Beiträge von nils

    Zitat

    Original von Drumstudio1
    Was ich (also völlig subjektiv) höre ist folgendes:
    1.) unbearbetete Bassdrum: genau so mies klingt jede! beliebige Kickdrum die annähernd linear aufgenommen wurde - vielleicht sogar mit einem Mikro was nicht das beste ist. Aber selbst mit einem RE 20, D112 oder C4000 klingt, wenn man eine Bass "auf die Schnelle" abnimmt, diese nicht Welten besser. Das ist als Feststellung ernüchternd - für viele, die noch nie selbst aufgenommen haben (und gerade mit dem Kauf von Mikros liebäugeln) möglicherweise sogar schockierend - iss aber so! Natürlich kann man durch eine besser gestimmte (womöglich sogar höherwertigere Bassdrum) und besonders die Position! des Mikros noch einiges "rauskitzeln". Aber radikale Wunder würde ich keine erwarten.


    Mein unbearbeiteter Drumsound: nur Trommeln und Mikros Es muss also nicht sein, dass unbearbeitete Bassdrums flach und unangenehm klingen. Für's Web habe ich übrigens die Datenrate etwas gesenkt, das originale Wave gibt noch etwas mehr her.


    Dabei zählen vor allem die korrekte, saubere Stimmung beider Felle sowie eine günstig gewählte Mikrofonposition.


    Als ich für die Aufnahme das Mikro positioniert hatte (ja, das mach ich lieber selbst), war der Sound schon ganz OK, aber der Toningenieur bemängelte noch, dass die Bass "bei 90 Hz so rumresoniert". Also schnell ca. eine Quarte runtergestimmt, fertig.


    Ansonsten wurde hier schon vieles richtig ge- und beschrieben, anderes fällt in den Bereich, wo man nach seinem Geschmack entscheiden muss.


    Nils

    Zitat

    quatsch mit dem "üb einfach und spiel mit"!


    Ich war auch mal jung und unerfahren. So zu üben hat mir persönlich sehr viel geholfen, weil man Dinge lernt, die zum Musikmachen taugen.


    Die Köpfhörermethode funktioniert bei mir seit 22 Jahren.


    Man lernt sehr viel dadurch:
    - die Time halten
    - was ist die Form der Musik
    - welche Beats im Bandkontext gefragt sind
    - Spannungsbögen zu gestalten (Dynamik und Dichte!)
    - Musikgedächtnis entwickeln....
    => letztlich vieles von dem, was man braucht, um in einer band klarzukommen.


    Das ganze sieht bei mir so aus, wenn ich was covere:


    1. Beats der einzelnen Passagen rausören
    2. Abauf aufschreiben
    3. Kopfhörer auf => los gehts.


    Die Idee mit Audacity und Timeshifting zu arbeiten ist sehr gut. Dann kannst du dich an die Nummer herantrommeln und immer mal das Tempo erhöhen. Ich hab früher am Poti des Kassettendeckmotores gedreht, um was ähnliches zu erreichen, aber dabei ändert sich die Tonhöhe.


    Nils

    Kauf dir einen Gehörschutz im Baumarkt, tu dir darunter kleine Ohrstöpsel (Kopfhörer) rein, blas dir die Nummer auf die Ohren und spiel dazu. Das übt.

    Ja und nein. Alles, was man aufs Fell klebt ändert selbstverständlich den Sound. So ein Patch macht mehr Kick und weniger Resonanz. Manche wollen das haben, andere nicht. Deswegen liegt die Antwort, ob das eine Beeinträchtigung ist oder nicht, im Ohr des Zuhörers.

    Das hängt davon ab, was auf dem XLR drauf ist.


    Grundsätzlich gilt dies: XLR-Belegung


    Aber niemand hindert dich, es anders zu belegen.


    Das Problem ist, dass XLR für symmetrische Signale vorgesehen ist. Also L und R sind gleichwertige Pole des symmetrischen Signals, X ist die Schirmung.


    Wenn du ein asymmetrisches Signal übertragen willst, musst du die Schirmung und R brücken (steht auch so in der Wikipedia-Beschreibung) und mit der Schirmung einer Cinch- Ader verbinden, L mit dem roten oder weissen Kabel. Ansonsten ist die Verwendung einer DI-Box zu empfehlen, da cinch nur asymmetrische Signale überträgt. Da du ein Stereo- cinch hast, könntest du also 2 XLR damit verlöten.

    Wenn das Ziel der Ausbildung eine Unterrichtstätigkeit als Festanstellung ist, dann ist wohl immer noch die formale Qualifikation maßgeblich - also Hochschule/Konservatorium.


    Wenn es um Jobs als Drummer geht, kommt es doch eher darauf an, ob du das kannst, was der spezifische Job verlangt (wenn alles gut läuft) oder welche Verbindungen du hast. Allrdings nützen dir auch beste Verbindungen mittel- und langfristig nichts, wenn du es nicht kannst.


    Die Blue Men Group sichtet ständig neue Leute. Formale Ausbildung spielt dabei KEINE Rolle.
    Oder bewirb dich bei einer großen Musicalproduktion. Entweder bringst du es bei der Audition oder eben nicht. Dabei kommt es sehr darauf an, ob du mit anderen gut zusammenspielen kannst. Die stellen spontan ganze Sections/Bands zusammen und schauen, ob die Musiker miteinander klarkommen.
    Tun, was gefordert ist (und nicht mehr), sich einpassen in ein Team, Musikalität, Freundlichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Disziplin, vorbereitet sein. Das sind die Dinge, auf die es ankommt.
    Dass du sauber auf dem Klick spielst, Noten beherrschst, verschiedene Stilistiken drauf hast und dergleichen ist sowieso selbstverständlich, wenn du als Sessiondrummer unterwegs bist.


    Nils

    1. Ja, bringt was. Sound wird lauter, bassiger und bekommt mehr Durchsetzungskraft.
    2. Ja habe Erfahrung damit.
    3. Ja habe eine Selbstbaulösung an meinem Kit. Isteigentlich ziemlich einfach: 2 Bassdrums hintereinander. Klick auf den Link "Mein Kit"in meiner Signatur, um mehr zu erfahren.

    1. Ja, bringt was. Sound wird lauter, bassiger und bekommt mehr Durchsetzungskraft.
    2. Ja habe Erfahrung damit.
    3. Ja habe eine Selbstbaulösung an meinem Kit. Isteigentlich ziemlich einfach: 2 Bassdrums hintereinander. Klichk auf den Link in meiner Signatur, um mehr zu erfahren.

    Hallöle,
    jo, das war ein sehr anregender und inspirierender Abend. Dass man in krummen Metren derart grooven kann !!! Die Jungs (mittleren Alters :D) verstehen ihr Handwerk.


    Vielen Dank an Seppel und Bassfuss für den schönen Abend (und die Biere :)) So langsam bekommen die Forumnamen Gesichter.


    Nils