Beiträge von nils

    Ich bin vor ein paar Jahren mal als Drumtech bei einer recht ordentlichen Produktion mitgefahren. Es war sogar die SAP Arena in Mannheim dabei. Sechs Trucks mit Technik, Nightliner, motorgesteuerte Bühnendeko, riesige LED-Videodisplays, Kabuki, ein Abend Videoproduktion während der Show, das ganze Programm. Ich hab während der Show hinter der Deko in der Nähe des Schlagzeugs gehockt, eine Ersatzsnare immer griffbereit.

    Für mich war das eine interessante Erfahrung, der Job wäre für mich auf Dauer aber nix, weil man ja nur unterwegs und damit fast nie zu Hause ist.

    Ein bereits benutztes Fell noch mal zu benutzen sehe ich nicht als Frevel an. Wenn man es wieder auf die selbe Trommel und an die selbe Position setzt.......Die Gratung entscheidet ja - abgesehen von spitz oder rund - auch darüber, wie groß der tatsächliche Durchmesser der Fellauflagefläche ist.

    Man kann ein Fell auch auf eine andere Trommel setzen, auch wenn die Gratung anders ist und ggf. der effektive Durchmesser ein anderer ist. Damit das funktioniert, muss man ordentlich zentrieren. Der besagte Föhn wurde in diesem Fred ja schon erwähnt. Auch wenn manche das für Hokuspokus halten, kann ich ein gründliches Zentrieren mit ordentlich mechanischer Spannung uns hinzugefügter Prozesswärme (=> Föhn) nur allen warm ans Herz legen. (Pun intended).

    Bei Remo knacken die Felle dabei dann meistens. Bei Evans nicht.

    Das liegt daran, dass Remo die Folie im Aluring verklebt, Evans dagegen nicht.

    Frage: Ist das auch so, wenn man den Beater nicht (exakt mittig) auf dem Fell liegen lässt, sondern sofort wieder wegnimmt?

    Ja, das gilt für alle Trommeln. mit kreisförmigen Fellen. Auch eine Snare oder ein Tom, das genau in der Mitte geschlagen wird, produziert weniger Obertöne, als wenn der Auftreffpunkt außerhalb der Mitte liegt.

    Ob der BD-Beater exakt mittig oder leicht aussermittig auf das Schlagfell trifft, macht sicher einen Unterschied

    In der Tat.

    - wird das Fell genau in der Mitte getroffen, werden weniger Obertöne angeregt. Da sich sämtliche diagonalen Knotenlinien dort treffen, können Obertöne mit solchen Knotenlinien nicht angeregt werden (=> Chladni'sche Figuren)

    - Nachteil: das Drehen des Bassdrumfells bringt keine unbenutzte Fläche unter den Beater. Bei außermittiger Platzierung kann man eine frische Stelle des Bassdrumfells unter den Beater bekommen, indem man das Fell einige Grad dreht. So spart man viel Geld.

    Dem würde ich sowieso entgegenwirken.

    Weniger Attack führt, neben einem anderen Verhältnis von Attack und Ton, zu messbar leiseren Trommeln. Das ist immer dann hilfreich, wenn das Schlagzeug eher zu laut für die Umgebung ist, also in kleinen Clubs, Kneipen etc. Mikrofoniert spielt das eher eine geringe Rolle, da man das Attack/Ton-Verhältnis auch über Kompression und/oder einen Transient Designer einstellen kann.

    Ich sehe da für mich eigentlich nur Vorteile:


    - deutlich kompakterer Sound, den man sonst nur mit Nachbearbeitung (z.B. der Benutzung von Gates) erreicht

    - besseres Spielgefühl durch direktere Ansprache und mehr Rebound (zumindest gehe ich davon aus)

    - weniger Platzbedarf, v.a. beim Transport

    Physikalisch betrachtet haben Kürzere/flachere Kessel bei gleichem Durchmesser gegenüber tieferen folgende Vorteile:

    - geringeres Luftvolumen, dadurch kleinere schwingende Masse => weniger Energie ist nötig, um die Trommel zum Schwingen zu bekommen, dadurch leichtere Ansprache (bei 1,2-1,4g/l Luft kommt da schon was zusammen)

    - kleinerer Abstand zwischen den Fellen => Schlagenergie kommt schneller beim Reso an, die Felle schwingen also schneller zusammen, dadurch direktere Ansprache

    - die Trommel ist insgesamt leichter => etwas weniger Attack, dadurch im Verhältnis mehr Ton

    Der WDR Rockpalast hat soeben ein Konzert von Anika Nilles von den Leverkusener Jazztagen gestreamt. Echt geil!


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    Bei 15:30 wird's funky und das, finde ich, groovt wie sau. Sehr geil.

    Ich hab tatsächlich noch mehrere richtige Anlagen von früher. Da wir einem Reihenhaus wohnen muss man schon gelegentlich auf die Nachbarn etwas Rücksicht nehmen. Aber ich finde auch dass Musik als Hörgenuss über Boxen viel besser ist, als über Kopfhörer.


    1. im Proberaum steht eine mit Cybernet Vollverstärker und SABA Professional 1300 Boxen (Denon Closed Loop Tape Deck). Da die Im Proberaum steht, kann man damit jederzeit Vollgas geben.

    2. zu Hause unterm Dach eine Philips aus der 900er Serie mit Thorens Plattenspieler und Quadral Boxen (hier steht auch die Plattensammlung)

    3. im Wohnzimmer noch eine uralte Mini-Anlage, Sony FH-7 MkII, damals von meinem Konfirmationsgeld gekauft, die hauptsächlich für den Fernsehton benutzt wird.

    Tach zusammen,


    ich habe bei mir schon öfter beobachtet, dass ich einige Tage nach Proben oder Gigs, bei denen ich ungewohnte Mängel im Spielfluss und/oder beim Groove erlebt hatte, eine Erkältung oder Grippe bekommen habe. Dabei fühlte ich mich während der betreffenden Proben subjektiv gut und ganz normal. Fills, die sonst immer klappen, eiern rum, der Groove ist weniger tight, das Zusammenspiel klappt nicht so. Und dann zwei Tage später merke ich, warum.

    Kennt ihr das auch?


    VG, Nils

    Pearl macht echt geiles Zeug und ich bin super zufrieden mit meiner Hardware aber der ganze Kram ist in letzter Zeit so unglaublich im Preis gestiegen, dass ich es nicht mehr übers Herz bringe.

    Der Gebrauchtmarkt gibt da noch gut was her. Ich hab kaum was neu gekauft. Manche Gebrauchtteile sind auch besser als die aktuellen, z.B.

    das hier (alt und nur gebraucht erhältlich):

    ist um Längen besser als das (neu und überall käuflich):

    Vieles ist auch einfach Geschmackssache. Wichtig ist, denke ich, das ganze am Ende künstlerisch anzugehen (weniger technisch).

    Das ist sicherlich richtig. Andererseits fehlt mir die Expertise, mein Klangziel zu erreichen. Ich weiß (zumindest grob), was ich will, ich weiß aber nicht, wie ich da hin komme. Ungefähr so, als wollte ich BeBop oder Metalcore spielen wollen - mir fehlt die Technik.


    Klingt auf jeden Fall gut. Nur das Crashbecken finde ich verhältnismäßig (stellenweise) etwas zu laut. Ist aber schwierig zu lösen, wenn die Mikrofonierung so schmal bleiben soll.

    Falls wir als Band mal eine richtige Produktion machen wollen sollten, würde ich auch umfangreicher mikrofonieren. Aber das steht derzeit nicht zur Debatte. Ich bin mit den Primärsignalen eigentlich auch immer zufrieden, der Mix soll halt besser werden, aber erst mal ohne zusätzliche Kanäle.

    Um das Becken leiser zu bekommen, könnte ich die Position ändern, z.B. das Becken weiter nach rechts schieben, weiter weg vom Mikro. Das Mikro selber muss etwa dort bleiben, wo es ist, einmal wegen der Stereoachse und zum anderen weil der Rest des Kits recht gut abgebildet ist. Ein bischen mehr Hihat hätte ich auch gerne. Dafür hab ich im Proberaum ein zusätzliches Mikro, aber das Audio Interface hat keinen Eingang mit Phantomspeisung mehr frei, daher müsste ich noch zusätzlich ein Pult mitnehmen, was ich nicht möchte. Mittelfristig muss ein Interface mit mehr Mikrokanälen her.

    Mal eine kleine Dokumentation:

    OK, ich hab noch viel zu lernen.

    Wie sah denn die Mikrofonierung so aus? Die Bassdrum hat auffällig viel Tiefbassanteil. Find ich gut so (wobei fast schon zu viel), wundert mich aber auch angesichts der geringen Größe der Bassdrum.

    Die Bassdrum ist mit einer Behringer BA-19a Grenzfläche innen mikrofoniert. Die Overheadmikrofonierung ist mit einem Crown SASS-P MkII gemacht, das ist eine uralte Stereo-Kunstkopf-Grenzfläche. Das Foto ist zwar von einem anderen Gig, aber so mache ich das immer.

    Die Gitarre hatte ein SM58 vor der Box und der Bass war direkt eingesteckt.

    Keine Klangbearbeitung in den Eingangssignalen, nicht mal ein Limiter, also alles nackt.