Beiträge von nils

    Snareresos:
    Remo Diplomat Hazy/Evans Hazy 200: 2mil
    Remo Ambassador Hazy/Evans Hazy 300: 3 mil
    Remo Emperor Hazy/Evans Hazy 500: 5mil


    Je dicker das Reso, desto schlechter die Teppichansprache.


    Andere Felle:
    Remo Diplomat/kein Evans-Pendant: 7.5mil
    Remo Ambassador/Evans G1: 10mil
    Remo Emperor/Evans G2: 2*7mil


    1mil = 1/1000 inch(Zoll) = 0,00254cm = 0,0254mm = 25,4 Mikrometer ("mü")


    Nils

    zu 1.: nein, potenziell eher leiser, weil es durch die zweio Lagen eine eingebaute Dämpfung hat. Dämpfung wandelt Schwingungsenergie in Wärme=> weniger Schalleistung. Tendenziell wirkt die Dämpfung von zwei Lagen im mittleren Obertonbereich am stärksten.


    zu 2.: es gibt nur einen Weg - leiser spielen. Dafür eignet sich paradoxerweise ein dünneres Fell besser, weil es leise gespielt bereits ordentlich klingt - anders als ein zweilagiges - und deshalb nicht so zum feste draufhauen verführt.

    Zitat

    Original von Chuck-Boom


    ... womit du deinen ersten Absatz dezent ab absurdum führst. ;)


    Nö, sehe ich nicht so. Ich schreibe, dass ich mir noch nie Gedanken dazu gemacht habe (=> Vergangheitsform).
    Durch die Idee in diesem Stick lässt sich das ja ändern. Wenn ich schreibe, dass ich den Stick interessant finde, heisst das auch, dass ich die Sache nicht als alten Hut betrachte, sondern das Thema "Welche Stickposition klingt wie?" mal für mich genauer durchleuchten werde, als ich das bisher getan habe - mit einer gewissen Betonung auf GENAU. Ich hab das bisher immer dem Gefühl überlassen.


    Nils

    Ich finde an der Erfindung sehr interessant, dass man in die Lage versetzt wird das Klangverhalten bei der Stickbenutzung sozusagen zu quantifizieren, also messbar, reproduzierbar und vorhersagbar zu machen.


    Ich nutze gerne das ganze Klangspektrum des Sticks bei Rimklicks für Flanger- oder Chorus-artige Effekte, hab mir aber noch nie Gedanken dazu gemacht, welcher Klang wo genau am Stick liegt.


    Yeah 8)


    Nils

    Das ist im Prinzip ein Rock-Shuffle - zumindest vom Grundfeel her. Meist werden aber nur 4tel auf der HiHat gespielt, die Bassdrum wird geshuffelt gespielt, duie Gitarren auch.
    Und dann gerade 8tel als Fill auf der Snare, was sich Feelmäßig etwas beisst.


    Nils

    Zitat

    Original von Reed311
    Und glaube mir, nicht immer ist es angebracht, dass die Snare Obertöne produziert, die den Mischer zur Verzweifelung treiben. Ausserdem gibt es Leute die auf den etwas gedämpfteren Snaresound stehen. Hat also eher was mit Geschmack als mit "Unwissenheit" zu tun.


    Da gebe ich dir völlig Recht.


    In den meisten Fällen kann aber durch geschicktes Stimmen der Einsatz von Dämpfungsmaterialien vermieden werden. Die haben nämlich den Nachteil, dass sie Schwingungsenergie, die aus dem Schlag kommt, in Wärme statt in Schall umwandeln.



    Und ich will immer das Maximum von meinen Trommeln.


    Nils


    P.S.: Vorgedämpfte Felle sind weniger verlustreich als ungedämpfte Felle mit aufgeklebtem Dämpfungsmaterial.

    Doch, glaub ich sofort. Ich hab schon häufig Probleme gehabt, Toto zum grooven zu kriegen. Manches, was sich langsam anhört, ist mit viel Zeugs gespickt, das man erst mal spielen muss.


    Africa z.B., langsames Grundtempo und dann spiel mal sauber die Hihat mit einer Hand.


    Nils

    Was du da ansprichst bedeutet, dass man weiß, wo man steht, was man kann und was nicht. Und dass man daran arbeitet.


    Möglicherweise sogar, dass man sich AUF EINER BÜHNE auf das beschränkt, was man kann - denn dann hat man die Chance, gut rüberzukommen.


    Zusammengefasst: Weisheit und Demut auf der Basis von Selbsterkenntnis.


    Nils


    P.S.: Werder hat gewonnen. :D


    Wie geht denn das ?(

    Zitat

    Dieser Beitrag wurde 138 mal editiert, zum letzten Mal von slo77y am 17.10.2043 17:16.

    Das Stimmgerät sagt dir vor allem eines nicht: wie du klingen willst. Also hilft es nur, wenn du:
    - weisst wie du klingen willst
    UND
    - weisst, auf welchen Ton bzw. auf welche Fellspannung die Felle dafür eingestellt werden müssen.


    Nils

    Zitat

    Dann hängt es davon ab, was einem mitgegeben wurde und wie fleissig man ist, ob die Musik gut wird, Alles andere ist belanglos.


    Für mich besteht gute Musik auch aus gutem Klang. Deshalb gehört zu einem kompletten Musiker auch ein entwickeltes Klangbewusstsein - der Ton macht die Musik.


    Nils

    Zitat

    Original von chaosman


    Der Beitrag ist jetzt ein bischen sehr knapp.


    Was stimmt nicht, und wie ist es richtig? Bitte mit Quellenangaben, oder sind das nur persönliche Erfahrungswerte, welche als solche gekennzeichnet werden sollten?


    Also,


    Zusammengefasst sagt die DT Bible:


    Der Rundungsradius der Gratung bestimmt, wie groß die Kontaktfläche zwischen Fell und Kessel ist.


    Je größer die Kontaktfläche ist, desto mehr wird die Schwingung des Fells gedämpft.


    So weit so gut - aber es gibt noch einen weiteren Aspekt, der in der DT-Bible überhaupt nicht vorkommt.


    Die Gratung ist gleichzeitig die Stelle, an der ein Großteil der Kopplung zwischen Fell und Kessel stattfindet. Der Kopplungsgrad hängt sowohl von der Form der Gratung, respektive der Kontaktfläche, ab als auch von deren Lage über der Kesselwand. Damit ist gemeint, ob die Gratung aussen oder mehr zur Mitte der Kesselwand platziert ist.


    Man lese hierzu: http://online.physics.uiuc.edu…_Macaulay_Final_Paper.pdf


    Nun ist die Kopplung offenbar größer, je größer die Kontaktfläche ist und je mittiger diese auf dem "Fleisch" des Kessels liegt.


    Die Kompromissuche im Trommelbau heisst also Resonanz vs Sustain.


    Nils

    Zitat

    Original von cameo
    Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass sich der Sweet-Spot des Kessels auch mit der Fellspannung ändern kann. Meine selber in diesem Moment ausgedachte Theorie ist daher, dass hochgestimmt fein singend klingende Kessel gar nicht "an sich" einen hohen Kesselgrundton brauchen, um resonieren zu können, sondern so konstruiert sein müssen, dass der Sweet-Spot eben "mitwandert" beim höher stimmen. Ist das das Gretsch-Gummibaum-Geheimnis?...


    Ich antworte mit einem Selbstzitat aus einem Post auf der ersten Seite:

    Zitat

    Nebenbemerkung: der Kesseleigenton OHNE Hardware ist höher als der MIT Hardware, weil man mit dem Metall nur Masse hinzufügt, aber keine Festigkeit.
    Mit FELLEN ist der Eigenton wesentlich höher, weil ein gespanntes Fell die Festigkeit des Kessels drastisch erhöht.
    Als kleines Experiment kannman sich mal auf einen liegenden Kessel ohne Felle draufstellen (wer würde das tun?). Mit Fellen drauf hält der Kessel das locker aus.


    Das Fell erhöht die Festigkeit der Trommel - mit großer Wahrscheinlichkeit anhängig von der Fellspannung und vor allem der Elastizität des Fells. Daraus kann man schließen, dass ein dickes, also, weniger elastisches Fell, den Eigenton stärker anhebt, als ein dünnes.


    Nils