Beiträge von nils

    Also, es scheint zwei Aspekte deines Problems zu geben:
    1 - unsauberer Klang einzelner Trommeln
    2 - unharmonischer Zusammenklang zweier Trommeln


    Beides hat mit Intervallen zu tun, sofern nicht eines oder mehrere der Felle zu tief gestimmt ist und deshalb flattert.


    Nr 1 resultiert vermutlich aus einem ungünstigen Intervall zwischen Schlagfell und Reso. Spiel mal damit herum. Stimme das Reso mittelhart. es kommt nicht auf den genauen Ton an, nur dass es nicht zu tief gestimmt ist. Stimme dann das Schlagfell langsam von ganz tief in kleinen Schritten immer höher. Irgendwann sollte der Klang Dir gefallen. Merke Dir dann das Intervall zwischen den Fellen.


    Nr 2 ist zumeist leicht abzustellen, wenn man 1 im Griff hat. Stimme einfach die Trommeln von dominanten Grunton etwas weiter auseinander oder näher zusammen. Man muss das ausprobieren. Ich komme mit Terzen am besten klar, viele wählen Quarten.


    Nils


    P.S.: Dass eine Trommel keine harmonische Obertonreihe hat, wie z.B. ein Saiteninstrument, kann man hier an verschidenen Stellen genau nachlesen. Aufgrund dieser Eigenschaft ist eine zylindrische Trommel harmonisch schwer nutzbar.

    Du schummelst Nils ! Wenn ich unsere Jugendband einrechne dann ist das ähnlich!


    Nee, so ist das nicht. Alle oben genannten spielen nach einem ausgeklügelten Plan Reih um in der "großen" Band. Einige der jungen MusikerInnen spielen auch in der Jugendband, aber nicht alle.
    Die Erstellung dieses Dreimonatsplans kostet mich jedes Mal viel Arbeit. Aber es ist schon komfortabel fast überall mindestens doppelt besetzt zu sein. :)


    Die Integration junger MusikerInnen ist immer eine Herausforderung, aber unausweichlich, wenn die "alten Kämpen" sich aus familiären Gründen zeitweise oder ganz zurückziehen. Die mir anvertrauten sind aber alle Korrekturfähig, so dass es zu keinen großen Eifersüchteleien kommt.
    Die Alterunterschiede kommen nicht so zum tragen, weil es durch das Rotationsprinzip keine zwei Bands gibt. Klar hat jeder seinen eigenen Stil, aber ich erwarte, dass jeder alle Lieder des aktuellen Programms spielen kann und dadurch auch kurzfristige Umbesetzungen möglich sind.


    Ich strukturiere die Proben so, dass Platz für Wiederholung ist, aber auch für Kreativität und Weiterentwicklung. Zudem erwarte ich von jedem, dass er/sie übt und sich mit dem aktuellen Material beschäftigt.


    Es gibt in jedem Monat
    - eine Gesamtprobe
    - zwei Kreativproben
    - eine Schulungsprobe.


    Zur Gesamtprobe müssen alle erscheinen, die live dabei sein wollen. Zur Kreativprobe möchte ich nur Leute haben, die auch neues Material schreiben bzw. mit entwickeln wollen. Bei den Schulungen sind nur die da, um die es gerade geht, z.B. die SängerInnen. Ich lade dann z.B. einen Dozenten ein, der sie voran bringen soll.
    Manchmal will ich auch alle da haben, etwa wenn es um zentrale Themen geht wie Phrasierung und Artikulation oder Harmonielehre oder auch wenn die Band geistlichen Input bekommen soll.


    So entstehen pro jahr zwischen 8 und 15 neue Songs, dafür fliegen dann alte wieder raus. Wir spielen nur selten etwas nach und wenn, dann stammt es zumeist aus Australien und ist garantiert GEMA-frei.


    Natürlich ist eine Gesamtprobe, bei der alle anwesend sind und möglichst auch jeder jedes Lied einmal gespielt haben soll eher unruhig und zuweilen chaotisch. Aber ich nutze diese Proben, um Mitschnitte anzufertigen, die ich dann den MusikerInnen um Download bereitstelle, als Ergänzung zu den Lead Sheets. So kann man sich auch ausserhalb der Proben Material erarbeiten.


    Nils

    Meine Band:
    eine Bassistin: 48
    andere Bassistin: 16
    ein Gitarrist: 36
    anderer Gitarrist: 18
    akustische Gitarristin: 15
    akustischer Gitarrist: 20
    ein Schlagzeuger: 20
    anderer Schlagzeuger: 41 :)
    eine Keyboarderin: 35
    andere Keyboarderin: 18
    noch eine: 16
    noch einer:16
    SängerInnen: zwischen 18 und 42


    Nils

    Nee, auch nur drei.


    Von einer Firma, die mir ein Endorsement anbietet, würde ich nie etwas kaufen.
    Die können von Schlagzeugspielen nicht die geringste Ahnung haben!


    Ich bin zwar auch kein Schlazeugheld, aber trotzdem bin ich über mein aktuelles Endorsement froh 8und käme nicht drauf es abzulehnen.

    Beispiel 5: Dave Weckl
    Ok, die modernen Jazzer haben gerne noch so ein Standtom extra herum liegen, aber wer braucht das?
    Benutzt so etwas jemand, der mit einer normalen Kapelle unterwegs ist und nicht gerade Ulf heißt?
    Braucht man so etwas?


    Ich benutze
    - eine 22er Standardbass mit Rock-Pop-Abstimmung für ebenjene Musik
    - und ein umgebautes 18*16er mit sehr offener Stimmung und Fellschlägel für sehr ruhige meditative Musik und leise Ballden => praktisch attackfrei und sehr viel Sustain


    Beides im selben Umfeld und manchmal sogar in einem einzigen Stück. Und ja - ich brauche das - zumindest hilft es mir sehr, die Musik besser zu bedienen.


    Nils

    Hallo,


    wenn es sich um eine richtige Marching-Snare handelt, kann sie auch echte Marching-Felle vertragen. Da wären z.B. die Gewebe-Felle Remo Falams, White Max, Black Max oder Cybermax oder die Mylar-Felle Powerstroke 2 und Powerstroke 77. Die Gwewebefelle sind härter im Nehmen und heller im Klang.


    Für Bassdrums gibts auch verschiedene Möglichkeiten, schau einfach mal hier: http://www.remo.com/portal/products/3/9/80/ma_basss.html


    Nils

    Das ist eben die neue Welt, es gibt immer neuere Möglichkeiten. Es gibt nicht nur den Band- und Studio-Drummer, es gibt auch den Teacher, den Clinic- und den Workshopdrummer.


    So wie mich zum Beispiel. Als Trommler lange nicht gut genug, um für musikalische Projeke von Relevanz gefragt zu werden, sind die Workshops ein gutes Zubrot, das auch noch Spaß macht.


    Nils

    Zitat von seppel

    10 12 13 16 ist da nich so gefährdet wie 8 10 12 14


    Jo, bei 2" Abständen ist das "natürliche" Intervall im Bereich der Terz bis zur Quarte.


    Im Studio habe ich tatsächlich bei Aufnahmen auch schon solche Ansagen von Mitmusikern gehört, ob ich das eine oder andere Tom in diesem Song nicht umstimmen könnte.


    Ja, das kann vorkommen - übrigens völlig unabhängig von den verwendeten Intervallen. Ich finde manchmal, dass mein Ride nicht zur gerade aktuellen Harmonie passt, dann ist die Hihat dran.
    Ansonsten spiele ich auch selten Fills, die in einer geraden Reihe über die Toms gehen.


    Ein Dreiklang ist es aber immer, wenn man die drei Trommeln kurz hintereinander anspielt, weil drei unterschiedliche Töne beteiligt sind - nur nicht mehr klar Dur oder Moll, wenn es keine Terzen sind.


    Nils