Zweck du die Songs lernen willst, ob fürs Spielen in einer Coverband oder nur für dich als playalong. Die Frage ist auch, wie genau du die Originale nachspielen WILLST. Denn je nach Zweck kann, muss man aber nicht alles genau wie im Original spielen.
Ich selbst spiele u.a. in einer Coverband, die vorwiegend Rock aus den 70er spielen. Da gibts für einige Songs weder Noten im Netz noch Youtube Covers, wo man was abschauen könnte. Da hilft dann oft nur raushören. Oder auf youtube eine Live-Version vom Original suchen und hoffen, dass man da die drums gut hört und/oder sieht. Oft nicht der Fall.
Bei manchen Songs ist es relativ egal, wie genau man sich ans Original hält, bei manchen ist es ziemlich essentiell.
Am hilfreichsten sind (nicht immer) Noten, denn da gibts dann keinen Zweifel, ob man es richtig rausgehört hat. Allerdings eben nicht immer, ich hab zb. die Noten von Radar Love von Golden Earring, aber da ist das ganze Blatt schwarz vor lauter Notenköpfen und mir wird schon schwummrig, wenn ichs nur anschau. Da sind sehr viele 16tel-Sextolen(oder 8tel-Sextolen, je nachdem, ob man die Noten in 100 oder 200 bpm vorliegen hat). Noch dazu ist das ganze geswingt. Da helfen mir die Noten auch ned viel, weil ich so schnell nicht spielen kann und schon gar nicht check, wie das geswingt dann klingen soll. Im Original hör ich nur drrrrrrrr
meine Coverband will den Song aber im Programm haben, also spiel ich den so, wie ich das für mein Niveau kann und ersetze die fills durch einfachere, die halbwegs ins feeling des songs passen. Und manche lass ich komplett weg. Alle können aber den Song erkennen und wer nur den Song so "als Ganzes" kennt, also noch nie so wirklich auf drums geachtet hat, checkt gar nicht, dass ich das anders spiele als im Original, und ich spiels wirklich seeeeehr vereinfacht. Obwohl ich die Noten hab, aber ich kanns halt noch ned so spielen.
Dann gibts wieder Songs, wo es eben weder Noten noch Drumcovers auf youtube gibt, zb. Throw down the sword von Wishbone Ash (ok, ein Video hab ich gefunden, wo eine Coverband das live spielt und aus drumcamposition gefilmt wurde, von daher konnte ich mir da auch optisch einiges abschauen, hab ich aber nur grob getan). Da spiel ich einfach so, wie ich es ohne 1000x anhören raushöre und was für mich dem Gefühl nach dazupasst. Der Song ist für mich somit total simpel.
Also um deine Frage zusammenfassend zu beantworten: ich nehme, was verfügbar ist, Noten, Drumcovervideos, Live-Videos von er originalband, Coverband-Videos, im schlimmsten Fall nur selbst raushören. Oft eine Kombination von allem. ![]()
Edith meint noch: Notizen mach ich mir nur wenig, also richtige Leadsheets eher selten, ich lerne am besten, wenn ichs echt so lang hör/spiel, bis ichs auswendig kann. Solange ich einen Schummelzettel hab, merk ichs mir nicht