Beiträge von zwaengo

    Nur einmal so als Anregung für Deine mögliche Kaufentscheidung in Sachen E-Drums.


    Ja, und was macht der Thread-Ersteller jetzt mit dieser Aussage? Das Thema ganz sein lassen?


    Ihm ist genau das passiert, was ich auch hinter mir habe: Einen ganzen Haufen E-Sets im Vergleich getestet und am Ende nur vom TD-30 angetan gewesen - alles andere schien von der Verarbeitung, vom Spielgefühl, von der Funktionalität usw. deutlich dahinter zurück zu fallen. Das TD-30 ist im Bereich der fertig konfigurierten Industriegeräte mit Sicherheit das Top-Produkt - ob es nun seinen Preis wert sein mag oder nicht.


    Es ist doch eben KEINE Alternative, sich selbst ein Set mit VSTi-Lösung zu schnitzen, wenn man das - mangels Kenntnissen oder Fähigkeiten - nicht angehen will. Da bleibt doch nur, sich aus dem, was der Markt fertig konfiguriert bietet, das derzeit Beste rauszuziehen, was dann eben der Geldbeutel noch ermöglicht.


    Da hilft alles Zetern und Jammern nichts, was hätte, könnte, sollte: Es ist, wie es ist! Es gibt eine Notwendigkeit, ein E-Set zu spielen und für den einen oder anderen eben nicht die Grundlage, sich eins zu backen...
    Also was dann? Verzicht kann da doch nicht die Lösung sein?

    In dem Moment wo ein nutzbares (professionelles) Drum To Midi Interface am Markt erscheinen wird, sollte sich das meines Erachtens aber ganz schnell ändern können. Viele Anwender werden sich dann sicherlich sehr gut überlegen wollen, ob man sich weiterhin von diesen sturen Nostalgie Modulherstellern verarschen lassen möchte. (Spezielle im Hochpreissegment) Das bedingt aber natürlich unkomplizierte Kaufoptionen in den üblichen Fachgeschäften als funktionsfähige/spielbereite VSTi-Systeme wie das auch bei den bisherigen Modulsystemen der Fall ist.


    WENN das alles wirklich so einfach wäre und die üblichen verdächtigen Modul-Hersteller einen so großen Reibach machen würden, DANN frage ich mich, warum nicht schon lange ein paar findige Tüftler diese Chance genutzt haben, um sich dieser Marklücke zu bemächtigen?


    Ich fürchte, dass die Problematik darin liegt, dass der Anteil der "professionellen" Endanwender solcher Systeme im Verhältnis zur "Geiz-ist-Geil-Fraktion" der Hobby-Trommler verschwindend gering ist und sich schlicht darauf keine Geschäftsidee aufbauen lässt, die nicht nach kurzer Zeit im Konkurs endet...


    Du wirst ja nicht müde, immer wieder zu betonen, dass praktisch die ganze Technik für einfache und günstige VST-Systeme schon vorhanden ist, aber dass die großen Hersteller sie uns quasi "vorenthalten". Somit würden selbige ja einen scheinbar lukrativen Geschäftsbereich schlicht ungenutzt lassen... Tatsächlich glaube ich das nicht: JEDE Firma muss auch wirtschaftlich denken, und meist sind die "High-End"-Modelle (wenn ich sie mal so nennen darf) der Teil, mit dem eben kein Geld verdient wird, sondern mit denen man "neue Ideen" in den Markt einführt, die dann irgendwann Eingang in die niedrigeren Preisklassen finden.


    WENN also alles so einfach wäre, müssten sich hier ja schnell ein paar Kundige finden, schnell das Machbare "zusammenpatchen" und auf den Markt bringen können, um damit auch noch einen vollen Kühlschrank bezahlen zu können.


    Leider ist es offenbar nicht ganz so einfach, und an dem Punkt mag ich mich auch an dem Roland/Yamaha-Bashing nicht beteiligen... Mir geht das manchmal zu sehr in Richtung "Verschwörungstheorie".


    Wenn Du, lieber Trommeltotti, ein Unternehmen zu führen hättest, dann müsstest Du zwangsläufig auch etwas vielschichtiger analysieren und entscheiden. Allein die Frage der technischen Machbarkeit bzw. was THEORETISCH schon hätte auf dem Markt sein können und müssen, ist im Gesamtzusammenhang in meinen Augen zu stark vereinfachend - wenn ich auch grundsätzlich wichtig finde, im Sinne von "steter Tropfen höhlt den Stein" als Kunde weiter Innovation einzufordern.


    Sven

    Mmh. Die Technik hört sich interessant an (Flow Note), aber für den Preis nur eine Kick und ein Hihat?


    Habe ich da etwas überlesen? Wo steht das?



    Mir ist allerdings eben noch aufgefallen, dass zwingend NI Kontakt 4.2 erforderlich ist, d.h. die Kosten dafür kommen noch einmal dazu - und die liegen wohl ungefähr bei 400.- Euro :(


    Günstig geht also doch anders....

    Ja jetzt unbedingt "günstig" finde ich es nicht. Aber bisher haben die eben ziemlich hohe Qualität bei Ihren Instrumenten.


    Müsste man mal testen!



    Die Einordnung als "günstig" habe ich auch in Bezug auf die gebotenen Features gesehen, denn die finde ich schon recht überzeugend. Und wenn das in der Praxis alles so flutscht, wie es die Werbe-Videos suggerieren, dann ist das insofern "günstig", als ich dafür ja praktisch nur den Gegenweit eines anständigen Splash-Beckens zu löhnen hätte... SuperiorDrummer kostet ungefähr den gleichen Preis - und den fand ich - absolut gesehen - auch immer recht angemessen...

    Im ersten Moment war ich sehr angetan von dem, was ich da in den Videos hören konnte - und dann habe ich die "System Requirements" gelesen:


    6GB harddrive space (lossless compression from 20GB )
    Ability to download
    PC 2.4GZ+, 4GB ram
    MAC 2.6Ghz, 4GB ram


    Das wird dann nichts mit einer alten Kiste - da muss schon was aktuelles her... Schade, denn so relativiert sich der eigentlich zunächst günstig erscheinende Preis...

    Klar, diese VST-Lösungen können wahrscheinlich schon bessere Sounds darstellen, aber hört das der Zuhörer in den meisten Fällen. Z. B. bei einer Metalband? Oder bei normalem Rockgetöne by Brian Adams oder so?


    Es ist sicher so, dass fast 100% der Besucher eines Konzertes NICHT die Qualität der jeweils verwendeten Instrumente hören oder unterscheiden können.
    Die meisten hören nicht einmal, ob etwas live gespielt ist oder aus der Konserve kommt.


    DAS ist aber nicht das Kriterium: Ich kann ja als Zuschauer auch nicht beurteilen, wie sich der Formel1-Bolide von Sebastian Vettel qualitätsmäßig einordnet, sondern sehe nur ein Gesamtergebnis bzgl. Platzierung im Rennen - ich bin eben nicht der Fahrer..


    Entscheidend ist aber, dass wir Musiker uns mit unserem Instrument wohl fühlen - und da UNSERE Wahrnehmung über unser Musikerleben immer feiner und feiner wird, sich der Horizont auch immer mehr erweitert, muss das Material mit uns wachsen, damit wir die maximale Performance bringen können... Und HIER wird es dann eben komplett subjektiv: ICH fühle mich mit anderen Dingen wohl, als Du oder Erwin Meyer...


    Das alles ist wunderschön zu sehen, wenn man mal durch den Galerie-Thread stöbert und feststellt, dass es keine zwei gleichen Set-Konfigurationen und Aufbauten gibt, weil eben jeder seine ganz individuellen Bedürfnisse und Vorlieben hat, um sich wohl zu fühlen und mindestens im eigenen Erleben leichter und besser zu spielen...


    Gut so!


    Analog sollte auch stehenbleiben können, dass die Aspekte, die einige von uns an E-Drums kritisieren, für andere keine Rolle spielen - und umgekehrt, dass für andere die Vorteile der E-Drums jene der A-Sets überwiegen mögen..


    Ich persönlich kann beiden etwas abgewinnen: Mein A-Set kann ich nuancierter spielen, mein E-Set (TD-20) macht mir vor allem bezüglich tonlicher Experimente und der reduzierten Lautstärke beim Üben Laune.
    Mit beiden fühle ich mich auf jeweils eigene Art wohl. Die Bespielbarkeit der E-Sets jenseits der Einsteigerklasse geht in meinem Empfinden völlig in Ordnung - aber das ist eben auch nicht für jeden so....


    Schön, dass wir diese Vielfalt haben - auch wenn berechtigterweise hier im Forum immer wieder darauf hingewiesen wird, dass die Industrie hier schon ein ganzes Stück weiter sein könnte...

    Es wurden in diesem Vergleichstest auch die möglichen Latenzen der Modulgeräte thematisiert. (Etwa von 3-18ms Verzögerungen je nach System) Bei den Werten von 18ms ist damit wohl das Pearl EPro Live System gemeint. Das schlägt immerhin auch mit etwa 2500.00 € zu Buche. 18ms Verzögerungen..... Absolut unbrauchbar das Teil! Hier sollte eine eindeutige Warnung ausgesprochen werden wie etwa "kauft bloß nicht diesen Scheiß"! Ab so einer Deutlichkeit würde für mich so ein Test überhaupt erst einmal interessant werden. Halt einfach mal "Tacheles" reden und das Kind beim Namen nennen. Bei diesen Preisregionen dringend angeraten.


    Nun, ich fand - im Gegenteil - die Fazit-Aussagen und Kritiken gerade am Pearl für einen Test derart deutlich, dass ich fast verwundert war, WIE deutlich rüber kam, dass das Pearl im Prinzip unbrauchbar ist.


    Du darfst nicht vergessen, dass Testberichte praktisch IMMER im Kontext einer Zeitung, eines Portals, Händlers etc. stehen, d.h. hier gibt es klare Marktinteressen, die Auswirkungen haben: Ich erinnere mich noch lebhaft, dass vor etwa 30 Jahren mal das damals einzige Musikermagazin (Fachblatt Musik Magazin) einer Gibson SG Firebrand die Note 5 gegeben hatte, worauf der Vertrieb - der mächtig viele Anzeigen schaltete, die für das Überleben der Zeitung wichtig waren - hier wohl die Daumenschrauben angesetzt hat. Seitdem habe ich NIE WIEDER in irgendeiner Publikation einen Komplett-Verriss gelesen.


    Das läuft inzwischen wie in der Aussenpolitik, d.h. über die hohe Kunst der Diplomatie: Man spricht die Kritikpunkte an, unterfüttert aber mit "gute Anlagen"/"Montagsprodukt"/"möglicherweise Einzelfall" etc...


    Entsprechend erwarte ich hier eigentlich keine deutlichen Worte, sondern habe gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen. Klare Verrisse können wir uns hier als Privatpersonen im Forum erlauben - und DAS macht für mich ein Forum, wie das unsrige, auch unverzichtbar, um Bilder abzurunden...


    Dennoch: Ich fand die Aussagen überraschend klar und deutlich, da gerade zum Pearl gesagt wurde, dass es sich anfühle, als würde man mit Gewichten an den Armen spielen (sinngemäß, habe den genauen Wortlaut nicht mehr im Ohr)...


    Sven

    Weiß nicht wie das beim Roland ist, aber Yamaha hat teilweise schon echte Samples, wie das Oak Custom, Birch Custom und Maple Custom Absolute. Nur eben ohne Bleedings und mit weniger Dynamikstufen. Es gibt natürlich auch noch jede Menge Synthi Sounds...


    Ich meine die Tonerzeugung und nicht die Bezeichnung bzw. Charakteristik der Sounds, die am Ende heraus kommen: Auch beim Roland gibt es "Oak", "Birch", "Maple" und dazu z.B. "909", "808" etc..


    Das Yamaha DTX 900 ist - laut Yamahas Produktseite - mit synthetischer Sounderzeugung ausgestattet: "Mit dem DTX900 enthält die Serie darüber hinaus ein Soundmodul, dessen Tonerzeugung auf der unserer weltbekannten MOTIF-Synthesizer-Serie basiert" - also eben nicht auf Samples basierend.


    Roland und Yamaha "emulieren" ja quasi die natürlichen Sounds auf synthetischem Wege. Ich bin mir aber nicht sicher, wie das bei Pearl ist... von 2Box ist ja bekannt, dass sie mit echten Samples arbeiten...

    und das dann gleich bitte auch für trommler umsetzen.


    Selten so gelacht :)
    Toll gemacht... Nächsten Monat soll das Gadd-a-lyzer-VST-PlugIn erscheinen... Hab´s natürlich gleich geordert, weil ich zu Weihnachten meine Omi beeindrucken möchte ;)


    @ trommeltotti:
    Auch ich schätze Deinen Sachverstand bezüglich dieses Themas, finde es aber manchmal auch etwas schwierig, wenn in sehr vielen Threads zum Thema E-Drums immer wieder von Dir die Grundsatzfrage aufgeworfen wird. Dieser Vergleichstest hat diesen Anspruch ja ausdrücklich nicht, zu zeigen, was geht oder theoretisch ginge.


    In meiner Wahrnehmung ist es so, dass sich der Großteil der Drummer, die ein E-Set spielen oder spielen wollen, mit der komplexen Technik zum Erreichen des derzeit technisch Machbaren nicht beschäftigen wollen oder können (z.B. mangels technischem/bastlerischen Sachverstand, Geduld, Zeitaufwand etc.).
    Für genau die kann ein solcher Vergleichstest zumindest eine Orientierung sein, wo im Industrie-Standard-Segment der Hammer hängt.
    Mir geht der Vergleich zwar auch nicht tief genug, aber in der Quintessenz kommen einige wesentliche Stärken und Schwächen der im Laden direkt zu erwerbenden Produkte zur Sprache. Es wird im übrigen sehr wohl darauf hingewiesen, dass man noch reichlich Modifikations-Möglichkeiten hat.
    In Ermangelung anderer solcher Vergleichstests gibt´s von mir für den hier verlinkten Test ein dickes Plus! Kurz, knapp... und die in meinen Augen wesentlichen Schwächen und Stärken der vorgestellten Produkte werden auch genannt...


    Was mich gestört hat, war eher, dass häufig von Samples bzw. "amtlich aufgenommen" (oder sinngemäß) gesprochen wurde, wobei meines Wissens nur beim 2Box tatsächlich mit Samples gearbeitet wird: Alle anderen arbeiten doch mit Synthese?


    Sven


    Edit: RS

    http://www.thomann.de/de/mille…s400_edrum_stereo_set.htm
    Dieses Einsteiger- oder Spielzeugschlagzeug sollte für deine anfänglichen Erwartungen ausreichen.


    +1


    ich selbst möchte auf sowas zwar nicht trommeln müssen, aber ich kenne einige Menschen, die sich dieses Set gekauft haben, weil sie eigentlich z.B. Gitarristen sind, einfach nur mal etwas nebenbei trommeln wollen und mit dieser Kiste wirklich VOLL zufrieden sind.


    Mein Bruder hat sich gerade kürzlich auch dieses Teil gekauft und hat mir unendlich vorgeschwärmt, wie toll er die Kiste findet und wieviel Spaß es ihm macht - auch er spielt eigentlich Gitarre...


    Was mir diese Eindrücke aus meinem Umfeld zeigen: Wer kein Trommler ist, überhaupt noch nicht in die Materie eingestiegen ist und nur einen einfachen 4/4 mitklopfen möchte, wobei dann noch ein scheinbar mächtiger Sound aus den Boxen kommt, der KANN mit sowas absolut zufrieden sein - sogar nach mehr als einem Jahr noch...


    Als ich die Kiste das erste Mal angetestet hatte, hat es keine Minute gedauert, bis ich unter den Limitierungen gelitten habe und keine Lust mehr hatte, noch länger daran zu sitzen - aber als Kind hat es mir auch gereicht, auf dem Nachbargrundstück in einem alten Schrottauto zu sitzen und "Rennen" zu spielen: Ich hatte schlicht keine Ahnung vom Autofahren, aber mir erschien es wie der Eintritt in eine neue Dimension....


    Also sollten wir alle hier ein wenig von unseren Erfahrungen und unserer inzwischen ausgeprägten und geschärften Feinwahrnehmung abstrahieren und uns daran erinnern, wie es war, als die Waschmittel-Trommel das erste Drumset war und sich einfach nur großartig angehört hat....

    Es gibt natürlich Mikrofone, die zum einen als sehr feedbacksicher gelten und Mikrofone, die einen ausgeprägteren Nahbesprechungseffekt als andere haben.
    Ich würde an dieser Stelle ein Audix OM 7 ausprobieren.


    + 1


    Definitiv eine sehr, sehr gute Wahl. Das SM58 halte ich für Deine Bedürfnisse für komplett unbrauchbar, das Audix OM 7 ist in diese Beziehung einfach großartig. Es ist leider nicht ganz günstig, aber definitiv sein Geld wert. Unabhängig davon ist eine entsprechend angepasste Mikrofontechnik immer sinnvoll...