Beiträge von nils

    Zitat

    Original von drummer24
    Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass jemand wie du noch sonderliche Probleme mit irgendwas am Set hat (also laut deinem Wahnsinns-Set zu urteilen)


    MFG :] :]


    Ich habe wenig probleme mit dem Sound, weil ich stimmen kann, ich kann solide Beats spielen und hab ne halbwegs brauchbare Time. Ich kann auch ganz gut den Klang durch die Art anzuschlagen formen.


    Technisch ist mein Spiel aber nicht sehr hoch entwickelt. Weil das, was ich mache meist gut klingt, werde ich gerne mal überschätzt.


    Edith sagt: Ach ja- und schnell bin ich auch nicht.

    Nils

    Trommelerisch sehr cool. Es groovt und darauf kommt es an. Ich kann so nicht spielen, das steht mal fest.


    Der Tomsound ist schon recht lebendig, aber dürfte für meinen Geschmack noch mehr Ton und Leben haben.


    Die Resos sind etwas tiefer als die Schlagfelle gestimmt, was man an dem Eindruck des im Laufe des Sustain leicht absinkenden Tons erkennt.
    Die Toms würden noch mehr Ton und Leben entwickeln, wenn die Resos etwas höher gestimmt wären als die Schlagfelle. Gleichzeitig kann man damit den Sustain etwas begrenzen und auf die Abklebungen verzichten.


    Die Snare ist echt geil, auch wenn sie noch etwas mehr Bauch haben dürfte. Der "Ring" gefällt mir sehr.


    Die Bass klingt nach Trigger. Ist das so?


    Nils

    Schön, dass der Sound dir jetzt gefällt. Über das mit und nachrasseln von Snareteppichen gibt es hier so viel Threads, dass ich hier nicht mehr in die Einzelheiten gehen will.
    Nur so viel: mir ist das ziemlich egal, weil ab 2-3 meter Entfernung vom Kit ohnehin kaum noch jemand was davon bemerkt.


    nils

    Hmm, das hängt von verschiedenen Faktoren ab.


    - Musikstil
    - Raumakustik
    - spielt man akustisch oder mirkofoniert
    - persönlicher Geschmack


    In einer Jazzband würde ich vermutlich keine Dämpfung verwenden und die Trommel so stimmen, dass sie schön resoniert und Ton hat. Dafür käme eine relativ hohe Stimmung zum Einsatz und vermutlich auch eher ein beschichtetes Schlagfell. Wenn Dämpfung reinkäme, dann nur minimale, also z.B. ein zusammengerolltes Geschirrtuch am Schlagfell, dass mit etwas Klebeband fixiert wird.


    Für Rock käme wahrscheinlich ein EQ-Pad zum Einsatz und eine wesentlich tiefere Stimmung mit viel Kick und Wumms untenrum. Ich verwende allerdings meist ein anderes Fell für solche Sachen, in meinem Fall ein EQ2.


    Ganz entscheidend ist die Raumakustik. Was in meinem Übungsraum funktioniert muss nicht für die Bühne gut sein. Je nach Situation und Raum stimme ich um, damit ich jeweils das Optimum an Sound liefern kann.
    Das kann bedeuten mehr oder weniger bis garnicht zu dämpfen, höher oder tiefer zu stimmen, das Verhältnis zwischen Schlag- und Resonanzfell zu ändern. Manchmal ist ein Fellwechsel fällig.
    Für akustisches Spiel suche ich meist nach der (oder einer) Raumresonanz, auf die das Reso abgestimmt wird. Das Schlagfell benutze ich dann um den Kick einzustellen.
    Mikrofoniert gehe ich mehr nach Stil als nach Raum.


    Letztlich entscheiden immer meine Ohren.


    Nils

    Zitat

    .....dass das (erstmalige) Zentrieren mit Filzstreifen etwas behindert, aber keineswegs völlig überflüssig ist, dass auf ein zweites Zentrieren bei der BD (wie in meinem Falle) verzichtet werden kann ....


    Nicht ganz. Der Filzstreifen behindert ein ordentliches Zentrieren in jedem Fall.


    Aber es gilt nach meiner Erfahrung die Faustregel: je größer die Trommel, desto weniger wichtig ist das Zentrieren. Ich verzichte i.d.R. bei Bassdrums nicht aufs Zentrieren, da bin ich penibel. Aber der positive Effekt fällt viel geringer aus als bei kleineren Trommeln.


    Ein Filzstreifen am 8er Tom würde die Trommel höchstwahrscheinlich komplett töten, aber an der Bass kann man sowas machen, weil die weniger empfindlich reagiert.


    Ich persönlich bevorzuge das EQ-Pad oder verwandte Lösungen, wenn überhaupt gedämpft wird. Resos dämpfe ich grundsätzlich nicht. Schlagfelle nur so viel wie unbedingt erforderlich, also manchmal auch garnicht.


    Nils

    Ich hab mir mal bei einer Probe an einem Mittwoch in der Übungsraumtür zwei Finger so heftig eingeklemmt, dass das Endglied es Mittelfingers an der linken Hand in Trümmern und das des Ringfingers in zwei Teile zerbrochen war. Selbst ich als Laie hab auf dem Röntgenbild 5 Knochenteile am Endglied des Mittelfingers erkannt.

    Am Samstag, also nur drei Tage Später sollte aber der nächste Gig sein. - Was tun?


    Ich hab einfach einen Stick verkehrtherum am kleinen Finger festgeklebt. Die gebrochenen Finger liess ich samt Schiene einfach runterhängen und fasste den Stick mit Zeigefinger und Daumen. Den in der rechten hand hab ich normal angefasst.
    Damit konnte ich mit relativ wenig Kraft eine Wirkung erzielen und relativ ausgeglichene Lautstärke links und Rechts sicherstellen.
    So sind zwar nur Singles möglich, aber ich konnte immerhin drei Gigs auf diese Weise spielen, die wir sonst hätten absagen müssen.
    Ganz ohne Schmerztabletten ging das übrigens nicht. :D


    Nils

    Ja, grundsätzlich schon.


    Allerdings ist das Einbringen eines Filzstreifens nach Bonham/Ocheltree-Art, der zwischen Fell und Gratung eingeklemmt wird, keine Hilfe, wenn man das Fell gleichmäßig spannen will. Mit anderen Worten, es lässt sich mit Filzstreifen schlecht zentrieren.


    Andererseits ist nach meiner Erfahrung das Zentrieren bei größeren Trommeln nicht so entscheidend wichtig, wie bei kleineren. Auch Gratungsfehler wirken sich nicht so stark aus.


    Nils

    Lemon Song von Led Zeppelin. Ist auf der II. Da wird sogar noch das Feel von Suffle auf gerade 2/4 und zurück gewechselt.


    Nils

    Ok, dann will ich mal was zum Sound schreiben.


    Vorgestern abend hatte ich die Gelegenheit die dickere der beiden Schönheiten aus der Nähe zu betrachten und zu spielen. Rumschrauben durfte ich auch Allerdings hatte ich nicht die 3-4 Stunden, die ich brauchen würde, um alles ausprobieren zu können. :) Trotzdem hat das Schätzchen bleibenden Eindruck hinterlassen.


    Optik und Verarbeitung


    Die Optik des schönen Ahorns mit dem Inlay ist wie bei Lunars Trommlen gewohnt schön. Das Finish ist nicht ganz so hochglänzend, wie bei den reinrassigen Customs, aber irgendwo muss der Preisunterschied ja auch herkommen.
    Die Gratung sucht bei Trommeln aus Massenproduktion Ihresgleichen. Sowas bekommt man nicht aus der Fabrik.


    Sound


    Schlagfell Remo Diplomat, verschiedene eher jazzige Stimmungen: wie für Gabriels Trommeln typisch hohe Sensivität, viel lebendiger Ton. In höheren Lagen würgt man sie leicht ab bzw. nimmt ihr etwas die Lebendigkeit, scheint also für tiefe weiche Stimmungen geeigneter als für hohe. Mit hochgezogenem Reso und weichem Schlagfell sehr viel Bauch und auch präzise Teppichansprache. Sie ist nicht als Jazztrommel sondern eher als Rockdrum konzipiert, taugt aber durchaus dazu.


    Schlagfell Powerstoke 3, verschiedene Rockstimmungen: wie zu erwarten weniger lebendiger Ton, aber ziemlich viel Punch, wenn man mit der Stimmung den Punkt trifft. Auch hier kommt sie besser raus, wenn man das Reso hochknallt und das Schlagfell relativ weich lässt. Dann ringt sie sogar mit PS3 ganz ordentlich.



    Nils

    Die Frage ist doch:
    was muss man opfern, um jedes Mitschwingen zu unterdrücken?


    In der Regel muss man das Kit oder wenigstens einige Trommeln totdämpfen oder ausserhalb ihres gut klingenden Bereichs stimmen - und das ist es doch echt nicht wert. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ab 2m Entfernung vom Kit kaum noch was davon zu hören ist.


    Nils

    Ich hab mal eine Aufnahme mit zwei Mikros neben meinen Ohren gemacht, Sozusagen eine Kunstkopfaufnahme (plus ein Bassmikro).
    Extrem natürliches Stereobild, etwas weniger Druck als bei close-Miking.
    Da man nicht viel nachmischen kann, muss man seine Dynamik im Griff haben und die Stimmtechnik ebenso.


    Nils

    Ok, bei WLAN muss man wissen, wie das Kennwort zur Authentifizierung einer Verbindung vom Rechner zum Router ist. Das wird auf dem Router selbst eingestellt.
    Was man braucht:
    - Verschlüsselungstyp (mit Länge des Schlüssels)
    - Schlüssel selbst
    - ggf. die MAC-Adresse des USB-Dongles, um diesen verbindungsberechtigt machen zu können, falls der Router nur MACs von einer Positivliste zulässt


    Viel Erfolg!

    Da es sich um einen Router handelt, ist (ras)PPPoE überflüssig. Der Router stellt über das DSL-Modem die Verbindung zum Provider her und routet dann alle Anfragen von allen angeschlossenen Rechnern einfach in grosse weite WWW durch.


    Der 98 Rechner (so er denn eine Netzwerkkarte hat) braucht lediglich eine IP aus dem konfigurierten IP-Kreis des Routers und ein Kabel zum Router.
    Man könnte also auch eine PCMCIA-Netzwerkkarte in das Notebook einbauen, falls nicht vorhanden.


    WLAN kann problematisch werden (muss aber nicht), weil 98 und USB auch in der Second Edition nicht unbedingt harmonieren. Falls die hardware sich, wie von Psycho beschriben, in Betrieb nehmen lässt, ist eigentlich schon alles gelaufen.


    Nils

    Obertöne entstehen immer an einem schwingenden Fell, unabhängig vom Kessel.
    Ich verweise mal auf das hier.
    Ein Roto hat also auch Obertöne, weil es zu deren Entstehung keinen Kessel braucht.


    Bei der Frage, wie sich die Kesselkonstruktion, also auch die Materialstärke, auswirkt, geht es mehr um Resonanz, also den Anteil der Kesslschwingung am Gesamtklang. Je schwerer der Kessel ist, desto geringer ist die Resonanz, weil die träge und feste Masse eines dicken und schweren Kessels nicht so gut in Schwingungen versetzt werden kann, wie ein leichter und dünner Kessel.


    Nils

    Ich lasse nur Leute auf meinem Set spielen, deren Technik ich für materialschonend genug halte.


    "Gebrauchsgegenstand" ist ja schön und gut, aber ich lasse auch nicht andere Leute meine Autoreifen an der Ampel wegradieren, schliesslich kostet das auch alles Geld.


    Ansonsten: Becken nein, Set ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen.
    Auf dem letzten Festival, bei dem ich mein Kit bereitgestellt habe, hab ich vorher mit dem Veranstalter vereinbart, dass ich einen kompletten Satz neue Schlagfelle bekomme. 6 Drummer haben ihren Gig drüber gespielt, dann waren die auch fertig.


    Nils

    Nach meiner Einschätzung gibt es nur drei Hauptzonen, innerhalb derer man allerdings verschiedene kleine Sub-Zonen vorfinden kann, deren Auftreten von Fellauswahl und Grundton sowie Entfernung des Grundtons von der Kesselnote abhängen.


    Resonant: beide Felle gleich
    Flach: Reso tiefer als Schlagfell, relativ wenige Obertöne, eher langer Sustain
    Warm: Reso höher ls Schlagfell, Schwerpunkt bei mittleren Obertönen, viel Punch


    Die Hauptzonen werden nicht mehrmals durchlaufen.


    Nils