ZitatOriginal von noVocals
Gibt es denn schon konkreteres bzgl. der Stimm-DVD?
Zur DVD kann ich nicht viel neues sagen, aber es scheint sicher, dass es noch in diesem Jahr etwas in anderer Form geben wird.
Nils
ZitatOriginal von noVocals
Gibt es denn schon konkreteres bzgl. der Stimm-DVD?
Zur DVD kann ich nicht viel neues sagen, aber es scheint sicher, dass es noch in diesem Jahr etwas in anderer Form geben wird.
Nils
Du darfst deine Hoffnung auch auf mir ruhen lassen. ![]()
Ich stimme mein Set primär nach Einsatzzweck und räumlichen Gegebenheiten. Eine für's Ohr sinnvolle tonale Beziehung zwischen den verschiedenen Trommeln ist dabei selbstverständlich.
Was du mit Resonanz bezeichnest, meint vermutlich eher eine Schwebung. Sowas bekommt man eher zwischen Schlagfefell und Reso als zwischen zwei Trommeln.
Ebenezer: viel herumprobieren ist gut. Dabei lernt man viel über die Trommeln, die man hat.
Bein einlagigen fellen, wie dem Amba, ist häufiges zentrieren weniger problematisch, es sei den man macht das nicht ordentlich und zu hart (dann beschädigt man das Fell). Bei zweilagigen Fellen rate generell zu Vorsicht, weil die äussere Lage konstruktionsbedingt immer stärker gedehnt wird als die innere. Das kann zu Problemen führen.
Nils
Ebenezer:
- Was für eine Art Stimmgerät hast du verwendet?
- War das Fell neu oder gebraucht?
alex: Genau richtig beschrieben. Bei Workshops ist das Abgleichen der einzelnen Schrauben für die Teilnehmer immer die schwierigste Hürde. Aber es ist ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum guten Klang und deshalb so wichtig.
Zum Kesseleigenton hab ich noch einige Anmerkungen.
Die Veröffentlichung von Eric J. Macaulay „Properties of Drum Shells and Bearing Edges“ (Department of Physics, University of Illinois at Urbana-Champaign August 8, 2003) deutet darauf hin, dass die Eigenresonanz des nackten Kessels nur bedingt Aussagen über die Resonanzfrequenz des „Gesamtsystems schwingende Trommel“ zulässt. Demnach liegt der sog. „Sweet Spot“ einer Trommel mit Fellen bei einer höheren Frequenz als die Eigenresonanz des nackten Kessels. Die der Veröffentlichung zugrundeliegende Untersuchung liefert zwar interessante Hinweise, ist aber aufgrund geringer Breite nicht geeignet, bereits als empirischer Beweis zu gelten. Dennoch lässt sich folgender Schluss ziehen:
Man hat also drei Resonanztöne.
1 - nackter Kessel
2 - Kessel mit Hardware (tiefer als 1)
3 - Kessel mit Hardware und Fellen (höher als 1)
Die Eigenresonanz ist eine Funktion von Masse und Steifheit des Kessels.
Da ein gespanntes Fell den KEssel versteift, muss auch der Ton höher sein.
Nils
Zitatvon Luddie
..... führt zu einer etwas knusprigeren Note.....
Hast Du die Snare gegessen? ![]()
Schöner Bericht, hat Spass gemacht ihn zu lesen. Zum Glück muss ich mich nicht mit "totem Text" begnügen, sondern geniesse das Privileg, die beteiligten Instrumente in Natura erlebt zu haben (bis auf die Tama).
Nils
Also,
es gab schon mal (mehr als) einen Fred zu dem Thema "Was klingt wie".
findet ihr eine Tabelle mit einer Übersicht, die Klangeigenschaften nach Bauart beschreibt.
Nils
Ich war vor einigen Jahren mal bem Orthopäden, um mir Einlagen verschreiben zu lassen. Der röntgte meine Füsse und sagte dann: "Sie haben ja Arthrose in den Zehen!" [Gelenkverschleiß, Anm. d. Red.].
Trommeln ist nicht unbedingt nur gesund.
Nils
Diese Zappa-Sachen mit Bozzio sind echt hammerhart!
Son Zeugs spielen UND singen, das muss man erst mal können. In dem gegebenen musikalischen Kontext funtionierts und er groovt auch noch.
Ich persönlich halte nix von Dämpfung.
Open Air ist ohnehin akustisch so, dass viel vom Sound ins Nichts verschwindet und dann klingts nach Dash-Eimer. Ich stimme eher etwas höher als sonst und sehe zu, dass die Resos höher sind als die Schlagfelle, damit der Sustain begrenzt bleibt.
Nils
Wie geil!!!!!!!!!!!!!
Danke Sven!
Volle Zustimmung und du hast es auch noch schön formuliert.
Besonders, die Beschreibung des Ziels, quasi die Musik, die man spielen will vorher im inneren Ohr schon zu hören und sie dann unmittelbar einfach zu spielen, gefällt mir sehr.
Nils
Jo, gute Idee!!!
Zitatund Dinge die sich unseren Worten entziehen.
Als Parameter, der in diese Kategorie fällt, sehe ich die winzig kleinen Verschiebungen der einzelnen Instrumente des Sets gegen die eigentliche Time.
Also z.B.: Hihat genau drauf, Bassdrum hinterher, Snare davor. Oder die 8tel Hihat nicht genau gleichmäßig auf die Subdivisions gesetzt, sondern die Offs immer ein wenig zurück. Oder......................
Es ist sehr spannedn, diese Dinge zu probieren und auf ihre Wirkung hin zu untersuchen UND sie dann auch noch kontrollieren zu lernen.
Nils
Zum Thema Feeling und wie man es erzeugt finde ich das hier nicht schlecht: Dennis Chambers - In the pocket
Und Fred Dinkins - It's about Time
Zu wissen, was es bedeutet welches Instrument vor oder hinter der time zu spielen, hilf einem zu verstehen, wie Feel entsteht.
Nils
Dass ich Mitglied in einem Trommlerforum werden musste, um Abhandlungen über Semantik zu lesen......... ![]()
ZitatOriginal von drumdidi
Mich amüsiert die Aussage: kleinere snare=leisere Snare.
Generell ist eine kleinere tatsächlich nicht leiser. Aber wenn man sie in der von mir dargestellten Weise stimmt und verwendet, dann klingt sie wie eine große, nur eben leiser.
ZitatOriginal von Juerscha
Und was soll ich sagen - ICH DARF ALLES AKUSTIK SPIELEN!!!!
Herzlichen Glückwunsch! ![]()
Nils
ZitatOriginal von Mr. Kanister
Zum Beispiel?
OK: weiter vorne im Thread hab ich bereits geschrieben, wie mir vor ein paar Jahren, nach fast 20 Jahren Trommelei (im Wesentlichen ohne Unterricht - leider, heute würde ich es anders machen!!!), den Tip gab, mal auf die 4tel die Hihat zu treten. Das hat mir ungeahnte neue Möglichkeiten eröffnet weil es
- die Time in den linken Fuss transferierte
- einiges an Unabhängigkeit brachte.
Erwartet hatte ich eigentlich nur, dass es das Klangbild etwas voller macht.
Im Januar war ich bei einem Songschreiberworkshop. Dort hörte ich sehr interessante Dinge über die Korrelation zwischen Grundtempo eines Stückes und dem Herzschlag, die ich noch nie vorher gehört hatte.
Herzfrequenzen korrelieren mit bestimmten Aktivitäts- und/oder Gefühlszuständen. 80bpm ist entspannt, 180 Alarmstufe Rot. So kann ich durch die Wahl des korrekten Tempos bereits die Weichen für das Grundgefühl des gesamten Stückes stellen.
Oder, was Ulf mir mal über die Verwendung von Licks sagte. Viele funktionieren nur in einem bestimmten Tempobereich gut, daneben klingen sie nicht. Wenn man also ein solches Lick an einer Stelle verwenden will, zu der es nicht wirklich passt, kann man es trotzdem spielen, wenn es in seinem Bereich bleibt. Wenn man es normalerweise im 16tel Feel bei 120bpm spielt, kann man das selbe Sticking als Sechstole bei 80 spielen.
Es gibt noch vielerlei Beispiele, die alle aufzuschreiben jetzt den Rahmen sprengen würde.
Nils
ZitatOriginal von Mr. Kanister
Dann sind wir bei den praktischen Aspekten angelangt (z.B. Dynamik, Timing, Tempo, Vielseitigkeit etc...) die eigentlich ziemlich klar sein dürften.
Gerade das glaube ich nicht! Ich spiele seit 20+ Jahren und entdecke immer wieder neue Facetten, über die ich mir nicht im Klaren war.
Rare Earth - Keeping me out of the storm (vom Album Back to earth 1975)