Zitat
Original von Jaggerblack
Also ich für meinen Teil lege mich da nicht mehr fest. Früher hab ich mal Tama (Royal Star)gespielt, war ganz ordentlich , und habe von Ludwig geträumt. Dann hab ich mal 'n Ludwig angetestet und fands irgendwie gar nicht so prickelnd (lags an der Einstellung der Drums o. an meiner zu hohen Erwartung?). Im Moment spiele ich Pearl und bin ganz zufrieden (2 Sets). Allerdings glaube ich, muss man ohnehin an jedem Set ein wenig "herumdoktern", um seinen, optimalen, Sound hin zu bekommen. Ne Zeitlang war ich ganz heiss auf Yamaha, hatte soooo viel gutes gehört. Habe kürzlich bei nem Gig die Gelegenheit gehabt, eines zu spielen und fands, sorry, scheiße.
Das ist schon sehr Pauschal abgehandelt. Du hast "ein" Yamaha bei einem Gig gespielt, welches dir nicht gefallen hat, und findest nun die Firma nicht mehr so toll, obwohl du vorher soooo viel gutes darüber gehört hast. Weiters hast du deinen Traum vom Ludwig durch das anspielen „eines“ selbigen aufgegeben, obwohl du unsicher bist, ob es an der Einstellung oder sonst was lag.
Ich finde es nicht gut, von irgendeinem Set einer Firma gleich auf deren ganzes Produktpalette zu schließen. Wenn ich eine Sonor 505 anspiele, kann ich auch nicht sagen, Sonor ist generell scheiße, andersrum wird auch ein tolles Reference nicht stellvertretend für Pearl sein.
Ich kümmere mich einen Scheiß um irgendwelche Firmen und deren Image. Erst wenn ich was angespielt habe und länger unter meinen Händen hatte, erlaube ich mir ein Urteil über dieses Fabrikat. Mir reicht es nicht, mal eben im Laden darauf herumzuklopfen, ich muss ein Set kennenlernen und erfahren, wie es in bestimmten Stimmungen mit diesem oder jenem Fell reagiert. Ob das Set dann von Tama, Sonor, Pearl, DW oder sonst wem ist, ist mir herzlich egal.
Fast jede renommierte Firma bietet vom offensichtlichen Einsteigerschrott bis zum High-End-Produkt alles, ab dem Mittelfeld sind die Unterschiede der konkurierenden Serien doch nur noch marginal, welche eben verschiedene Käufer und deren Klangvorstellungen zu bedienen versuchen. Um mal wieder das Beispiel von den Autos zu strapazieren: Ab auf meiner Mittelklasselimousine nun Mercedes, BMW oder Audi draufsteht, ist doch egal, der eine bietet in Sachen Komfort ein klein wenig mehr, der andere hat Vorteile beim Antrieb, der Dritte hat beim Preis die Nase vorn. In Wirklichkeit geht es doch nur darum, in einem Teilbereich einen kleinen Vorteil gegenüber dem Mitbewerb zu haben, um den Kunden der genau das sucht, für sich zu gewinnen.
Doch gerade bei den Autos werden wohl mehr als 80% der Käufer über das Image gewonnen, beim Thema Schlagzeug dürfte es nicht anders sein. Nur ist es in Sachen Drums wohl eine Frage des Alters, um zu erkennen, dass es hier um Qualität und Detailfragen geht, und nicht um Werbebotschaften und Endorsments der Imageträchtigsten Drummer. Beim Autokauf ist es genau andersrum, je älter, desto sturer bleibt man bei seiner Marke.
Hmm, jetzt hab irgendwie den Faden verloren und bin mir auch nicht mehr sicher, ob das alles so hier reinpasst, aber umsonst will ich das jetzt auch nicht geschrieben haben....