Beiträge von nils

    Hallo shardik,


    leider ist die Situation oft so, dass man beim Stimmen die Trommel nicht mal vom Rack/Ständer nehmen kann, weil z.B. schon Mikros dran sind. Deswegen ist es am besten, wenn man ohne jede Dämfung am gegenüberliegenden Fell auskommt und trotzdem den Ton an der zu stimmenden Schraube hören kann.


    Zur Übung kann man mal ein normal montiertes Tom an einer Schraube grob verstimmen und dann dort neu stimmen.


    Nils


    P.S.: Ich finde den Bassdrum/Snaredrum-Trick von Gerald (drumstudio1) ausgesprochen hilfreich. => http://www.geraldkloos.de


    Zitat

    ....diese kinn-auf-hand/faust-auflegen-posen....


    Posen ist das richtige Wort. Das Foto ist am Ende eines langen Tages im Fotostudio des fotografen entstanden, der auch die ganzen Erklärungsfotos mit meinen Trommeln gemacht hat. Er sagte sowas wie"...und jetzt machen wir noch ein Umschlagfoto..." und dann musste ich mich in diversen Posen hinsetzen und "immer schön entspannt in die Kamera schauen". Man glaubt garnicht, wie schwierig das sein kann. Ich hab seit dem großen Respekt vor den Mädels von GnT.


    Nils

    Hier nochmal ein Bild, auf dem man das Finish besser sieht:



    Es heisst "Pewter Glass" #408.


    Was die Kessel angeht könnte es sich sogar um Bonham-Größen handeln. Also 14-16-18-26.


    Nils

    @threadstarter: Ich kenne die CD nicht, weil ich mir die neue Ausgabe noch nicht gekauft habe. Aber Artist Bashing gehört nicht zu den Dingen, mit denen man sich besonders beliebt macht.


    Nils

    basco:
    Ja, die Föhnmethode ist für Situationen gedacht, wo die Zeit fehlt, die Trommel liegen zu lassen.


    Das Feintuning kann eigentlich nicht direkt vom Punkt der hohen Fellspannung aus begonnen werden, weil man normalerweise so hoch gezogen hat, dass man ohnehin recht weit zurückdrehen muss, um den Bereich der sinnvollen Fellspannung zu erreichen (aber bitte nicht komplett lösen!).


    Achte darauf, dass das sehr gleichmäßig geschieht, damit das Fell in seiner Position bleibt! Am besten mit zwei Schlüsseln gleichzeitig.


    Man soll ja ohnehin nicht runter- sondern immer hochstimmen, weil es andernfalls zu spontanem Detuning kommen kann. Also nach dem Zentrieren erst mal runterstimmen, aber das Fell nicht ganz spannungslos machen. Dann wieder raufstimmen.


    Niop:
    Danke!


    Paiste: Ich bin gespannt, was du schreibst, sobald du mit den praktischen Sachen angefangen hast. Denn alles was sich ggf. schön liest, muss trotzdem beweisen, dass es auch hilfreich ist.


    Viele grüße,
    Nils

    Zitat

    von Tier777
    Hab da mal ne Frage zu Track 5 auf der CD (Schlag- und Resofell):


    Laut Ansage ist das Resofell höher als das Schlagfell gestimmt, im Klangbeispiel klingt das angeschlagene Resofell aber (für mich) deutlich tiefer als das Schlagfell.


    Höre ich da auf irgendetwas falsches?


    Rubberbeat hat Recht. es ist nicht so einfach, den richtigen Ton, aslo den Grundton, in dem Gemisch mit den Obertönen zu hören.


    Ala Übung schlage ich vor eine Trommel mit zwei gleichen Fellen zu nehmen und dann ein Fell fühlbar weicher zu spannen als das andere. Das weichere ist in jedem Fall das mit dem tieferen Ton. Dann schlage die Felle wie im Klangbeispiel an.
    Anschliessend stimme das weichere Fell etwas höher und nähere die Töne so einander an. So erhöhst du den Schwierigkeitsgrad.


    Viele grüße,
    Nils

    Zitat

    Original von Stefan
    Ja und wenn ich bei Gigs mit ner Peltor Gehörschutzkapsel anmarschier guckt mich die halbe BB doof an...


    Naja, Mickeymäuse sind auf der Bühne auch etwas übertrieben, aber kleine Stöpsel sind nicht verkehrt.


    Die Spitzenimpulse einer Trommel können ganz schön heftig für die Ohren sein.


    Nils

    Zitat

    Original von Lite-MB
    tja, und mich überrascht, daß vor allem Drummer immer wieder Schlagzeug mit laut gleichsetzen!


    Es überrascht mich nicht, wenn Schlagzeuger ihr Instrument als laut empfinden. Schliesslich tragen viele von uns einen Gehörschutz am Set - nicht ohne Grund, wohlgemerkt.


    Zitat

    Ich sehe das Problem einfach darin, das durch übertriebenes "zurückpfeifen" durch Bandleader einem die komplette Spiellust genommen werden bzw man sich nicht SO einbringen kann wie man theoretisch könnte.... Das heißt die eigenen Fähigkeiten bleiben zurück...


    Das ist wieder die Sache mit dem Unterschied zwischen Trommlern und Musikern, die mit der Sicht auf sich selbst oder das große Ganze, wie weiter vorne jemand treffend bemerkte. (Lite-MB)



    Nils

    Nun, um genau zu sein gibt es DIE Rods-Stimmung nicht. Deshalb steht auch nicht im Buch: mache es so oder so.


    Aber es gibt, je nach Art der Rods, die man verwendet, einen Punkt, an dem die Trommeln besonders gut auf die Besonderheiten des Verhaltens der Rods reagieren => max. Sensivität für Rods. Der ist woanders als bei Sticks, aber meist ganz gut geeignet für Besen.


    Das Buch ist auch keine Anleitung nach Arte eines Kochrezeptes. Du findest darin grundlegende Verfahren, wie du dir den Sound deines Sets (oder anderer Trommeln) erarbeiten kannst.
    Das wichtigste beim Stimmen ist das Gehör und das musst du entwickeln, damit es das Stimmen richtig funktionieren kann.
    Also kein Fisch, sondern eine Anleitung zum Angeln.


    Nils


    Edit:
    P.S.: mal ganz abgesehen davon beeinflusst die Art, wie (auch wie sensitiv) dein Set auf die Spielweise reagiert, wiederum deine Spielweise.

    Nein, Geschwindigkeit und Lautstärke können entkoppelt werden. Das ist auch ein Bereich von Unabhängigkeit. Genauso wie Feel und Lautstärke.


    Die Kunst dabei ist, unabhängig von der Lautstärke das Feel zu entwickeln, das die Nummer braucht. Also nicht von dem Gefühl der Bewegung abhängig zu sein um den Groove zu finden.



    Ich habe z.B. für leise Gigs ein Set, das besonders sensitiv abgestimmt ist. Es gibt schon Ton, sobald man nur auf die Trommel atmet. Es ist bei gleicher Schlagstärke zwar lauter, als ein Set mit typischer Rockstimmung und z.B. zweilagigen Fellen, aber ich brauche nicht laut zu spielen, um Ton zu bekommen. Deshalb bekomme ich leichter auch leise das nötige aus dem Set, was das Stück braucht.



    Ich hab früher auch nicht gegroovt, wenn ich leise spielen musste. Es hat auch bei mir eine Weile gedauert, bis ich meine Spielweise umgestellt hatte.


    Nils

    Hallo,


    ich bin gerade am Breitenweg in Bremen entlangspaziert und traute meinen Augen nicht. MP-Teppich im Schaufenster verlegt und Leute im MP-Dress, die Regale aufbauen und Zeugs auspacken.


    So bin ich flugs hinein und fragte, wann denn die Eröffnung sei:


    an diesem Samstag, also 2.2.08 um 10:00 Uhr am Breitenweg 53!!!


    Yeah.


    Viele Grüße,
    Nils