So etwas muss nicht erst neu erfunden werden. Auch gibt es schon recht leise Metallbecken am Markt. (Zildjian GEN16) Auch diese Lösung muss nicht mehr für Millionen Euro neu entwickelt und erfunden werden. Alles schon da!
Lies doch nochmal den Beitrag von Sascha dazu: Es ist eben NICHT so einfach, wie Du es hier immer mal wieder darstellst!
WENN es so einfach wäre, die Loch-Becken von Zildjian mit Triggern auszustatten und das dann auch noch tatsächlich einwandfrei funktionieren würde, dann wäre das passiert!
Es wird einen Grund dafür geben, warum Zildjian hier auf Mikrofone gesetzt hat - und ich halte Saschas Erklärung dazu für recht schlüssig und naheliegend.
Es ist zu einfach, hier immer der "bösen Industrie" dunkle Absichten zu unterstellen: Oft liegen die Probleme ganz woanders (Sascha erwähnte hier u.a. auch schon die rechtlichen Aspekte).
BTW: Ich war gestern auf einem Workshop von Michael Schack - ein Profi, der auch auf der Bühne u.a. mit TD30 spielt. Der ist zwar in anderen Musikrichtungen unterwegs (z.B. Netsky), aber hat im Workshop wie im kurzen Gespräch hinterher recht glaubhaft dargestellt, dass sich mit dem Gerät seine professionellen Ansprüche befriedigen lassen. Und der Mann spielt extrem physisch - da wird nicht gestreichelt ![]()
Seine Performance - übrigens auf einem TD-25 - war beeindruckend. Aber natürlich ging es hier nicht um die Nachbildung von akustischen Sets, sondern vor allem um die kreative Nutzung der technischen Möglichkeiten.
Nur ein Beispiel dazu: Das TD-25 gestattet ja u.a. on the fly mal eben aus einer 14"-HiHat eine 40"-HiHat zu machen (kurze Drehung an einem der vier Parameter-Potis) oder aber mal eben auf ein 6"-Format zu wechseln. Es gibt in natura keine 40"-HiHat, aber die aktuelle Technik gestattet es eben, sowas zu emulieren - und das klingt noch nicht einmal sehr synthetisch - und vor allem auch damit die kreativen Möglichkeiten zu erweitern.
Das ist sicherlich nicht jedermanns Begehr, aber was für ein gigantischer Fundus an Möglichkeiten steht uns da zur Verfügung, wenn wir etwas freier und offener an diese Möglichkeiten heran gehen und sie kreativ zu nutzen lernen.
Das Imitieren eines akustischen Drumsets ist in meinen Augen nur ein Teilbereich dessen, was ein E-Drum-Set ausmacht.
Ich selbst nutze beides: Für den vergleichsweise brauchbaren Ersatz meines A-Sets zuhause das TD20X mit VST/SuperiorDrummer, aber eben auch über das Modul selbst die experimentellen Möglichkeiten neuer, modifizierter Sounds und Instrumente, die es auf dem Markt gar nicht zu kaufen gibt. Das macht nicht nur Spaß, sondern das kann sehr inspirierend sein. Mit einem einfachen Mini-Mischpult kann ich hier hin- und her switchen, mischen, überlagern.. und das sind zusätzliche Optionen, die mir kein Akustik-Set der Welt bieten kann.
In diesem Sinne halte ich das Glas für halbvoll und nicht für halbleer ![]()
Edit: RS