Zitat
Original von Hammu
Falsch! Je länger ein Kessel, desto weniger Resonanz, desto trockener (wenig Kesselton) aber auch lauter!!!
Kurzer Kessel: sehr resonant, da die Schwingung des Schlagfelles schneller an das Resofell abgegeben wird und von dort wieder zurückschwingt. Sehr viel Sustain, mehr Kesselton, aber leiser.
Kessel mit Verstärkungsreifen: noch resonanter, aber noch leiser.
Auch falsch!
Mit Resonanz meint man im allgemeinen das Mitschwingen des Kessels.
Mehr Kesselfläche=>mehr Resonanz und zwar Kesselresonanz
mehr Kesselmasse (Gewicht) => weniger Kesselresonanz
härteres Holz => höherer Ton, mehr Resonanz
weicheres Holz => tieferer Ton, weniger Resonanz durch mehr Dämpfung
==> Die Kesselresonanz ist abhängig von Fläche und Masse und Festigkeit.
Ebenso ist der Kesseleigenton von der Masse und der Festigkeit des Kessels anhängig. Je schwerer, desto tiefer der Eigenton, je fester, desto höher. Deshalb kommt es immer darauf an, ob zusätzliche Lagen mehr masse als Festigkeit hinzutun oder umgekehrt.
Nebenbemerkung: der Kesseleigenton OHNE Hardware ist höher als der MIT Hardware, weil man mit dem Metall nur Masse hinzufügt, aber keine Festigkeit.
Mit FELLEN ist der Eigenton wesentlich höher, weil ein gespanntes Fell die Festigkeit des Kessels drastisch erhöht.
Als kleines Experiment kannman sich mal auf einen liegenden Kessel ohne Felle draufstellen (wer würde das tun?). Mit Fellen drauf hält der Kessel das locker aus.
Ein tieferer Kessel ist träger in der Ansprache und daher weniger sensitiv, weil er mehr Luft enthält, ein flacher dagegen spricht sehr leicht und schnell an. Der Sound ist direkter, hat aber nicht zwangsläufig mehr Punch.
Punch (Durchsetzungsvermögen) bekommt man, indem man das Reso schön hoch stimmt.
Die Kesseltiefe hat obendrein noch einfluss auf das Timbre einer Trommel, also den Klangcharakter, also die Betonung bestimmter Frequenzbereiche, aber kaum auf die tatsächliche Tonhöne.
Nils