Beiträge von nils

    Jo. Ich hab zwei davon und sie sind glatt.


    Im übrigen ist das Reso einer Snare nach meiner Erfahrung sehr wichtig und alles andere als tot.


    Wie du vielleicht weisst, habe ich mit der Stimmthematik sehr weitgehend auseinandergesetzt. Dabei ist herausgekommen, dass ein ungleichmäßig gestimmtes Reso anders klingt als ein gleichmäßig gestimmtes. Meist bedeutet Ungleichmäßigkeit einen Verlust an Ton, Körper und Volumen. In manchen Fällen setzt man eine gezielte Verstimmung ein, um Schnarren des Teppichs bei äusserer Anregung zu vermindern, aber das bleibt nicht ganz ohne Nebenwirkungen.


    Nils

    Mal abgesehen von einigen Ungenauigkeiten, bist du permanent vor dem
    Klick, als wolltest du dran ziehen, um es schneller zu machen. Mit Musikern geht das, aber eine Maschine ist da leidenschaftslos.


    Versuche, wirklich das Tempo aufzunehmen, und drauf zu bleiben. Übe mit langsamen Tempi, denn die scheinen die größere Herausforderung für dich zu sein.


    Nils

    Hallo lunarsnare,


    sehr interessante Trommeln machst du da. Ich bin auch aus Bremen, vielleicht findet sich eine Gelegenheit, dass ich mir die Instrumente bei dir anschauen kann.


    Zum Thema Snarebed. Ich persönlich bevorzuge Parallelabhebungen (parallel strainer). Die benötigen keine Snarebed. Der Vorteil liegt auf der Hand: es ist viel leichter eine gleichmäßige Stimmung des Resonanzfells herzustellen. Als Stimmspezialist weiss ich das zu schätzen.


    Wenn keine derartige Abhebung verwendet werden kann, stimme ich mit dir überein: nicht zu tief soll das Snarebed sein.


    Nils

    Hallo,


    was ich da im Soundbeispiel gehört habe, deutet für mich auf ein ganz anderes Problem als das der Klangverarbeitung.


    Mal ganz grundsätzlich:
    Zuerst kommt es darauf an, eine Stimmung zu verwenden, die zur Mikrofonierung taugt. Die ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anders als die für den Übungsraum und die ist wieder anders als die für die Bühne.
    Dann ist die Positionierung des Mikrofons extrem wichtig.
    Mit beidem zusammen kannst du für ein Primär/Basissignal sorgen, dass viel EQing völlig überflüssig macht.


    Was du nun versuchst ist sozusagen, das, was am Anfang schief gegangen ist wieder zu reparieren. Das Ergebnis kann nicht so gut sein, wie wäre, wenn man richtig stimmt und mikrofoniert.


    Nils

    Zitat

    Original von matzdrums
    montag ist übrigens der erste ferientag in nrw. ich schau dann in 4 wochen nochmal vorbei.


    NRW hat 4 Wochen Herbstferien ??? ?( Da gibts wohl ne starke Pädagogenlobby.

    Sustain und offen haben nix miteinander gemein. Du kannst mit einem Pinstripe oder Hydraulic plus Beklebung den Sound völlig abtöten, aber trotzdem 2 Sekunden Sustain hineinstimmen.


    Offen heisst, kurz gesagt, viel Obertöne in allen Frequenzbereichen, sozusagen das Gegenteil von gedämpft. Frei schwingend könnte man sagen.


    Nils

    Zitat

    Original von renttuk


    Das klingt stark pauschalisiert; das würde ich so nicht sagen. Kommt darauf an, wie man das umsetzt... (Relativ) Offener Sound heißt heißt für mich nicht, dass man damit nicht auch im Grunde Pop á la John Mayer oder sowas spielen kann - auch wenn solche Alben oft auf fetten Drumsound getrimmt sind.


    Du hast weiter oben aber selber von der Pflicht zur Unterordnung geschrieben - das meinte ich. Man muss sich der akustischen Situation, dem TonIng und ggf. dem Publikumsgeschmack anpassen, wenn man keinen internationelen Namen hat. Da ist sehr viel Obertonspektrum meist nicht gewünscht. Es kommt also auf dein Durchsetzungsvermögen an. Aber auch ich wurde schon aufgefordert, Taschentücher mit Gaffa auf die Felle zu kleben.


    Bei mir gibt es normalerweise nur in der Bass ein wenig Dämpfung, den Rest erledige über Stimmtechnik. Deswegen habe ich meist auch einen durchsetzungsfähigen Drumsound, der obertonreich aber kurz ist. So kann ich im akustischen Setup auch gegen eine PA bestehen.


    Zitat

    Original von renttukIch möchte nicht wissen, wie Little Wing mit Pinstripes auf den Toms klingt... *brrrr*


    Da war der Cardbox-Sound auch noch nicht erfunden. Der kam erst ca. 2-4 Jahre später so richtig in Mode.


    Zitat

    Original von renttuk
    ....Weil einfach viele gleich equalized klingen.


    Vor allem "compressed". Das ist das Hauptmanko vieler heutiger Produktionen: nur noch Druck, Kompressor ohne ende, fertig ist der Drumsound.


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    Original von renttuk
    Aber Steve Gadd hört man auch heraus und der ist ja bekanntlich kein Festangestellter einer Tanzband ;).


    Gerade DER ist aber für seinen toten 70er Sound berühmt.

    Interessanter Artikel. Ich kann einigen Aussagen zustimmen, anderen nicht.


    Die Spielweise ist wirklich sehr wichtig für den Sound, die Stimmung aber auch. Tatsächlich schränken stark gedämpfte Trommeln den Dynamikumfang ein, vor allem die Durchsetzungskraft nach draussen. Allerdings hat nicht jeder Drummer die Freiheit selbt zu entscheiden, in manchen Situationen ist der Toning einfach der mächtigere.
    Ebenso schränken gedämpfte und/oder sehr weiche gestimmte Trommeln die spielerischen Möglichkeiten ein, weil der Rebound fehlt.


    Aber Birke hat sehr wohl Ton. Wie eine Trommel klingt hängt sehr viel mehr davon ab, wie sie gestimmt ist, welche Felle drauf sind und wie sie gespielt wird, als aus welchem Holz sie geschnitzt ist.
    Wer Pop/Rock und dergleichen spielt, wird aber an sehr offenen Drumsounds nicht viel Freude haben. Da gehört das Reinlangen auch mit zur Show, die Trommeln müssen halt bearbeitet werden, damit was zu sehen ist. Es geht bei vielen Jobs eben nicht wirklich um Musik, so traurig das auch sein mag.


    Nils

    Da hilft nur eine komplette schalldichte Kabine, die keinen mechanischen Kontakt zu den Aussenwänden hat. Die Garage selbst kann höchstens als Regenschutz dienen. Und denk mal über harte Minusgrade im Winter nach. Was wird dann mit deinem Material?